Teufel Supreme In – In-Ear-Kopfhörer angehört

Teufel hat mal wieder neue Kopfhörer vorgestellt. Ohne viel Tam-Tam bringt man eine neue Variante von In-Ear-Kopfhörern auf den Markt. In sechs Farben gibt es die Teufel Supreme In zu haben. Ich hatte Gelegenheit, das graue Exemplar mal anzuhören und lasse euch gern meine Meinung dazu hier.

Die Teufel-Kopfhörer kommen – für das Unternehmen typisch – nicht in einer besonders schicken Umverpackung zum Kunden, sondern auch hier heißt es, Kartonage, die lediglich per Aufdruck sagt, dass es sich um Supreme In handelt. Soll der Umwelt guttun, denn die Verpackung ist gleichzeitig Versandkarton. Ist in Ordnung für mich. Ist zwar schön, wenn ein Produkt fein in einen Karton eingebettet und ordentlich präsentiert wird, aber uns allen sollte die Umwelt am Ende mehr wert sein, als eine Verpackung, die nach dem Auspacken sowieso auf den Boden oder im Müll landet.

Im Karton selbst sind eine Bedienungsanleitung, eine Tasche aus Leder mit Teufel-Prägung, ein Ladekabel und die Kopfhörer selbst zu finden. Warum Teufel hier wieder einmal auf Micro-USB setzt, ist mir ein Rätsel. Ich will den Anschluss nicht überbewerten, aber etwas Konsistenz würde dem Unternehmen in 2021 guttun. Der Supreme On kommt nämlich mit USB-C.

Die Kopfhörer selbst sind gut verarbeitet und sind In-Ear-Kopfhörer, die nicht per Tips direkt im Gehörgang sitzen, sondern davor – quasi wie die AirPods und andere derartige Modelle. Als Befestigungsmechanismus setzt man auf denselben Kniff, den schon Google mit seinen ersten Pixelbuds nutzte. Das mit Stoff bezogene Kabel bildet an den Ohrhörern eine Schlaufe, die verstellt werden kann und den Hörer im Ohr hält. Funktionierte bei mir ganz gut und sorgt auch dafür, dass die Dinger nicht aus dem Ohr kippen. Zugegeben: Ich war anfangs etwas skeptisch, doch ich wurde eines Besseren belehrt. Die Supreme In halten auch bei etwas heftigeren Kopfbewegungen gut und werden vor allen denjenigen gefallen, die sich mit In-Ears sonst schwertun, weil Tips schnell mal im Gehörgang drücken können. Falls die Supreme In bei euch nicht ganz passen sollten, legt Teufel noch zwei Paar Silikon-Überzieher mit dazu, die den Halt verbessern können.

Eingerichtet sind die Supreme In schnell. Ihr nutzt die Fernbedienung und betätigt den Kopf in der Mitte ca. 4s lang. Die LED in der Remote fängt an, zügig blau zu blinken. Wie üblich dann einfach in die Bluetooth-Einstellungen gehen, die Kopfhörer finden und verbinden drücken. Erledigt.

Nun könnt ihr noch die Teufel Headphones-App benutzen und könnt dort Funktionen wie ShareMe (Teilen des Audiostreams mit einem anderen Teufel-Nutzer mit einem unterstützten Kopfhörer) nutzen oder den Equalizer einstellen. Bezüglich Verbindungstechnologie bringen die Supreme In alles mit, was aktuell der Standard ist. Bluetooth 5.0, AAC, aptX und Qualcomm cVc sorgen für eine saubere Übertragung und auch für eine sehr gute Qualität beim Telefonieren.

https://play.google.com/store/apps/details?id=de.teufel.android.app.bluetooth.playstore

https://apps.apple.com/us/app/id1491195446

Klanglich lassen sich die Supreme In auch nicht lumpen. Jedoch haben die Bauweise und das Sitzen vor dem Gehörgang das „Problem“, dass die passive Schallisolierung quasi kaum gegeben ist. Geräusche von Außen hört man ständig und auch die Musik, der ihr lauscht, wird von anderen mitgehört. Der Klang ist also eher indirekt und nicht ganz so kraftvoll, wie man das von anderen In-Ear-Exemplaren gewohnt ist. Das Ganze hat jedoch auch einen großen Vorteil, denn die Umgebung wahrzunehmen ist vor allem im Straßenverkehr wichtig. Andere Kopfhörer nutzen dafür eben Funktionen wie den Transparency-Mode.

Ansonsten ist der Klang wirklich gut. Die 10,7-Millimeter-Treiber klingen sauber und detailreich in allen Frequenzbereichen. Je nach Equalizer-Einstellung kann der Bass auch druckvoll in euer Ohr hämmern. In den Standardeinstellungen ist der Klang relativ flach und ausbalanciert, ohne beispielsweise zu basslastig zu sein. Ich habe im Equalizer dann etwas nachstellen müssen. Müsste ich vergleichen, würde ich sagen, dass die Supreme In ähnlich gut klingen wie die AirPods. Die maximale Lautstärke ist mir persönlich jedoch zu gering, da geht ruhig etwas mehr. In meinem Test bin ich an die von Teufel angegeben 16 Stunden Akkulaufzeit herangekommen. Wenn ihr die Kopfhörer eine Stunde an das Stromnetz hängt, habt ihr wieder 8 Stunden Spielzeit intus.

Nett: Ausschalten könnt ihr die Kopfhörer, indem ihr die Ohrhörer einfach magnetisch zusammenklappt. Schweiß und Spritzwasser machen den Kopfhörern übrigens nichts aus, denn sie sind nach IPX4 zertifiziert.

Alles in allem hat Teufel hier sehr ordentliche Kopfhörer gebaut, die den einen oder anderen Teufel-Fan sicher glücklich machen. Nicht jeder mag die offene Bauweise, doch wer danach sucht, wird hier einen potenten Kandidaten finden. Preislich muss man im Vergleich zu anderen Modellen von beispielsweise Soundcore tiefer in die Tasche greifen. Knapp 120 Euro kosten die Supreme In. Ihr habt die Auswahl zwischen den Farben Schwarz, Grün, Blau, Grau, Sand, und Roségold.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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16 Kommentare

  1. Danke für Deine Eindrücke!

    Ich kann Teufel nichts abgewinnen. Das verwendete Plastik sieht in meinen Augen oftmals billig aus, das Design insgesamt wirkt auf mich nicht elegant, sondern irgendwie grobschlächtig. Wie man 2021 noch Micro-USB verwenden kann, lässt sich wirklich nicht nachvollziehen. Das wäre bereits letztes Jahr veraltet gewesen.

    • Zu der USB Thematik ist ganz schnell geantwortet. Eine USB-C Buchse ist aufwändiger zu verkabeln/ans Board zu designen und von der Bauform größer als Micro-USB. Bei den Supreme-In musste abgewägt werden zwischen schlankem Design, Akkulaufzeit und modernen Features.
      Ich würde mich auch eher für 90mAh entscheiden anstatt einem USB-C Anschluss.

  2. Die Verpackung ist für mich vollkommen in Ordnung – das Teil dient zum Schutz des Inhalts und nicht als Präsentationsfläche. Ich würde mir wünschen, das viele Hersteller den Weg gehen würden und ncith auf überflüssig Mehrfachverpackung als Plastik und Co. setzen.
    Gibt einen großen Klemmbausteinhändler in Frankfurt, der seine eigenen Sets auch in einfachen Pappboxen verkäuft.

  3. Das Promo Filmchen ist ja auch herzallerliebst. Extra schnell geschnitten, dass man das beworbene Produkt auch ja nicht richtig sehen kann. Abgesehen davon bin ich bei Teufel schon lange raus. Der Sound ist in der Regel ’nett‘, aber weit entfernt von gut. Meine Meinung.

    • Stimme ich dir sehr zu. Dieses Filmchen ist eher ein Ärgernis. Zum Informieren komplett ungeeignet. Eher eine Kaufverhinderung. Wenn es mir denn so wichtig wäre.

      Das offene Konzept finde ich sehr gut, die Kordel auch.

    • Ist Caschys Blog ein Blog, in dem ich eine Einordnung eines Kopfhörers auf einem sinnvollen Niveau erwarten kann – oder wo sollte ich gucken?
      Ich hab bisher keine Soundanlage, möcht einen guten bequemen Kopfhörer, um in meinem Handy + Tablet (Schwachstellen des Settings!) Klassische Musik, Neue Musik https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Musik, Jazz, Shakuhachi Flöte, … in möglichst ’naturgetreuer‘ Wiedergabe zu hören – mit 78 😉

  4. Wer will in 2021 noch so einen Schlopp im Genick baumeln haben?
    Nee, Danke. Nicht mal wenn ich für das Tragen noch Geld bekäme.

    • Och, so ungewöhnlich scheint das nicht zu sein. Google mal nach „airpods halsband“. 😉

      • Yep. Lieber ein praktisches Halsband mit Magnetclip als irgendwelche kabellosen Airpods, die dauernd irgendwo herumkullern oder verloren gehen. Außerdem kann man mit Halsband einen stärkeren Akku benutzen.

    • Ich? Das ist mir tausend Mal lieber, als die komplett kabellosen Dinger.

      Btw:
      Danke Oliver für deine Eindrücke.
      Die Kopfhörer klingen gut, haben einen hohen Tragekomfort eine gute Akkulaufzeit.
      Sollten meine Move BT den Geist aufgeben, werde ich die Supreme In in die engere Auswahl aufnehmen.

  5. Produkt ist für mich wegen Micro USB sofort raus. Sorry, aber das geht gar nicht mehr. Vor allem nicht bei einem teuren „Markenprodukt“.

    Wobei ich auch direkt beim nächsten Punkt bin. Wenn ich mir einige Fotos so anschaue sieht die Material- sowie Verarbeitungsqualität nicht grade so toll aus……..
    Was für mich sofort wieder die Frage aufwirft ob es wie bei anderen Teufel Kopfhörern schonmal einfach nur umgelabelte China „Billigware“ ist ?!?

  6. USB-C ist in meinen Augen auch nur ein Statement für den altmodischen Ansatz. Versteht wer will.
    Die Kordel lass ich mir gefallen wenn sie das auch zu nem Vorteil verbauen. Jeder Hörer braucht nicht die ganze Elektronik und es wäre viel mehr Platz für nen Akku aber so lange spielen sie dann auch nicht und es fehlt ein Ladecase. Dann echt lieber echte Wireless die dann ein paar mal geladen werden. De kullern ja nicht rum wenn man sie nach der Nutzung dort einpackt.

  7. 1. das sind keine inear, die gehen nicht in den Gehörgang hinein sondern bleiben im aussenohr, so wie oldschool kopfhörer.
    2. Das nackenband ist vielleicht nicht jedermanns sache aber viele suchen nach genau so einem kopfhörer. ergo: berechtigt.
    3. ja, mal ist microusb, mal usbc verwendet. versteh ich auch nicht ganz aber zu behaupten „der hat micro usb, ich bin raus“ ist total albern und kindisch. wir alle haben noch micro usb kabel zuhause und das sollte eigentlich kein Problem sein, ausser man braucht Probleme zum leben.

  8. Etwas, das mich bei Reviews von Kopfhörern immer stört: Es wird kein Foto gezeigt, wo der Reviewer sie auf hat! Das ist für mich einer der größeren Faktoren und nie finde ich Fotos davon in den Artikeln.

  9. Ist Caschys Blog ein Blog, in dem eine Einordnung eines Kopfhörers auf einem sinnvollen Niveau erwartet wird? https://stadt-bremerhaven.de/teufel-supreme-in-in-ear-kopfhoerer-angehoert/#comment-1194907

  10. Wie bereits erwähnt sind das keine In Ear sondern Ear Buds oder Half In Ear. In Ears mag ich überhaupt nicht,und wäre ich nach der Überschrift gegangen hätte ich die Kopfhörer nicht mal in Erwägung gezogen

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