µTorrent 3.0 ist da – Streaming, Remote & mehr

Mal Hand aufs Herz – welche Gründe, ausser einigen Linux-Distributionen mag es heute noch geben, einen Torrent-Client zu nutzen? Geschlossene Tracker, auf denen man „vertrauenswürdig“ die Warez beziehen kann? Keine Ahnung. Jedenfalls ist ganz aktuell µTorrent erschienen, ein Torrent-Client für Windows, OS X und Linux. Klein, einfach gut. Die finale Version 3 unterstützt progressive Downloads. Heisst für euch: nicht nach dem Download feststellen, dass die Qualität mehr als schlecht ist, sondern schon während des Downloads.

Per Web oder Android kann euer Client des Weiteren aus der Ferne bedient werden. Dateien können kommentiert und bewertet werden – so sieht man schon vorher, wie die Datei also solches zu bewerten ist. Dateien können jetzt auch per Drag & Drop auf das entsprechende Feld im Client geshared werden. Auch die UI ist vereinfacht worden  -wirkt alles ein bisschen schlanker. Noch einmal so eine Info in eigener Sache: mich hat letztens ein Kumpel angehauen. Hat sich ein Hörspiel per Torrent gezogen. Abmahnung bekommen, Kostennote 1000 Euronen. Deswegen: Software die man gerne nutzt oder Künstler die man gerne hört durch den Kauf unterstützen – oder nicht Torrent und Co nutzen…

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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53 Kommentare

  1. wurde auch schon abgemahnt wegen einem albumdownload über torrent. ist mittlerweile wirklich kritisch. sollte man wirklich nicht mehr nutzen für sowas..

  2. @andi: und kostete?

  3. @andi
    Jo, da haben die einen Weg gefunden um ihr Geld reinzuholen 🙂 In Deutschland ist das im moment wirklich gefährlich, ich hab bereits von diversen Leuten gehört, dass sie bereits eine Abmahnung im Briefkasten hatten..

    Zum glück lebe ich in der schönen Schweiz in der das Runterladen Legal ist 🙂

    @caschy

    Je nach vergehem… nur ne Musikdatei oder ein ganzer Film … von 1000 Euro bis zu Fünfstelligen Beträgen.
    Hab gehört es gibt günstige Anwälte die sich nur mit diesen Fällen beschäftigen… die Drosseln die Klage fast bis zum Nullpunkt runter… so dass man nur wenig Huntert Euro für den Anwalt zahlen muss

  4. „… ein Kumpel … “

    Mhhhh ja.

    „… ein Hörspiel …“

    Jaa. Sicher! 🙂

  5. @Felix: in der Tat. Denn würde es mich betreffen, dann würde ich das sagen 😉

  6. „ein Torrent-Client für Mac, OS X und Linux“… da stimmt doch was nicht ? 😉

    In meinem Bekanntenkreis hat der Spaß bis jetzt zwischen 450 und 1300€ gekostet. Jeweils für Musik, ich schätze mal jeweils ein Album. Frage mich dann immer, ob man sich das Teil dann wenigstens brennen und ins Regal stellen kann, um es seinen Freunden als teuerstes Album in der Sammlung zu präsentieren.

  7. Ich lade über Bittorrent ab und zu Filme von onlinetvrecorder.com runter.

  8. @caschy: Schön zu wissen, dass es noch so viel Ehrlichkeit in der Welt gibt. 😉 War auch nur als Spaß und nicht als Vorwurf gemeint.

  9. @ Lagges,

    Daraus lässt sich eine Fautregel ableiten:
    * illegal: was bei MTV läuft
    * illegal, aber wen interessierts: was bei Kabeleins läuft ;D

    scnr

  10. Benutze uTorrent eig. Sehr gerne zumindest wenn ich überhauptmal ein Torrentprogramm benutze.
    Hab mittlerweile schon mehrere Kollegen bei illegalen Downloads erwischt und gemeint lass die Finger davon. Leider jedes mal zu spät… Immer ein einzelnes Lied, immer 400€ und die Warnung das bei einem nochmaligen Vergehen noch mehr abgezockt wird.
    Naja jetzt wissen sie Bescheid 😉

  11. Hab mal vor ner Zeit auf irgendeiner Page ne Statistik gesehen für was die Leute abgemahnt wurden. Fazit: Wenn man kein Pron zieht, kann man das Riskio schon mal um 90% minimieren… 😉 (zumindest so ähnlich…)

  12. aha und was ist „Pron“?
    Und mal ehrlich. Wer ist denn so blöd und bezahlt die Gebühr für eine Abmahnung?

    Habe ich auch schonmal bekommen. Habe ich gepflegt ignoriert und nach dem zehnten Drohbrief war dann Ruhe.
    Wenns hart auf hart kommt kann niemand beweisen, wer bei mir zuhause am Rechner saß. Deswegen werden sie das nie bis vor Gericht durchziehen.

  13. Danke, Caschy, für den Tipp! Werd mir die Version spätestens ziehen, wenn ich bei http://torrent.genesis-movement.org mal wieder semi-professionelles Audio- und Videomaterial von meiner alten Lieblingsband Genesis zerre. Dafür und für sperrige Downloads wie z.B. Linux-Distributionen gut zu gebrauchen, ansonsten ist für mich das Torrent-Netzwerk Geschichte.

  14. Ich hatte mal als Abschlussarbeit meiner Informatik Lehre ein spannendes, auf Bittorrent basierendes, System aufgebaut:

    in unseren Schulungsräumen konnte man auf dem „Teacher“-PC eine virtuelle Maschine mit VMWare Server für die Schulung vorbereiten. Nach dem Vorbereiten konnte man das File mit der VM-Harddisk über eine Webseite hochladen wo es autoamtisch als Bittorrent-Tracker veröffentlicht wurde.

    Auf den „Client“-PCs war dann uTorrent aktiv, welches alle 5 Minuten den RSS-Feed des Trackers abfragte. Sobald also da etwas neues verfügbar war, fingen die Clients an die neue VM-HD herunterzuladen und auch gleich weiterzuverteilen.

    So kann, dank Bittorrent, eine ordentliche Datenmenge sauschnell auf alle 15 PCs im Schulungsraum verteilt werden.

    Cool, oder? Ich denke die Technologie taugt sehr viel; wird aber leider oft nur für illegales Filesharing verwendet.

  15. @Udo:

    „Pron“ ist das „Ablum“ des ehrlichen Mannes …

    Ignorieren würde ich die Schreiben allerdings auf keinen Fall. Ein Anwalt hilft gerne beim Formulieren einer Unterlassungserklärung. Das ist jedenfalls billiger als das, was die Gegenseite normalerweise verlangt.

  16. Was torrent mit illegal zu tun versteh ich nicht.
    In erster Linie sind Torrents da um Serverlast zu minimieren.
    Ich kann auch legal Software wie bspw. das neue Ubuntu herunterladen.

  17. Marco hat es ganz gut zusammengefasst.

    Kenn auch ein paar, die abgemahnt wurden. Ist eine richtige Industrie geworden.

    Lustige Beispiele sind, wenn Pronos in einer WG heruntergeladen wurden und niemand will es gewesen sein.

    Es gibt auch Listen von Torrents, die abgemahnt werden.

    Z.B. amerikanische Folgen von Serien, die gerade erst liefen (z.B. die Nacht davor) werden in Deutschland nicht abgemahnt, weil das rechtlich (noch) nicht geht.

    Meine Freundin wurde für LaRouge abgemahnt…. 1700,-; erfolgreich dagegen geklagt, Anwalt wollte danach 2500,-… dagegen auch erfolgreich geklaft… nichts gezahlt

  18. @caschy: die kanzlei verlangte knapp um die 900€. habe aber bisher noch nichts gezahlt und es ist nach der letzten mahnung (Vor 2 Monaten) bisher ruhig! hoffen wir mal das beste 🙂

  19. „[…] welche Gründe, ausser einigen Linux-Distributionen mag es heute noch geben, einen Torrent-Client zu nutzen?“ – Mods, Patches, Videos (E-Sport, Serien, Dokumentationen). Scheint aber gänzlich unterzugehen bei solchen „Hilfe, Bittorent ist einzig für Warez!!11elf“ Diskussionen.

  20. @Cro: Kennst Du denn eine gute Auflistung legaler Torrent-Inhalte. Dokus usw.?

  21. jo, vor 3 Jahren hat´s mich auch erwischt, inkl. Inkassoschreiben usw. Kann für Betroffene nur die Seite abmahnwahn-dreipage empfehlen. Da beruhigt sich das Gemüt wieder etwas. Wichtig nur: nicht sofort zahlen, und nicht die beigefügte Unterlassungserklärung unterschreiben. Hierzu gibt es extra eine angepasste UE. Bis zum Mahnbescheid soll man sich da nicht verunsichern lassen, bzw. diesen bei Eingang sofort widersprechen. Erst wenn dann vom Gericht noch was kommt, wirds knifflig und spätestens da ist Rechtsbeistand nötig – ist aber eher bisher nicht die Masse gewesen. Ist aber echt nix für schwache Nerven, kostet schon die eine und andere unruhige Nacht. Seitdem war das für mich kein Thema mehr. Aber wie gesagt: Infos bei der o.g. Adresse.

  22. @ Felix: Interessante Frage.

    @ Cro: Serien und Dokus sind ja schon wieder grenzwertig, weil diese ja auch verkauft werden.

  23. und klein mule konnte dies schon vor Jahzehnten…

  24. Vorweg, ich bin Anwalt in einer Kanzei, die einen Großteil ihrer Kapazität auf die Beratung von Abgemahnten verwendet.
    Richtig ist, dass urheberrechtlich Geschütztes nicht nicht angeboten werden darf, dazu gehören auch TV-Rips. Ob die Sachen verfolgt werden hängt von mehreren Faktoren ab:
    1. Genre: Abgemahnt werden Filme, Musik, Pornos, Hörbücher und Computerspiele, gelegentlich auch andere Software, dann aber meistens sehr spezielle Sachen.
    2. Alter: Die Ermittlung des Anschlussinhabers setzt „gewerbliches Ausmaß“ voraus (§101 Abs. 1, 9 UrhG). Anders als normale Menschen, sehen die Gerichte ein gewerbliches Ausmaß auch bei einer einzelnen mp3-Datei, wenn sie nur neu genug ist. Faustregel: bis sechs Monate nach Veröffentlichung ist das Ausmaß immer gewerblich. Bei viel älteren Sachen kommt der Rechteinhaber schlicht nicht an die Daten.
    3. Kritische Masse: Die Sache muss sich lohnen. Das ist allerdings auch im Verhältnis zu sehen. Wir pflegen eine umfangreiche Liste mit abgemahnten Werken (http://www.recht-hat.de/taetigkeitesbereiche/filesharing/), die längst nicht vollständig ist. Man sieht, dass je kleiner das Label ist, umso unbedeutender sind auch die Filme und Musik, die abgemahnt werden.
    4. Provider: Um von der dynamischen IP-Adresse an die Daten des Anschlussinhabers zu kommen, müssen die Daten gespeichert sein. Telekom speichert sieben Tage, Kabel Deutschland nur zwei. Das reicht. Speichert der Provider nicht, kann der Filesharer nicht erwischt werden. Von den Großen speichert derzeit nur Vodafone keine Daten.

    Das Ausmaß ist insgesamt immens. Wir schätzen, dass allein im letzten Jahr ca. 500.000 Abmahnungen verschickt wurden. Viele Anschlussinhaber bekommen gleich mehrere. Unser Spitzenreiter hatte 18 Porno-Abmahnungen in einer Woche.

    Die Forderungen reichen von 280 bis 1.500 EUR – je nach Werk und abmahnender Kanzlei. Wieviel davon berechtigt ist, kann man nicht pauschal sagen. Gerichtsentscheidungen gibt es vergleichsweise wenige und sehr uneinheitlich.

    @Udo: Von Ignoranz würde ich abraten. Es trifft in der Tat nur wenige, aber die einstweilige Verfügung wird, wenn, ohne Anhörung des Anschlussinhabers erlassen. Dann ist es schlecht mit feilschen. Im Übrigen muss der Rechteinhaber nicht beweisen, wer vor dem Computer gesessen hat, sondern der Anschlussinhaber muss sich entlasten. Und selbst wenn er es nicht war, haftet er in den meisten Fällen selbst.
    Die Unberechenbarkeit und vor allen Unfähigkeit der Gerichte ist zudem unbedingt zu berücksichtigen. Das LG Köln entscheidet diese Sachen nur noch mit Textbausteinen und verurteilt jeden Anschlussinhaber. Das OLG korrigiert das in letzter Zeit etwas. Allerdings kann man darauf nicht unbedingt vertrauen – und bei einem Kostenrisiko von ca. 15.000 EUR ist das kein Spaß.

    Jeder, der eine Abmahnung wegen Filesharing erhält sollte darauf reagieren. Die Unterlassungserklärung sollte abgeändert und abgegeben werden. Ob man zahlt muss man individuell entscheiden.

  25. Danke Nico für die Ausführungen!

  26. ALT tracker muss man halt nutzen..
    bei öffentlichen wird es zum Disaster..

  27. NoSharing says:

    Solche Netzwerke wie Torrent sind gut und schnell, sind vom Prinzip her aber fast wie die alten Sharingprogramme (eMule, Napster etc.). Davon sollte man die Finger lassen.

    Man sollte immer für Musik, Filme und alles andere urheberrechtlich geschütztes Material bezahlen. Wenn man doch mal ein Film vorher sehen möchte, sollte man auf OOneCClicHHosting ausweichen.

  28. „[…] Im Übrigen muss der Rechteinhaber nicht beweisen, wer vor dem Computer gesessen hat, sondern der Anschlussinhaber muss sich entlasten. Und selbst wenn er es nicht war, haftet er in den meisten Fällen selbst.“

    Das ist so nicht ganz richtig. Es gab schon LG-Urteile, welche die Klage abwiesen, mit eben jener Begründung: Rechteinhaber kann nicht automatisch von Anschlussinhaber auf Downloader schließen, wenn mehrere Personen den Anschluss im Haus nutzen. Dazu muß man natürlich erstmal ’nachweisen‘, daß auch mehrere Personen prinzipiell jederzeit Zugriff auf den Anschluss hatten (ohne dabei sein Netz für jeden zur Verfügung zu stellen); klar, daß der Rechteinhaber erstmal den Anschlussinhaber abmahnt.

    @NoSharing:
    „Man sollte immer für Musik, Filme und alles andere urheberrechtlich geschütztes Material bezahlen.“

    Na das ist ja mal eine Aussage 😉
    FLOSS ist übrigens auch qua Copyleft urheberrechtlich geschützt, aber trotzdem oft umsonst. Warum sollte ich dafür zahlen?

  29. Viele Alpha/Beta Clients von Games werden via Torrent verteilt, sogar aktuelle Titel um Traffic zu sparen.

  30. @Abe:
    „Es gab schon LG-Urteile, welche die Klage abwiesen, mit eben jener Begründung: Rechteinhaber kann nicht automatisch von Anschlussinhaber auf Downloader schließen, wenn mehrere Personen den Anschluss im Haus nutzen.“
    Die Sache ist komplizierter. Strafrechtlich ist jeder nur für sich verantwortlich. Der Anschlussinhaber wird daher nicht bestraft, wenn nicht bewiesen werden kann, dass er selbst die Tauschbörse benutzt hat. Es gibt (frühe) Entscheidungen, die die Herausgabe der Daten an die Rechteinhabern mit dieser Argumentation verweigert haben.
    Zivilrechtlich – und hierbei geht es bei der Abmahnung – ist das anders.
    Im Mai 2010 hat der BGH darüber entschieden (http://www.recht-hat.de/urteile/urheberrecht-urteile/bgh-haftung-fuer-unzureichend-gesicherten-wlan-anschluss-sommer-unseres-lebens-az-i-zr-12108/) und gesagt, dass zunächst eine Vermutung dafür spricht, dass der Anschlussinhaber selbst die Tauschbörse benutzt hat. Diese Vermutung kann wiederlegt werden, wobei das OLG Köln jüngst die Latte dafür erfreulich niedrig gehängt hat.
    Allerdings haftet der Anschlussinhaber auch für Dritte, weil er die Urheberrechtsverletzung ermöglicht bzw. nicht verhindert hat. Weltfremd wie Gerichte zuweilen sind, wird vom Anschlussinhaber verlangt, Mitnutzer dahingehend zu belehren, dass sie keine Tauschbörsen benutzen dürfen. Außerdem muss der Anschlussinhaber technische Vorkehrungen gegen Tauschbörsennutzung treffen. Die Vorgaben dazu sind ominös und zeigen die technische Naivität der Gerichte: Firewall, Ports sperren, Benutzerkonten, „bestimmte Modems“. Dass all das auch nicht hilft, kann man einer Mutti Mitte 50, die am Ende entscheidet, nicht begreiflich machen.
    Deshalb: Unterlassungserklärung unbedingt modifiziert abgeben.

  31. NoSharing says:

    Abe:
    „Na das ist ja mal eine Aussage FLOSS ist übrigens auch qua Copyleft urheberrechtlich geschützt, aber trotzdem oft umsonst. Warum sollte ich dafür zahlen?“

    Da hast du Recht. Ich hätte meinen Satz genauer formulieren sollen.

  32. Mal ne ganz blöde Frage: Wenn ich den Song oder Film gekauft habe, dann darf ich ihn bedenkenlos über das Netz ziehen – egal von welcher Quelle, oder?

    Beispiel: Ich kaufe mir ne Film-DVD, die geht leider kaputt (tiefer Kratzer). Kann ich dann den Film über Torrent laden? Bezahlt habe ich ihn ja.

  33. 3lektrolurch says:

    Nur mal so ein Gedankenspiel.. wenn ich einen Uralt-WLAN-Router nur mit WEP-Verschlüsselung betreibe und der Zugang wird von einem Mitbewohner geknackt (kein Problem) und für filesharing missbraucht, kann ich dafür belangt werden?

  34. CaptainCannnabis says:

    Torrent klingt für mich immer stark nach 90er! Ist doch heute längst überholt – dachte ich. Die Kommentare zeigen das es ja noch Heerscharen von Nutzern zu geben scheint.
    Wie wärs mal mit nem One-Click-Hoster?

  35. @3lektrolurch:

    Ja klar. Da gibt es schon mehrere Urteile, dass der Betreiber des Anschlusses verantwortlich ist für die Absicherung.

  36. 3lektrolurch says:

    @Felix
    hätte ich jetzt nicht gedacht, dass man seine alten Schätzchen dann also gar nicht mehr benutzen darf..

  37. Nun gut. Die Urteile bezogen sich – soweit ich mich erinnern kann – auf unverschlüsselte Verbindungen. Inwieweit und wo die Grenze gezogen kann zwischen state-of-the-art-Verschlüsselung und obsoleter Technik weiß ich natürlich nicht. Das hängt dann im Zweifelsfall von der Tagesform des Richters ab. 😉

  38. 27.05.2011: Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass jeder, der einen WLAN Anschluss betreibt, seinen WLAN- Router zumindest so absichern muss, wie es zum Kaufzeitpunkt des Routers üblich ist. Kommt es aufgrund mangelnder Sicherheitsvorkehrungen zu einem Missbrauch durch Dritte, haftet der Anschlussinhaber als Störer auf Unterlassung und Kosten für die Abmahnung.

    http://www.anwalt.de/rechtstipps/haftung-fuer-wlan-anschluss_018826.html

  39. @Nico:
    „…dass zunächst eine Vermutung dafür spricht, dass der Anschlussinhaber selbst die Tauschbörse benutzt hat. Diese Vermutung kann wiederlegt werden, wobei das OLG Köln jüngst die Latte dafür erfreulich niedrig gehängt hat.“

    Super, dann sind wir uns ja einig, denn nichts anderes habe ich ja auch bereits geschrieben. Danke für die ausführlichen Infos.

  40. @Felix
    Leider kenne ich keine brauchbare und vor allem übersichtliche Webseite mit einer solchen Auflistung. Bisher musste ich selber bei den größeren Torrensuchmaschinen suchen.

    @Leifi_OS
    Ach, Serien und vor allem Dokumentationen die unter der CC-Lizenz stehen sind grenzwertig? Cool story bro! Damit wäre bspw. das Verbreiten von den Clips vom Elektrischen Reporter im Bittorentnetzwerk illegal, ich freue mich schon auf die Klagen der Anwälte und auf deine Strafanzeige.

  41. Ist noch keinem aufgefallen, dass es die hier vorgestellte Version 3 von utorrent nur für Windows gibt? Bei Mac und Linux ist die Entwicklung einiges hintendran, d.h. keine tollen neuen Features wie Streaming von Musik und Videos schon während des DLs…

  42. @Nico Werdermann

    nur mal rein aus Interesse und off-Topic (Caschy möge mir verzeihen ;))

    Wie sieht die Sache bei One Click Hostern aus? (RapidShare und Konsorten) Weil aus meinem Bekanntenkreis abgemahnte wurden ja immer nur für den Upload, also das Bereitstellen des Materials aber nie für den Download (und ich denke darauf kommt es den meisten ja an) abgemannt…

    Und stimmt es das bei einer Hausdurchsuchung VERSCHLÜSSELTE Datenträger auf unbestimmte Zeit einbehalten werden dürfen, auch wenn nix gegen den Beschuldigten vorzuweisen ist und demnach die IT-Anlage ja eigentlich zurückgegeben werden müsste…

  43. > Mal Hand aufs Herz – welche Gründe, ausser einigen Linux-Distributionen mag es heute noch geben, einen Torrent-Client zu nutzen?

    Ganz einfach: BitTorrent ist das derzeit effizienteste Mittel, um große Dateien zu verteilen. Würde ich irgendwas größeres ab 100MB oder so zum Download anbieten, würde ich es nur per Torrent mit Webseed bereitstellen. Das verbindet die Geschwindigkeit des normalen Servers auch ohne weitere Seeder mit der verringerten Serverlast und Bandbreitenausschöpfung sobald einige Clients seeden.

  44. >Deswegen: Software die man gerne nutzt oder Künstler die man gerne hört durch den Kauf unterstützen – oder nicht Torrent und Co nutzen…

    Sehe ich eigentlich auch so.
    Aber wenn man sich den „service“ anguckt,wenn etwas nicht läuft,ist es schon mehr als verständlich das sich leute das zeug lieber so laden.

    Ich ärgere mich zum beispiel gerade tierisch über apples gameceneter,weil das ein bug ist,was aber den support 0 interessiert.

    Und ich hab mir nen gratis ebook von projekt gutenberg über ibooks geladen,und plötzlcih war das cover weg.

    Aber wie gesagt,solche Fehler interessieren apple nicht,solange nicht entweder jede menge Kunden das Problem haben,oder das Problem in den Medien bereit getreten wird!

    Daher sollte man lieber mal die verkäufer abmahne,wenn ich etwas kaufe hab ich schließlich auch ein recht das das gekaufte fehlerfrei funktiert auf fehlerfreie funktion!

    Abgesehen davon finde ich es albern,nach wie vor torrent mit illegal gelcihzusetzen.

    Es gibt jede menge legale Möglichkeiten!
    z.b selbst gedrehte iphone videos die man mehreren leuten jemandem schicken will.

  45. @KiEw:
    In der gebotenen Kürze: Wir gehen vom Downloader aus. Das heißt, es wird nur vervielfältigt (§ 16 UrhG), nicht öffentlich zugänglich gemacht (§ 19a UrhG). Auch bei der Kopie handelt es sich um eine Verwertungshandlung, die der Zustimmung des Urhebers bedarf, wenn sie nicht erlaubt ist. Der Erlaubnistatbestand Privatkopie (§ 53 UrhG) greift in den meisten Fällen nicht, weil es sich um eine offensichtlich rechtswidrige Quelle handelt. 🙁
    Andererseits ist das Gefährdungspotential durch die einmalige Vervielfäligung wesentlich geringer als beim Filesharing und der öffentlichen Zugänglichmachung. Das heißt, die Anwaltskosten, die der Abmahner einfordern kann, und der Schadensersatz sind wesentlich geringer. Deshalb glaube ich nicht, dass Nutzer, die nur runterladen je abgemahnt werden (siehe oben: „Es muss sich lohnen“).

  46. Markus Lehmann says:

    Ist ja mal wieder typisch, es wird eine Software vorgstellt und alle reden über’s Abmahnen, ein Thema, was in wirklich jedem Forum schon mehr als totdiskutiert wurde.

    Jeder, wirklich jeder, kennt jemanden, manchmal auch über einige Ecken, der schon abgemahnt wurde.

    Es gibt sicherlich noch genug Anwendungsfälle, wo man torrent noch relativ risikoarm nutzen kann.
    Wer n privaten torrent-Tracker hat, der ist schonmal eher auf der sicheren Seite, weil die genug mit den public Trackern zu tun haben.
    Auch habe ich noch von keinem gehört, der wegen dem Download einer amerikanischen TV-Serie mit englischer Tonspur oder auch Livesets/Radiomitschnitte von DJs abgemahnt wurde.
    Ist jedem selbst überlassen, ob man das Risko tragen will oder nicht.
    Wer das nicht tragen will, muss eben auf One-Click-Hoster umsteigen.

    Für Musik gibt’s Services wie Grooveshark oder genügend andere Services, wer meint, dass er immer noch Jäger und Sammler spielen muss, ist selber Schuld.

    Nichtsdestotrotz ist uTorrent seit langer Zeit der torrent-Client, den ich nutze. Ich hoffe, dass sie den Client weiter so light halten und nicht übermäßig auf neue Features bauen, die das Teil nicht braucht.
    Meine Lieblingsfunktion ist die rss-Autodownloader-Funktion, so kann ich am frühen morgen schon die TV-Serien schauen, die in der Nacht gestartet wurden.

  47. DJxSpeedy says:

    fehlt nur no0ch das die x64 version von live geht 😉

  48. @ cro: Immer locker bleiben, bro! Serien & Dokus unter der CC-Lizenz hatte ich nicht gemeint, die werden ja eher selten in einschlägigen Webangeboten „beworben“; den Elektrischen Reporter kenne ich bedauerlicherweise nicht, und mit Strafanzeigen hab ich´s nicht so.

  49. Wer damit Warez saugt is grob fahrlässig

    BTW die ganzen Abmahnungen sind meist Fake also nicht bezahlen zuerst danach googeln
    wenn’s nicht eingeschrieben kommt kann man’s sowieso gleich entsorgen

  50. @ich 🙂
    Mitnichten. Fake-Abmahnungen kommen vor, sind aber die absolute Ausnahme. Google hift natürlich immer.
    Von der schnellen Entsorgung einfacher Briefe würde ich dringend abraten. Nochmal: Die Einstweilige Verfügung ergeht in der Regel ohne weitere Warnung. Wer die Chuzpe hat, hinterher zu behaupten, der Brief ist nicht angekommen, begeht einen Prozessbetrug. In der Sache hilft das allerdings auch nicht, die Verfügung kann auch ohne Abmahnung erlassen werden.

  51. Sebastian says:

    @ Nico Werdermann
    „4. Provider: Um von der dynamischen IP-Adresse an die Daten des Anschlussinhabers zu kommen, müssen die Daten gespeichert sein. Telekom speichert sieben Tage, Kabel Deutschland nur zwei. Das reicht.“
    Dann müssen aber die ABMAHN-Kanzleien sehr, sehr gut mit den Providern zusammenarbeiten. Wie ist es sonst möglich innerhalb von 2-Tage eine IP einen Anschluss zuzuordnen?
    Wie geht so etwas in der Praxis vonstatten? Ruft da der Kanzlei-Gehilfe bei seinem Kumple Richi bei Provider an: „Hi, gib mir mal die Daten der IP w.x.y.z vom vorgestern.“

  52. Ludolf Rudolf says:

    Interessant alles,
    doch eigentlich hatte ich gehofft, verifizierte oder spekulierte Aussagen darüber zu lesen, ob der vorgestellte Client Daten nach Hause sendet, und vor allem, welche Daten und in welchen Abständen.

    Auf allen ALT-Seiten gibts eine positiv- und negativ-Liste der Torrentclients, die man nutzen soll(te) und auch sonst blöken ab und an Stimmen auf, die behaupten, dieser oder jener bestimmte Torrentclient sendet Infos über die gezogenen/verteilten Dateien zu statistischen Zwecken an den oder die Entwickler(schmiede)….

    Aber dennoch waren die Infos hier interessant, danke an alle.

  53. @Sebastian:
    Etwas komplizierter. Der Provider gibt die Daten nur auf Gerichtsbeschluss heraus. Zuerst wird dem Provider innerhalb der kurzen Frist gerichtlich die Löschung der Daten untersagt, und dann in einem zweiten Schritt folgt die Anordnung, die Daten herauszugeben.
    Die Gerichtsverfahren gehen äußerst schnell. In der Regel wird per Fax oder elektronisch der Antrag, eine eidesstattliche Versicherung des Ermittlungsunternehmens, die Liste der betroffenen IP-Adressen und Zeitpunkte und ein Cover der DVD oder der CD übermittelt. Das reicht aus und das Löschverbot wird sofort erlassen.

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