
Es hatte sich angedeutet. Kurz nachdem Musk bei der Börsenaufsicht das Übernahmeangebot für Twitter zurückgenommen hat, deutete der Vorstandsvorsitzende von Twitter, Bret Taylor, bereits rechtliche Schritte an.
The Twitter Board is committed to closing the transaction on the price and terms agreed upon with Mr. Musk and plans to pursue legal action to enforce the merger agreement. We are confident we will prevail in the Delaware Court of Chancery.
— Bret Taylor (@btaylor) July 8, 2022
Das hat man nun in die Tat umgesetzt und laut Reuters eine Klage gegen Musk eingereicht. Konkret heißt es unter anderem:
Musk glaubt offenbar, dass es ihm – im Gegensatz zu allen anderen Parteien, die dem Delaware-Vertragsrecht unterliegen – freisteht, seine Meinung zu ändern, das Unternehmen zu ruinieren, den Betrieb zu stören, den Wert für die Aktionäre zu zerstören und zu gehen…
Mit seinem Angebot trieb Musk die Börsenwerte des sozialen Netzwerks kurzzeitig in die Höhe, bereits die Andeutung, dass der Deal platzen könnte, hatte logischerweise keinen guten Einfluss auf das Papier. Aktuell steht die Aktie bei knapp 34 US-Dollar, zwischenzeitlich lag sie bei 50 US-Dollar. Die Gründe für den fehlgeschlagenen Deal liegen laut Musks Anwälten in der fehlenden Offenlegung der Bot/Spam-Daten des Netzwerks und bei weiteren Verstößen gegen die vorliegende Abmachung.
— Elon Musk (@elonmusk) July 11, 2022
Wird sicher noch interessant, was während des Prozesses alles aufgedeckt wird.