Verbraucherschützer weisen auf Retouren-Probleme bei Käufen in China-Shops hin

Eigentlich ein alter Hut, aber immer mal wieder für einen Hinweis gut: Der Verbraucherzentrale Bundesverband erinnert aktuell an die Probleme, die Kunden bei unbewussten Bestellungen in China-Shops treffen können. So gibt es häufig komplett auf deutsch aufgezogene Webshops, bei denen keinerlei Eindruck entsteht, sie wären im Ausland ansässig. Selbst ein deutsches Impressum ist oft hinterlegt. Gibt es dann aber Probleme mit der bestellten Ware, wird es kompliziert.

Denn bei Retouren soll der Kunde die reklamierten Waren dann nach China zurücksenden, um eine Erstattung zu erhalten. Da drohen hohe Rücksendekosten und Bearbeitungsgebühren, die dann insgesamt oft den Warenwert locker übersteigen können. Da sich eine Retoure somit für den Käufer nicht auszahlt, bleiben die Kunden auf der Ware sitzen und die Verkäufer haben im Wesentlichen das Widerrufsrecht geschickt ausgehebelt.

Was kann man da nun machen? Dazu gibt auch der Verbraucherzentrale keine Anregungen und weist nur auf den Missstand und ein erhöhtes Beschwerdeaufkommen hin. Man rät lediglich, die AGB und die Widerrufsbelehrung genau vor dem Kauf zu lesen oder beim Verkäufer anzufordern. Mein persönlicher Tipp dazu: Wenn die Preise allzu verlockend wirken und der jeweilige Shop euch neu / unbekannt erscheint: Sucht im Zweifelsfall einfach nach Erfahrungsberichten im Netz. Schon das hilft in 99 % der Fälle weiter.

In diesem Artikel sind Partner-Links enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

22 Kommentare

  1. Im Fall der Fälle ist Paypal nützlich, wenn die Ware auf dem Weg bezahlt wurde. Bin leider auch mal in diese Falle getappt und wurde echt gut unterstützt von denen. Es bedarf nämlich auch eines besonderen Rücksendeformulars, was die auf meiner Postfiliale nicht wussten (bzw mir verkehrt gesagt haben). Paypal hat die Retourekosten übernommen und mir auch mein Geld erstattet, sofort nachdem ich den Retourenbeleg eingescannt übersandt hatte.

    • Krümelmonster says:

      Paypal erstattet bis zu 25€ pro Aktion. Leider reicht das für einige Rücksendungen nach China nicht aus. Den während die dort kaum etwas für den Versand zahlen, so sind es hier versichert schnell circa 40€.

  2. Oft hilft es auch, per PayPal zu zahlen. Da bekommt man im Falle einer Rücksendung bis zu 20 Euro Versandkosten zurück.

    Der Käuferschutz gilt aber natürlich nur die ersten 180 Tage. Wenn danach was ist, muss man sich direkt an den Hersteller bezüglich Garantie wenden. Ist aber eigentlich auch nicht das große Problem.

  3. Krokettenkurt says:

    Wenn man sich die Preis in den meisten Dropshipping Stores ansieht, finde ich die gar nicht mal so verlockend… Zumindest wenn man weiss, was der Chinakram auf Alibaba bzw. Aliexpress kostet und das die Dropshipper kaum Aufwand und Risiko mit der Abwicklung haben. Habe gerade erst jemanden im Bekanntenkreis davor bewahr in so einem Shop etwas für um die 60 Euro zu bestellen. Und dabei wäre es wohl nicht mal geblieben… In den AGBs stand dann noch, das der Käufer sich um Einfuhrumsatzsteuer und Zoll kümmern muss. Exakt den gleichen Artikel habe ich dann bei Aliexpress für unter 10 Euro all inkl. bestellt. Und das war nicht mal der günstigste Anbieter, dafür aber Versand aus Deutschland.

  4. Schönes Katzenbild 😉
    Bei der Rücksendung meiner Chinesischen Palastkatze hatte ich auch so meine Probleme. Es war nämlich, wie vom China-Shop erwartet, eine umgelabelte Europäische Hauskatze. Das CE-Zeichen war selbstverständlich auch ein Fake. Aber wenigstens gab es den Versand per „Priority Line“ aus einem EU-Warenlager. Das Tierchen ließ sich, ganz katzentypisch, nicht erziehen und machte meine gesamte Familie zu ihrem Personal. Naja, irgendwie ist sie uns doch ans Herz gewachsen und wir werden ihr den chinesischen Kochtopf ersparen und ein erfülltes Leben ermöglichen.
    Übrigens, die Verbraucherschützer konnten uns auch nicht weiter helfen. Wir hätten eben die AGB besser studieren müssen. Zu dumm das wir kein Chinesisch können. 🙂

    (Sorry, dieser Beitrag ist Ironie und ich konnte es mir nicht verkneifen, Wer einer Katze ein Zuhause geben will sollte Kontakt mit einer örtlichen Tierschutzorganisation aufnehmen oder mal ins Tierheim gehen. Außerdem sollte man sich im Vorfeld der Verantwortung bewusst werden, die man übernimmt)

  5. Wolfgang D. says:

    Heisst das nicht „Katze im Sack“, statt „Im Karton“, und geht das Paket mit Nermal nach Abu Dhabi? LOL, dennoch ein schönes Motiv.

    Der Verbraucherschutz hat aber sowas von recht.
    Ich bestelle daher nur noch Kleinkram wie Handycover oder Schutzfolien bei irgendwelchen außereuropäischen Shops, solange die keine deutsche Rücksendeadresse für den Widerruf anbieten – was man bei Ebay öfter findet. Oder „Versand durch Amazon“, spart viel Ärger.

  6. Also aus Erfahrung kann ich sagen, wenn man bei Wish oder AliExpress bestellt, einfach dem Verkäufer drohen einen Fall bei PayPal zu öffnen (Sofern man damit bezahlt hat), dann lenken die ganz schnell ein und zahlen einem sein Geld zurück und man darf die Ware behalten.

    Das kann man übrigens auch ausnutzen und sich so Dinge bestellen, Kohle zurück holen und Ware behalten.

    • Also ich hab bei Aliexpress einfach einen Fall aufgemacht, wenn mal ein Händler nicht reagiert hat bei Fehl- oder Falschlieferung.
      Nach ein paar Tagen kam dann das Geld zurück.
      Ansonsten hab ich bestimmt 50 mal dort bestellt (Elektronik Bauteile, Lötstationen usw.) und bei Fehlern oder auch beim Versand verschwundene Ware wurde immer nachgeliefert oder Geld zurück gezahlt.

    • Ja, so drehe ich bei Amazon 500€ so oft rum, dass ich dort für 3k einkaufe.
      Das mach ich schon seit 3 jahren. =D

    • „Das kann man übrigens auch ausnutzen und sich so Dinge bestellen, Kohle zurück holen und Ware behalten.“

      So Kunden wie Dich wünscht sich jeder Händler.

  7. Diese China-Shops sind die Hölle. Bei ebay kann man ihnen bei Beschwerden aber leicht Druck machen: man zahlt per PayPal. PayPal fackelt nicht lange bei Beschwerden und friert die Konten ein. Das habe ich selbst schon erlebt. Danach geht alles recht flott, wenn es um Rückerstattungen geht. 🙂

  8. Kann das nicht bestätigen! Gerade erst ein Fall bei dem das Gerät schon beim auspacken defekt ist. Die Reklamation ging etwa eine Woche, das liegt aber an der Zeitverschiebung. Am Ende bekam ich ein neues Gerät und das alte muss ich selbst entsorgen. Unterm Strich günstiger für beide Seiten.

  9. Ach du Scheisse! Ich bestell mir dann lieber keine Katzen mehr aus China.

    scnr

  10. Am besten den Shop anrufen.
    Und die Adresse vergleichen ob es diese auch wirklich gibt.
    Hatte auch auf einer “ deutschen Seite“ bestellt und das Impressum hatte ich geprüft. Die Straße gab es in der angegebenen Stadt gar nicht. Die Rufnummer war eine Mobilfunknummer. Es klingelte jedoch meldet sich keiner.

  11. Ein schönes Beispiel für diesen Artikel ist der Modeversand „breitenbacher.shop“. Die Aufmachung und der Titel sprechen für einen deutschen Shop, der aber in UK ansässig und seine Waren direkt aus China versendet und die Rücksendung auch nur dorthin erlaubt. 43€ Rücksendegebühren für ein billigstes Kleid, für das aber zuvor 70€ bezahlt wurde. PayPal hat einen Teil der Rücksendekosten zurück erstattet und nun warten wir auf die Rückerstattung der Kosten fürs Kleid. Reine Abzocke!
    Nächstes Mal schaue ich zuvor gleich auf Trustpilot.

  12. you get what you paid for! Wenn Geiz Hirn frißt!

    • Es hat nichts mit Geiz zu tun. Manche Artikel bekommt man über andere Wege nicht. Die China-Shops werden schon wissen, warum sie unter falsche Flagge fahren. Seriös geht anders.

  13. Aus diesem Grund sind die USA aus dem Weltpostverein ausgetreten, der es heute führenden Wirtschaftsmächten unter dem Status als Entwicklungsland ermöglicht, zu Dumpingpreisen waren zu versenden, die nicht einmal den inländischen Kosten des Empfängerlandes entsprechen.

    Aber zum Glück sind mehrere Parteien in Deutschland dafür ebenfalls auszutreten, so dass mit dem Chinkram bald Schluss ist oder zumindest zu tatsächlichen Transportpreisen. Ladekabel für 1 Euro kosten dann 41 mit Versand.

    • Wolfgang D. says:

      @Traveler „sind die USA aus dem Weltpostverein ausgetreten“

      Immer wieder erschütternd, euer schlechter Informationsstand.
      „https://industriemagazin.at/a/austritt-der-usa-aus-dem-weltpostverein-abgewendet“, und die Postgebühren für CN sind längst erhöht worden.

  14. Es gibt kein deutsches Impressum.
    Es gibt lediglich ein Impressum, in dem eine deutsche Adresse genannt wird.
    Hier wird mal wieder ein vollkommen falsches Bild.
    Ein Blick in die AGB ist viel hilfreicher als das Impressum mit einer deutschen Adresse. Da kann man sich prima über die Rücksendemodalitäten informieren.
    Dieses „Kauft nichts aus China“ hat langsam schon den Charakter von „Kauft nichts von Juden“.

    • Wolfgang D. says:

      @Rolf „Hier wird mal wieder ein vollkommen falsches Bild blablabla“

      Das Bild hier stimmt schon, denn der Blick in die AGB wird empfohlen.

      Du bist aber ein echter Held des absolut unangemessenen Vergleiches und somit wohl Mitglied der Wasserarmee. Oder schlimmeres?
      Gewisse kulturelle Unterschiede wie kriminelle Diskriminierung und krimineller Betrug können die als Non-Natives wohl einfach nicht wissen (man folgt dort schlicht der Staatsräson), und verteidigen sinnfrei die betrügerischen Angaben ihrer Shops.
      Denn wer „hier“ (also unter EU oder DE Domain) verkauft, muss auch eine hiesige Rücksendeadresse bieten. Denn es gelten schliesslich Verbraucherschutzgesetze, obwohl man die aus Kostengründen im Ausland schlecht gegen eine Chinabude durchsetzen kann.

      Ob die Ware aus dem berühmten EU-Lager kommt, oder über BE/NL verzollt und nach DE weitergeschleust wird, ist letztendlich egal, solange
      -die USt bezahlt und abgeführt wird (wie Aliexpress das bis <150€ Warenwert macht)
      -der Endpreis für mich korrekt ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.