Teo: COMECO startet seine Multi-Banking-App

Ende Dezember 2019 bekam das Technologie-Startup COMECO eine BaFin-Erlaubnis zur Erbringung von Kontoinformationsdiensten (KID) und Zahlungsauslösediensten (ZAD). Der Plan: eine App mit PSD2-basiertem Multibanking in die Stores bringen.

Die App hört auf den Namen Teo und COMECO vermarktet sie als „Lifestyle-Banking-Angebot“. Eine Bezeichnung, die zumindest bei mir schon für Kopfschütteln sorgt. COMECO hat große Pläne, das Startup will bis 2025 das führende Ökosystem auf Basis seiner Online-Banking Plattform im europäischen Raum aufbauen.

Nachdem bereits die App für Android und iOS zu haben ist, soll eine Webversion noch im ersten Quartal 2020 starten. COMECO verzahnt Produkte und Services von Banken, Handelsunternehmen oder Dienstleistern –

Das klingt erst einmal wie das Geschäftsmodell von Outbank, die ja auch maßgeschneidert alles mögliche rund um Dienste anbieten wollen. Als Reinholer: Ende 2017 wurde Outbank von Verivox übernommen, viele alte Nutzer kennen die Banking-App sicher noch als die Lösung, bei der eure Daten auch nur auf dem Smartphone blieben und nicht drum herum ein Empfehlungs- und Optimierungs-Portal bestand.

Seine Startfinanzierung erhielt COMECO übrigens von den Sparda-Banken Augsburg, Baden-Württemberg, Hessen, München, Nürnberg, Ostbayern und West. Dies hat zur Folge, dass die teilnehmenden Banken ihren Kunden auch Teo als App anbieten.

Vermutlich bin ich entweder zu altmodisch, zu alt oder beides: Nachdem Verivox bei Outbank übernahm und dann eh viel Hick Hack rund um PSD2-basiertes Multibanking in den ganzen Apps geschah, tat ich etwas. Back to the roots. Keine Dritt-Apps für das Banking. Und wenn Multibanking, dann vielleicht zu einer App greifen, die nur für euch arbeitet, beispielsweise Banking 4 von Subsembly.

TEO. Lifestyle-Banking
TEO. Lifestyle-Banking
Entwickler: COMECO
Preis: Kostenlos
?TEO. Lifestyle-Banking.
?TEO. Lifestyle-Banking.
Entwickler: COMECO GmbH & Co. KG
Preis: Kostenlos

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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35 Kommentare

  1. Ich nutze finanzblick von Buhl – für meine Zwecke ausreichend

  2. Also bei Outbank bleiben alle Kontozugangs- und Transaktionsdaten verschlüsselt beim Nutzer auf dem Gerät und werden auf keinem Server gespeichert. Verivox hat darauf keinerlei Zugriff.

  3. Ich benutze seit ca 1 Jahr benutze ich Banking4. Hat immer super mit all meinen Banken funktioniert (DKB, Ing-Diba, Moneyou).
    Seit dem PSD2 bin ich nur noch gefrustet. Kontostände lassen sich immer noch alle abrufen, aber Überweisungen sind jetzt ein ganz anderes Thema. Bei der DKB funktioniert es noch mit Banking4 muss allerdings mit der Tan2Go App bestätigt werden. Bei der Ing-Diba kann ich nur noch über die Bank-eigene App Überweisungen durchführen. Moneyou geht nur noch über die Webseite.

    Nach dem jetzigen Stand wird es wohl in absehbarer Zeit keine Multibanking-App mehr geben, mit der alles funktioniert. Oder soll das mit COMECO anders sein?

    • Helge Philipp says:

      Hier das Gleiche, besonders die ING ärgert mich gerade, da ich nur über die eigene App Überweisungen machen kann.
      Oder halt per Web-App der ING, wo sage und schreibe sieben Interaktionen nötig sind zum Einloggen:
      1. Login
      2. Zugangsnummer
      3. PIN
      4. DiBa-Key eingeben (heißt wirklich noch so)
      5. Mobile App öffnen
      6. Code eingeben (oder Face-ID/Fingerabdruck)
      7. Bestägigen
      8. Mobile Key eingeben
      => freigeben und in die Web-App rein

      • Dann ist aber irgendwas extra kompliziert eingestellt worden.

        Bin auch bei der ING und bei mir ist es unter ios so:
        App aufrufen
        Entsperren mit Fingerabdruck
        Fertig

        Bei einer Überweisung dann wenns mehr als 50€ sind noch den Mobile Key, also nichts mit tan generieren oder so ein Quatsch.

      • Ich kann seit PSD2 die Postbank empfehlen. Auf der Webseite muss man nur seinen Loginnamen eingeben (kein Passwort!) und dann kommt aufs Handy eine Push Nachricht von der App und nach einer Bestätigung per Fingerabdruck ist man online eingeloggt.

    • Leider bringt dir PSD2 mehr Nach- als Vorteile für den Kunden. Tagesaktuelles (Offline-)Multibanking ist in meinen Augen gestorben, weil sich den Aufwand niemand antun will.

      Was passiert also wenn ich die Glaskugel befrage?

      Outbank & Co. werden massiv Nutzer verlieren. Die Kunden greifen auf die Bankeigene App zurück und werden sich auf max. 2-3 Banken (und deren Apps) beschränken. Unwahrscheinlich dass es große Bankenwechsel aufgrund der TAN-Verfahren bei Otto-Normal geben wird…

      Fazit: das was als Verstärkung der Verbrauchersicherheit verkauft wird, dient einzig den Banken selbst (Reduzierung von Mißbrauch und Kunden-Zwangs-Bindung an die eigenen Werbekanäle)

      Meine Outbank-Nutzung hat sich auch erheblich reduziert. Dank der „erhöhten Sicherheit“ habe ich nun einen deutlich schlechteren Überblick. Und kann zB auch innerhalb der Familie nicht mehr die Konten auf betrügerische Buchungen überwachen.

      Privat wird daher nun im Umfeld verstärkt auf ING umgestellt, da dort die einfachste App im Direktbank-Bereich existiert, was die TAN-Freigaben angeht. Evtl. ist ja dann auch irgendwann dort wieder MultiBanking möglich.

  4. Mir ist seit Jahren kein Anwendungsfall untergekommen, bei dem die Überweisung nicht ein paar Stunden Zeit hatte, so dass ich sie zu Hause machen konnte. Vermutlich bin ich auch altmodisch – oder einfach nur entspannt? 😉

    Ich setze das kostenlose Produkt *Hibiscus* von Olaf Willuhn ein und bin sehr zufrieden damit: https://www.willuhn.de/products/hibiscus/

    • Das hat doch nicht zwingend etwas damit zu tun, wo man seine Bankgeschäfte erledigt. Ich mache das auch meist zu Hause, starte nur dafür aber trotzdem nicht den Rechner.

    • Es gibt immer mehr Haushalte in denen der alte PC entsorgt und nicht ersetzt wurde, weil man ja Handy und Tablet hat.

  5. Es geht ja gar nicht darum, dass ich irgendwas sofort am Smartphone überweisen muss. Sondern darum, mehrere Konten bei verschiedenen Banken mit möglichst einer einzigen App zu verwalten. So einfach wie möglich halt. Ich möchte mich nicht jedesmal erst auf der Webseite einloggen müssen.

    Hibsicus habe ich davor auch mehrere Jahre benutzt. Hat immer super funktioniert, allerdings unterliegt diese Software doch nun den gleichen Beschränkungen wir jede andere Multibanking-App, oder nicht?

  6. Ich nutze seit Jahren Subsembly Topbanking (Windows) und Bankin4 (Android) schon seit Jahren. Besonders die Features der Banking4 wie QR-Code-Überweisung und Foto-Überweisung nutze ich gerne. Alleine die Foto-Überweisung ist ein Grund mit dem Smartphone Überweisungen zu erledigen.

    Seit der Einführung der PSD2 nervt mich nur die Consors-Bank extrem: die Verlangen nun für JEDER Kontostandsabfrage eine 8-stellige TAN und das ist in meinen Augen zu viel des Guten und auch icht gefordert durch die PSD2.

    Bei allen andern Banken muss man nur alle paar Wochen für eine Kontostandsabfrage eine PIN angegeben.

  7. Seit PSD2 macht Multibanking keinen Spaß mehr, ich öffne Outbank eigentlich nicht mehr, jedes mal zig Banken autorisieren und dann funktioniert die helfe noch nicht mal …

    • Generell macht Banking so keinen Spaß mehr.Man kann es mit der Sicherheit auch übertreiben, wobei ich tatsächlich auch nicht sicher bin, ob das alles so wirklich gefordert wird oder die Bank es „nur“ gut meint, etwa die Notwendigkeit der Bestätigung bei *jedem* Login.

  8. Nachdem ich eine ganze Weile iOutbank genutzt habe, bis ich noch einmal die (neue) Vollversion kaufen musste bzw. sollte, bin ich irgendwann bei Finanzblick hängen geblieben. Leider ist die Funktionalität mit den aktuellen Sicherheitsbestimmungen nicht besser geworden. Daher finde ich grundsätzlich erstmal jede neue Multibanking-App nicht uninteressant.

  9. Mir gehts genauso. Hatte bisher outbank und Finanzguru, aber seit pd2s nur noch nervig. Jedes Mal jede Bank autorisieren zu müssen, was für n Quatsch. Wer hat sich den Schmarn ausgedacht? Ich dachte man muss nur alle 90 Tage mal ne Tan holen für nen externen login. Ich hoffe da ändert sich noch was, so wirklich nicht benutzbar.

    • Leider noch schlimmer als du es beschreibst.

      Comdirect bietet scheinbar nur die FotoTAN App an und die Bestätigung per App. Leider fordern jegliche Multibanking Apps bisher eine SMS-Tan an welche wenn ich mich noch recht erinnere 20 Cent pro Tan kostet.

      Habe überall Comdirect deaktivieren müssen, da es eigentlich ein Notfallkonto bei mir ist.

      ING darf leider nur noch den Status abfragen, was ebenso total schade ist.

      Outbank und insbesondere Finanzguru werden nur noch aufgemacht wenn die eine Benachrichtigung für mich haben. Sehr schade habe mich extrem angefreundet mit den Apps seitdem ich zu iOS zurückgekommen bin.

  10. Gibt es denn tatsächlich use cases für Banking Software als Privatperson?

  11. Was ist mir Starmoney. Die bieten neuerdings eine Flat an. Ist monatlich kündbar und soll sowohl auf dem Desktop als a6 auf dem Smartphone gut funktionieren.

    Klar das mit PD2S bleibt einem hier auch nicht erspart. Aber das Programm sieht sehr aufgeräumt aus.

  12. Ralf Sangl, CTO Outbank says:

    „Ende 2017 wurde Outbank von Verivox übernommen, viele alte Nutzer kennen die Banking-App sicher noch als die Lösung, bei der eure Daten auch nur auf dem Smartphone blieben und nicht drum herum ein Empfehlungs- und Optimierungs-Portal bestand.“

    Hört sich für mich so an, als würde die Datenspeicherung bei Outbank inzwischen nicht mehr auf dem Smartphone stattfinden. Das ist aber weiterhin so und wird auch so bleiben. Trotzdem müssen wir halt auch Geld verdienen. Seit Jahren bringen wir regelmäßig Updates und neue Funktionen raus, haben einen kostenlosen Support und unsere Entwickler arbeiten auch nicht für umsonst. Für uns ist es keine Option, Nutzerdaten abzugreifen und damit Geld zu verdienen. Deshalb gibt es die Optimierungs- und Wechselmöglichkeiten in der App. Letztenendes ist es die Frage, wie man für eine App bezahlen möchte: mit seinen Daten (wie es viele andere Anbieter tun), über Abomodelle oder eben per Empfehlungen.

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