Twitter: Musk startet Entlassungswelle

Die Nachricht, dass Elon Musk Twitter übernommen hat, ist noch nicht ganz kalt, da fängt er wie angekündigt auch direkt an, das Unternehmen »gesundzuschrumpfen«. Laut The Verge hat Twitter wohl per internem Memo Mitarbeiter informiert, dass man ab heute beginnt, die »globale Belegschaft zu reduzieren«. Dass Musk Mitarbeiter entlassen will, ist keine neue Information und wurde bereits in den letzten Tagen klar, doch dass es so schnell geht, war sicher nicht zu erwarten. Gestern sprach man noch von der Entwicklung eines Plans. Details, wie Mitarbeiter das Unternehmen verlassen müssen, finden sich in dem Memo aber nicht.

Die Mitarbeiter werden wohl heute eine Mail erhalten, in der sie erfahren, ob ihre Stelle gestrichen wird, oder nicht. Der Zugang zu Twitter Büros soll ebenfalls temporär gesperrt werden, um die Sicherheit der Systeme etc. zu gewährleisten.

Hier könnt ihr das komplette Memo nachlesen:

Team,

In dem Bemühen, Twitter auf einen gesunden Weg zu bringen, werden wir am Freitag den schwierigen Prozess der Reduzierung unserer weltweiten Belegschaft durchlaufen. Wir sind uns bewusst, dass dies Auswirkungen auf eine Reihe von Personen haben wird, die wertvolle Beiträge zu Twitter geleistet haben, aber diese Maßnahme ist leider notwendig, um den Erfolg des Unternehmens auch in Zukunft zu gewährleisten.

In Anbetracht der Natur unserer verteilten Belegschaft und unseres Wunsches, die betroffenen Personen so schnell wie möglich zu informieren, wird die Kommunikation für diesen Prozess per E-Mail erfolgen. Bis Freitag, den 4. November, 9 Uhr PST, erhält jeder Mitarbeiter eine individuelle E-Mail mit der Betreffzeile: Ihre Rolle bei Twitter. Bitte überprüfen Sie Ihre E-Mail, einschließlich Ihres Spam-Ordners.

– Wenn Ihr Arbeitsplatz nicht betroffen ist, erhalten Sie eine Benachrichtigung über Ihre Twitter-E-Mail.

– Wenn Ihr Arbeitsverhältnis betroffen ist, erhalten Sie eine Benachrichtigung mit den nächsten Schritten über Ihre persönliche E-Mail.

– Wenn Sie bis Freitag, den 4. November, um 5PM PST keine E-Mail von twitter-hr@ erhalten haben, senden Sie bitte eine E-Mail an peoplequestions@twitter.com.

Um die Sicherheit aller Mitarbeiter sowie der Twitter-Systeme und Kundendaten zu gewährleisten, werden unsere Büros vorübergehend geschlossen und der Zugang zu allen Badges gesperrt. Wenn Sie sich in einem Büro befinden oder auf dem Weg zu einem Büro sind, gehen Sie bitte nach Hause.

Wir sind uns bewusst, dass dies eine unglaublich schwierige Erfahrung ist, unabhängig davon, ob Sie davon betroffen sind oder nicht. Wir danken Ihnen, dass Sie sich weiterhin an die Twitter-Richtlinien halten, die es Ihnen untersagen, vertrauliche Unternehmensinformationen in sozialen Medien, mit der Presse oder anderswo zu diskutieren.

Wir sind dankbar für Ihre Beiträge zu Twitter und für Ihre Geduld, während wir diesen Prozess durchlaufen.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail

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46 Kommentare

  1. Naja, wenn er im Vorfeld schon sagte, daß er etwa 75% der Stellen streichen will, dann wird er durch die Verhandlungen schon genug über die interne Struktur wissen, um solch eine Aussage zu treffen.

    Also wieso sollte er warten, um Leute zu entlassen, wo er jetzt schon sicher ist, daß diese oder deren Abteilung nicht mehr benötigt werden?

    • Möglicherweise hat Musk aber auch nicht verstanden, auf was er sich da einlässt, zumindest deutet einiges darauf hin. Am Ende ist er auch nur ein (sehr reicher) Mensch, der halt auch Fehler machen kann.

      • Da er sich bereits einige Leute, die er kennt und die seine Ideen und Vorstellungen teilen (aka „Freunde“), in die Leitung der Firma geholt hat, werden genau diese bereits im Voraus über die Zustände bei Twitter informiert worden sein. Und wenn es genauso wie bei allen Musk-Firmen abläuft, gibt es zig Personen die sich mit nichts anderen als den Entlassungen der Leute beschäftigen. Kurz gesagt: das alles ist seit längeren komplett durchgeplant – derzeit werde nur mehr die Namen zu den „Personen“ gesucht. Dafür spricht die komplett Abriegelung der Büros – der einzige Weg mögliche Sabotageaktionen im Voraus zu unterbinden.

        (wer die durchaus „selbstherrlichen Verhalten“ so einiger der dort Beschäftigten erleben durfte, weiß wovon ich schreibe! Was sicher auch im Bezug des Naheverhältnis von Musk zu den Republikanern und den bisher vorherrschenden „Freundlichkeit“ des Großteils des Twitter-Personals zu den derzeitigen Präsidenten/Demokraten zu tun haben wird..)

      • Was deutet darauf hin? Musk hat mit Tesla und SpaceX zwei erfolgreichen Firmen (und damit auch der reichste Mann der Welt). Er ist jetzt kein Neuling und weiß bestimmt wie man eine Firma führt.

    • Während einer Übernahme sollte es eigentlich ein due diligence geben. Die Prüfungen bekommt das Fußvolk in der Regel nicht mit. Dort werden zum Teil recht konkrete Listen angefordert. So habe ich es erlebt. Zuerst wurden die Stellenbeschreibungen aktualisiert. Einige Zeit später wurden von in der Materialwirtschaft zahlreiche Auswertungen angefordert. Und zum Schluss kamen noch eine Wirtschaftsprüfergesellschaft rein. Und einige Woche später wurde dann die Übernahme bekanntgegeben.

    • „Also wieso sollte er warten, um Leute zu entlassen, wo er jetzt schon sicher ist, daß diese oder deren Abteilung nicht mehr benötigt werden?“

      Darauf gibt es eine sehr einfache Antwort: Das Gesetz in Californien (Worker Adjustment and Retraining Notification (WARN)) besagt, dass von einem Mass Layoff (alles über 50 Mitarbeiter in 30 Tagen) eine Information 60 Tage im Voraus erfolgen muss.

      Da das hier nicht eingehalten wird, dürfte das Klagen hageln.

      • „Employers who violate the WARN law could face penalties of up to $500 a day for each violation“

        „With thousands of employees, this could be significant, though maybe not to Elon“

  2. Was eine scheiss Firma.
    Alle Mitarbeiter sollten sich was neues suchen.

    • Es ist ja nicht so, dass es um irgendwelche arme Leute geht, die keinen neuen Job finden können oder so.

      Es sind gut bezahlte Stellen (gewesen), vielleicht das zweifache oder dreifache, was man hier in Deutschland für einen ähnlichen Job kriegen würde, wenn nicht noch mehr.

      • Problem ist nur: Wenn Du im Land nur sein darfst, wenn Du eine Arbeit hast.
        Wer weiß, wer jetzt plötzlich und unerwartet abgeschoben wird.

    • Wer denkt, dass es bei anderen IT-Firmen in diesen Umfeld in den USA anders läuft, sollte sein Weltbild mal gehörig einer grundlegenden Prüfung unterziehen! Aus eigener Erfahrung kann ich eines sagen:
      DAS IST NOCH NETT UND SEHR FREUNDLICH in der Durchführung!

      • Der Sektor ist egal. Das Problem ist, dass hier wie immer in US-News die At-Will-Klausel greift und man jederzeit entlassen werden kann. Ohne deutschen Benefits würde ich nie nach Amerika gehen!

  3. Ich bin so froh, das alle meine bisherigen Arbeitgeber (4 in 28 Jahren inkl. Ausbildung) kleine Familienunternehmen waren.

    Ich möchte niemals für ein amerikanisches oder chinesisches Unternehmen arbeiten, einfach weil wir deren Gebahren nicht gefällt, wie die Geschäfte machen und wie die mit Mitarbeitern umgehen. Ich bin echt froh in Deutschland zu leben ind zu arbeiten, wo Arbeitnehmer gewisse Rechte haben. Man stelle sich die Aktion die Twitter da grade macht in Deutschland vor.
    Hier würden erstmal die Gewerkschaften mitreden, Betriebsräte und es würden Sozialpläne gemacht.

    In Amerika heisst es: „Wir wissen gar nicht was wir ohne ihren Beitrag zu Twitter machen würden, aber ab Morgen werden wir es erfahren…“ 🙂

    • Bei Deutschen Klein- und Mittelständlern passiert auch genug schmu, wo man sich als Arbeitsrechtler nur an Kopf fassen kann. Es werden offenkundig illegale Methoden angewandt, weil entweder Arbeitnehmer ihre Rechte nicht kennen oder die Arbeitgeber darauf spekulieren, dass Arbeitnehmer sich nicht wehren und wenn kann man immer noch ein Vergleich erzielen.

      Dennoch hast du im Grundsatz recht. In Deutschland sind wir zumindest theoretisch geschützt durchs Gesetz und haben, auch wenn man sie erstmal durchsetzen muss, gewisse Rechte. Außerdem haben wir Gewerkschaften und seitens der Arbeitgeber nicht diesen ausgeprägten Habitus des Union Bustings wie in den USA, wo man sogar die Arbeitnehmer, die ein Interesse haben müssten, dagegen aufhetzt eine Gewerkschaft zu bilden,weil Gewerkschaften böse sind und nur Nachteile für Arbeitnehmer haben.

      Am witzigsten ist wenn US Investoren was deutsches kaufen oder aufmachen und dann merken, dass sie hier nicht die gleiche shitshow abziehen können wie bei sich zuhause. Infolgedessen wird trotzdem oft genug Schaden angerichtet und ein Haufen Leute geht.

      • Der Vorteil für Arbeitnehmer in Deutschland derzeit:

        Wir haben einen so krasse Fachkräftemangel in vielen Bereichen, das Unternehmen froh sind, überhaupt die passenden Leute zu haben. Allerorten wird gesucht, sogar Vertriebler werden abgeworben wie doof.
        Bei uns suchen wir z.B. immer Entwickler, finden aber nur wenige.
        Und die stellen mittlerweile Forderungen, die man sich vor 10 Jahren nicht getraut hätte.
        Die wissen ganz genau, das sie gefragt sind und das sie sich den Job quasi aussuchen können.

        Wir hatten bis vor kurzem einen technischen GF, der vorher 25j in den Staaten gearbeitet hat.
        Der kam mit ganz anderen Vorstellungen an und hat sich schon gewundert, das irgendwann das Team rebelliert hat. Letztendlich haben die Entwickler gesagt: „Er oder Wir!“ Ratet mal wer noch da ist 🙂

    • Auch in deutschen Firmen gibt es krasse Aktionen:
      Beispiel: Alle Mitarbeiter wurden zu einer großen Besprechung geladen, wo über Entlassungen gesprochen wurde. Danach sollten die Mitarbeiter wieder an den PC gehen und ihn entsperren. Wenn das Passwort nicht funktioniert, sind sie entlassen und mussten sofort das Gebäude verlassen.

      Ist aber auch klar wozu das führt: wer kann, sucht sich schnellstmöglich einen neuen Job und achtet zukünftig auf mehr auf die Unternehmenskultur. Zumindest kenne ich es von Deutschland so, vielleicht sind die Amis da auch anders gestrickt. Wobei man bei einem Verkauf nie etwas ausschließen kann.

      • Und wenn ein Arbeitgeber damit vor Gericht geht, verliert der Arbeitgeber haushoch.
        Wir haben in Deutschland Kündigungsfristen und wenn man die Leute sofort des Arbeitsplatzes verweist, muss schon ein heftiges Fehlverhalten (das eine fristlose Kündigung rechtfertigt) vorliegen.

        Natürlich kann der AG alle Gekündigten beurlauben und in der Kündigungsfrist weiter bezahlen….

        Eigentlich habe ich in meinem Arbeitsleben keinen Kündigungs-Rechtsstreit zwischen AN und AG gesehen, wo die Chefs nicht zumindest teilweise „einen auf den Deckel“ bekommen haben.
        Eigentlich kam immer eine Lohnfortzahlung/Abfindung oder Wiedereinstellung und ordentliche Kündigung heraus.

        Viele Chefs hoffen halt einfach, das der AN das alles ohne aufzumucken mitmacht und einige wissen auch gar nicht, das die Arbeitsgerichte sehr Arbeitnehmerfreundlich urteilen….

        • Warum sollte es einen Arbeitgeber nicht möglich sein, einem AN aus dem Gebäude zu weisen und sofort zu entlassen? Wenn der AN entlassen wurde – und das kann sehr wohl JEDER Zeit geschehen! – müssen nur die notwendigen gesetzlichen Vorschriften für eine ordentliche Kündigung eingehalten werden!
          Weist der Arbeitgeber einen aus dem Gebäude weil die Kündigung läuft, ist das durchaus erlaubt – niemand muss der Zutritt zu einem Gebäude erlaubt werden! Sogar wenn man nicht gekündigt wurde, kann der Zutritt untersagt werden!

    • Der feine Unterschied: bei Twitter bekommt man 2-3 deutsche Gehälter:
      „Average Twitter Back End Developer yearly pay in the United States is approximately $202,540“.

      • Dann rechne mal die lokalen und nationalen Steuern runter, die Krankenverscherung, die anderen Vorsorgemaßnahmen und vor allem die Mieten in der „Bay Area“. Grade die sind im Silicon Valley derart hoch, das sich wirklich nur die Gutverdiener eine anständige Wohnung leisten können.

        Und…. wenn man mit 45/50+ als Entwickler gekündigt wird, findet man kaum noch einen Job, weil sich die jüngeren „Kollegen“ besser ausbeuten lassen und 80Std Wochen schieben. Dann hat man hoffentlich genug von seinem hohen Gehalt gespart….

        • Bis auf die Mieten sind Abgaben niedriger als bei uns.

          Aber auch wenn man Mieten einberechnet, hat man als Entwickler dort mindestens das Doppelte.

        • Kleine Korrektur eines ehem. Angestellten:
          „die Krankenversicherung, die anderen Vorsorgemaßnahmen “ zahlt Twitter und da zwar die aktuell Besten, die man in CA bekommt!
          Und die $202,540 sind der Durchschnitt – da es sehr viele Leute mit nur 20 – 30 h / Woche gibt, gehen die Vollzeitbeschäftigten eher mit dem Doppelten nach Hause!
          Und die „normalen“ Beschäftigten leben eher weniger in der Bay Area – auch wenn das immer wieder vor allem in Europa so angenommen wird! Die meisten fahren nämlich jeden Tag gut 1 Stunde zur Arbeit weil sie weiter „Außerhalb“ wohnen!
          (ich war eine der vielen Ausnahmen – ich war jeden Tag gut 1.5-2 Stunden in der Früh um 5:00 unterwegs, abends brauche ich nur 1 Std. wegen des geringeren Verkehrs und einer Änderungen der erlaubten Höchstgeschwindigkeit)

  4. Die Angestellten werden per E-Mail informiert … warum nicht per Twitter? /ironie_off

  5. Musk bester Mann! Endlich wird’s demokratisch auf der Plattform- i like it man kann den Typen echt nur feiern

    • Was hat die Kündigung von MitarbeiterInnen mit einer möglichen Demokratisierung einer Plattform zu tun. Wäre, wie wenn der FCSchalke04 den Greenkeeper entlässt, damit die Jungs besseren Fußball spielen.

      • Tja, da solltest du dich ein wenig besser informieren würde ich sagen – die Meldungen der letzten Tage sollten dir genug Einblick geben, damit du dir deine Frage selbst beantworten kansnt! Happy Reading my lad.

        • man kann viel lesen, und wenig davon hat etwas mit Demokratie zu tun.
          Musk spielt den de facto Alleinherrscher und wundert sich, dass gerade die Werbekunden davonlaufen und er weiter miese macht.
          Holt Popcorn, das wird lustig, wenn er den Spaß an seinem neu erworbenen Spielzeug verliert

    • Hass ist keine Meinung, Hassrede keine Demokratie

  6. Hab nie verstanden wie so ein Dienst „über 7.500 Mitarbeiter“ brauchen kann. 7.000 davon wohl im Marketing tätig, 400 für NetzDG, der Rest Führungskräfte, Programmierer und Leute in den DCs?

  7. Ich glaube der gute Elon ist etwas sehr unrealistisch unterwegs. 🙂

    Ich zitiere dazu mal aus einem Bericht der Tagessachu von heute:

    „Musk hatte als finanzielles Ziel für Twitter ausgegeben, den Jahresumsatz von fünf Milliarden Dollar im vergangenen Jahr bis 2028 auf mehr als 26 Milliarden zu steigern.“

    Er möchte also mit der Hälfte der Mitarbeiter den Umsatz innerhalb von 5 Jahren verfünffachen????
    Welches Unternehmen, selbst im Bereich der sozialen Netzwerke bzw. generell im Digitalsektor hat denn eine stabile Wachstumssrate von 100% pro Jahr? Wo sollen denn die vielen User herkommen? Und die Bestehenden werden sich ja nicht so sehr melken lassen….
    Aber vielleicht will Musk ja Drogen über Twitter verticken um auf solche Umsatzzahlen zu kommen… 🙂

    Das er durch die Entlassungen die Kosten runterbekommt ist klar, aber woher die Wachstumsfanatsie kommt, hätte ich gern mal gewusst. Das er Twitter gern in ein westliches „Wechat“ verwandeln will hat er ja gesagt („X“) aber das dauert und das braucht fähige Leute….

    • Da die meisten Leute eigentlich in Abteilungen tätig sind, die genau das gleiche wie andere Abteilungen machen – der absolute Blödsinn ala Twitter! „Lang leben die guten Freunde auf Versorgungsposten“ – gibt es da viel Potential. Der Irrsinn von Twitter ist nämlich, dass es z.B. für die Entwicklung mehrere gleich-arbeitende Teams gibt, die parallel versuchen andere „Wege zum Ziel“ zu finden. Zusätzlich werden noch zig Libraries und Tools entwickelt – auch wenn diese nie eingesetzt werden!
      Da Twitter hardwaremäßig ja auch auf fremde Server-Clouds setzt, aber dennoch noch eigene Serverlandschaften unterhält um diese Server zu „backupen“ (doofes Wort), gibt es bei den Admins auch zig an sich unnötiges Personal.
      Und so geht das weiter – zusätzlich gibt es zig Manager- und Projektleiter-Ebenen, die nicht notwendig sind und nur Kosten verursachen.
      Real gesehen kann man gut die Hälfte der Leute kündigen ohne das auch nur irgendjemand über deren Fehlen merke würde! Außer natürlich an den geringeren Personalkosten und den (möglicherweise) geringeren Kosten der Gebäude…
      Aktuell ist Twitter eine reine Geld-Verbrenn-Maschine – 26 Milliarden werdens aber sicher nicht, 10-12 Milliarden könnten möglich sein.

      • Danke für den Einblick durch Deine Kommentare hier (ehrlich).
        Ich denke auch das 10-12 Milliarden (wenn überhaupt) realistisch sind.

        Man muss derzeit sehr vorsichtig mit Prognosen sein, grade im Bereich „Social Media“.
        Facebook/Meta hat ja grade 700 Mrd. $ an Börsenwert verloren, entlässt auch und geht mit dem Metaversum quasi „All-In“. Wenn das nichts wird, wird die Fa. Meta in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
        Zuckerberg hat neulich alle Mitarbeiter in einem Memo gebeten, das Unternehmen zu verlassen, wenn sie nicht an den Erfolg der Metaversums glauben.

        Die Nutzer werden erstmal etwas weniger Geld zur Verfügung haben, große Firmen streichen die Werbebudgets…
        Es ist grad echt ne Sch….zeit sich eine Social Media Firma zu kaufen…..

  8. Wer oder was ist Twitter?
    Da gibt es eine Plattform auf der jeder noch so Wahnsinnige irgendwas vor sich herstammeln kann und nun kommt ein weiterer Narzist und kauft den Mist und die Welt hat nichts besseres zu tun, als darüber minütlich zu berichten.
    Ich hoffe das ganze geht den Bach runter und in nicht allzu ferner Zukunft stellt man sich die Eingangsfrage. Dann hat die Welt wieder etwas mehr an Lebenswert gewonnen.

  9. Entlassungen anzukündigen ist der beste Weg, die fähigsten Mitarbeiter am schnellsten loszuwerden. Der Rest macht dann halt 80-Stunden-Wochen, kein Problem für Musk.
    Wenn’s nicht so viele Menschen treffen würde, würde ich ihm wünschen, daß es ein Totalverlust wird.

    • Auch die fähigen Mitarbeiter wollen was zum Essen haben und haben Familien! Und die Zeiten in den USA haben sich geändert – so schnell findet man keine guten und vor allem super bezahlte Jobs in der Branche mehr! Vielleicht ist es noch nicht in Europa angekommen – aber ALLE IT-Firmen (vor allem alle im Sozial-Media-Bereich) haben derzeit Aufnahmestopps (bzw. Entlassungen) im Laufen!
      Wer da noch einen Jobs haben will – egal wie super er/sei/es sich hält/ist – muss seine Ansprüche gewaltig zurück schrauben! Und zwar wirklich gewaltig!

  10. VA Franziska Uber says:

    Das wird kaum jemand gerne hören, aber für Twitter kann das gut sein. Das ist ja seit Jahren defizitär, Musk schafft Innovation durch schöperfische Zerstörung.

    • Ich wundere mich -vor allem genau hier im Forum! – warum alle meinen, es wäre schlecht, mal aufzuräumen und nur mehr die zu beschäftigen, die auch wirklich was der Firma „bringen“???!!!
      Vor allem wenn augenscheinlich niemand hier auch nur eine Ahnung hat, wie die frühere Beschäftigungszustände des Konzerns „Twitter“ war und wie blödsinnig so einige Strukturen aufgebäht sind..
      Wer braucht Abteilungen mit zig Projektleiter, einige haben nur 2-3 Leute unter sich; mit Manager über sich, der 2-3 Projektleiter „beaufsichtigt“ und parallel dazu ein weitere Managertruppe (bestehend aus mehreren Personen!), die ihrerseits Vorschläge an den übergeordneten Leitungs-Manager ‚fabriziert‘. D.h. diese Truppe „überwacht“ die Projekt-Manger und analysiert deren Entscheidungen.
      Kurz gesagt gibt es über den eigentlichen arbeitenden Personal bis zu 7 Manager-Ebenen! So kommt auf jeden Techniker – egal wo & was der/sie macht! – ein Manager. Von flacher Struktur nichts zu finden…

  11. Ich bin ehrlich erstaunt, wie offensichtlich und mit welcher Geschwindigkeit Elon Musk Twitter an die Wand fahren will.

  12. >>Die Nachricht, dass Elon Musk Twitter übernommen hat, ist noch nicht ganz kalt, da fängt er wie angekündigt auch direkt an, das Unternehmen »gesundzuschrumpfen«.

    „Gesundschrumpfen“ hört sich ziemlich negativ an. Elon hat in ein Unternehmen investiert und wusste das es zu „fett“ ist. Jetzt tut er das was er für notwendig hält. Sein Unternehmen wird „verschlankt“. Diejenigen deren Arbeitsplatz mit dieser Aktion gesichert wird, werden Elon dankbar sein. Alle Anderen müssen sich eben nach einem neuen, vielleicht besseren, Job umsehen. All das was wir sehen, gehört auch zum „American way of life“. Wo Licht ist, ist auch Schatten…

  13. Das ganze ist doch einfach. : Musk gestaltet seine Plattform Twitter um,
    damit er als nächster US Präsident eine zugeschnittene Plattform hat.
    Ich konnte diesen E.Musk noch nie Leiden, er ist mir seit der ersten Sekunde Unsympathisch.
    Und mit diesen Massenentlassungen sieht man wieder sein wahres Gesicht.

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