Twitter experimentiert mit NFTs als Profilbild

Dass Twitter ein Blockchain-affines soziales Netzwerk ist, dürfte mittlerweile bekannt sein. Der CEO Jack Dorsey macht es vor und setzt stark auf Blockchain, mittlerweile bietet man auch die Trinkgeldfunktion mit Kryptowährung an. Nun zeigt die Twitter-Entwicklerin Mada Aflak per Tweet eine interessante Funktion für Besitzer sogenannter NFTs. Bei Non-Fungible Tokens handelt es sich um digitale Kunstwerke (ketzerisch gesagt: JPEGs), die auf die Blockchain geschrieben („gemintet“) werden und damit eineindeutig einem Besitzer zugeordnet werden können.

Diese NFTs werden gehandelt und spielen mittlerweile Millionen ein – das wohl populärste Beispiel ist Beeple mit seiner Christie’s Auktion und 69 Millionen US-Dollar Verkaufswert. Zu den ersten großen Werken gehören beispielsweise die Cryptopunks von Larva Labs oder seit diesem Jahr sind auch die Affen des Bored Ape Yacht Club auf Siegeszug, die mittlerweile bei Marken wie Arizona Ice Tea oder Persönlichkeiten wie Steph Curry, Shaquille O’Neal und vielen mehr im Wallet verweilen. Handelsplattformen sind zum Beispiel OpenSea, Rarible, Superrare und Co.

Twitter möchte es dem Nutzer nun möglichst einfach machen, die im Besitz befindlichen Werke auf Twitter als Profilbild nutzen zu können. Dazu klickt man wie gewohnt auf „Profilbild bearbeiten“ und hat nun die Chance das genutzte Wallet wie beispielsweise MetaMask zu verknüpfen. Dann kann direkt aus den Collectible ausgewählt werden und man erkennt auch direkt die Chain, auf der das NFT gemintet wurde. Ein Reiter „Collectibles“ im Profil informiert auch über die im Besitz befindlichen NFTs.

Das Ganze ist aktuell nur ein Experiment, sieht aber schon ganz gut aus. Mal sehen, wann und ob es tatsächlich im Netzwerk landet.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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11 Kommentare

  1. „Bei Non-Fungible Tokens handelt es sich um digitale Kunstwerke (ketzerisch gesagt: JPEGs)“

    Das ist nicht ketzerisch, sonder schlicht unvollständig. 😉

    Ein NFT kann Code, Bildmaterial, Audio, ein 3D Asset oder Video sein.

    • Oliver Posselt says:

      Ja, nur kann man über NFTs mehrere Artikel füllen. Die bekanntesten Varianten sind in dem Fall eben die Bilder. Was Template da macht oder Kombinationen aus Video, Musik kombiniert mit physischen Items (Bored Wine, Kings of Leon etc.) gibt es natürlich auch. Da gebe ich dir Recht. Hätte ich erwähnen können.

      • Oliver Posselt says:

        BTW chapeaux für die Bilder von dir. Tezos läuft ja wohl auch ganz gut.

        • Danke Dir! =)
          Mittlerweile bildet sich da tatsächlich eine gute Breite… das Thema ist eh noch sehr jung und wird sich noch entwickeln.
          Gerade auf Tezos laufen tatsächlich die Code- und Videosachen am besten. Interessant ist in dem Zusammenhang halt, dass sich Twitter so stark als Communitykanal herauskristallisiert hat.
          Mal schauen wann Insta seine Drohung mit den NFTs wahr macht. Im deutschen Markt hat subs.tv da bereits ein wirklich cooles Konzept hingelegt.

          Die klassische Fotografie die ich aktuell bediene, läuft leider bescheiden, auch preislich. Es gibt Sujets die im ETH Bereich sehr gut laufen (Landschaft oder große Kollektionen wie Twin Flames als Beispiel) nur bediene ich leider weder noch.

          Aber der Space macht Spaß und das ganze ist noch extrem jung, so das man mit Communitybuilding früher oder später auch seine Nische findet. 🙂

  2. Entschuldigt meine Ignoranz aber was hält mich davon ab da einfach einen Screenshot von zu machen um das dann auch zu verwenden? Was soll das ganze NFT Zeug bringen?

    • Das ist das gleiche als ob Du dich in den Louvre stellst und mit dem Handy nen Foto von der Mona Lisa machst. Du hast ein Abbild aber nicht das Original.

      Das macht der NFT in der Basis – er erzeugt ein Einzelstück was eine Geschichte bekommt die über die Blockchain transparent nachvollziehbar wird. Es ist kein Duplicat mehr.

      Klar kannst Du dir das Asset direkt besorgen, nen Screenshot machen oder was auch immer. Aber darum gehts dabei nicht.

      Viele NFTs bilden zum Beispiel Bundles. Wenn Du eins meiner Fotos auf Foundation kaufst, gibts zum Beispiel einen hochwertigen physischen Print dazu. Andere nutzen NFTs als Sammelstücke oder Eintrittskarten in Clubs.
      Und dann ist da schlicht das ganze Weiterverkaufsthema. Da ist halt jemand morgens aufgestanden und hat sich lustige Cartoonäffchen ausgedacht. Hat davon 600+ Varianten gebastelt und die für 0.1-1 eth auf den Markt geworfen. Ich sags mal so: Promis haben inzwischen welche und der teuerste wurde letztens für völlig wahnsinnige 600eth verschachtert.

      Sprich wenn Du den richtigen Riecher hast, kannst Du einfach sehr viel Geld verdienen.

      Was mich an der Sache stört: Automatische Gebühren hin oder her – der große Reibach geht am Künstler vorbei. Aber auch das wird sich noch entwickeln.

      • Ein Foto von der Mona Lisa ist ja auch nicht komplett identisch mit der Mona Lisa. Ein Screenshot von einem digitalen Bild schon.
        Und wenn ich so eine gute Kopie von der Mona Lisa haben könnte (und wollte) würde ich doch diese kostenlose Kopie bevorzugen.

        Ich versteh den Ansatz irgendwo aber das klingt für mich wie eine digitale Niesche des Kunstmarktes der ja sowieso nur für reiche Schnösel gemacht ist.

        • Wer Kunst liebt, dem reicht es, sich die Mona Lisa im Louvre anzuschauen.

          Wer mit Kunst aber stattdessen seinen eigenen Status erhöhen möchte, der will das Original besitzen und es alle wissen lassen. Dazu braucht man kein Talent oder Wissen, sondern nur Geld. Dieses Bedürfnis befriedigt NFT.

          • Das ist sicher ein Teilbereich, allerdings halt wirklich nur ein Teil.

            Beispielsweise auf den Tezosmärkten kannst du hochwertige Kunst für teilweise 10-50 Euro kaufen. Man kann das schlicht sammeln und dabei Spass haben und es ist in einem Budgetbereich den sich wirklich jeder leisten kann, wenn man denn mag.

            Viel wichtiger dabei ist aber, dass es unbekannten oder gebeutelten Künstlern ein faires Auskommen über Preiskontrolle und automatische second market fees bietet und Chancen Ihren Bekanntheitsgrad schnell zu erhöhen.

        • Du kannst auch einen digitalen Druck der Mona Lisa kaufen. Oder es Dir für einen, vermutlich vierstelligen Betrag, nachmalen lassen und hast dann sogar was hochwertiges.
          Am Ende ist es das Gleiche.

          Andererseits bin ich dann bei der Formulierung „reiche Schnösel“ jetzt eh raus.

    • > Was soll das ganze NFT Zeug bringen?

      NFTs sind der Versuch, das Konzept von Einzelstücken aus der physischen in die digitale Welt zu übertragen. Du kannst zwar einen Screenshot machen und hast eine 1:1 Kopie, das geht in der echten Welt (noch) nicht. Mit einem NFT bist du aber der eigentliche „Eigentümer“ und hast das „Original.“ Wenn man am Ball bleibt und originelles Marketing betreibt, kann man damit gerade Deppen um sehr viel Geld erleichtern. Das Thema paßt perfekt mit dem übertriebenen Hype um Blockchains zusammen.

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