Tesla: Mehr Läden bleiben geöffnet, Fahrzeuge werden deshalb teurer

Tesla rudert wieder zurück. Anfang März gab das Unternehmen bekannt, dass man fast alle Stores schließen werde, sodass man keine Testfahrten mehr machen kann – und die Bestellung ausschließlich online erfolgt. Jetzt gab man bekannt, dass es doch anders laufen wird – aber dies hat eine Verteuerung der Fahrzeuge zur Folge.

In den letzten zwei Wochen habe man jeden einzelnen Tesla-Einzelhandelsstandort genau evaluiert und beschlossen, deutlich mehr Filialen offen zu halten als angekündigt. Allerdings werde man sich alles weiterhin genau anschauen. Als man kürzlich 10% der Verkaufsstandorte geschlossen hat, habe man Geschäfte ausgewählt, die nicht in Fußgängerbereichen lagen – für den die Geschäfte aber schon immer konzipiert wurden.

Das sind Geschäfte, die man sowieso geschlossen hätte, auch wenn der In-Store-Verkauf das gesamte Vertriebsmodell ausmachte. Darüber hinaus werden weitere 20 % der Standorte überprüft, und je nach ihrer Wirksamkeit in den nächsten Monaten werden einige geschlossen und andere offen bleiben. Das bedeutet aber auch ein höhere Fahrzeugpreise, so Tesla.

Man schließe nur halb so viele Märkte wie geplant, was zu einer durchschnittlichen Preiserhöhung von 3 Prozent global führe. Potenzielle Tesla-Besitzer werden eine Woche Zeit haben, um ihre Bestellung aufzugeben, bevor die Preise steigen, so dass die aktuellen Preise bis zum 18. März gültig sind.

Es wird keine Preiserhöhung auf die 35.000 $ Model 3 geben. Die Preiserhöhungen gelten nur für die teureren Varianten von Model 3 sowie Model S und X. In den USA beginnt der Tesla 3 bei 35.000 Dollar, was sich sympathisch anhört, aber da wird eben ohne Steuern geworben. In Deutschland sieht die Sache anders aus, knapp 53.000 Euro werden für das Grundmodell ohne Extras fällig.

 

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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18 Kommentare

  1. Ich weiß viele können das nicht verstehen.
    Aber für mich ist es toll zu sehen wie eine Firma so agil auf die Wünsche von Kunden eingeht.

    • Für mich hört es sich so an als wissen sie selbst nicht was sie wollen.
      Mit Professionalität hat das jedenfalls wenig zu tun.

      Aber so interpretiert das eben jeder anders.

      • Entweder das oder es ist Teil des Plans. Ich will etwas erreichen, kündige aber was viel schlimmeres an. Am Ende rudere ich zurück, erreiche mein Ziel und stehe noch da als jmd. der Kompromisse eingeht / auf die Kunde hört.

  2. Ich weiß jetzt nicht ob das Grundmodell für 35k $ in den USA das gleiche ist wie das deutsche Grundmodell für 53k Euro (59600$), ich gehe da einfach mal von aus. Die Preisunterschiede finde ich gewaltig.
    USA 35k $ + 6% Tax (z.B. Michigan) = 37100$
    In Deutschland kommen 10% Zoll und 19% Einfuhrumsatzsteuer dazu, ((35000$ +Fracht)+10%)+19% = 59600$. Wenn man für die Fracht einfach mal 2000$ ansetzt (was eine so große Firma wie Tesla nicht bezahlt) bleiben da immer noch ca. 11000$ Differenz. Wo kommen die her, bzw. was sind das für Kosten?

    • Ist ein komplett anders Modell in Bezug auf Akkugröße und sonstige Ausstattung wie zum Beispiel die Art der Sitze, Navigation usw.
      Auf der US-Seite kannst Du das sehen: Standard, Long Range, Performance…
      Insofern hinkt bei diesen unterschiedlichen Modellen der Preisvergleich.
      Das Standard-Modell wird in Deutschland noch nicht angeboten, erst in ca. 6 Monaten.

    • Martin Deger says:

      Das günstigste Modell, das es in Deutschland gibt, ist das Model 3 Long Range mit Allrad ohne Optionen. Der Preis ist mit Bearbeitungsgebühren und nach Abzug der Umweltprämie €53.280 (auf Antrag erhält man dann noch zusätzlich eine Prämie vom Staat in Höhe von €2.000).

      In den USA kostet das gleiche Auto $48.200 inklusive Bearbeitungsgebühren, aber wie immer in den USA ohne Steuern (auf Antrag erhält man vom Staat einen Tax Credit auf die Einkommensteuer in Höhe von $3.750).

      $48.200 sind zur Zeit €42.876. Dazu kommen 10% Einfuhrzoll, das macht €47.163. Und auf alles dann noch einmal 19% MwSt, so dass wir insgesamt rechnerisch bei €56,124 sind.

      Somit ist das M3 LR AWD in Deutschland knapp €3.000 günstiger als in den USA.

      Umrechnungsfaktor von Endpreis Deutschland zu Preis in den USA ist 1,1054 €/$. Wenn man den gleichen Faktor auf das günstigste Modell für $36.200 (das ist der Preis mit Bearbeitungsgebühren) rechnet, dann kommt man auf €40.015.

      Ganz grob kann man also in Deutschland mit einem Preis von €40.000 für das günstigste Model 3 rechnen, wenn es verfügbar gemacht wird. Das wird meiner Meinung nach frühestens im Mai der Fall sein, und spätestens im November.

      • Naja, in den USA wäre der Preis 48300 $ + 6% Tax – 3750 Tax Credit = 47448$ ~ 42200 Euro.
        Wenn man ihn selbst importiert mehr als 56000 Euro, da die Frachtkosten auch mit Zoll und Einfuhrumsatzsteuer beaufschlagt werden, da ist Tesla wirklich günstiger.
        Ganz schön viel, was bei uns Zoll und Steuern ausmachen.

  3. Sicher wissen nicht, denke aber das ist das Long Range mit Allrad und Dualmotor für 39k$

  4. Undertaker says:

    Ein Auto ohne Probefahrt zu kaufen ist für mich und die meisten meiner Freunde, Bekannten und Arbeitskollegen (noch) ein absolutes No-Go!
    Die Begründung man könne das Auto ja innerhalb einer Frist (wie lange?) zurückgeben und den vollen Kaufpreis zurückerhalten klingt erst mal gut hat aber massive Hürden:
    1. Kaum ein Käufer wird so ein Fahrzeug mal eben so bezahlen können. Also muss eine Finanzierung abgeschlossen werden. Die ohne Vorfälligkeitsentschädigung rück zu abwickeln erscheint zumindest extremst aufwändig.
    2. Wenn der Wagen zugelassen war und wieder zurückgenommen wird ist er danach kein Neufahrzeug mehr. Wie lange will Tesla diese Option dann wohl anbieten, wenn zu viele Kunden ihr Fahrzeug zurückgeben?
    3. Wer will ein Fahrzeug auf Verdacht kaufen, nur um es auszuprobieren?
    Meiner Meinung nach wäre Tesla gut beraten, weiterhin Probefahrten anzubieten. Ggf. gegen einen Gebühr, die dann beim Kauf angerechnet wird. Statt diverse Läden zu haben könnte die Probefahrt online via Sixt (o.ä.) angeboten werden. Der Kunde bucht die Probefahrt. Sixt liefert das Fahrzeug bis zur Haustür, Kunde fährt probe, Sixt holt wieder ab.
    DAS wäre ein super Service und könnte in Deutschland funktionieren.

    • Man kauft einen Tesla weil man das Konzept toll findet, nicht weil er sich toll anfühlt oder weil man das Fahrwerk so toll findet. Man kann das mit Apple vergleichen, ich bestelle meine iPhones wenn die auf den Markt kommen ohne es vorher in der Hand gehabt zu haben. Bei Tesla gilt nicht mehr das, was man von früher bzw anderen Autos kennt, man muss neu denken.
      Ich würde mir wohl auch blind einen Tesla bestellen, obwohl ich bisher nur 3x drin gesessen bin.

      • Hm Handy und Auto … Der Vergleich hinkt halt auch gewaltig. Gerade bei Tesla würde ich nichts kaufen ohne vorher anzuschauen. Wenn ich an die schlechte Verarbeitung des Model S denke, Spaltmaße aus der Hölle und Knarzen überall. Das Model 3 soll da ja zum Glück besser sein .

        • Tesla kam noch nie an deutsche Qualität heran, trotzdem haben die sehr hohe Kundenzufriedenheitswerte. Und die Dinge, die man an Tesla toll findet, haben wenig damit zu tun, wie sich das Auto beim fahren anfühlt oder wie die Haptik des Innenraums ist. Es ist das Konzept und das findet man entweder vorher schon toll oder nicht.
          Und ich finde man kann das absolut mit einem 1500€ iPhone vergleichen, selbst wenn die Preise anders sind. Die die Tesla kaufen, haben das entsprechende Geld locker. Die schwäbische Hausfrau würde natürlich nicht blind kaufen, aber auch sonst wohl derzeit niemals.

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