Caschys Blog

Verbraucherzentrale warnt vor Drittanbieterabos

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V. verschickt derzeit E-Mails für den digitalen Zweig „Marktwächter Digitale Welt.“ Hier warnt man derzeit vor einer Abo-Gefahr. Was klingt, wie aus dem letzten Jahrtausend, scheint wieder in Mode zu sein:

Sie kommt wie aus heiterem Himmel, eine SMS, die Verbraucher über den Kauf beim Musik-, Spiele- und Bilder-Abo-Anbieter „Zed“ informiert. Über die Leistung und das Zustandekommen des Abschlusses gibt es keinerlei Informationen. Dass es sich dabei um ein Drittanbieterabo handelt, das auf der Mobilfunkrechnung auftaucht, wird nicht deutlich. Dem Marktwächter-Team aus der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein liegen aktuell zur Zed Germany GmbH Beschwerden von Verbrauchern aus ganz Deutschland vor. Kunden von Vodafone scheinen besonders stark betroffen zu sein.

Nach Recherchen des Marktwächter-Teams zeigen sich manche Telekommunikationsunternehmen mittlerweile nach Beschwerden kulant und erstatten das abgebuchte Geld an die Verbraucher zurück. „Dennoch wird Verbrauchern noch immer ohne ihr Wissen oder Wollen erst einmal Geld abgebucht“, so Janneck. Zwar gibt es auch von Seiten der Netzbetreiber Maßnahmen, Verbraucher besser zu schützen, beispielsweise über die automatisierte Weiterleitung auf eine gekennzeichnete Bezahlseite . „Allerdings gibt es bisher keine verbindlichen Regeln, wann und wie diese technische Maßnahme eingesetzt wird – ein Basisschutz ist aktuell also noch immer nicht gegeben“, betont er.

Was die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V. rät? Na klar, das Aktivieren der Drittanbietersperre, falls eh noch nicht erledigt. „Um Verbraucher besser zu schützen, sollte die Drittanbietersperre standardmäßig voreingestellt sein. Erst auf Wunsch des Verbrauchers sollte sie dann entweder pauschal oder selektiv aufgehoben werden können“, fordert Lina Ehrig, Teamleitern Digitales und Medien beim vzbv. „Verbraucher sollen selbst entscheiden, welche Dienste sie auf dem Handy nutzen und freischalten möchten. In den meisten Fällen wird eine Drittanbietersperre heute erst aktiviert, wenn Verbraucher durch unberechtigte Rechnungsposten bereits schlechte Erfahrungen gemacht haben.“

Aktuelle Beiträge

Die mobile Version verlassen