
Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse einer Verbraucherbefragung zu Online-Kommunikationsdiensten veröffentlicht. Keine Überraschung: WhatsApp bleibt an der Spitze. Andere Dienste sollen aber aufholen. Generell habe die Bedeutung der Dienste wie WhatsApp, Skype oder Signal in den letzten beiden Jahren weiter zugenommen – keine Überraschung in der Pandemie und Zeit des Social Distancings.
Dabei habe vor allem die parallele Nutzung mehrerer Dienste weiter zugenommen. Fast drei Viertel aller Nutzer nutze mittlerweile mehrere Dienste aktiv. Die Ergebnisse der Verbraucherbefragung zeigen, dass rund 88 Prozent (2019: 83 Prozent) der Befragten regelmäßig Online-Kommunikationsdienste nutzen. WhatsApp erreicht dabei Nutzungsanteile von 93 %, der Facebook Messenger steht bei 42 % und Instagram Direct Messages bei 25 %. Alle drei Plattformen von Meta verzeichnen dabei jedoch trotz Marktführerschaft abnehmende Anteile, denn sie lagen 2019 jeweils bei 96, 42 und 30 %.
Für Skype bzw. Skype for Business ging es hingegen leicht aufwärts – von 18 % im Jahr 2019 auf 20 % im Jahr 2021. Zoom ist nun erstmals mit ausgewertet worden und kommt direkt auf 18 %. Bedeutende Zuwächse konnten auch die Messengerdienste Signal mit einem Plus von 9 Prozentpunkten (auf 13 Prozent), Discord mit einem Plus von 8 Prozentpunkten (auf 8 Prozent) und Telegram mit einem Plus von 6 Prozentpunkten (auf 16 Prozent) verzeichnen. Auch Microsoft Teams erreicht inzwischen Nutzungsanteile von 14 % und zählt zu den Gewinnern. 2019 spielte die Plattform für Privatkunden noch keine nennenswerte Rolle.
Zudem verwenden 73 Prozent der Nutzer von Online-Kommunikationsdiensten (2019: 65 Prozent) mindestens zwei verschiedene Dienste parallel. Im Durchschnitt verwendet ein Nutzer drei Dienste. Kann ich von mir selbst bestätigen, ich verwende regelmäßig den Facebook Messenger, WhatsApp und Telegram. Interoperabilität sehen die Nutzer spannenderweise eher skeptisch: 60 Prozent der befragten Nutzer möchten auf gar keinen Fall von Nutzern anderer Dienste kontaktiert werden.
Grundlage ist hier eine Verbraucherbefragung aus dem August 2021, an der deutschlandweit 2.141 Personen (ab 16 Jahren) beteiligt gewesen sind. Der weiterführende Bericht der Bundesnetzagentur ist im Internet unter www.bundesnetzagentur.de/online-kommunikation abrufbar, solltet ihr an weiteren Einzelheiten Interesse haben.
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