Umfrage August 2020: Werdet ihr rein digitale Ausweisdokumente nutzen?

Das Portemonnaie wurde bei einigen sicher durch Lösungen zum mobilen Bezahlen wie Google Pay oder Apple Pay ersetzt – beziehungsweise ergänzt. Auch die meisten Bahntickets lassen sich inzwischen digital, einfach vom Smartphone aus, nutzen. Ebenso bei Kundenkarten, Flugtickets – um einige weitere Beispiele zu nennen – hält in vielen Bereichen die Digitalisierung Einzug. Und vielleicht hat der eine oder andere gar seinen Haustürschlüssel durch ein Smart Lock abgelöst. Am digitalen Autoschlüssel feilt ja beispielsweise Apple bereits, welcher nun auch in iOS 13.6 seine erste Implementierung findet.

Den Geldbeutel nun einfach zu Hause lassen? Mitnichten! Immerhin lässt er sich jedoch zusammenschrumpfen. Oftmals erfordern viele Anlässe das Mitführen weiterer Dokumente. Zu den wichtigsten gehört hier sicherlich ein Personalausweis, Führerschein oder auch eine Krankenkassenkarte. Für Deutschland hat man im letzten Jahr bereits einen Sicherheitskatalog zur eID veröffentlicht. Die digitale Identität soll auch mittels Hardware-Chip abgesichert werden.

Im Juli gab bereits Samsung bekannt, dass die Geräte der S20-Reihe den Standard erfüllen und somit beim Start der eID bereit für den Personalausweis seien. Sorgte auch in unseren Kommentarspalten für einige Debatten. Der Personalausweis soll sich missbrauchssicher auf dem Gerät über die Ausweis-App der Bundesdruckerei hinterlegen lassen. Die Identifizierung erfolgt mittels des Ausweises über NFC. Später sollen auch der „Führerschein, die  Krankenversicherungskarte oder sogar die Auto- und Wohnungsschlüssel“ auf dem Smartphone sicher hinterlegt werden können.

Auch unter Android arbeitet man an einer standardisierten Implementierung in Smartphones sowie am entsprechenden ISO-Standard. Die Dokumente sollen auf dem dedizierten Sicherheits-Chip sicher gespeichert sein und ein Auslesen via NFC auch dann ermöglichen, wenn sich das Smartphone – beispielsweise bei leerem Akku – nicht mehr booten lässt. Insbesondere letzteres dürfte für viele ein wichtiger Punkt sein, so passierte es mir z. B. erst im Laufe der Woche, dass ich mein digitales Bahnticket mangels Akkuladung auf dem Smartphone auf dem Notebook vorzeigen musste. Ein Blick auf die Arbeiten an der entsprechenden „Identity Credentials API“ verrät jedoch, dass sich da schon lange nichts mehr tat und auch für Android 11 hat Google das Feature nicht vorgestellt – müssen wir vielleicht auf Android 12 warten.

Ich für meinen Teil vergaß schon öfter meinen Geldbeutel, das Smartphone habe ich jedoch immer bei mir. Alle wichtigen Dokumente in digitaler Fassung mitführen zu können, käme mir gelegen. Insbesondere ein Reisepass ist zudem nicht gerade handlich in einem Karten-Wallet oder einem herkömmlichen Portemonnaie unterzubekommen.

Aber wie sieht es bei euch aus? Seid ihr gewillt euren Ausweis oder andere Dokumente auch in digitaler Form auf dem Smartphone zu nutzen? (2 Stimmen möglich)

Willst du Ausweisdokumente digital auf dem Phone nutzen?

  • Ja, sofern die digitale Version hundertprozentig gleichwertig ist. (25%, 1.269 Votes)
  • Ja, so komme ich unterwegs nur mit Smartphone aus. (24%, 1.198 Votes)
  • Ja, aber nur, wenn die digitale Version klassische Dokumente nicht ersetzt. (17%, 851 Votes)
  • Nein, da habe ich Bedenken bzgl. des Datenschutzes. (15%, 737 Votes)
  • Nein, ich habe Bedenken, sollte mein Smartphone abhandenkommen. (11%, 559 Votes)
  • Das muss ich mir noch überlegen. (5%, 267 Votes)
  • Nein, das klingt mir zu kompliziert / ist unnötig. (4%, 200 Votes)

Total Voters: 3.813

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Student auf Lehramt. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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87 Kommentare

  1. Freue mich schon auf die Diskussionen mit Kassiererinnen etc., dass das echt ein legitimes Ausweisdokument ist.

    • Wieso diskutierst du mit einer Person über ein Dokument, welches sie gar nicht zu interessieren hat?
      Ich weiß nicht, wie man auf den Trichter kommt, dass eine Kassenkraft das Recht zur Ausweiskontrolle hat…

      • Seit 2010 müssen Supermärkte beim Verkauf von Alkohol sicherstellen, dass die kaufenden Personen die Altersvorschriften gemäß Jugendschutzgesetz erfüllen. Du kannst natürlich den überheblichen Besserwisser spielen und die Herausgabe eines gültigen Ausweisdokuments verweigern. Dann gibt es aber auch keinen Alkohol.

        • Was ein Glück, dass ich keinen Alkohol trinke… Zumal ich auch noch nie irgendwo einen Ausweis beim Einkauf hätte vorzeigen sollen.

          Und nochmals: die Kassenkraft ist nicht zur Kontrolle des Ausweises berechtigt. Dies obliegt lediglich Beamten mit entsprechender Berechtigung.

          • Natürlich hat der Kassierer keine Berechtigung deinen Ausweis zu kontrollieren. …und wenn du ihn deshalb nicht zeigst bekommst du halt einfach keinen Alkohol aus diesem Laden.

            …und ja, das wissen normalerweise auch Leute die keinen Alkohol trinken.

          • Was ist das für ein ekelhaftes Besserwisser-Gehabe? Kotzen Sie sich bitte woanders mit ihrem Pseudo-Wissen aus. Vielen Dank.

            Was ich eben rausgefunden habe:
            „Der Einzelhandel und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung haben eine Vereinbarung geschlossen, durch die der Jugendschutz gestärkt werden soll. […] Neu sind als zentrale Maßnahmen die im Zweifelsfall generelle Ausweiskontrolle bei jugendlich aussehenden Alkoholeinkäufern […].“

            Nachzulesen: https://einzelhandel.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3937

            Wie soll man sonst prüfen, ob die Person minderjährig ist, oder nicht, ohne ein amtliches Ausweisdokument?

          • >Dies obliegt lediglich Beamten mit entsprechender Berechtigung.
            Wo steht das?

      • Ein erstes Beispiel: der Jugendschutz.

      • Lass mich raten, in Clubs und dergleichen gehst du natürlich auch nicht, so dass du erst gar nicht in die Gefahr kommst, dass ein Türsteher deinen Ausweis sehen will, was du ihm natürlich verweigerst, da er ja nicht das Recht dazu hat, und du dann einfach nicht in den Club kommst.

      • Wenn Du noch jung bist oder jung aussiehst ist fad ein absolut übliches und legitimes Vorgehen wnen Du Alkohol oder Zigaretten kaufen möchtest.

    • Thomas Höllriegl says:

      Ja, wie an der Tankstelle, wenn sie dir den 200-Euro-Schein nicht nehmen wollen und du sie erst darüber ausklären musst, dass sie rechtlich dazu verpflichtet sind, jede gülte und anerkannte Währung anzunehmen. Da können sie noch so viele Schilder an der Kasse stehen haben auf denen steht, dass sie keine 200-Euro-Scheine annehmen. Ebenso in Gaststätten, wo du für die Garderobe zahlst, dort aber steht, dass sie nicht haften. Sobald sie Geld verlangen, haften sie. Ich frage dann immer, was ihnen lieber ist. Geld und Haftung oder kein Geld und dafür keine Haftung. 😀

      • Wie kommt man denn auf die Idee, dass sie den Schein nehmen muss? Jedes Geschäft darf selber entscheiden, welche Scheine und sogar welches Zahlungsmittel es nimmt. Das kann heißen es nimmt nur Kartenzahlung, kann aber auch heißen er nimmt nur bis 100€-Scheine, weil die gerade noch zu wechseln sind. Am besten sind die Kunden, die den 200er jetzt unbedingt abgeben wollen, obwohl die Kassierende nicht mal wechseln kann. Wie kann man so engstirnig sein…?

      • Immer diese Rechtsirrtümer:

        1. Die Pflicht zur Annahme großer Banknoten laut Gesetz über die Deutsche Bundesbank wird durch die Empfehlung zur Annahme der Europäischen Kommission zu Zahlungen mit Euro-Banknoten und -Münzen bei Einzelhandelstransaktionen eingeschränkt. Seit 2010 gilt hier: hat der Einzelhändler nicht genug Wechselgeld oder steht der Verkaufsbetrag in einem groben Missverhältnis zum Geldscheinwert, kann der Einzelhändler die Annahme großer Scheine verweigern.

        2. Der Wirt haftet nicht in jedem Fall, sondern nur, wenn er einen Verwahrungsvertrag übernimmt. Und auch dann nur, wenn er sich grob fahrlässig verhält. In den meisten Fällen ist das Schild des Gastwirts auch nur ein Hinweis, ja eine Information. Denn in kleinen Kneipen hängt das Schild meistens an Garderoben, die in der Nähe eines jeden Tisches sind. Hier hat der Gast selber auf seine Garderobe aufzupassen. Macht er das nicht und wird der Mantel geklaut, haftet der Gastwirt natürlich nicht.

        Und in beiden Fällen gilt: sei kein Arschloch und benimm Dich wie ein Erwachsener. Also versuche nicht, den Kioskbesitzer mit vermeintlichen Rechtsvorschriften zu nerven, nur weil er Dich die Kaugummipackung nicht mit 200,- Euro zahlen lässt. Und pass auf Deine Sachen auf. Nennt sich Erziehung und da ist es fast schon bedauerlich, dass man solche Selbstverständlichkeiten des Zusammenlebens mit dem Gesetz regeln muss.

  2. Ich hab im normalen Alltag keinen Geldbeutel dabei. Perso und Krankenkarte sind nicht wirklich wichtig und den Führerschein braucht es auch nicht, die 10€ Strafe kann ich gerade noch verkraften falls es tatsächlich mal zu einer Kontrolle kommen könnte. Apple Pay langt für das Meiste. Wenn ich wo hin gehe, dann natürlich mit Geldbeutel um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

    • Also deiner Ansicht kann ich nicht folgen. Personalausweis ist durchaus sinnvoll. Krankenkarte muss nicht sein, ok. Den Führerschein mit zu führen halte ich durchaus für sinnvoll. Die Zeit die ich verpulvere um daheim zu suchen wo ich ihn hingelegt habe, zur Polizei zu fahren um den vorzulegen; Darauf habe ich eher keine Lust. Und wenn du deinen Geldbeutel schon dabei hast,
      sind die 2 Dokumente mehr wohl eher nicht das Problem.

      • Peter Brülls says:

        Peremsonalausweisnummer Kenne ich auswendig, im Notfall behandelt mich jeder Arzt und Führerschein bewahre ich im Auto auf.

        Die Geldbörse ist entsprechend klein und enthält nur Karten, die alternativlos sind. Sowie Pflaster und Aspirin.

        Klar würde ich digitale Ausweise nutzen. Ist schon schlimm genug, dass ich einen Firmenausweis brauche um auf das Gelände zu kommen und einzustempeln,obwohl sowas längst per Telefon oder smartwatch ginge.

        • Als Polizist wäre ich sicherlich begeistert wenn du deine Personalausweisnummer auswendig aufsagen kannst. Ärzte, zumindest in Deutschland, behandeln erst auch einmal ohne Krankenkassenkarte, das ist richtig. Wenn du neben deinem Führerschein auch noch den Fahrzeugbrief im Auto aufbewahren würdest, wäre Tür und Tor geöffnet. Der Führerschein ist ein Dokument das noch dazu relativ einfach (zumindest die älteren) gefälscht werden kann. Ich für meinen Fall würde das Risiko nicht eingehen wollen.

          • Peter Brülls says:

            Welches Risiko? Ich habe meistens ja irgendwas mir( mit dem die Polizisten eine sinnvolle Personalienfeststellung durchfuhren können. Inklusive der Kenntnis meiner Nummer. Wenn sie dann doch triezten wollen, gibt es halt die anwaltkeule. Haben ausbaucht keinen Bock drauf.

            Wäre ich dunkelhäutig, sähe es anders aus. Bin ich aber nicht.

            Führerschein: Tür geöffnet für was?

      • Ich hab ja keinen Geldbeutel dabei. Warum auch? Was kann schlimmstenfalls passieren ohne Perso oder Krankenkarte? In einem Notfall werde ich auch ohne Krankenkarte ganz normal behandelt und versorgt. Führerschein ist wie gesagt egal, ich musste den noch nie herzeigen. Es wird sogar öfters empfohlen ihn nicht dabei zu haben da die Polizei ihn recht schnell einziehen kann und selbst wenn nicht gerechtfertigt, hat man ihn dann eine Weile los bis die Bürokratie das checkt und ihn zurückgibt. Kannst ja mal nachlesen.

      • Den Führerschein finde ich auch relativ sinnlos mitzuführen, die Beamten müssen ohnehin im Register abfrage ob du fahren darfst. Nur weil du ihn dabei hast, heißt das ja nicht, dass du auch fahren darfst im Moment. Da würde ich eher den Perso dabei haben …

  3. Wenns dann auch für das iPhone kommt und nicht nur für die völlig unsicheren Android Geräte (*kopfschüttel*).

    • Oliver Müller says:

      Es gibt Android Geräte, die mindestens genauso sicher sind wie ein iPhone, wenn nicht sogar, z.B. mein Pixel 2 unter GrapheneOS.

      Von daher bitte keine so pauschalen Falschaussagen raus hauen. Danke.

    • Richard Rosner says:

      Klar. Weil die Daten ja auch direkt auf dem Gerät liegen und nicht, so wie es bei iPhones geschehen würde, auf einem extra gesicherten Chip.
      Und die meisten Android Smartphones sind nicht unsicherer als iPhones, im Gegenteil. iPhones sind dich gerade die, die gerne Mal durch Lücken im Boot ROM geknackt werden, die nicht geschlossen werden können.

      Also wenn man keine Ahnung hast von Technik, einfach Mal die Klappe halten (*kopfschüttel*)

      • Aber Telefone mit Root sind ja so viel sichererer… -.-

        • Oliver Müller says:

          So pauschal auch wieder falsch. Man kann, wenn man weiß was man tut, ein Android-Telefon mittels Root-Rechten nochmal sicherer machen. Dürfte aber auf die wenigsten zutreffen, die der Meinung sind, unbedingt Root-Rechte zu benötigen.

          • Du hast mit dem Pauschalisieren angefangen, als du den iPhones die Sicherheit abgesprochen hast.
            Bei den Androiden hat man die Root-Rechte auch meist mit Exploits erhalten.

            • Das ist wirklich alles falsch hier. Bemerkenswert. 😀

            • Richard Rosner says:

              Wo hast er mit dem Pauschalisieren angefangen? Wenn dann war das der offenbar nicht so helle Kollege Munto, mit der Behauptung alle Androiden wären unsicher.
              Außerdem gab nun wirklich schon sehr lange keine Exploits mehr, um root rechte zu erlangen. Und bei allen Geräten die mit mindestens Android 6 ausgeliefert werden ist dies auch gar nicht mehr möglich. Die Systempartition darf außer von Systemupdates nicht mehr verändert werden, Methoden um dies zu umgehen funktionieren nicht mit einem Exploit. Und je nach Hersteller kann das Gerät im Falle einer unberechtigten Modifikation warnen oder den Bootvorgang komplett verhindern.

              Also entweder beschäftigst du dich Mal mit dem Thema und liest die Posts hier richtig oder du schweigst besser. Ist wirklich peinlich wie viel ungewissen du an den Tag legst

            • Oliver Müller says:

              Wo habe ich iPhones die Sicherheit abgesprochen?

        • Richard Rosner says:

          Prinzipiell ja. Sehr viel sicherer. Mir ist für (halbwegs) aktuelle Geräte keine Methode bekannt, root Rechte zu erlangen, ohne dass dies einen Factory Reset herbei führt. Nur bei Samsung Geräten bin ich mir nicht sicher, die waren schon immer etwas anders.
          Außerdem hat nicht einfach jede App, die dann läuft die Möglichkeit dies auszunutzen. Der Nutzer muss dies explizit erlauben. Etwas, das bei Jailbreaks von iOS Geräten scheinbar nie vorgesehen war. Da muss man sich darauf verlassen, dass über den App Store keine App verteilt werden kann, die dies nutzt und stores wie Cydia hinreichend kontrolliert werden.

          • Du solltest dich ausführlicher mit dem Thema befassen. Ein Jailbreak ermöglicht nur, Code auszuführen, der nicht signiert ist. Hat aber keine Auswirkungen auf andere Mechanismen wie Verschlüsselung von Nutzerdaten, App Sandboxes, usw.

            • Richard Rosner says:

              Dazu wird es genutzt, ja. Aber da dazu tiefe Eingriffe ins System notwendig sind, wäre es problemlos möglich, weit mehr zu tun.
              Und nicht nur in der Theorie. Lies Mal den Artikel in der Wikipedia. Würmer, die sich über ssh verbreiten, Schadsoftware in Cydia, Daten stehlende Apps… Das wäre alles nicht möglich, könnte man mit einem Jailbreak lediglich Apps installieren, die nicht signiert sind. Für all das kann ein Jailbreak die Tür weit öffnen. Und das ohne dass der Nutzer darüber jegliche Kontrolle hätte.

              Von daher ja, es ist bedeutend sicherer ein Android Gerät zu rooten als ein iOS Gerät. Man behält die volle Kontrolle welche App was darf.

              • Peter Brülls says:

                Wo ist denn da der Unterschied zu iOS? Ist doch prinzipiell auch ein UNIX, so wie Android ein UNIX-Klon ist.

                • Richard Rosner says:

                  Falsch. Davon abgesehen, dass iOS auf macOS basiert, was seinerseits zu großen Teilen auf BSD basiert, was wiederum eine Unix distribution ist; Android basiert auf Linux. Linux ist verwandt mit BSD und teilt viele Gemeinsamkeiten. Aber es ist eher ein Cousin von Unix/BSD.

                  Der größte Unterschied ist aber in der Handhabe der „Besitzer“. Während Apple schon zwanghaft versucht alles unter der eigenen Kontrolle zu halten und nur nachgibt, wenn es gar nicht anders geht, war Android schon immer bedeutend offener. Unter iOS brauchtest du lange Zeit jailbreaks um überhaupt Apps installieren zu können die nicht aus dem App Store kommen und die nicht unternehmensintern per sündhaft teurem Zertifikat bereitgestellt werden. Das hat sich nur geringfügig gebessert. Man kann Apps ohne diese Einschränkungen installieren, aber nur für 7 Tage. Daher ist es ein sehr lohnendes Ziel, Stores wie Cydia zu verseuchen. Mal davon abgesehen, dass die Jailbreak-Tools selbst zum Untergraben der Gerätesicherheit genutzt wurden und vielleicht auch werden. Die Tools liegen eigentlich nie im Quellcode vor. Im Gegenteil, sie verschleiern ihren Code, damit Apple möglichst lange braucht zum patchen. Daher ist es ein leichtes, diese Tools zu missbrauchen.

                  Unter Android jedoch war es schon immer möglich Apps aus dritten Quellen zu installieren. Frei nach dem Motto wer die zahlreichen Warnungen ignoriert und sich was einfängt ist selbst schuld. Dadurch war es aber auch möglich, dass sich vertrauenswürdige Quellen herauskristallisieren. Und gerade Stores wie F-Droid dürften sich kaum lohnen sie zu infiltrieren. Außerdem muss man nicht die komplette Sicherheitsarchitektur einreißen, um sie zu installieren. Einen Drittstore zu verseuchen bringt also nur wenig, während bei vorhandenem Jailbreak das Spiel wesentlich leichter sein dürfte.
                  Außerdem sieht die Community rund um Android dieses als Linux an und verhält sich auch so. Mit Ausnahme von ein paar schmierigen Apps, die schon seit langem keine Erfolge mehr haben dürften, sind alle relevanten Modifikationswerkzeuge Open Source. Außerdem besteht die Community zu großen Teilen aus Leuten, die sich auskennen, den Quellcode lesen können und dies auch tun. Da etwas einzuschleusen lohnt nicht. Davon abgesehen, dass man nicht bzw höchstens noch bei vereinzelten Herstellern auf Sicherheitslücken setzt. Und selbst wenn betreibt man selten nennenswerten Aufwand, die genauen methoden zu verschleiern.

                  Und zu guter Letzt wie schon mehrfach erwähnt: Kontrolle der erweiterten Berechtigungen durch den Nutzer. Unter iOS weißt du weder was genau das Jailbreak Tool macht, noch was genau welche Drittapp macht. Unter Android nutzt du nicht nur einen Open Source Ansatz, den jeder nach Belieben prüfen kann, Apps haben trotz root per Default keine zusätzlichen Rechte. Diese müssen sie erst einzeln bei dir anfragen. Und die aktuellen Methoden gehen sogar soweit, dass der Zustand vor Apps versteckt werden kann.
                  Natürlich bist du unter Android ebenfalls am Arsch, wenn du einer böswilligen App Root rechte gibst, aber dafür reicht es eben nicht, nur eine App zu installieren.

              • Wow, du hast echt keine Ahnung über aktuelle Sicherheitsfeatures. Fang am besten hier an:
                https://manuals.info.apple.com/MANUALS/1000/MA1902/de_DE/apple-platform-security-guide-d.pdf

                • Richard Rosner says:

                  Was soll mich der Security Guide interessieren? Sinn und Zweck von Jailbreak ist es genau diese Maßnahmen auszuhebeln. Und solange Jailbreaks auf die Ausnutzung von Sicherheitslücken basieren müssen und ihr Code möglichst gut verschleiert werden muss, um patches herauszuzögern, und solange Jailbreaks selbst keine Sicherheitsfunktionen vorsehen, werden sie immer potentiell bedeutend gefährlicher sein als Root für Android.

                  Denn auch iOS ist nicht in der Lage dafür zu garantieren, dass Daten anderer Apps zu keinem Zeitpunkt von anderen Apps abgefangen werden, wenn ein Jailbreak präsent ist. Und das wird auch nie möglich sein, wenn Apple nicht noch viel weiter hinter die Konkurrenz zurückfallen will, was Funktionen und Freiheit der Nutzer angeht

    • Thomas Höllriegl says:

      Bitte befasse dich mit den beiden Systemen und was diese unsicher macht. Es ist meist der User selbst. Also bitte keiner Vorurteile, wenn man die Hintergründe nicht kennt. Das wäre Tech-Rassismus. 😀

  4. Oliver Müller says:

    Da fehlt ein Punkt:

    [x] Ja, wenn die dafür nötige Software unter einer freien Lizenz steht und diese auch auf Android-Geräten ohne Google Play Services funktioniert

    • …und ein „Nein, die Digitalisierungsprozesse aktiv zu verlangsamen kann einen wesentlicher Beitrag zu einer weniger überwachungslastigen Zukunft leisten.“

      Aber ich drück wohl auf „habe Bedenken wegen des Datenschutzes“. …nicht, dass das stimmen würde, aber es kommt dem wohl am nächsten.

  5. Gleich kommt wieder der der erzählt, dass er eine Handy-Hülle aus Echtleder hat mit Kartenfächer und so immer alles bei sich hat.

    • Peter Brülls says:

      Ich nehme mal vorweg: Leute mit handyschutzhülle sind Neurotiker.

      • Oliver Müller says:

        So wie heute Handys gebaut werden, ist ein Case sinnvoll und nötig.

        • Wer sorgsam mit seinen Sachen umgeht braucht keine Hüllen. Folie mag ich ja noch einsehen, die Displays verkratzen da selbst bei mir und ich hab das Handy immer in der Hosentasche ohne etwas anderes drin.

          • Richard Rosner says:

            Wenn du der Meinung bist, bitte. Verurteile hier aber nicht Leute, die das Risiko nicht eingehen wollen, dass es doch Mal herunterfällt. Mal davon abgesehen, dass die meisten Geräte aktuell Mal wieder so glatt sind, dass sie problemlos aus der Hand oder vom Tisch fallen können, hat sich an der Bruchsicherheit nicht viel getan. Im Gegenteil, es wird wieder mehr Glas verbaut als zwingend erforderlich. Da braucht es nur ein sehr kleines spitzes Steinchen und das Gerät muss nur etwas ungünstig aufkommen, dann ist schon die Front oder die Rückseite im Eimer.

          • Oliver Müller says:

            Genau anders herum wird ein Schuh draus. Wer sorgsam mit seinem Smartphone umgeht, packt es in ein Case.

          • Damit ist mein Erheiterungsbedarf durch geistigen Dünnpfiff für heute auch gedeckt. Danke 😀

          • Keine Hülle aber die Folie ist in Ordnung?

            Du wischst lieber den ganzen Tag auf billigem Plastik umher, statt auf superhightechgorillaglas?

            Da wundert es mich nicht, dass du keine Hüllen magst. Meine ist Textil, sehr angenehm und warm in der Hand. …und viel besser als das Glas des Gerätes.

          • Ich habe eine dünne Carbon Hülle um mein 11er. Nicht primär als Schutz, sondern damit es griffiger ist. Man braucht nur schwitzige Finger und die tollen Glas/Edelstahl Gehäuse flutschen davon.

      • Thomas Höllriegl says:

        Ich habe eine originale Google-Schutzhülle für das Pixel 4. Ich habe Misophonie, bin aber kein Neurotiker. Da stimmt was nicht.

      • Sorry aber Handy ohne Schutzhülle geht gar nicht. Diese glatten flutschigen Dinger fliegen bei mir sofort aus den Krallen ohne Hülle, da braucht man auch kein Neurotiker zu sein.

    • Oliver Müller says:

      Das ist in der Tat eine sinnvolle Lösung zur x-ten App auf dem Smartphone, wobei die Hülle ja nun nicht unbedingt aus Echtleder sein muss. Ich habe ein Pela Case um mein Pixel 2, damit kann man natürlich nicht so gut auf dicke Hose machen.

    • TierParkToni says:

      @S: Da isser 😉 – und ja, ich hab immer noch alles im Original dabei ….

  6. Ich habe meinen Geldbeutel schon auf das nötigste geschrumpft und verwende ein kleines Kartenetui. Ausweis (den ich sowieso nie benötige), Führerschein (der eigentlich im Auto bleiben könnte), Krankenkassenkarte (bei der man hofft, dass man sie unterwegs nie benötigt) und die Bankkarte (das Smartphone kann diese noch nicht komplett ersetzen) Je weniger man dabei hat oder haben muss, umso weniger kann auch verloren gehen oder gestohlen werden. Etwas Notbargeld kommt in die Hosentasche.

  7. Dann aber auch immer eine Powerbank dabei. :))

    • Du hast den Artikel wohl nicht gelesen?

      • Statt überhebliche Kommentare anzugeben, könntest Du Andreas auch einfach helfen, indem Du die entsprechende Passage erläuterst oder zitierst:

        „Die Dokumente sollen auf dem dedizierten Sicherheits-Chip sicher gespeichert sein und ein Auslesen via NFC auch dann ermöglichen, wenn sich das Smartphone – beispielsweise bei leerem Akku – nicht mehr booten lässt. Insbesondere letzteres dürfte für viele ein wichtiger Punkt sein, so passierte es mir z. B. erst im Laufe der Woche, dass ich mein digitales Bahnticket mangels Akkuladung auf dem Smartphone auf dem Notebook vorzeigen musste.“

  8. Ansich eine gute Idee. Aber was bringt es wenn die Bevölkerung sowas nutzt aber die Kontrollorgane nicht die nötige Hard- und Software zum kontrollieren hat? Und was ist bei Auslandsreisen? Wird die eID überall anerkannt?

    • Richard Rosner says:

      War es nicht so, dass es Deutsche Bestrebungen gibt, bis 2025 die meisten Behördengänge Digital durchführen zu können?
      Bisher wurden die eID Funktionen des nPA durch die Privatwirtschaft, aber vor allem durch öffentliche Behörden sträflich vernachlässigt. Dies lag aber auch daran, dass wohl nur ein sehr geringer Anteil von Bürgern mit nPA die online Funktionen aktiviert hat. Die Einbindung ins Smartphone soll für die Nutzerbasis schaffen, die Digitalisierung der Behörden für die Nutzbarkeit und dies hoffentlich für Verbreitung in der Privatwirtschaft.

      Theoretisch sollte es sich realisieren lassen, dass der nPA zumindest europaweit genutzt werden kann. Ab Mitte nächsten Jahres gelten einheitliche Richtlinien dafür. Deswegen wird ab dann das Speichern eines Fingerabdrucks nicht mehr freiwillig sein. Ob man soweit gedacht hat, das zB die bei uns notwendigen Zertifikate tun auslesen allen europäischen Behörden zur Verfügung stehen können, steht auf einem anderen Blatt

  9. Ausweisdokumente usw. digital im Smartphone mitführen zu können finde ich schon genial.
    Aber über welchen Zeitraum gesehen ist zu rechnen, bis dies auch in den Geräten, Smartphones und entsprechenden Stellen (Bürgeramt, Bibliotheken, Polizei,…) angekommen ist?

    Vor kurzem hatte ich den Versuch gestartet, mir ein DE-Mail Postfach zu eröffnen. Alles umständlich, nervig und am Ende ist es gescheitert, weil zum einen eine Identitätsprüfung per Ausweisapp2 gar nicht möglich war und man für eine telefonische Überprüfung keine Termine frei hatte.

    Wenn das genauso läuft, dann wird das in den nächsten 10 Jahren nichts.

  10. In Verbindung mit einer Blockchain, in der die Abfragen abrufbar und nachverfolgbar sind, wird das ganze auch transparenter.
    Estonia könnte hier als Beispiel dienen.

  11. Ich frag mich ja gerade, ob der Verfasser schon mal mit nem Reisepaß in ein Land mit Visa gereist ist? Könnte schwer werden aufs Smartphone die Visaaufkleber zu kleben. Einer hinten und einer vorn und das Ding ist voll und nicht mehr zu gebrauchen. Mal ganz abgesehen vom zärtlichen Stempeln bei Einreise. Der Reisepaß wird wohl auch weiterhin aus Papier sein um Visa und Stempel aufnehmen zu können.

    • Richard Rosner says:

      Das sowieso. Prinzipiell wäre es aber natürlich möglich, sowas auch digital zu hinterlegen. Die Frage wird nur sein, welche Länder welche Systeme unterstützen werden

      • Wenn ich z.B. anschau, daß man in Kenia Visa at arrival als Deutscher bekommt, wird das schwer. Wenn das ganze dann digital geht, dauerts erheblich länger. So zahlt man, bekommt den Aufkleber und Stempel. Digital ist nicht immer schneller und übersichtlicher als Papier.

  12. Ich kann mit diesen“digitalen“ Ausweisen, Geldbörsen, etc. nicht wirklich etwas anfangen.

    Das einzige was ich am Smartphone nutze ist WhatsApp. Facebook, Twitter und Co. sind nicht meine Welt.

    Somit zeige ich Polizisten, Banker weiterhin meinen Ausweis und bezahle unterwegs entweder mit Bargeld oder der EC-Karte.

  13. Meine Sorge ist dabei immer, dass das Handy, wenn es mal darauf ankommt, nicht zur Hand ist, weil es gestohlen wurde, weil der Akku alle ist, weil es defekt ist … es gibt da viele Möglichkeiten.

  14. Christian Fizia says:

    Nein, weil ich zwar ein Ausweisdokument haben muss, aber keine Verpflichtung dieses mit mir zu führen. Also wozu soll das gut sein und welchen Mehrwert bringt es mir?

  15. Ausweis/Krankenkassenkarte/Führerschein brauche ich echt sehr selten. Nehme ich nur mit, wenn ich schon vorher weiß, dass sich sie brauche, oder wenn ich länger weg bin. Dann hat man aber i.d.R. auch einen Koffer/Reisetasche dabei habe, in dem man die Karten verstauen kann.

    Wenn man diese Karten digital mitnehmen könnte, würde ich die physischen Karten alle daheim lassen. Im Ausland sieht es wahrscheinlich anders aus, aber da hat man ja auch i.d.R. einen Koffer dabei.

    In DE lasse ich meinen Geldbeutel meistens zu Hause
    – Die meisten Mitgliedskarten lassen sich über Stocard digital verwalten
    – Tickets gibts über die Wallet als QR Code
    – Karten zum Bezahlen: Seit Corona haben es zum Glück auch die letzten Läden gecheckt, dass man digital einfacher/praktischer/schneller/hygienischer bezahlen kann
    – Der digitale Autoschlüssel für BMW über die Wallet/Apple Watch funktioniert auch super. Würde mich freuen, wenn sich das auch bei anderen Automobil- und Smartphoneherstellern schnell verbreitet

  16. Richard Rosner says:

    Wenn ich dich zitierten darf:
    Wenn ich in einen „Club“ gehe, dann stehe ich an der Tür und kontrolliere…

    Und dazu gehört auch im Zweifelsfall eine Ausweiskontrolle durchzuführen. Was du nur deiner Aussage impliziertst. Wäre dem nicht so, sollte dich dein Arbeitgeber auf schnellstem Wege kündigen, da du deinen Job nicht machst

  17. Was die meisten nicht wissen, es besteht keine Pflicht in Deutschland ein Ausweisdokument mitzuführen. Man muss lediglich ein gültiges Ausweisdokument besitzen. Das muss auch kein Personalausweis sein, ein Reisepass tut es auch. Ich habe seit Jahren keinen gültigen Personalausweis mehr.

    • Einen Führerschein habe ich in der Regel auch nicht dabei. Ich zahle bei einer Kontrolle lieber 10€ „Strafe“ als dass mir der FS evtl. unberechtigterweise abgenommen wird. Was weg ist, ist weg.

    • Das ist richtig, allerdings kann man ohne Ausweis bei einer Personenkontrolle durch die Polizei auch zum Revier verbracht werden.

      Ein Kollege von mir wurde dort solange festgehalten bis seine Frau den Ausweis gebracht hat.

      Und man hat ihm dort auch erklärt, dass man ihn auch 48 Stunden in Indenditätsgewahrsam nehmen kann.

      Seither habe ich immer einen Personalausweis und Führerschein dabei.

  18. Ja koruppte und/oder rechte Polizisten sind stark verbreitet und versuchen Ihren Minderwertigkeitskomplex durch aus der Luft gegriffene Machtdemonstrationen zu kompensieren. Klappt leider viel zu oft.

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