Trübe Aussichten für Jailbreaker: iOS 7.1 schließt mehrere Lücken

Es ist immer das gleiche Katz und Maus-Spiel (Oder Hase und Igel, je nachdem welche Tiere Ihr da bevorzugt). Kommt eine neue iOS-Version wird von den Jailbreak-Erstellern eifrig nach Lücken gesucht und meist auch gefunden. Die bisherigen Betas von iOS 7.1 schlossen bereits Lücken, die für den iOS 7 Jailbreak genutzt wurden, die neueste Beta reiht sich hier ein. Wie @iH8sn0w via Twitter mitteilt, wurde eine weitere Lücke geschlossen. Ist allerdings weniger schlimm, da bereits ein vorangegangener Kernel-Patch die Ausnutzung dieser Lücke verhinderte.

iPhone 5 Jailbreak

@iH8sn0w hat übrigens auch einen iBoot Exploit in der Hinterhand, der nicht gepatcht werden kann. Allerdings plant er bisher nicht die Veröffentlichung des Exploits, mit dem iOS Geräte mit Apples A7 Prozessor dauerhaft gejailbreaked werden könnten. Spätestens mit der finalen Version von iOS 7.1 geht das Spiel also von vorne los. Wie Björn in den Kommentaren richtig anmerkt, ist der Exploit für den A5 Prozessor. Er soll aber (nicht getestet) auch mit A6 und A7 funktionieren. Allerdings auch nicht dauerhaft, wie ich fälschlicherweise schrieb. Sorry.

Benötigt Ihr noch einen Jailbreak auf Eurem iDevice? Welche Vorteile bei der Nutzung habt Ihr davon?

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

27 Kommentare

  1. Leon Loeser says:

    es sollte fesetz sein, dass man auf betriebssystemen vollen zugriff auf alles bekommen kann (von mir aus mit begrenzter garantie). es kann nicht sein, dass einem ein konzern vorschreibt, was man auf dem eigenen gerät tut. bei android gehts doch auch! und fremde quellen für software auch! Android erlaubt auch fremde Quellen, apple hat in iOS das appstore Monopol.

  2. iOS ohne Jailbreak ist für mich fast wertlos. Mein iPad wird dann wohl noch eine lange Zeit auf 7.0 bleiben.

  3. @leon
    Da man das vor dem Kauf weiß, kann man es ja einfach lassen wenn es einem nicht passt. Ich kaufe iOS Geräte WEIL sie geschlossen und somit sicher sind. So kann ich mit ruhigem Gewissen meine kompletten Bankgeschäfte übers iPhone und iPad machen.

  4. @Leon Ernsthaft? Ich dacht das Thema hätte wir vor 4 Jahren schon fertig durchgekaut?!

  5. IOS ist ohne Jailbreak faktisch nicht nutzbar. War bis vor einer Woche noch auf IOS 5 unterwegs und habe jetzt erst auf IOS 7 geupdated. Sofern das Ipad 3 noch IOS 9 supported werde ich dann wieder umsteigen, wenn es einen Jailbreak gibt.

  6. @Leon
    Du weißt doch vorher was Dich erwartet, und da Apple mit iOS weit, weit davon entfernt ist eine marktbeherrschende Stellung einzunehmen sehe ich da auch keine Probleme oder eine Notwendigkeit regulativ einzugreifen.

  7. Bin der gleichen Meinung wie HO. Bin sehr zufrieden damit, dass iOS geschlossen ist undd darum recht sicher.

  8. Für mich ist der Jailbreak ein ziemlich nettes Gimmick… Es geht auch ohne, aber ein paar Dinge kann man sich so praktischer gestalten. Viele Funktionen der Apps fließen ja auch oft dann tatsächlich in die neuere iOS Version mit ein.
    Wie z.B. das Conrol-Center oder der besser App-Switcher.

    @Leon ich glaube nicht das Google, bzw. die diversen Anbieter so glücklich über die root-Funktionaität sind.

  9. @Phil: Bei den anderen Herstellern könntest du Recht haben – Google selbst ist das denke ich ziemlich wumpe – bietet man doch die passende Anleitung zum Unlock des Bootloaders (und damit die Möglichkeit Android-basierende Custom-Systeme mit Root zu flashen) selbst im Netz an: https://source.android.com/source/building-devices.html#unlocking-the-bootloader

  10. Was heißt hier? Katz und Mausspiel? Es ist die Aufgabe von Apple die Sicherheitslücken zu schließen.

  11. @roman
    Katz und Maus weil Steve Jobs das mal selber so genannt hat

  12. iOS ist die DDR der Betriebssysteme. Wer sich mit so was wohlfühlt und sich sicherer fühlt, wenn er sich bevormunden lässt, dann ist ihm nicht mehr zu helfen. Dann soll er ruhig dabei bleiben.

  13. Wie heißt denn des Wallapaper?
    Lg 🙂

  14. @Jo
    Wenn iOS die DDR ist, dann ist Android ein zentralafrikanischer Krisenstaat. Unsicher, zersplittert, konfus und niemand weiß, wer, wo, wie, wann ist. 😉

    Ontopic: Allgemein finde ich offene Systeme auch besser, aber man sieht ja leider, was dabei rauskommt. Ich verstehe Hersteller wie Apple total. Da müsste wohl n komplett anderes System her. Ne andere Ethik

  15. Ganz ehrlich: Wenn Apple derartige Lücken nicht regelmäßig stopfen würde, wäre das ein Skandal. Über derartige Schlupflöcher können sich (vorallem über die Online nutzbaren Exploits – siehe jailbreak.me) nicht nur die Eigentümer des iPhones in ihr System mogeln – sondern auch alle möglichen Gauner und Bösewichte, vom kleinkriminellen Skriptkiddie bis zur NSA.
    ((Disclaimer: Und nein, ich bin kein Applefanboy (und auch kein xyz-Fanboy), und nutze Android/Windows/Linux.))

  16. Ich bin ganz froh darüber, das Apple das System geschlossen lässt. Hat schon seinen Grund warum es für iOS nach wie vor keine Schadsoftware gibt, für Android hingegen ohne ende. Und das war auch nicht anders, als iOS noch mit über 60% Marktanteil da stand…

    Zudem vermisse ich auch absolut nichts. Was bringt mir denn so ein Jailbreak? Frickeleien, Abstürze, Performanceeinbußen, zusätzliche Kosten für irgendwelche Tweaks & einen erheblichen Sicherheitsverlust. Mal davon abgesehen, das ich dann immer auf den nächsten Jailbreak warten müsste, um das Gerät aktualisieren zu können…

    Nein, Danke!

    • Ja, so reden sich manche sogar ein zensiertes und kastriertes geschlossenes System schön.

      Forscher sprechen bei manchen Apple-Fans vom „Stockholm-Syndrom“ (ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen):

      http://www.zdnet.de/41524455/

  17. @Peter „Hat schon seinen Grund warum es für iOS nach wie vor keine Schadsoftware gibt“

    Diese Aussage in sich ist falsch. Es gibt Schadsoftware für iOS. Wenn Du sagen würdest „kaum Schadsoftware für iOS“, dann hätte ich mit Deiner Aussage kein Problem. Aber generell davon zu sprechen, es gäbe „keine Schadsoftware für iOS“, ist naiv und kurzsichtig.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass iOS durch Schadsoftware infiziert werden kann, ist gegeben. Aber es ist weitaus schwieriger und damit weniger lohnenswert als bei Android.

  18. Hab noch keine Berichte von Schadsoftware für iOS gesehen. Der einzige Weg würde über den AppStore führen. Zum einen wird dieser von Apple streng kontrolliert, zum anderen selbst wenn dort was durchkommen sollte, sitzt es in der eigenen Sandbox fest & hat keinerlei Berechtigungen…

    @Jo: Was ein Haufen Quatsch manchmal von dir kommt ist schon unglaublich. Nur weil es Menschen gibt, die nicht DEINER Meinung sind, haben sie noch lange keine psychologischen Probleme!

  19. Der iBoot Exploit von iH8Sn0w ist für A5(X)-Prozzis, also im iPhone 4 & 4s und ich glaube dem iPad 3. Der A7 aus dem iP5s/iPad Air ist damit nicht jailbreakbar.

  20. Jb nutze ich auf dem iPhone für:

    – Gestensteuerung wie es auf dem iPad üblich ist
    – Anpassen des Kontrollcenters + dem Mobile Daten an/aus Button
    – schwarze Tastatur
    – Album Blur Ansicht der MusikApp
    – Spotlight deaktivieren (Homescreen nach unten ziehen)
    – Hindergrund vom Dock ausblenden
    – Anpassen der Hosts Datei = null Werbung
    – f.lux = angenehmeres Bild in den Abendstunden. Sollte vom Mac bekannt sein
    – Pin Deaktivierung wenn ich mich in einem bekannten Wlan Netz bin

    Und, ich mag kein Shuffle Modus bei Spotify Free ;).

  21. Für mich (!) ist iOS noch mit Abstand das beste System, ich brauche da auch keinen Jailbreak. Alles ist nicht perfekt, z.B. nervt die Tastatur manchmal. Aber ich habe einfach keine Lust soviel rumzufummeln, habe daher schon seit 1,5 Jahren keinen Jailbreak mehr.

    • @MySam
      Ich habe mich auch schon eine Weile vom Jailbreak verabschiedet. Macht einfach keinen Sinn mehr, so wichtig wie früher ist er nicht mehr, und die Nachteile (ständig eine veraltete iOS Version im Einsatz, Probleme beim Backup/Wiederherstellung, usw.) wiegen deutlich schwerer als die Vorteile für mich.

  22. Ja, genau, so ists bei mir auch. Dennoch finde ich nicht verkehrt was die Jailbreaker machen, da sie m.E. auch wichtige Impulse geben (z.B. SBSettings -> Kontrollzentrum).

  23. Ich bin auch ohne Jailbreak glücklich. Kein Ärger mit geschlossenen Lücken, Updates pünktlich und keine zeitintensive Suche nach der besten Optimierung des Systems. Diese Zeiten hab ich mit Win XP hinter mir gelassen. Wer meint sagen zu können ob der Käfig nun golden ist oder etwas DDR sei, der hat ehrlich gesagt ein übersteuertes Mitteilungsbedürfnis. Ich bin in meinem System glücklich und ich hoffe solche Leute in ihrem auch. 🙂

  24. Für mich macht ein JB ebenfalls keinen Sinn. Und wenn ich im Freudeskreis immer höre „offenes System“ und wenn ich dann sehe was dann damit gemacht wird, muss ich ehrlich gesagt immer lachen. Farbe der Tatstatur geändert und irgend eine einzelne Funktion aus oder abgestellt.
    Dafür dann Stress bei der Wiederherstellung, Update, Akkulaufzeit verkürzt und Systemabstürze. Na herlichen Glückwunsch.

    Für Bastler/ Programmierer finde ich es klasse, dass es soetwas gibt und die Errungenschaften eventuell auch in aktuelle iOS eingebaut werden.

    Für die meisten einfach eine Spielerei, ohne großen Nährwert.
    Außer vielleicht noch für diejenigen, für die Datenschutz oder das „Monopol“ aus dem AppStore stört.

    Suum Cuique. Ich bin ein Fan von dem geschlossenen System und genieße die Vorteile.

  25. Bei iOS verwende ich bisher keinen Jailbreak, bei Android kein Root. Ist mir die möglichen Probleme mit der Garantie einfach nicht wert und schon garnicht den Verzicht auf Patches.

    Zum geschlossenen System: Ich habe mich bei Android gut geärgert als ich gesehen habe, dass der /sdcard/ Ordner von den Apps zugemüllt wird statt entsprechend der Konvention Appdaten (im Gegensatz zu Dateien die der Nutzer manuell verwalten SOLL) unter /sdcard/.data/(AppID)/ abzulegen (genauer Name könnte abweichen). Dadurch wurde die Übertragung der Appdaten auf mein neues Smartpho e zu einer nervigen Sucherei welche der Ordner jetzt eigentlich relevant sind. Nebeneffekt des offenen Systems… Auch die Unterstützung von Appsynchronisation scheint nicht so recht zu funktionieren bisher – ich musste trotz aktivierter Synchronisation und Motorola Migrationstool viele Apps neu einrichten.

    Umgekehrt ärgere ich mich bei iOS gerade damit herum, dass der erhoffte große Vorteil automatischer Synchronization ab Werk nicht wirklich funktioniert (Photostream landet nicht am PC, Synchronization der Musik PC->iOS schlägt bei Speicherplatzmangel ohne Fehlermeldung fehl…). Bei einem offenen System könnte ich jetzt nach Alternativen suchen aber dafür auch viel Zeit verschwenden.

    Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile. Ich weiß momentan aber nicht so recht, welche Seite mir besser gefällt. Gäbe es 4:3-Android Tablets auf Augenhöhe mit aktuellen iPads (Kontrast, Entspiegelung, Auflösung, Akkulaufzeit, Gewicht, Portraitmode-freundliche Buttonpositionierung), hätte ich inzwischen aber vermutlich ein 10″-Androidtablet zumindest zum Vergleich gekauft.