Umfrageergebnisse August: Die Mehrheit will den eigenen Router

Umfrage ArtikelMit dem August kam auch die Endgerätefreiheit für viele Kunden, die bisher auf Geräte ihrer Provider zurückgreifen mussten. Seit diesem Termin ist die freie Wahl möglich, der Kunde kann also proaktiv in den Laden gehen, einen Router seiner Wahl kaufen und diesen an seinem Anschluss nutzen. Was genau dabei zu beachten ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Dennoch starteten wir zu diesem Thema eine Umfrage, um zu schauen, wie denn das Thema aufgenommen wird. 3.285 Teilnehmer haben an der Umfrage mitgemacht und ihre Stimme abgegeben.

Hierbei ist sicherlich zu beachten, dass die Nutzung des eigenen Routers mit all seinen Funktionen wahrscheinlich bei technisch interessierten Lesern eines Techblogs höher ist als bei Menschen, die einfach irgendwie ins Internet gehen, ihren Vertrag abgeschlossen haben und nach Einrichtung des Routers diesen in einer Ecke verstauben lassen.

Die Ergebnisse unserer Leser? 1.965 Stimmen, rund 60 Prozent sagten aus, dass sie in Zukunft einen eigenen Router nutzen werden. Rund 29 Prozent der Befragten gab an, dass sie alles so lassen. 11 Prozent sind unentschlossen, wissen also noch nicht, ob sie weiter das Provider-Gerät oder ein eigenes nutzen.

Endgerätefreiheit: Ein Thema für dich?

* Werde zukünftig meinen eigenen Router nutzen (60%, 1.965 Votes)

* Werde alles wie bisher lassen (29%, 969 Votes)

* Unentschlossen (11%, 351 Votes)

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

13 Kommentare

  1. Stehe grad vor diesem Problem. Habe einen verdammt guten und durchkonfigurierten ASUS RT-N66U mit Tomato WRT.

    Nun bin ich wieder zur Telekom gewechselt und stehe vor der Entscheidung, ob ich den Speedport einfach als DSL-Modem nutzen soll und den ASUS als Router, oder ob ich mir den Speedport Smart mal genauer anschaue und diesen exklusiv nutze.

    Mangels eines guten reinen DSL-Modems auf dem Markt, dass mit der DSL-Geschmacksrichtung der Telekom problemlos kompatibel ist, kommt man um die Speedport Router kaum herum.

  2. besser wäre gewesen „ich möchte meinen eigenen router nutzen“, denn die wenigsten werden ihren dann tatsächlich tauschen, auch wenn die motivation zum zeitpunkt der umfrage vielleicht noch da war. ich behalt lieber die box von vodafone, dann kann ich wenigstens die hotline nerven, wenn mal was nicht funktioniert und muss mich nicht selbst um ersatz kümmern.

  3. Das Thema Router ist tatsächlich wesentlich „breiter“, als hier behandelt. Insofern kann ich im Detail mit den Aussagen wenig anfangen. Insbesondere, weil hier nicht zwischen DSL-Router und DSL-Modem unterschieden wird, was doch ein beträchtliches Thema ist und auch bei der Gesetzgebung nicht ausreichend berücksichtigt wurde (typische Schlamperei im Lobby-Kreis)? – DSL ist heute wesentlich mehr, als früher, z.B. Internet, Datenkommunikation, Fernzugriff mit Gebäude- u.a. -sicherheit, Telefon / Fax etc.. Insofern gehen (trotz neuer Rechtslage) zumindest o2 und UnityMedia davon aus, daß die Leitung hinter deren DSL-Modem endet – fertig. Der vielfach im DSL-Modem integrierte Router wird als kostenlose Beigabe gesehen und „muß ja nicht benutzt werden“. – Will der Kunde hier seinen eigenen Router nutzen, „kann er den hinter dem Modem jederzeit einrichten“ (auf eigene Gefahr).
    Neben erhöhtem Stromverbrauch, doppelter Gerätepflege und -wartung, etc. kommt das Problem div. Unverträglichkeiten bei Hard- und Software hinzu. Hinter der DSL-Modem sieht die Freiheit des Kunden deutlich kleiner aus, als an der DSL-Anschlußdose! Dennoch wurde dies nicht gesetzlich geklärt (man staunt – wie soll das bei komplexeren Themen gehen, wie z.B. TTIP etc.?).
    Nur der Wettbewerb der Kundschaft – Kündigungen mit Wechsel zu libaraleren Anbietern – hat (auf Dauer) Erfolg. Auch bei o2 und UnityMedia! Kundenbindung darf nicht zu Kundengängelung werden – das ist absolut inakzeptabel.

  4. Bei mir wird’s wohl auch ein eigenes Gerät, die Fritzbox 6490 Cable – das Ding von Unitymedia, das sie mir andrehen wollten, ist so ein Drecksding. Und 5 Euro monatlich für die 6490 bei Unitymedia oder 3 Euro bei Routermiete für ein ungebrandetes Gerät, da gibt’s eigentlich nichts zu überlegen…

  5. @Janina, ich habe das auch überlegt, bin dann zu dem Schluss gekommen, dass mir der Vollservice die 5 Euro wert ist. Wenn die Fritzbox kaputt geht, muss ich mich nicht um einen Ersatz kümmern. Wenn irgendein Fehler auftritt – nicht mein Problem, soll sich Kabel Deutschland/Vodafone drum kümmern.

  6. kOOk, Vollservice bei Unitymedia? Als die alte Fritzbox nach 3 Jahren kaputt ging, hat es fast 3 Monate gedauert und die wollten sogar anfangs noch Geld dafür oder so eine komische Kiste von nem Noname-Hersteller als Ersatz. Nee.
    Routermiete wechselt die – angeblich – jederzeit aus, „lebenslange“ Garantie, und die schicken das Austauschgerät, bevor ich das kaputte einsende.

  7. Das spiegelt wirklich nur die Meinungen des Tech-Blogs wieder. Als jemand der direkt an diesem Projekt beteiligt war und aktuelle Userzahlen einsehen kann. Kann ich nur sagen Aufwand und Nutzen standen hier in keinem Verhältnis. EGF oder Routerfreiheit wird von den Kunden sehr Stiefmütterlich bis gar nicht betrachtet, wenigstens hat es massig an Geld gekostet :D.

    Ich möcht hier nicht falsch rüber kommen die Idee an sich finde ich nicht schlecht, jedoch denke ich hätte man im Vorfeld das ganze deutlich besser lösen können, wenn man auf den Kunden zugegangen wäre.

    Viel Spaß euch mit der Routerfreiheit.

  8. Ich habe schon immer meinen eigenen Router genutzt.

  9. Auch wenn die generelle Öffnung des Marktes sehr begrüßenswert ist, so denke auch ich, dass es am Ende bei vielen Bekundungen zum Wechsel bleiben wird.

    Es war ja bisher schon so, dass man meist ohne Probleme ein bestehendes Gerät als reines Modem nutzen konnte und dahinter den eigenen Router klemmte. Mangels großer Vielfalt bei den Modems wird es darauf wieder hinaus laufen. Nahezu nur die Fritz!Box kann halt beides, andere Hersteller halten sich da mehr als zurück.

    Bei Unitymedia kommt das Problem hinzu, dass in den 5€ Monatsmiete der Mehrgeräteanschluss inkludiert ist. Wer mehr als eine Nummer wünscht, kann dies auch durch eine eigene 6490 nicht ausgleichen, da muss man zur Miete greifen.

    Trotzdem ist die Entbündelung von Anschluß und Gerät extrem wichtig. Allein schon um die Hersteller bei Updates und Fortschritt unter Druck zu setzen.

  10. @Bazinga: niemand zwingt dich einen freien Router zu nutzen, somit kann ich dein Kommentar nicht nachvollziehen.

    Ich für meinen Teil habe den Telekom-Router auch abgegeben und mir einen bei routermiete.de geholt. Hier kommt man je nach Laufzeit am Ende gar billiger weg als wenn ich mir einen kaufe.

  11. Es gibt von der FSFE (Free Software Foundation Europe) ein Programm, um verschiedene Anschlüsse zu testen und dazu können für eine gewissen Zeitraum Testgeräte zur Verfügung gestellt werden.
    Dazu gibt es dann Berichte der Tester zu den jeweiligen Anbietern.
    Mehr Infos gibt es hier:
    https://wiki.fsfe.org/Activities/CompulsoryRouters/Implementation/Germany

  12. Im Laufe der Jahre habe ich alles auf AVM abgestimmt, inklusive Schnurlos-Telefone. Probleme hatte ich mit den AVM-Geräten nie. Wenn ich mir die Update-Politik meines jetzigen Providers (Unitymedia mit AVM6390) anschaue, dann kann ich das einfach nicht mehr nachvollziehen: Überall wird einem empfohlen, darauf zu achten, immer nur die neueste Software einzusetzen, d.h. immer alle Updates mitzumachen. Diese Empfehlung gilt für SmartPhones, Desktops, Router, etc.. Nur die Provider lassen sich unendlich Zeit damit. Ich weiß, dass manche Empfehlung Angstmacherei ist, aber man sollte doch etwas vorsichtiger mit seiner (unbedarften) Kundschaft umgehen. Jedenfalls will ich meinen eigenen Kabelrouter anschließen, auch wenn Unitymedia sich mit allen Mitteln straeubt… (siehe meinen Kommentar an anderer Stelle – Unitymedia Update auf 6.50)

  13. Endgeräte Wahlfreiheit ist ein Spaß-Projekt und absolut sinnfrei.wartet mal auf die erste Störung und ruft dann bei Eurem Provider an. Der wird euch Klipp und Klar sagen, dass es Euer Problem ist, da nur die eigenen Router supported werden. Dann bleibt die Leitung erst einmal tot. Aber hey die freie Wahl hat jeder, auch für falsche Entscheidungen. Das Gesetz ist einfach derart beschert, dass man da nur die Hand gegen den Kopf schlagen kann.