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TikTok: Konten von unter 16-Jährigen werden (standardmäßig) auf privat gestellt

TikTok stellt alle Konten von Nutzern, die unter 16 Jahre alt sind, auf einen privaten Modus um. Dies geht aus einschlägigen Medienberichten hervor. Damit ist jedoch noch nicht das Ende der Fahnenstange an Neuerungen erreicht, die man in Sachen „Kindersicherheit“ durchführt. Damit reagiert man auf diverse Hinweise, nach denen TikTok häufig zum „Grooming“ ausgenutzt wurde. Zahlreiche Restriktionen hat man nun seitens des Videoportals geplant, um das Kindeswohl stärker zu schützen. Zuvor hat man bereits ähnliche, jedoch weniger weitreichende Schritte unternommen: So wurden Direktnachrichten und Live-Streams nur noch für über 16-Jährige zugänglich gemacht und auch der Verkauf und Empfang virtueller Geschenke wurde für Minderjährige gesperrt. Zudem hat man Eltern und Betreuern durch verknüpfte Konten Kontroll-Möglichkeiten an die Hand gegeben.

Wie eingangs erwähnt werden Konten von unter 16-Jährigen automatisch, das heißt in der Standard-Einstellung, auf privat gesetzt. Erreichen möchte man damit, dass minderjährige Nutzer aktiv und informiert Entscheidungen hinsichtlich ihrer Online-Privatsphäre treffen. Nur noch genehmigte Follower können Videos auf „Kinder-Profilen“ kommentieren, zudem werden Nutzer daran gehindert Videos von Minderjährigen herunterzuladen. Nutzer zwischen 13 und 15 haben aktiv die Wahl Kommentare für ihre Freunde freizugeben oder Videos öffentlich zu stellen. Man lässt die Möglichkeiten zu öffentlichen Videos bestehen, die Nutzer müssen also selbst tätig werden – eine Art „Default-Nudge“, welcher die Nutzer zumindest in ein gesünderes Nutzungsverhalten zwingen soll, ob dies für die meisten etwas ändert, sei dahingestellt. Standardmäßig stellt man wie beschrieben auch die Download-Möglichkeiten für die Videos ab, hier können 16- und 17-Jährige dennoch im Nachgang diese Limitierungen wieder freigeben.

Die Änderungen, die die Video-Plattform vornimmt, sind jedoch etwas weitreichender: Profile Minderjähriger werden anderen Nutzern nicht mehr zum Besuch proaktiv vorgeschlagen. Clips von Nutzern unter 16 Jahren können außerdem nicht mehr „duettiert“, das heißt in fremde Clips mit aufgenommen werden. Hier setzt man die Standard-Einstellung für besagte Altersgruppen auf „ausgewählte Freunde“.

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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2 Kommentare

  1. Ach schade, dann müssen ja jetzt die ganzen Pädophilen wieder von insta auf irgendwelche Untergrund Foren umsteigen.

    Spaß beiseite. Finde ich sehr vernünftig, wenn man bedenkt wieviele minderjährige viel zu viel von sich preis geben und mit der ganzen welt teilen.

    Und als Eltern kann man nur vernünftig aufklären. Wer denkt dass er das online Verhalten seiner Kinder komplett unter Kontrolle hat ist naiv.

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