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Thermomix: Möglicherweise Preiserhöhung, Cookit laut Geschäftsführer keine Gefahr

Im Gespräch mit der Wirtschaftswoche hat der Geschäftsführer von Vorwerk, Thomas Stoffmehl, sich zum aktuellen Stand der Thermomix-Produkte sowie der möglichen Zukunft geäußert. Dabei schließt er Preiserhöhungen nicht aus und blickt auf die Konkurrenz, wie den Bosch Cookit, eher mit einem Lächeln.

Aktuell erzielt Vorwerk mehr als 50 % seines Umsatzes mit dem Thermomix. Dabei wächst die Konkurrenz, denn Lidl hat da etwa mit seinen Modellen der Reihe Monsieur Cuisine deutlich günstigere Rivalen im Angebot. Bosch wiederum will mit Cookit aufholen. Stoffmehl zuckt da jedoch eher die Schultern, er sei da „überhaupt nicht“ beunruhigt. Man beobachte bei Vorwerk zwar natürlich den Markt, 2022 wolle man jedoch zu einem weiteren Rekordjahr machen.

Als Vorteil sehe man den Direktvertrieb an der Haustür und die Vertriebspartys seiner Berater bzw. vorwiegend Beraterinnen. Diese Strategie sei wesentlicher Teil des Erfolgsrezepts. Der Cookit sei ein gutes Gerät, der Preis sei aber dem Thermomix zu nahe und daher scheitere Bosch auch. Stoffmehl gibt laut Wirtschaftswoche an: „Ich kenne die Verkaufszahlen. Das ist ein Witz.“ So kostet ein Vorwerk Thermomix 1.399 Euro und Cookit von Bosch liegt bei 1.299 Euro.

Laut dem Manager sei es bei diesem Preis zu schwierig, allein im Einzelhandel die Kunden zu überzeugen. Das Gros werde auf sich gestellt dann eher im mittleren Preissegment zuschlagen. Ohne persönliche Beratung, mancher Zyniker möge sagen „Beschwatzen“, gehe es nicht. Bosch realisiere dies mittlerweile und gehe ebenfalls immer mehr auf die Schiene dieser persönlichen Verkaufsgespräche. Bosch selbst nennt zum Cookit keine Verkaufszahlen und behauptet lediglich entgegen der Aussagen des Vorwerk-Chefs, mit den Absätzen sehr zufrieden zu sein.

Vorwerk wolle jedenfalls für den Thermomix weiter beim Direktvertrieb als wesentlicher Säule bleiben und Kunden mit Innovationen locken. Hürden sehe man weniger in Wettbewerbern und mehr in der Rohstoffknappheit. Daher müssten Kunden derzeit bis zu zehn Wochen auf ihr Gerät warten. Deswegen seien auch Preiserhöhungen denkbar – die sollten aber laut dem Vorwerk-Primus unter 5 % verbleiben. Beschlossen sei aber noch nichts, man bewerte noch die Lage.

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