Verivox übernimmt wohl Outbank, persönlicher Finanzassistent als Ziel

Update unten! Es kam – zumindest doch für einige Nutzer – ziemlich überraschend, als Outbank Ende September einen Insolvenzantrag gestellt hat. Kurz darauf wurden auch schon erste Gespräche vermeldet. Diese könnten nun in einer Übernahme durch Verivox enden, wie Finanz-Szene.de berichtet. Lediglich die Zustimmung der Gläubigerversammlung stünde noch aus. Das Ziel von Verivox scheint indes klar, vom Preisvergleich für Kredite und Strom, hin zum Finanzassistenten. Dazu passt auch die Übernahmen von Aboalarm durch Verivox vergangene Woche.

Ein solcher Finanzasistent könnte gezielt Konten nach teuren Verträgen durchsuchen und den Nutzer entsprechende Angebote vorschlagen, alles aus einer Hand. Das kann für den Nutzer super bequem sein, birgt aber auch die Gefahr, dass man eben nicht immer den für einen selbst am passendsten Tarif (für was auch immer) bekommt.

Verivox ist übrigens nicht der einzige Preisvergleich, der seine Fühler in andere Bereiche ausstreckt. Auch Check24 kündigte bereits an, in die Segmente zu gehen, die aktuell von FinTechs besetzt sind. Kann man nur hoffen, dass da ein bisschen mehr als brutal nervige Werbung auf die Kunden zukommt.

Zum Übernahmepreis von Outbank gibt es keine konkreten Angaben, dieser soll sich aber in einem unspektakulären Rahmen bewegen. Was aus den Outbank-Apps nach einer Übernahme wird, ist ebenso noch offen.

Update: Das Ganze ist offiziell und es gibt auch Auskunft, wie es für Nutzer weiter gehen wird. Die Apps lassen sich weiter (kostenlos) nutzen, auch erhält niemand Zugriff auf die Daten, diese werden bekanntlich verschlüsselt direkt auf dem Gerät gespeichert, lagern also nicht auf Servern und sind auch nicht für Dritte einsehbar. Alle Details dazu gibt es in der Ankündigung.

(Danke Henryk!)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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23 Kommentare

  1. Na ich hoffe mal, dass die Apps so bestehen bleiben… nutze Outbank auf dem iPhone und auf dem Mac und bin sehr zufrieden. Wenns sein muss drück ich auch ein par Euros ab.

  2. Sehr schade, aber danke für den Hinweis, das ist jetzt wirklich der Grund das Programm auf meinem Mac nicht mehr zu nutzen…

  3. Also wird dann Verivox demnächst die Konten scannen und auf günstigere Verträge hinweisen. Wer da sein Einwilligung gibt, ist nicht mehr ganz sauber ;D

    Was geht dieses Unternehmen meine Finanzen an…

    (PS: anders würde diese Übernahme keinerlei Sinn ergeben, als automatisch die Daten auf Verträge scannen)

  4. Am 14.9., kurz vor dem Insolvenzantrag, hatte Outbank per Email eine Umfrage gestartet „Nutze deine Chance an neuen Outbank Funktionen mitzuwirken“. Dort wurden im Ansatz genau die nun vermuteten „Features“ ausgelotet. Sinngemäß „würdest Du bestehende Verträge anpassen, wenn wir durch Analyse Deiner Kontobewegungen besser Konditionen ausfindig machen“… etc. Das nenne ich ja mal einen Zufall.

  5. Mit dem „FInanzplan“ hat Outbank in seinen Apps eine für diesen Zweck passende Infrastruktur schon vor der Übernahme geschaffen. Die Apps werden IMHO genau so bestehen bleiben als Datenbeschaffer von Umsätzen, für die man dann demnächst aus dem Pool von Verivox Alternativen präsentieren kann.

    @Maurice: Outbank hat beim Finanzplan darauf hingewiesen, dass das „Scannen“ lokal erfolgt. Das ist auch naheliegend. Scan Engine in der App ist kein Problem, die Patterns kommen vom Server. Das lässt sich umsetzen, ohne dass der Server / das Unternehmen Deine Umsätze erfährt.

  6. Hahaha, wer nutzt bitte sowas freiwillig?

  7. Die Übernahme ist meines Erachtens bereits gelaufen. Eben habe ich die App upgedatet und ich musste den AGB’s von Verivox zustimmen.

  8. bei dem was outbank ueber die jahre alles „verbrochen“ hat und wie die die kunden regelmaessig verarscht und vor den kopf gestossen haben, wundert mich sehr, dass die ueberhaupt noch kundschaft haben. schon zu stoegers zeiten, als die noch fuer symbian outbank erstellt haben, hat der rotzfrech kunden (wie z. bsp. mich) mehrfach zahlen lassen und gesagt „vogel friss oder stirb“. und jetzt ist verifox mit im boot?! na dann viel vergnuegen beim daten abliefern. einfach unglaublich, dass jemand solche „dienste“ noch in anspruch nehmen will…

    btw, nachdem mich der stoeger damals mit symbian und einem geaenderten lizenzmodell doppelt abgezockt hat, hab ich das ding geloescht. und war bis heute erstaunt, dass die mit dieser masche (lizenzmodell „anpassen“) immer noch unterwegs waren… einfach ein graesslicher laden bei dem mich der untergang mal so gar nicht ueberrascht hat.

  9. Schon mit der Finanzplangeschichte hatte ich mir im Sommer vorgenommen, weg von Outbank zu wechseln. Es war für mich der letzte Nagel im Sarg: bei dem Laden passte das Geschäftsmodell einfach nicht. Jeder App-Entwickler muss Geld verdienen mit einer App – und die Insolvenzanmeldung war für mich nur die Bestätigung dessen, was vorher schon klar war: mit der App lässt sich nichts verdienen, wenn man keine vernünftigen Preise nimmt (bspw. mindestens 9,99 Euro pro Jahr für jeden). Das Geschrei der nichtzahlenden Kunden in Ehren, aber am Ende des Tages muss Geld in die Kassen, von denen die Ausgaben (Gehälter etc.) bezahlt werden können. Ich habe nie verstanden, dass man gegen das „Abzocke“-Geschrei eingeknickt ist. Kostenlos gibt es halt nicht: als „Kunde“ zahlt man immer. Entweder mit Geld oder aber mit Daten. Alles Andere führt in die Pleite.

    Das neue Geschäftsmodell ist die Datenanalyse und vielleicht doch irgendwann auch die Datenweitergabe. Ob und was man tatsächlich macht und weitergibt, weiß ich nicht, aber mir ist das zu heiß. Klar, niemand weiß, was Verivox machen wird. Es interessiert mich aber auch nicht. Das Risiko ist viel zu groß, dass etwas passiert, was mir nicht passt, und daher ist für mich Outbank spätestens mit der Insolvenz gestorben.

    Ich bin im Oktober zu iFinance gewechselt und mittlerweile sogar froh darüber: die Depotfunktionen gefallen mir. Der Datenimport war über CSV relativ einfach (ohne Verlust der Kategorisierungen). Wo Outbank wesentlich besser war, war die Unterstützung der Banken: auch jene, die HBCI FinTS nicht unterstützt haben, waren ja per Webscraping verfügbar. Mich trifft es aber nicht. Meine Banken unterstützen HBCI FinTS – nur ein Kreditkartenanbieter nicht. Den habe ich ausgetauscht.

  10. Schade, Outbank/StoegerIT war eine Weile auf nem guten Weg und ich habe Ihnen trotzdem nach dem Ärger in den letzten Jahren, noch eine Chance gegeben.

    Jetzt ist Outbank endgültig raus, nutze auf dem Mac schon seit Jahren „MoneyMoney“ und bin sehr zufrieden! Schade das MM nicht mobil angeboten wird, die einzige Alternative,die mir einfällt, vor allem auch – systemübergreifend wäre – Finanzblick. Allerdings erlaubt man den Jungs und Mädchen von Buhl auch ne Menge….:-(

    Jemand eine Empfehlung für iOS?

    Danke!

    Gruss

  11. Super, ich freue mich über diese Lösung und hoffe, dass Outbank damit endlich in ruhigeres Fahrwasser gerät.

  12. Optisch ganz ansprechend ist Numbrs. Allerdings auch wieder kostenlos… Hat jemand Erfahrung damit oder andere Alternativen zu Outbank?

  13. @Max09, empfehlung: ich nutze seit jahren schon erfolgreich und sehr zufrieden die banking4 produkte von subsembly. in deinem fall waere das „banking4i“. kostet ein paar euro. und ist jeden einzelnen davon wert. btw, deutsche firma.

  14. ich nutze seit langem auf dem MAC MoneyMoney und hatte immer gehofft, dass es noch eine Lösung für iOS gibt. Nun bin ich bei Banking4i eingestiegen und habe ein dejavue nach dem anderen. Banking4i ähnelt konzeptionell sehr strak MoneyMoney. Das Banking (incl. HBCI per SchlüsselDatei/-Karte (!) steht im Vordergrund – Auswertungen, Budgets u.a. Krimskramks fehlt.
    …passt für mich…

    Meine NoGos:
    – Zugangsdaten an einen Dritten übergeben (z.B. Finanzblick/Buhl)
    – Zahlungsverkher offenlegen
    – Abo-Modelle

    meine MustHaves.
    – HBCI-Unterstützung
    – regelbasierte Kategorisierung

    meine bisher nirgndwo entdeckten und arg vermissten Features bei Mac- oder iOS-Banking-Pogrammen:
    – Automatische Kategorisierung und automtaisches Spiltting von Slitbuchungen aus dem Kontoauszug
    Dafür würde ich mit fliegenden Fahnen wechseln.

  15. @goodoo Werde ich testen, Danke für den Tip!

  16. @goodoo: unterstützt aber nicht soviele Banken wie Outbank. Das ist leider für mich ein Problem.

  17. @Mr.C Yep, auch gemerkt…die Fidor bspsw. ist auch nicht dabei, unterstützt HBCI nicht…kurios….

  18. na ja, also die liste der unterstuetzten banken ist schon ordentlich lang ;-). und was ich gerade feststellen musste: banking4a unterstuetzt beispielsweise auch die N26. die steht aber in der liste gar nicht drin ;-). laeuft bei mir aber bestens.

    https://subsembly.com/banken.html

  19. Die banking4i bzw. Banking4A Apps kann ich ebenfalls als Alternative empfehlen.

  20. @Konrad.
    MoneyMoney unterstütz aber doch automatisches Kategorisieren. Nur das splitten muss man noch von Hand machen

  21. 6 Wochen nach Insolvenzantrag also der Verkauf an Verivox. Hätte mich ja mal interessiert, welche Gläubiger da nun bluten mussten, um das Unternehmen „zu retten“ 😀

    War alles schon sehr abgekartet die letzten Monate bei Outbank.

    Persönlich nutze ich für meine Auswertungen Banking4w/x/i mit mehreren Datenbanken – habe aber auch täglich Outbank laufen, weil ich dort ohne Datenbanken wechseln zu müssen dann gleich alle Neuigkeiten im Blick habe.

  22. @Domi:
    ja, manuell, das kann auch Banking4i. Ich habe aber regelmäßig wiederkehrende Buchungsbelege mit immer den gleichen Split-Beträgen (verschiedene Versicherungspolicen einer Versicherung) die ich nicht jeds Mal manuel splitten müssen will. Ich möchte automatisch, dass Betrag A der Kategorie Lebensversicherung und Betrag B der Kategorie Unfallversicherung zugeordnet wird. Quicken (Windows) macht das seit Jahren vor.

  23. @Konrad.
    Also splitten von Hand machen ich auch. Genau der selbe Anwedunsgfall bei mir. Du kannst aber einer Kategorie mehrer Bedingungen zuweisen.
    Etwa:

    purpose:kranken amount>=-30,00 amount<=-20,80

    Die greifen dann nach dem Splitting automatisch. Klar…schöner wäre es wenn das splitting der Beträge anhand des Buchungstextes automatisch erfolgen würde. Denke mal das ist das was du meintest. Aber da kommt sicher noch ein Update 😉

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