Tomorrow: Limitierte Visa-Karte aus Kirschholz für Tomorrow-Zero-Kunden vorgestellt

Das auf Nachhaltigkeit bedachte Unternehmen hinter der Banking-App Tomorrow bewirbt nun seine neue, auf 5.000 Stück limitierte, Holzkarte, die sich Kunden mit einem Tomorrow-Zero-Premiumkonto sichern können. Die Karte sei sowohl Visa-Debit- als auch VPay-fähig, so das Unternehmen. Hiermit will man den Blick noch mehr auf das Thema Nachhaltigkeit richten, die Karte sei aus „nachhaltig angebautem Kirsch­holz aus Österreich gefertigt“.

Sie lässt sich nicht parallel mit einer üblichen Plastikkarte nutzen, das Unternehmen erlaubt lediglich die Nutzung einer einzelnen Karte. Ganz aus Holz ist sie auch nicht, sie besitzt natürlich noch einen Chip, einen Magnetstreifen und auch eine integrierte Antenne für das kontaktlose Bezahlen. Außerdem weist das Unternehmen auch noch ausdrücklich darauf hin, dass sie auch viele der Nachteile des Materials mit sich bringt:

Holz ist aktuell noch ein recht ungewöhnliches Material für die Kartenherstellung, da mussten wir uns an das halten, was derzeit möglich erscheint und den Anforderungen der Zahlterminals gerecht wird. Zum einen durfte sich nicht zu dick sein, was zur Folge hat, dass Du sie mit etwas Mühe zerbrechen kannst. Zum anderen ist sie nicht wasserfest und die Holzanteile könnten (rein theoretisch) vom Holzwurm verspeist werden.

Ich behaupte mal, dass viele sich gar nicht unbedingt der Nachhaltigkeit hinter diesem neuen Ansatz von Geldkarten bewusst sind, sondern diese viel eher haben wollen, um eben „mal eine etwas andere Karte“ vorzeigen zu können – aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

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Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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23 Kommentare

  1. Bekommt da „Geld verbrennen“ nicht gleich eine ganz andere Bedeutung? 😉

  2. Ted Stryker says:

    Der Öko-Wunschbaum hat an seinem Zweig was Neues hängen: eine Kreditkarte.
    Ein wenig albern, aber letztlich ist es egal. Soll doch Jeder machen, was er will. Ich zahle seit Monaten fast ausschließlich mit dem Smartphone. Karten? Wer braucht schon Karten?

  3. Nutze Tomorrow seit über zwei Jahren und bin sehr gespannt auf die Karte.

    Ist mal etwas anderes und sicher ein Blickfang im Einzelhandel. Und wenn dadurch noch der ein oder andere zu einer nachhaltigen Bank wechselt umso besser.

    • Freut mich zu hören dass du schon über zwei Jahre bei Tomorrow bist 🙂 Ich bin seit etwas über einem Jahr dabei und jeden Tag froh, dorthin gewechselt zu sein.

  4. „[…] da mussten wir uns an das halten, was derzeit möglich erscheint […]“

    Man kann das Holz auch entsprechend behandeln, sodass die Nachteile nicht mehr so schlimm wären: https://www.spektrum.de/news/super-holz-ist-fester-als-stahl/1540381 Es könnte nur sein, das die Behandlung der Nachaltigkeit wiederspricht.

  5. Martin Deger says:

    Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal meine Karte aus dem Portemonnaie geholt habe. Zahle eigentlich immer per Uhr. Ich muss aber sagen, dass die Karte ziemlich cool aussieht.

    • Ich ziehe nach wie vor die Karte vor, einfach, weil es sich für mich als praktischer darstellt. Es macht schon einen Unterschied, ob das Terminal links oder rechts von Dir steht und wo Du die Uhr trägst. In diesem Jahr kommt dann noch hinzu, dass der Zugang zum Gerät oftmals durch Plexiglas „verbaut“ ist. Aber das kann natürlich auch regional unterschiedlich sein.

      • „ der Zugang zum Gerät oftmals durch Plexiglas „verbaut“ ist. “

        Der Zugang zum Kartenleser ist so verbaut dass man mit einer Uhr nicht mehr dran kommt, mit einer Karte aber schon noch?

        Das muss ja eine interessante Konstruktion sein die dieser Laden bei Dir so hat…

        • Natürlich kommt man dran, aber mit der Uhr erfordert das einen anderen Bewegungsablauf. Es reicht ja nicht, die Hand mit der Uhr ans Lesegerät zu führen, sondern die Uhr muss nach unten oder zur Seite zeigen. Das bedeutet, Du musst das Handgelenk drehen, zudem geht das ab einer gewissen Körpergröße auch nicht mehr aus dem Stand. Und das ist nicht „dieser Laden“, sondern zumindest in den Supermärkten eher die Regel als die Ausnahme.

  6. „Mit etwas Mühe“ kriege ich die Plastikkarte in zwei Teile, da dürfte es mit der Variante aus Holz deutlich einfacher sein. Aber dennoch, die Idee finde ich schon nicht schlecht, hätte wohl auch gerne diese Karte … aber für 15 Euro pro Monat dann doch eher nicht. Und ich bin sicher, dass es vielen anderen auch so geht.

  7. Bäume fällen – Kreditkarten draus machen und als nachhaltig verkaufen ^^

    • Auf jeden Fall nachhaltiger als Erdöl aus dem Boden pumpen, in Raffinerien zu verarbeiten und letztlich ein Stück Plastik draus zu machen. Nachhaltiger wäre nur noch eine rein digitale Karte 😉

    • Es ist ja doch noch jemanden aufgefallen.
      Aber offensichtlich hat die Marketing-Abteilung alles richtig gemacht, so wie das hier als „nachhaltig“ beklatscht wird.

      • Bäume sind ein nachhaltiger Rohstoff wenn man gewisse Sachen beachtet. Es ist aber auf jeden Fall nachhaltiger als Plastik

  8. Es gibt Meschen, die haben nichtmal einen Bart…

  9. Im porösen Holz bleibt doch viel zu viel Koks hängen, das wird sich alleine deshalb schon nicht durchsetzen…

  10. Die Karte ist schon ein Krönung. Was die Verkäuferin sich denken muss wenn ich mit einer Holz Karte zahle. Das ist next level, da wird man doch direkt besser angeschaut und vllt ergibt sich ja was. Genau so wie mit meiner Metall Karte immer ein nettes Lächeln auf den Lippen

    • Und wenn sie dich beim Bezahlvorgang nach Treuepunkten fragt:

      Ich und treu? Haben Sie eigentlich heute schon was vor? *zwinker*

  11. Ach nee… Was ist denn, wenn da Joghurt drauf kommt? Ist ja voll doof zu reinigen

  12. Das ist doch wieder nur Greenwashing, der Kern der Karte ist immer noch Plastik, Somit ist der CO2 Footprint schlechter als z.b. bei einer Karte aus Maisstärke. Und es wird ein Baum gefällt.

    • Greenwashing wäre es, eine Plastikkarte mit fadenscheinigen Argumenten grün zu reden. Eine Karte aus Holz ist dagegen tasächlich grün und nicht nur Greenwashing. Deine Argumentation klingt für mich, als würde man ein Fahrrad, das gegenüber einem Auto deutlich ökologischer ist mit den Argumenten mies machen wollen, es hätte einen schlechteren CO2-Fußabdruck als zB Schuhe und außerdem bräuchte es ja Metall für den Rahmen.

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