Threema wird keine Zahlungsabwicklungen anbieten

Seit Signals Ankündigung, Zahlungsabwicklungen direkt in der App mittels einer Kryptowährung zu ermöglichen, sind bei den Betreibern des Messengers Threema diverse Anfragen zu diesem Thema eingegangen. Diese Anfragen hat man nun auch beantwortet. Man arbeite nicht an einem entsprechenden Feature, und mit Threema wird es auch in Zukunft nicht möglich sein, Zahlungen zu tätigen. Zahlungsabwicklungen rufen (früher oder später) unweigerlich die regulatorische Überwachung durch staatliche Behörden auf den Plan, was Threemas Grundprinzipien bzgl. Privatsphäre-Schutz und Sicherheit unterwandern würde, so die Betreiber. Sicheres Messaging sei daher nicht mit Zahlungsabwicklungen vereinbar.

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31 Kommentare

  1. Threema benötigt solche Gimmick Funktionen auch nicht.
    Die sollen ihren Weg konsequent weitergehen. Die App komplett Open Source zu machen, war schon ein toller Schritt.
    Nun noch eine echte Multi Device Funktionalität & eine kostenfreie Testphase anbieten für neue Nutzer. Dann wird das das.
    Es ist ohnehin schon ein hervorragender Messenger.

  2. Sehr gut so!

    Threema ist halt ein Oberschichten-Messenger, für Menschen die mitdenken können!

    • Autsch. Du tust mir leid.

    • Diese Unterteilung ist immer Unfug und auch völlig fehl am Platz. Es gibt auch in der s.g. Oberschicht genug Menschen die zu geizig für die 3,79 / 3,49€ sind.
      Die gratis Messenger werden einfach immer so groß bleiben, weil ein Großteil der Nutzer sich einfach nach der Masse richtig – und die sind und bleiben eben bei Whatsapp, Telegram, etc.
      Auch so ein Aufschrei bzgl. der neuen Datenschutzbedingungen bei Whatsapp… wie schnell war das schon wieder vergessen? Viele meiner Kontakte die angekündigt haben Whatsapp den Rücken zu kehren, sind immer noch da, unverändert.

      Du selbst kannst deine Kontakte einfach immer wieder darauf hinweisen und auch selbst Konsequent auf Threema (oder ähnliche) setzen.

      • Das liegt eben auch daran, dass die Leute nicht verstehen, dass nichts umsonst ist und sie eben mit ihren Daten zahlen. Das ist aber abstrakt und man sieht es nicht. Und was man nicht sieht, existiert nicht. Also alles halb so schlimm. Telegram z.b. Da wird munter drauf losgechattet ohne zu wissen, dass standardmäßig der chat nicht verschlüsselt ist. Aber das wissen die meisten gar nicht.
        Ich merke das immer wieder, wenn Kontakte mich anschreiben und ich dann den geheimen Chat aktiviere.
        Ich kann aber auch die Leute teilweise verstehen. Ich zahle 4 euro ohne zunächst mal zu wissen, ob meine Kontakte überhaupt bei Threema sind. Ich könnte mir vorstellen, dass Threema etwas mehr Erfolg hätte, wenn es einen Testzeitraum gäbe.

  3. Das ist doch mal ein Statement in die richtige Richtung. Ich kann nicht nachvollziehen, warum Signal sich dermaßen zugeknüpft gibt. Richtiges transparentes Open Source sieht anders aus. Und dies alles nach den Querelen um den nicht veröffentlichten Server Quellcode der erst auf öffentlichen Druck ohne jeglichen Kommentar bisher rausgerückt wird. Das macht Signal zunehmend weniger empfehlenswert.

  4. Threema hat einfach alles falsch gemacht was man falsch machen hätte können. Von Anfang an soll man dafür geld zahlen, hätten die ein Abbo Modell gemacht wäre es besser gewesen oder kostenlose test phase.

    • Komisch, mir ist es lieber, einmalig zu zahlen, statt ein Abo abzuschließen.

    • Ein Abo Modell ist besser als eine einmalige kleine Gebühr?
      Ist doch Quatsch.

    • brathering says:

      Mir ist auch eine Einmalzahlung lieber. WhatsApp musste ich auch kaufen, irgendwann um 2011 rum war das. Also das als Maß für Erfolg zu sehen, ist ein bisschen zu kurz gegriffen.

    • An alle die sagen das ein Abo Modell Quatsch ist: Das kann man so oder so sehen.

      Erstmal aus Nutzerperspektive kann ich bei einer regelmäßigen Zahlung von regelmäßiger (Dienst-)Leistung ausgehen. Also z.B. Updates oder neue Funktion oder Support usw. usf.
      Das ist auch bei einer bereits bezahlten Android App einfach wieder einzustellen (gerade was neue Features angeht).

      Denn man muss auch sehen, dass man als Betreiber für einmalige 3,79 € keinen sicheren Server+Personal die nächsten x Jahre betreiben kann.
      Das heißt, dass Threema andere Einkunftsquellen braucht.
      WhatsApp hat mittlerweile Daten/Facebook, Threema hat Threema Business und das wird eine absolute Querfinanzierung sein.
      Wenn Threema Business allerdings nicht so stark nachgefragt ist oder nicht ausreichend (starkes Wachstum im Privatbereich aktuell)….. Muss auch Threema irgendwie Geld verdienen.

      Wenn es ein kleines Abo ist, wäre ich auch dabei. Besser als Daten zur Finanzierung. Oder halt wieder Messengerhopping.

    • masterli77 says:

      Du weißt aber schon, dass die Geld mit threema works verdienen?

  5. Neben WhatsApp habe ich Threema, Telegram und Signal-Accounts. In den letzten Wochen sind viele meiner WhatsApp Kontakte bei Signal aufgetaucht, ein paar bei Telegram und diejenigen, die bei Threema gelandet sind, kann ich an einer Hand abzählen.

    Umgekehrt habe ich niemanden in meinen Kontakten, der ausschließlich bei Threema ist.
    Kurzum: habe die Threema-App 2014 gekauft, aber so einen richtigen Durchbruch hat die App nicht gehabt bisher.

    Klingt komisch, aber 4EUR zu zahlen scheint für viele Menschen ein unüberwindbares Hindernis zu sein. Es gab zwar immer mal wieder Sonderangebote, aber davon bekommt die große Masse nichts mit. Schade eigentlich.

    • RegularReader says:

      Dabei sollte das eigentlich der Punkt sein, der Vertrauen in einen Messenger schafft. Ich zahle 4 Euro und kann dem Dienst direkt mehr vertrauen als anderen, da ein nachvollziehbares Geschäftsmodell vorliegt. Das Unternehmen ist also nicht darauf angewiesen, Daten zu sammeln und gewinnbringend zu verwerten. Leider macht sich da niemand Gedanken drum.

      • Für mich ist eine Einmalzahlung nicht unbedingt ein nachvollziehbares Geschäftsmodell. Man hat oft genug gesehen, dass kleine Einmalzahlungen eine App nicht langfristig tragen. Ein Abo von paar Euro pro Jahr fände ich deutlich nachvollziehbarer.

        • Threema finanziert sich vor allem durch Threema Work. Dort kostet jeder User/jedes Device (bin grade nicht sicher) monatlich.
          Ebenso kostet jede automatisiert versendete Nachricht.
          Das „private“ Threema ist da eher dann ein schöner Nebeneffekt. Die Infrastruktur ist ja durch die Work-Nutzer schon da.

  6. Und sowas zu entwickeln und konturlich zu Support ist bestimmt Sau teuer gerade wenn es um Zahlung geht, bin eh gespannt wann sie ins Abo oder werbemodel wechseln
    Aber was ich schade finde ist das fehlen der Multi device Nutzung.

  7. Und gerade heute sechs Lizenzen bei deren Ostereiersuche gewonnen 😀

    • Wo findet man die Aktion?

      • Schon vorbei. Auf der Webseite von Threema war ein Oster-Rätsel versteckt. Wer das gefunden und gelöst hat, kam in eine Verlosung. Hatten sie auf Twitter und Mastodon angekündigt.
        Schau mal auf Twitter nach dem Hashtag #threema, da verschenken einige ihre Codes.

  8. Wolfgang D. says:

    Da zeigt sich Threema eindeutig schlauer, als Signal. Oder will Signal jetzt ein westlicher Konkurrent zum asiatischen WeChat werden, voll unter staatlicher Regulierung? Sicherheit beim Messaging geht anders.

  9. Gut so. Es ist ein Messenger und kein Ecosystem. Für Geldtransaktionen gibt es genug Plattformen, dessen Entwickler sich (hoffentlich) darauf spezialisiert haben.

  10. Schade. Die Einbindung von Krypto hätte den Nutzerkreis stark erweitert und Threema einen echten Mehrwert gegeben.

    • Wolfgang D. says:

      @Michael „Die Einbindung von Krypto hätte den Nutzerkreis stark erweitert“
      Die Idee von Signal klingt eher nach dem „lass uns mal irgendwas mit Blockchain anbieten, das wird von Geldgebern immer gerne gesehen“, was HTC zur Unternehmensrettung machte.

  11. kettcar64 says:

    Ich bin dazu übergegangen, bei Sonderaktionen von Threema immer einen Schwung an Lizenzen zu kaufen und anschließend an meine Kontakte zu verschenken – mit dem Erfolg, dass sage und schreibe 2 (in Worten: zwei) Kontakte dorthin gewechselt haben, in drei Jahren! „Nicht noch ein Messenger!“, heißt es dann meist. Da war der Wechsel zu Signal schon erfolgreicher, zumal mein Arbeitgeber jüngst die Nutzung von Whatsapp untersagte und nun alle Arbeitskolleg*innen dort zu finden sind; ganz sicher auch deshalb, weil null Investitionskosten.

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