Morgen soll die Corona-Warn-App der Bundesregierung für Apple iOS und Android erscheinen. Sie soll das Tracing von Kontakten ermöglichen und dennoch die Anonymität der Nutzer wahren. Ihr seid skeptisch, wie ihr in unserer Mai-Umfrage geäußert habt. Nun mahnt auch der Verbraucherzentrale Bundesverband.
So sei legitim, dass die App helfe Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und möglicherweise auch zu durchbrechen. Auch die dezentrale Datenverarbeitung begrüße man. Allerdings sieht man die Freiwilligkeit aktuell in Gefahr: „Das Prinzip der Freiwilligkeit ist essentiell, muss nun in der Praxis aber angewendet und auch kontrolliert werden. Es darf nicht sein, dass Arbeitgeber, Restaurants oder staatliche Behörden die App-Nutzung als Zutritts-Voraussetzung definieren und damit die Freiwilligkeit schleichend zum Zwang machen.“
Zudem seien einige Fragn offen: Haben Betroffene bei positiven Kontaktmeldungen Anspruch auf einen Corona-Test? Wer übernimmt die Kosten dafür? An wen kann man sich wenden? Das seien laut der Verbraucherzentrale Fragen, auf welche die Bundesregierung derzeit noch Antworten schuldig bleibe. Zudem müsse man mit der Richtung Haltung an die Corona-Warn-App herangehen: Sie sei kein Wundermittel und werde nicht plötzlich COVID-19 verschwinden lassen.
