US-Behörden wollen wieder an Daten von iPhones

Normalerweise versuche ich hier die Tagespolitik aus dem Blog zu halten, manchmal ist es aber auch zu absurd, nicht darüber zu berichten. Die Politik von Trump kommt bei vielen Menschen in den USA gut an, sicherlich wird er auf seiner Agenda einige valide Punkte haben – vieles lässt nicht nur mich aber auch einfach nur den Kopf schütteln.

Auch aktuell macht ein Tweet wieder die Runde. Dass Apple für Behörden keinerlei iOS-Geräte entsperren will, dies bei aktuellen Geräten auch gar nicht kann, ist sicherlich den meisten Anwendern bekannt (abgesehen von den gesetzlichen Verpflichtungen). Trumps Tweet hat als Hintergrund, dass Apple sich wohl weigerte Inhalte von iPhones zur Verfügung zu stellen, die mit der Schießerei auf einem Marinestützpunkt in Pensacola, Florida, in Verbindung stehen.

„Wir helfen Apple die ganze Zeit in Handelsdingen und bei so vielen anderen Themen, und doch weigern sie sich, Telefone freizuschalten, die von Killern, Drogendealern und anderen gewalttätigen kriminellen Elementen benutzt werden. Sie müssen sich an die Arbeit machen und unserem großartigen Land helfen, JETZT!“

Bereits 2016 war diese Thematik Inhalt eines Streits, den Apple für sich entscheiden konnte, da ging es um den San-Bernadino-Schützen. Apple argumentierte damals schon, dass, wenn man es denn könnte, ein Entsperren bedeute, dass man die generelle Sicherheit der iPhones aufweiche.

Außerhalb dessen: Bei den Geräten, um die es jetzt geht, handelt es sich um ältere Geräte. Vermutlich könnten die Bundesbehörden auch auf Dritt-Tools setzen, um zu versuchen, die Geräte zu knacken. Laut Bericht in der New York Times, wäre dies recht einfach: „Das iPhone 5 ist so alt, dass Grayshift und Cellebrite garantiert so leicht in diese Geräte einbrechen können wie Apple“, sagt Nicholas Weaver, Dozent an der Universität von Kalifornien, Berkeley, der iPhone-Sicherheit unterrichtet hat.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

54 Kommentare

  1. Wieso soll gerade deer Hersteller helfen? Trumpi hat echt komische Ideen. Er hat doch seine NSA FBI CIA. Oder ist das Schulnivou in Ammiland auch so gesunken und lern die nix mehr auf der „Agentenschule“? Es gibt kein 100% Geräteschutz, weil se von Menschen gemacht sind. Wenn ein Mensch einen Code oder Verschlüsselung erfindet wird es immer einen geben der das entschlüsseln bzw. den Code knacken kann. Wie unser Bud Spencer in einem seiner Filme sagte“ Es gibt immer einen der hat mehr auf der Pfanne“

    Euch Lesenden ein schönen Wochenteiler gewünscht

  2. Als Apple-Fan-PR-Blog habt ihr folgendes vergessen zu erwähnen:

    Apple scannt bereits iCloud-Accounts und iPhone-Backups auf illegale Inhalte und teilt die Daten seiner Benutzer bereitwillig und gehorsam mit den Behörden.

    Apple betont sogar, man habe alle Anfragen der US-Bundespolizei FBI umgehend beantwortet und „viele Gigabyte“ an Informationen an die Strafverfolger übermittelt, darunter „iCloud-Backups und Account- sowie Transaktionsdaten“ für mehrere Benutzerkonten. Es habe sich dabei um „alle Informationen gehandelt, die wir hatten“.

    Apple betreibt mit iCloud-Fotos einen Synchronisier- und Backup-Dienst für Fotos und Videos, der auch das Teilen von Aufnahmen über freigegebene iCloud-Alben erlaubt – hierzu besitzt der Konzern den Schlüssel. Ob Apple auch in der Lage ist, Inhalte zu prüfen, die über den Ende-zu-Ende-verschlüsselten Messaging-Dienst iMessage ausgetauscht werden, bleibt unklar. Eine Nachfrage bei dem Konzern blieb unbeantwortet.

    Apples Datenschutzrichtlinie berücksichtigt den neuen Prüfprozess bereits, ein entsprechender Passus wurde offenbar im vergangenen Herbst ergänzt. Darin heißt es: „Wir können Ihre personenbezogenen Daten auch für Zwecke der Account- und Netzwerksicherheit verwenden. Dies umfasst auch den Schutz unserer Dienste zum Wohle aller Benutzer sowie die Vorabprüfung und das Scannen hochgeladener Inhalte auf potenziell illegale Inhalte“.

    • Schön, wie du nun auch diesen Troll-Account gegen die Wand fährst. Ich wische später durch, wenn ich Zeit habe. Better luck mit dem nächsten Namen 😉 2020 werde ich mich noch weniger mit Leuten beschäftigen, die mir PR und so vorwerfen. In diesem Sinne: Tschüss!

    • @ Franz benehmen ist nicht ganz deine Stärke oder? Ich denke es geht Trumpi nicht um irgendwelche Clouddienste. Es geht ihm vermutlich um das direkte entschlüsseln von einem Iphone welches durch Biometrische Daten gesichert ist und die Datenpartion zudem verschlüsselt ist.

      Genau das Problem wurde doch auch hier in Deutschland schon diskutiert. Man kann halt auch im Amiland niemand dazuzwingen sein Smartphone zu entsperren oder zuentschlüsseln.

      Dahingehend ist halt nicht nur bei den Ami´s der große Wunsch, das halt Hersteller da eine Möglichkeit schaffen, Wie bei den Ami´s auch hat man als „Beschuldigter“ ein Aussageverweigerungsrecht. Die schließt halt sein Smartphone mit ein!

      Und lass mal dies dusselige Gequatsche von wegen PR und so.

    • Bei so vielen angeblichen Zitaten, nennst du nicht eine Quelle. Bitte nachreichen!

  3. Alle amerikanischen Firmen sind wegen des Patriot Act verpflichtet Daten bei Anfrage von US-Staatsdiensten zu liefern. Alles andere Gerede von Datenschutz usw ist reines PR.

    • Ist ja auch verlinkt und bekannt.

    • Können aber nur unverschlüsselte Daten teilen.

      • @ Christian wie ich eben oben schrieb es geht um die Biometrische Sicherung der Smartphones heutzutage mit ihren zusätzilich verschlüsselten Datenpartionen . Da will der Trump eben ran. Aber nicht nur er hier wollen das auch viele Politiker zur sogenannten“Gefahrenabwehr“ .

        Aber Fakt ist nun einmal, dass in den meisten Ländern man niemand zwingen kann sein Gesicht sein finger seine IRIS ins Smartphone zuhalten um es für die Strafvervolgungsbehörden zu entsperren. !! Sicher gibt´s bestimmt Länder die auch Leuten die Fingerabhacken um an Daten zukommen.

        was du meinst ist wie Franz auch schon sagt und Caschy auch geschrieben und verlinkt hat ein steinalter Hut. Photos oder Backups landen numal nicht verschlüsselt bei Apple oder Google.

        • Du redest an meinem Kommentar vorbei. Ich antwortete auf Stefans pauschale Aussage, dass alles geteilt werden müsse und alle Aussagen zum Datenschutz reine PR seien. Wer wie ich seine Backups lokal macht und die Photos nicht in die iCloud schiebt, dürfte bei Apple sicherer aufgehoben sein als bei der Konkurrenz.

          • Bei der Konkurrenz könnte man aber, im Gegensatz zu Apple, sich komplett von der Hersteller-Cloud lösen, seine Daten am selbst gewählten Ort speichern und seine Apps aus selbst gewählten Quellen beziehen, das System von sämtlichen Phone-Home-Funktionen befreien.
            Wer wirklich sicher will, der muss selbst Hand anlegen und das geht nicht bei iPhones.

            • Wieviele Leute aus deiner Familie nutzen denn diese tollen Fähigkeiten?

            • Mira Bellenbaum says:

              Wer sicherer sein will, nutzt ein Handy (Cellphone), wer absolut sicher gehen will,
              nutzt gar nichts, so wie früher!

            • @ Harry ich geb dir Recht ! es heißt ja nicht umsonst „Do more with Root, when you think what you do“

              Nur ein Android mit „Root“ gibt einem die völlige Kontrolle über das smartphone, nur muß man eben wissen was man tut.

              Deshalb sind Hersteller die ein BL unlock und Root nicht zulassen für mich schonmal außen vor. Wenn ich mir ein auto kaufe hindert mich ja auch keiner drann es bis auf den letzten Sprengring in Einzelteile zu zerlegen.

            • Peter Brülls says:

              Das geht dich beim iPhone genauso. iCloud nicht benutzen, gut ist’s. Backup auf den lokalen Rechner, wenn überhaupt. Fertig.

            • iPhones lassen sich komplett ohne Hersteller-Cloud betreiben. Informier dich besser.

          • So ganz vorbei wohl doch nicht. Ich jedenfalls lass den DICM Ordner vom Tel mit nem Ordner auf mein Nas syncn und von da auf nen PC und Tablet.. Xiaomi Cloud ist abgeschaltet wird mit TWRP lokal auf USB-OTG SDHX Karte erledigt. Was google angeht da synce ich ur den Kalender und meine doch sehr überschaubare Kontaktliste.

  4. Mir ist es egal, wenn Apple auf meine iCloud-Daten zugreifen kann – bei meinem Lebenswandel interessiert sich kein Staat dafür.

    Was gar nicht geht, ist eine Backdoor im Gerät – und da hat Apple sowas von Recht! Wenn ich das iPhone verliere, will ich sicher sein, dass kein Finder an die Daten rankommt. Wenn es jedoch eine Backdoor gibt, wird sie garantiert von der Hackerszene aufgespürt und mit einem kleinen Tool allgemein zugänglich gemacht. Das dauert dann wohl nur wenige Wochen.

    Deshalb: Eine Backdoor würde meine Beziehung zum iPhone in den Grundfesten erschüttern.

    • streng genommen ist der iCloud-Zugriff dasselbe wie eine Backdoor

      • Warum?

        Cloud = verschlüsselte und unverschlüsselte Daten werden optional auf Servern von XYZ gespeichert und Anbieter muss Strafverfolgern Zugriff/Daten geben.

        Backdoor: Strafverfolger können alle Sicherheitsmaßnahmen & Verschlüsselung am Endgerät umgehen, um an die Daten zu kommen.

        Den Unterschied erkennst du, nicht?

        • ganz davon ab, dass du nicht weißt, wie die sog. Behörden mit deinen Daten weiterverfahren, ist es eben unerheblich, ob nur du oder der Server/Apple gehackt wird, um an die Daten zu kommen. In beiden Fällen gibt es die vom Sytsem vorgesehene Möglichkeit für Dritte, an deine Daten zu kommen. Das verstehst du doch, oder?

          • Ich kann leider nicht nachvollziehen, was du mit deinem Text eigentlich sagen möchtest. Geht es auch verständlich?

            • wenn dir das zu kompliziert ist, dürften sich dir auch die Fragestellungen zu o.g. Thema verschließen. sry, aber weiter komme ich einfach nicht runter.

              • Sorry, aber „streng genommen ist der iCloud-Zugriff dasselbe wie eine Backdoor“ ist halt Bullshit und völlig am Thema vorbei. Rest von deinem Geschwurbel ist unverständliche heiße Luft.

                • Wenn du intellektuell nicht in der Lage bist, seine Argumente nachzuvollziehen, solltest du anderen nicht noch ans Bein pissen. Doof UND frech ist ne miese Mischung.

                  • Lars, erklär mir doch bitte iCloud = Backdoor – bin gespannt!

                    • Icloud Zugriff = Backdoor, nicht icloud alleine. Wenn Apple den icloud Zugriff ermöglicht für Dritte müssen sie es techniach ermöglichen. Grnau das macht auch ein Backdoor.

        • @Fraggle: Wenn, wenn, wenn… welche Hinweise gibt es denn darauf, dass “Apple den icloud Zugriff ermöglicht für Dritte”? Woher kommt denn diese Idee? Apple – und jede andere Firma, also auch Microsoft, Google, Dropbox, etc. – die Nutzerdaten in den USA speichert, MUSS diese Strafverfolgern auf Anfrage aushändigen. Das ist nicht geheim und der Nutzer willigt durch Abnicken der AGB ein.

          Wo um Himmels Willen, soll hier also eine “Backdoor” sein? Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

      • Streng genommen hast du keine Ahnung wovon du redest.

  5. Herrlich das die Leute immer noch das Märchen glauben iPhone sei sicher, also Tracking habe ich schon nachgewiesen, im pihole war nach dem Besuch von Kollege direkt die Echtzeit Zertifikat Prüfung in den top ten geblockte Zugriffe.
    Und die NSA bedient sich an Intel ME und Co, aber träumt ruhig weiter, ist ja nicht verboten, noch nicht xD

    • Und deshalb haben Strafverfolger auch so ein Problem auf die Daten am Gerät heranzukommen, richtig?

      Thema nicht verstanden, nicht genügend, setzen bitte.

      • Strafverfolger != Geheimdienst, aber sitze schon bequem danke 😀

        • Offensichtlich hast du den Artikel tatsächlich nicht verstanden; Hauptsache, irgendwas daherschwurbeln müssen.

          Versuche es noch mal mit Lesen.

      • Wo haben die denn Probleme?
        Also das Geräte … egal ob IPhone, Android oder das Rentner Handy 😀 …
        Die USA bzw. Geheimdienste von denen haben auch gesagt … man habe nur 3 Versuche…
        Also tut mir leid… aber wenn die NSA kein Image von Smartphone machen kann 😀 und das sowas alles geglaubt wird…
        Die haben Serverfarmen um alle abzuhören … aber können diese nicht mal für 1 sek für ein brute force Angriff auf ein billig Image benutzen?
        Mein kleiner Rechner kann in paar Stunden ein 6 Stelliges Passwort knacken… und die sollen mit der Rechenpower das nicht können? Weil man ja auch beim Iphone immer extrem lange Passwörter benutzt …

        Ist es nicht eher so… ohh nein das IPhone ist sooo sicher! Bitte bitte gibt uns die Mittel…
        Und iwelche Dummis kaufen es sich deswegen und fühlen sich sicher?
        Hört sich mehr nach amerikanischer Politik an… hat was vom honeypot … naja alleine das die honeypot Taktik in der USA erlaubt ist zeigt ja schon vieles

  6. Ich wollte Heisenberg nicht gleich überfordern; soll er doch mit kleinen Schritten beginnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.