TrendForce: LCD-Preise werden weiter steigen, OLED-Panels sollen 2021 starkes Wachstum erleben

Laut einem aktuellen Bericht von TrendForce könnte der weltweite Absatz an TV-Geräten in diesem Jahr rund 223 Millionen Einheiten betragen. Grund hierfür sei, wer hätte es gedacht, Corona und die damit verbundene „Stay at home“-Gesellschaft. Somit wäre ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von 3,1 Prozent zu erwarten. E

benfalls zuträglich sei die Tatsache, dass sowohl die UEFA Euro 2020 als auch die Olympischen Spiele auf den Sommer dieses Jahres verlegt worden sind. Dabei seien die Preise für Panels als auch anderer Komponenten in den vergangenen Monaten aufgrund geringer Kapazitäten bei der Produktion spürbar in die Höhe geschnellt. So sollen vor allem 32-Zoll-Panels mittlerweile einen enormen Preisanstieg von 134 Prozent aufweisen.

Kleinere Hersteller hatten es aufgrund der gestiegenen Preise nicht mehr so leicht, eine aggressive Preispolitik zu betreiben, zudem gaben Lieferanten eher den großen Marken wie Samsung, LG und Co. den Vorrang, wenn es um die Beschaffung von Panels und Komponenten ging. Diese bestellen einfach regelmäßiger und in großen Mengen, so TrendForce.

So sei auch zu erklären, weshalb der kombinierte Marktanteil der fünf größten Marken weltweit (Samsung, LG, TCL, Hisense und Xiaomi) im vergangenen Jahr die 60-Prozent-Marke überstieg. Bis Ende 2021 soll diese Zahl noch auf 62 Prozent wachsen. Größere TV-Geräte werden von den Marken immer mehr bevorzugt, sodass Geräte mit 60 Zoll oder mehr erstmalig einen Anteil von 17,7 Prozent bei den Gesamtlieferungen ausmachen werden.

Aufgrund der gestiegenen Preise bei 32-Zoll-Panels seien viele Hersteller auf die Produktion von Geräten ab 55 Zoll umgestiegen. Genauer gesagt sollen 55-Zoll-Fernseher und ultragroße TV-Geräte (60-Zoll und größer) in diesem Jahr 20 Prozent bzw. 17,7 Prozent der gesamten TV-Auslieferungen ausmachen. Während der Anteil von 20 Prozent bei 55-Zoll-Fernsehern im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben ist, liegt der Anteil von 17,7 Prozent bei den ultragroßen Fernsehern um 3,3 Prozent höher als im Vorjahr. Die Preisentwicklung bei LCD- und OLED-Panels könnte laut TrendForce gegensätzlicher als derzeit kaum sein. So sind die Preise für LCD-Panels ordentlich gestiegen.

Man erwarte aber dennoch, dass die Hersteller die Preise der Geräte nicht zu schnell in die Höhe treiben werden, da sonst die Nachfrage sehr schnell wieder einbrechen würde. Bei OLED sieht das ganz anders aus: So lagen die Preise für 55-Zoll-UHD-OLED-Panels Anfang 2020 beim Vierfachen, Ende 2020 beim 2,9-Fachen und im ersten Quartal 2021 beim 2,2-Fachen der Preise für entsprechende LCD-Angebote, während die Preise für LCD-Panels monatlich stiegen.

Da man in einer Fabrik von LG Display zudem dafür gesorgt hat, dass die Kapazitäten dort deutlich ausgebaut werden konnten, ist auch die Produktionskapazität für OLED-Panels im Gegensatz zur LCD-Variante gestiegen. Angeblich sei zu erwarten, dass im gesamten Jahr 2021 rund 6,76 Millionen OLED-Fernseher ausgeliefert werden. Dies würde einem Wachstum von 72 Prozent im Jahresvergleich entsprechen.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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2 Kommentare

  1. >> Angeblich sei zu erwarten, dass im gesamten Jahr 2021 rund 6,76 Millionen OLED-Fernseher ausgeliefert werden.

    Weltweit so wenig? Oder ist nur Deutschland gemeint?

    • Als ob sich jeder 12. dieses Jahr einen neuen Fernseher holt & dann auch noch ein OLED
      Die meisten greifen doch zum günstigeren TV
      – denn im Präsentationsraum von MediaMarkt & co nehmen die sich alle nichts

      // weltweit finde ich es jedoch auch etwas wenig

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