„The Flash“: DC-Film steht vor einem ungewissen Schicksal

Warner Bros. Discovery steht aktuell vor schwierigen Entscheidungen: Mit dem Film „The Flash“ hat man eigentlich ein heißes Eisen im Feuer. Der Film holt unter anderem Michael Keaton als Batman zurück und soll dem DC-Filmuniversum neue Impulse geben. Interne Testscreenings sollen äußerst positiv verlaufen sein. Doch der Star, Ezra Miller, sorgt derzeit immer wieder für Negativschlagzeilen. Jetzt liegen mehrere Optionen für die Zukunft des Films auf dem Tisch, wie The Hollywood Reporter berichtet.

„The Flash“ soll am 23. Juni 2023 anlaufen. Der Hauptdarsteller, Ezra Miller, ist aktuell aber in gleich mehrere Vorfälle verwickelt, die sich unter anderem auch um Einbruch, Schlägereien und sogar potenzielles Grooming drehen. Warner Bros. Discovery ist natürlich wegen der Vorfälle besorgt und soll sich drei Szenarien offenhalten. Der erste Fall soll greifen, wenn sich Miller professionelle Hilfe sucht sowie sein Verhalten erklärt / sich entschuldigt. Er könnte dann den Film mit vermarkten, welcher wie geplant starten würde.

Im zweiten Szenario würde Miller weiter auf seinem bisherigen Kurs verbleiben. „The Flash“ würde dennoch wie geplant erscheinen, das Marketing aber ohne Miller laufen. Miller würde in zukünftigen Filmen außerdem nicht mehr auftauchen. Das dritte und unwahrscheinlichste Szenario wäre es, dass „The Flash“ ähnlich „Batgirl“ komplett in der Schublade verschwindet. Das ist aber wohl angesichts der Produktionskosten von mehr als 200 Mio. US-Dollar eher unwahrscheinlich.

Aktuell hat sich wohl viel Unsicherheit bei Warners DC-Abteilung breit gemacht. Der CEO von Warner Bros. Discovery, Davis Zaslav, kündigte einen Reset für die Filmabteilung an. Der aktuelle Leiter der DC-Sparte. Walter Hamada, soll davon überrumpelt worden sein und wäre wohl aus Ärger beinahe verfrüht abgetreten, wie Variety aufgegriffen hat. Zaslav wünscht sich einen klaren Plan für 10 Jahre und einen Leiter für alle Produktionen, ähnlich wie es Marvel mit Kevin Feige handhabt.

Als Ergebnis ist wohl nur die Zukunft von „Joker: Folie à Deux“ aktuell wirklich sicher, was noch nicht aktiv in der Produktion befindliche Filme betrifft. Zwar werde etwa an einer Fortsetzung von „The Batman“ gearbeitet, grünes Licht habe der Streifen aber noch nicht. Auch um Projekte wie „Wonder Woman 3“, einen „Superman“-Film mit einem schwarzen Hauptdarsteller, „Zatanna“ und „Static Shock“ ist es still geworden.

Letzten Endes verfolgt Zaslav nun das Ziel, alle DC-Filme und TV-Serien langfristig unter einen Hut zu bringen – ähnlich wie bei Marvel. Das dürfte aber kompliziert werden, bedenkt man, dass es da die Serien bei TheCW gibt, etwa „The Flash“, und zudem auch Produktionen wie „Peacemaker“, das im selben Universum spielt wie „The Suicide Squad“ – aber nicht wie „The Batman“ oder „Joker“. Letzten Endes gibt es da noch ein ganzes Knäuel zu entwirren, warten wir also ab, was die Zukunft bringt.

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28 Kommentare

  1. Man stelle sich vor, Klaus Kinski würde noch leben. Kein Film von ihm würde mehr erscheinen. Schauspieler die mal ausrasten? Schauspieler die sich daneben benehmen? Stars die Hotelzimmer zerlegen oder sich prügeln? Stars, die mit ihrer Berühmtheit Frauen ins Bett zerren? Hätte früher niemanden groß erregt. Die heutige Gesellschaft ist unerträglich. Was über Miller bekannt ist, zeigt nur: Er ist ein Arsch. Nicht mehr, nicht weniger.

    • Die Relativierung ist aber mal unter aller Sau. Klaus Kinski hat sich bekanntlich an seiner eigenen Tochter vergangen und das ist absolut nicht zu entschuldigen. Über irgendwelche Ausraster wird zwar berichtet, aber sich nicht weiter großartig aufgeregt, siehe Christian Bale am Terminator Set, wo er einen Techniker beschimpft hat. Aber es gibt hier deutlich eine Linie, die Schauspieler nicht übertreten dürfen, so wie bei jedem anderen Menschen auch.

      • Mir ist KOMPLETT egal, was ein Schauspieler privat tut. Ich will den Film sehen. Dieses ganze moralisieren ist unerträglich.
        Wenn einer die Gesetze übertreten hat, soll sich die Staatsanwaltschaft drum kümmern. Das macht den Film nicht schlechter und schon gar nicht hat der im Giftschrank zu verschwinden.

    • Menschen eine Plattform zu geben, die sich komplett daneben verhalten, durch Filme allerdings zu Superhelden werden ist Okay? Sehe da ehrlichgesagt nicht das Problem an der „heutigen Gesellschaft“. Schauspieler stehen durch soziale Medien und Co einfach deutlich mehr im Fokus, wodurch die Beeinflussung, gerade auf Heranwachsende, eine ganz andere ist, als wenn man alle paar Wochen mal ein Wort in ner Zeitschrift liest.
      Der einzige Grund weshalb der Film noch nicht abgesägt wurde ist auch alleinig das extrem hohe Budget und daran ändern auch die Zeiten nichts.

      • Die nächste Generation ist so infantilisiert und hat so viele psychische Probleme – selbst ohne die perückentragenden Einflussnehmer dieser Welt, da es dank atomisierter Homo oeconomicus-Gesellschaft nicht an zersetzendem und demoralisierendem Einfluss mangelt. Cancelling oder was der von der veröffentlichten Meinung vorangetriebene Kulturwechsel sonst noch gutheißt, berührt das leider nicht mal im Ansatz, sondern ist Teil der Perpetuierung des Problems.

    • Aufpassen: Er ist eine „nichtbinäre Person“ – die sind aktuell quasi unantastbar…

      • Das stimmt, da muss Warner besonders aufpassen. Nachher werden die noch gecancelt, weil sie Transphob oder was auch immer sind. Die Twitter Warrior werden schon was finden.

      • Das musst ich erstmal googeln… bald gibt es soviele „Arten von Menschen“, dass es echt schwierig wird allen gerecht zu werden.
        Als zukünftige Anrede schlage ich vor „atmendes Lebewesen“

      • Aufpasssen, Sie. Oder Es. Oder They…. acht, leckts mich doch am Arsch mit dem Blödsinn. Wenn ich wegen dem/der/sie/es Michael Keaton nun tatsächlich nicht mehr als Batman zu sehen bekomme, bin ich sauer. Dachte ja der Film würde schon dieses Jahr anlaufen. In der Zeit könnt ers nicht mehr verbocken, aber bis Mitte nächsten Jahres kann ja noch einiges passieren.

    • Früher ist früher, heute ist heute. Komm damit klar. Was sich Miller leistet, ist offenbar nicht nur unglaublich dumm, sondern wohl teilweise auch kriminell (Familie mit Kindern, die bei ihm leben/gelebt haben). Da hat dieser Whataboutism keinen Platz mehr. Noch viel schuldiger /dümmer sind aber die Typen, die Miller mit einer Hauptrolle in einer 200 Mio-Produktion überhaupt besetzt haben…

      • Und heute isses genau so egal wie früher.

        • Das sehen nicht nur die Betroffenen ganz anders.

          • Wir orientieren unsere Politik schon jetzt zu sehr an „Betroffenen“ statt an der Mehrheit. Sobald irgendwer traurig ist, wird alles an demjenigen ausgerichtet. Das ist grundverkehrt. Der OP hat schon recht: Diese Gesellschaft braucht wieder mehr Klaus Kinski.

      • MeinNametutnichtszurSache says:

        Wohl… teilweise… auch. Viele Vorwürfe. Jonny Depp anyone?

      • Ach und heute ist automatisch besser als früher? Nein! Komm damit klar!

      • Offensichtlich hat Miller psychische Probleme. Der gehört behandelt und um eventuelle Straftaten kümmern sich Gerichte. Cancelling zu fordern oder gutzuheißen jedoch ist in jeder Hinsicht ganz üble Unkultur und Ausdruck von der allgegenwärtigen Minderwertigkeit des Holzes, aus dem die Leute heute geschnitzt sind – und das nicht weil ich irgendwelche Capeshit-Filme sehen will, ganz Hollywood samt „VIPs“ kann mir gestohlen bleiben.

  2. Die Fusion von Warner und Discovery ist für Warner eine einzige Katastrophe. Es ist schon gar nicht mehr lustig, was da passiert.

    • Diese Fusion ist das beste was Warner passieren konnte. Der neue Chef hat endlich einen Plan und weiß wo er hin will und das man zu Beginn des DECU viel richtig gemacht hat und man dann in die Falsche Richtung kam als Syder ging. Und das zieht man jetzt wieder Gerade.

      • Herr Hauser says:

        Das ist reines Chaos was dieses neue WBD-Management anrichtet. Was gestern noch Okay war, ist heute schon wieder nicht mehr Okay. Jeden Tag was anderes.

        • Das stimmt doch gar nicht er ist ja erst ein paar Monate da und räumt auf. Vorher ging der Kurs nur Zickzack.

  3. Erst sämtliche DC Serien absetzen lassen und jetzt steht auch der Flash Film auf der Kippe. Tja…

    • Alles richtig gemacht. Das braucht Vorlauf aber es geht in die richtige Richtung und alle Serien sind ja nicht abgesagt. Superman & Luise z. B. läuft weiter.

    • Tja. DC/Warner hat es halt auch von Anfang an verkackt. Und schwarzer Superman? Sorry, aber was soll das jetzt wieder. Es reicht schon dass sie schwarze Catwomen haben. Die sollen sich doch Bitte endlich an ihre eigenen verdammten Comics halten und die Charaktere so übernehmen wie sie sind. Kein herumpfuschen an den Charakteren und nicht jeden Charakter in ein eigenes Universum stecken. Nichts anderes wollen die Fans.

      • Und genau darauf richtet man sich auch grad aus. Jetzt muss Cavill nur noch wieder als Superman unterschreiben und Afflack als Batman. Cavill muss seinen zweiten Film und mehr Kreative Mitsprache bekommen mit The Rock und Snyeder und das wird schon wieder.

  4. Herr Hauser says:

    Es gäbe ja noch den Serien-Flash.

    • Ich hab auch gerade gedacht: Hätten Sie nur Grant Gustin genommen … Da er aber wohl keine Lust mehr auf die Rolle hat und die Serie deswegen auch beendet wird, wage ich zu bezweifeln, dass er dann für den Film in diese Rolle schlüpft.

      • Die letzten Flash-Staffeln waren eher dazu da um den Schauspielern Gehalt zu verschaffen – dazu neigen leider alle DC-Serien die länger als 3 -4 Staffel dauer(t)en.

  5. Man könnte Ezra Miller komplett per Deepfake mit einem anderen Star ersetzen, einige simple Szenen eventuell nachdrehen und wäre aus dem Schneider. Private Eskapaden von Stars sind mir auch egal, bei Kinderschä…und ähnlichem hört es dann aber auf.

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