USB4: Das bedeutet die neue Spezifikation

USB – mittlerweile ein fast undurchschaubarer Haufen von bizarren Möglichkeiten. Aus diesem Grunde haben wir hier im Blog erst aktuell den Beitrag veröffentlicht, der die Unterschiede zwischen USB 3.0, 3.1 und 3.2 beleuchtet. Nun wurden schon die Spezifikationen für USB4  durch die USB Promoter Group veröffentlicht, die aber noch final abgenickt werden müssen. USB4 (die nennen das wirklich USB4 und nicht USB 4.0) baut auf der bestehenden Architektur von USB 3.2 und 2.0 auf. Die USB4-Architektur basiert auf der Thunderbolt-Protokollspezifikation, unterstützt also 100 Watt Leistung, kann zwei 4K-Monitore problemlos ansteuern. Man verdoppelt die Bandbreite von USB und ermöglicht mehrere gleichzeitige Daten- und Anzeigeprotokolle, was für externe Grafikkarten schon interessant ist. Hier einmal der bisherige Standard:

Bezeichnung Möglich ab Version max. nutzbare Datenrate Symbolrate / Modulation
Hi-Speed USB 2.0 40 MB/s 480 MBd / NRZI-Code mit Bit-Stuffing
SuperSpeed USB USB 3.0 (USB 3.2 Gen 1) 300 MB/s 5000 MBd / 8b10b-Code
SuperSpeed USB 10 Gbps USB 3.1 (USB 3.2 Gen 2) 900 MB/s 10.000 MBd / 128b132b-Code
SuperSpeed USB 20 Gbps USB 3.2 (USB 3.2 Gen 2×2) 1800 MB/s 2× 10.000 MBd / 128b132b-Code

Universal Serial Bus in Version 4 bringt es nun theoretisch auf 40 GBit/s, also das Doppelte von USB 3.2 Gen 2×2. Richtig erkannt: Das, was USB4 heißen wird, ist letzten Endes Thunderbolt 3 in Sachen der Geschwindigkeit. Wurde von Intel bereits 2015 vorgestellt. USB4 wird folgerichtig auch die Standards beherrschen, die Anwender schon von Thunderbolt 3 kennen. Durch die Freigabe von Intel ist es wohl nun auch so, dass keine Lizenzabgaben mehr an Intel fällig werden, wenn Dritt-Anbieter USB4 nutzen wollen – das ist schon einmal ein Gewinn. Für später gilt: USB-Kabel ist nicht gleich USB-Kabel, denn auch wenn USB-C dran ist, heißt es nicht, dass aktuelle Standards unterstützt werden. Kennen all jene, die externe Thunderbolt-Displays betreiben. Deren Kabel für Thunderbolt-3-Kabel sind übrigens später mit USB4 kompatibel.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten ein.

11 Kommentare

  1. Vermutlich heißen sie deswegen auch „USB Promoter Group“ und nicht „USB Standardization Group“ – also mehr BlingBling als Sinn. :-/

  2. Am Ende heißt es dann vermutlich USB 3.3 Gen 3

  3. USB4 Ready? RealUSB4? USB4 Wireless? Da hat doch jemand wieder Absinth ins Trinkwasser gemischt!

  4. Wie, ohne neuen Stecker?! Das geht ja mal gar nicht!!eins1!elf!

  5. Klaus Mehdorn Travolta says:

    Das mit den 100 Watt schreit aber wirklich schon fast nach spezielleren sprich neuen Kabeln….

Schreibe einen Kommentar zu Boris Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.