Caschys Blog

USA nennt Anklagepunkte gegen Huaweis CFO Meng Wanzhou


Huawei hat vor allem in den USA kein leichtes Spiel. Immer wieder werden Vorwürfe laut, welche dem chinesischen Unternehmen eine Zusammenarbeit mit der Regierung unterstellen, dem so eine heimliche Spionage ermöglicht wird. Beweise? Tja, da sah man bisher noch nichts. Umso spannender war deshalb die Festnahme von Huawei CFO Meng Wanzhou in Kanada Anfang Dezember letzten Jahres.

Nun werden die Vorwürfe bekanntgegeben. Unter anderem Bank- und Überweisungsbetrug, weil über eine Tochtergesellschaft wohl U.S.-Sanktionen gegen den Iran umgangen wurden. Das wurde bereits 2012 und 2013 von Reuters berichtet. In einem weiteren Fall geht es um den Diebstahl von Robotik-Technologien von T-Mobile (U.S.). Hier erklärt Huawei allerdings, dass sich die beiden Unternehmen bereits 2017 geeinigt haben.

Die Kommunikation der Anklagepunkte kommt natürlich zu einem äußerst spannenden Zeitpunkt, diese Woche werden die USA und China nämlich noch Handelsgespräche führen. Wilbur Ross, U.S. Wirtschaftsminister, erklärt dazu aber selbstverständlich, dass diese völlig unabhängig von der Anklage stattfinden werden. Logisch…

Es ist bekannt, dass die USA mittlerweile nicht mehr nur im eigenen Land dafür sorgen, dass es Huawei schwer hat. Auch auf Verbündete wird Druck ausgeübt, Huawei bei kritischer Infrastruktur (Aufbau 5G) zu meiden. Dass hier vor allem wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen, liegt irgendwo auf der Hand. Zumindest solange keine Beweise für andere Dinge geliefert werden.

Wie es im Fall Meng Wanzhou weitergehen wird, bleibt ebenfalls spannend. Huawei hat sich bisher nicht zu den Anklagepunkten geäußert, Meng Wanzhou streitet die Vorwürfe ab. Die USA schreibt Meng Wanzhou aber die große Rolle in der Umgehung der Sanktionen zu. Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.

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