Tesla möchte Akku-Technologie weiter vorantreiben und kauft Maxwell Technologies

Lange belächelt, hat sich Tesla mittlerweile einen Namen in der Autoindustrie gemacht und hat vielen Herstellern einiges voraus, wenn es um den Antriebsstrang oder die Akkutechnologie geht. Seit Bestehen des Unternehmens setzt man darauf, die Akkuentwicklung für Elektroautos selbst mit Partnern wie Panasonic zu bestimmen und, wenn möglich, auch selbst zu produzieren. Das sorgt schlussendlich dafür, dass viele andere Hersteller – unter anderem Daimler – Akkus bei Tesla einkaufen.

Mittlerweile haben viele Hersteller Elektroautos vorgestellt oder angekündigt und pumpen enorme Summen in Forschung und Entwicklung. Tesla muss also etwas tun, um weiter die Nase vorn zu haben. Dabei soll Maxwell Technologies helfen, das Unternehmen hat man für 218 Millionen US-Dollar übernommen.

„We are very excited with today’s announcement that Tesla has agreed to acquire Maxwell. Tesla is a well-respected and world-class innovator that shares a common goal of building a more sustainable future,“ said Dr. Franz Fink, President and Chief Executive Officer of Maxwell. „We believe this transaction is in the best interests of Maxwell stockholders and offers investors the opportunity to participate in Tesla’s mission of accelerating the advent of sustainable transport and energy.“

Maxwell Technologies stellt Superkondensatoren (oder kurz Supercaps) her, die zwar eine wesentlich niedrigere Energiedichte als Akkus aufweisen, deren Leistungsdichte aber bis zu ein 100-faches höher liegt. Sie zeichnen sich durch eine lange Lebenszeit aus und können sehr schnell ent- oder geladen werden. Bereits heute werden Supercaps in Kombination mit Akkus in Energierückgewinnungssystemen im Motorsport eingesetzt. Erste Konzeptautos mit einem solchen System wurden unter anderem von Mazda vorgestellt.

Das eigentliche Interesse liegt jedoch auf der Technologie, die zur Herstellung der Maxwell Supercaps eingesetzt wird. Die sogenannte „Dry electrode fabrication technology“ könnte die Leistung von Akkus erhöhen und ist außerdem preiswerter und ökologisch verträglicher als die üblicherweise eingesetzte Technologie.

This unique electrode process technology offers significant saving in manufacturing cost and helps curb CO2 pollution during the battery electrode manufacturing process. By eliminating the use of any liquids/solvents,and the associated coating and drying complexity inherent in wet processing, the dry electrode process isenvironmentally friendly, and can be readily installed and commissioned with a much lower start-up capital investment. Thus, dry electrode manufacturing is economically attractive and socially responsible.

Der Merger soll im zweiten Quartal abgeschlossen sein. Bleibt abzuwarten, was Tesla aus dem Zukauf macht.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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Ein Kommentar

  1. Ist schon spannend, wie das bei der Akku-Tech nun abgehen wird. Ich habe letztens was zum E-Bus Daimler eCitaro (Bus) gelesen, die wollen in der nächsten Generation schon Feststoff-Akkus verbauen. Die müssen zwar bei 90°C betrieben werden, aber bei Dauerbetrieb ist das klein Problem im Vergleich zum Auto.

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