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Verbraucherzentrale NRW: Fakeshop-Finder soll betrügerische Online-Shops enttarnen

Die Verbraucherzentrale NRW bietet mit dem Fakeshop-Finder ein neues, kostenloses Tool an. Wie der Name schon sagt, so soll das Werkzeug euch dabei helfen, betrügerische Online-Shops zu enttarnen. Wer einen möglicherweise interessanten Shop aufgestöbert hat, sich aber nicht sicher ist, ob der Store seriös ist, kann die Internet-Adresse des Shops unter www.fakeshop-finder.nrw eingeben und erhält binnen weniger Sekunden eine Einschätzung.

Ich habe das Tool mal zur Probe bei einigen Shops angeworfen und es scheint recht empfindlich zu sein. Beispielsweise entdeckt es auch bei Gamestop Unklarheiten. Es werden aber gut die eher kritischen und eher positiven Aspekte genannt, was sicherlich bei einer Einschätzung helfen kann.

Das Rückgrat des Fakeshop-Finders bildet eine Domänendatenbank. Geben Verbraucher eine Adresse ein, die noch nicht in der Datenbank vorhanden ist, sucht er die eingegebene Adresse auf und scannt die Seite nach Merkmalen, die oft bei unseriösen Shops zu finden sind. Das können ein fehlendes Impressum sein, eine Umsatzsteuer-ID, die es gar nicht gibt (wie offenbar auch im Falle meines Gamestop-Beispiels), aber auch technische, linguistische und strukturelle Merkmale, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Auch öffentliche Listen von bekannten falschen Shops kennt der Fakeshop-Finder.

Aus diesen Kriterien errechnet die Anwendung der Verbraucherzentrale NRW dann die Wahrscheinlichkeit, ob es sich bei der eingegebenen Adresse um einen unseriösen Anbieter handelt. Nach wenigen Sekunden wird das Ergebnis in Ampel-Form ausgegeben: Rot bei einer eindeutigen Warnung, Gelb als Hinweis, vor der Bestellung genauer hinzusehen und Grün, wenn alles in Ordnung ist. Finanziert wird das Projekt vom Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ansonsten empfiehlt es sich auf die üblichen Warnsignale zu achten: verdächtig niedrige Preise oder Verfügbarkeit von Artikeln, die eigentlich ausverkauft sein sollten oder z. B. der Aufbau von Druck auf den Kunden, indem eine rasant abnehmende Verfügbarkeit suggeriert bzw. gar mit einem Countdown heruntergezählt wird. Auch das Bestehen auf Vorkasse ist sehr kritisch zu werten.

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