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TikTok sammelte monatelang die MAC-Adressen von Nutzern

Um TikTok gibt es aktuell viel Rummel: Microsoft liebäugelt mit einer Übernahme. Der US-Präsident Donald Trump wiederum will die Videoplattform aus den Vereinigten Staaten verbannen, sollten die Redmonder nicht zu einer Einigung kommen. Der Vorwurf: Die Daten der US-Nutzer seien nicht sicher. Der Anbieter selbst ist sich keiner Schuld bewusst und verleiht sich einen Heiligenschein. Doch der Schein kann trügen, denn ca. 18 Monate lang schnitt TikTok über seine Android-App die MAC-Adressen der Nutzer mit.

Das kam zumindest bei einer Untersuchung des Wall Street Journals heraus. Durch die MAC-Adressen lassen sich Nutzer bzw. deren Geräte eindeutig identifizieren. Diese eindeutigen Zuordnungen sind natürlich für Werbetreibende und andere Formen des Trackings spannend, eigentlich aber von Google in den Richtlinien des Google Play Stores schon seit 2015 ausgeschlossen. TikTok soll ein Schlupfloch genutzt haben, um noch bis zum November 2019 dennoch MAC-Adressen zu erfassen.

TikTok war nicht der einzige Anbieter, der so verfahren ist – ca. 350 andere Apps sollen die gleiche Lücke beansprucht haben. Auf Anfrage kommentierte TikTok die Lage mit wenig Reumut. Man wies lediglich darauf hin, dass die aktuellste Version der Android-App keine MAC-Adressen mehr erfasse.

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