Telekom will „deutsches“ Internet für sichere Kommunikation

Ein innerdeutsches Internet, zum sicheren Versand von beispielsweise Mails, das plant die Deutsche Telekom. Dazu müsse man sich noch mit anderen Betreibern zusammenschließen. Der Plan der Telekom sieht vor, das Datenverkehr, der innerhalb Deutschlands angedacht ist, auch innerhalb Deutschlands bleibt und nicht erst einmal quer durch die Welt geschickt wird, wo dann Geheimdienste einfach Zugriff darauf hätten.

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[werbung] Wenn dies in Deutschland gelingt, könnte das System auf Europa ausgeweitet werden, sodass alle Schengen-Länder ein geschlossenes Netz zur Kommunikation hätten. Um einheitliche und hohe Datenschutz-Standards zu erreichen, braucht es jedoch eine europäische Datenschutzverordnung, die so schnell wie möglich kommen sollte.

Der neue Plan passt zum Vorstoß der Telekom, Datenschutz und sichere Verarbeitung von Daten im Privat- und Geschäftskunden-Bereich als Qualitätsmerkmal anzubieten. Auch kleinere Unternehmen sollen so ihre Datenverarbeitung in der Cloud erledigen, ohne Angst haben zu müssen, dass mit den Daten nicht sicher umgegangen wird.

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*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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34 Kommentare

  1. als ob die Amis sich da nicht einklinken können 😀 hahahaha wer das glaub……
    Die brauchen nur Zugang zu diesem „Spezial Netz“ und schon werden Informationen übern Teich gesendet.

  2. Anette Schuett says:

    Wirklich?
    Hier gibt es erwachsenen Menschen, die glauben, dass eine Firma „um den Konsumenten vor der NSA zu schützen“ :))) … ein Intranet vorschlägt?
    Das erinnert mich an die Bierlobby, die mich vor „unreinem Bier“ das nicht nach dem „deutschen Reinheitsgebot“ gebraut wird, „schützen“ will.

    Es ist doch völlig fraglos, dass hier ein gehyptes Thema, das dem Konsumenten Angst macht, benutzt wird, um sich auf die eine oder andere Weise einen Vorteil in einem ansonsten extrem freien Markt zu sichern.

    Danke nein – dann soll doch bitte jeder, der Angst hat, dass die NSA seine „revolutionären“ Gedanken zum Anlass nimmt, ihn mit einer Drohne auszuschalten, im Markt nach einer Lösung suchen – ich möchte nicht zwangs-geschützt werden, das wird doch schon von genügend staatlichen und europäischen Stellen getan …

  3. @Fraggle:
    Ja, das mag sicherlich der erste Schritt sein – Daten müssen nicht durch die ganze Welt geroutet werden, warum auch, die Geschwindigkeitseinbußen (schnellster Weg vs innerdeutscher Weg) wären sicherlich verkraftbar.
    Jedoch ließen sich schnell weitere Module zur gezielten Filterung und Lenkung der Daten nach Art des Inhalts andocken sobald diese Schnittstelle steht. Das Mißbrauchspotential wäre meiner Meinung nach zu groß.

  4. Aus der aktuellen (42) Wirtschaftswoche Seite 8:
    „Bei einem Geheimtreffen am 1. Oktober im Bundeswirtschaftsministerium, zu dem Manager mehrerer Netzbetreiber kamen, stellte die Telekom den Plan erstmals vor. Es gab Zustimmung, aber auch Kritikvon der Konkurrenz. Solch ein Projekt sei technisch „hochkomplex“ und „mit höheren Kosten“ verbunden, hieß es. Vor allem internationale Konzerne wie Vodafone und Telefónica prüfen der zeit „sehr genau, ob sie beim „National Routing“ mitmachen wollen. Selbst bei einem ausschließlich in Deutschland aktiven Netzbetreiber überwiegt Skepsis. „Im Internet lässt sich nicht zweifelsfrei erkennen, ob Daten national oder international geroutet werden“ sagt Thomas Bösel, Datenschutzbeauftragter des Kölner IT Dienstleisters QSC.“

    Das ganze ist doch bestenfalls eine Marketingmaßnahme der Telekom.

  5. Gandalf der Androide says:

    Und so ne Scheiße wird auch noch verbreitet… Mann lasst die Telekom doch rumtrollen und ignoriert den Dreck doch einfach.

  6. wie wäre es einfach damit, dass leute die untereinander dinge versenden, ihre dinge verschlüsseln? 😉 dann können zwar auch noch die entschlüsseln, die die entsprechende hardware haben, die wahrscheinlichkeit ist aber schon geringer. … naja, irgendwann gibt es dann quantenverschlüsselung im mediamarkt zu kaufen, und dann ist es sowieso absolut sicher 😀 oder irre ich mich hier?

  7. > „Der Plan der Telekom sieht vor, das Datenverkehr, der innerhalb Deutschlands angedacht ist, auch innerhalb Deutschlands bleibt und nicht erst einmal quer durch die Welt geschickt wird, wo dann Geheimdienste einfach Zugriff darauf hätten.“

    Impliziert dass die NSA nicht in Deutschland aktiv ist und kein Abkommen mit dem BND besteht.

    Die Telekom ist immer für unfreiwillige Komik gut.

  8. Wenn die Telekom einfach ihre eigenen Dienste (die für deutsche User) nur innerhalb Deutschlands hosten bzw. davon auch andere Anbieter überzeugen möchte, warum nicht?

    Wenn die Telekom tatsächlich das Internet mit einem abgeschotteten Deutschlandnetz ersetzen möchte, muss man dagegen ankämpfen. Aus dem Beitrag geht aber nicht hervor, wie weit die Telekom in ihren Planungen geht. Es fehlen auch alle möglichen Quellen…hast du diesen Plan etwa beschlossen, Sascha? Wurde dir das von Insidern direkt aus der Telekom-Zentrale verraten? Oder ist es nicht eher so, dass du Inhalte anderer einfach ohne Quellenangabe kopiert hast? Ganz schlechter Stil!

  9. Sascha Ostermaier says:

    @Georg: Stil ist, was Du draus machst. Einfach mal dem Link hinter dem Wort „Quelle:“ folgen, da passieren die unglaublichsten Dinge.

  10. Das Projekt der Telekom wird den Bundestrojaner wenig beeindrucken.

  11. Die Telekom sollte vielleicht erstmal die Leitungen, die sie zusammen mit britischen Telekom-Unternehmen betreiben unter die Lupe nehmen und ggf. alleine betreiben. Die Briten sind bekannter weise ein „Komplize“ der NSA.

  12. @gsohn Das und die innerdeutschen Behörden sind doch das eigentliche Hauptproblem was den deutschen User beschäftigen sollte. Warum glauben so viele eigentlich dass sich die NSA auch nur im entferntesten um die Mail an Oma oder die aktuelle Handwerkerrechnung schert? Wenn die Rechnung dann aber in der Steuererklärung fehlt würde ich mir eher sorgen vor deutschen „Hackern“ machen. Bei der Beweismittelbeschaffung ist das Datenschutzgesetz in Deutschland auch nicht mehr so wichtig und die weit größere Bedrohung für die eigene Freiheit als irgendein amerikanischer Spanner.

  13. Nennt man Vulkanisierung Eric Schmidt und Jared Cohen (State Department) haben darüber Vorträge an fast allen bedeutenden US Unis gehalten – die man auch auf YouTube findet. Auf sowas haben die USA gar keinen Bock – ich gehe davon aus das man dan versucht Deutschland zu isolieren.

    Und wenn die Telekom schon anfängt eine solche Infrastruktur aufzubauen – wird der dt. Steak /&share holder BRD darauf drängen, das dieser post ASTA INDECT und CleanIT Scheiß direkt mit in die Post Demokratischen Netze/Staatsorganisation integriert werden.

    Es muss eher sowas, wie eine Cyber UN geben, die muss dann von Universitäten Weltweit Verschlüsselung, sichere Leitungen und VPNs bekommen und weiterverteilen und weiterhin Marketing Kampagnen für Privatsphäre weltweit initiieren.

    https://www.evernote.com/shard/s204/sh/afa69e9e-ec86-4149-93ed-ae0c8916b086/46b69478e363476e509652c6cf907190

    https://www.youtube.com/watch?v=1LIEykrMY5M

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