Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland kooperieren beim Netzausbau

Telefónica Deutschland, Deutsche Telekom und Vodafone kooperieren beim Netzausbau. Überraschung? Geht so. Die Unternehmen haben eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der es um die Kooperation geht.

Ziel ist demnach eine bestmögliche mobile Breitbandversorgung für die Kunden in ganz Deutschland, insbesondere auf dem Land und entlang der Verkehrswege auf Straßen, Schienen und Flüssen.

Denkt man ein bisschen zurück an die Frequenzauktion, dann wird man sich vielleicht erinnern, dass gerade die Versorgung der genannten Bereiche eine feste Voraussetzung ist. Das Bundeskartellamt ist über die Kooperationspläne informiert, spätestens im Frühjahr 2020 solle es genaue Details zur Kooperation geben, in der bis zu 6.000 Mobilfunkstandorte ausgebaut werden sollen. 1&1/Drillisch ist eingeladen, sich an dem kooperativen Netzausbau zu beteiligen.

„Die geplante Kooperation ist ein Meilenstein für den Netzausbau in Deutschland“, sagt Telekom Deutschland-Chef Dirk Wössner. „Uns Mobilfunkanbieter verbindet das Ziel, noch bestehende weiße Flecken im Mobilfunknetz schnellstmöglich zu schließen. Infrastruktur zu teilen ist für uns nicht neu, in diesem Umfang aber ein sehr großer Schritt in die richtige Richtung. Denn schnelles Internet und hervorragende Sprachqualität auf Straße, Schiene und Wasser sind für eine mobile Industrienation wie Deutschland entscheidend.“

Der Mobilfunk wird im kommenden Jahrzehnt die wichtigste Technologie werden. Um Deutschland bestens aufzustellen, bündeln wir unsere Kräfte“, sagt Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland. „Diese Zusammenarbeit ist ein hervorragendes Beispiel für intelligente Kooperationen und der nächste logische Schritt. Denn wir müssen an einem Strang ziehen, wenn wir Deutschland als führenden Wirtschaftsstandort stärken und in die Zukunft führen wollen. Gemeinsam werden wir Deutschland bei der Digitalisierung einen bedeutenden Schritt voranbringen.“

„Heute schmieden wir eine Allianz gegen die weißen Flecken. Und machen mehr Mobilfunk möglich, wo er nicht wirtschaftlich ist“, so Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter. „Davon profitieren künftig Hunderttausende. Ob in kleinen Landgemeinden, an Straßen oder Bahnstrecken. In weißen Flecken werden wir Betreiber gemeinsam bauen und teilen. Und im Rest des Landes uns weiterhin im starken Infrastrukturwettbewerb gegenüberstehen. Das ist gut fürs Netz, gut für den Kunden und gut für Deutschlands digitale Zukunft.“

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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31 Kommentare

  1. Na hoffentlich ist es nicht nur Marketing Blabla

  2. Zum Verständnis der Grafik ist es sinnvoll zu wissen, dass es den Mobilfunkbetreibern erst seit kurzem überhaupt gesetzlich erlaubt ist, die aktive Infrastruktur am Mast zusammen zu nutzen. Bis vor einiger Zeit mussten sie zwingend eigene Funktechnik installieren, es war nur die gemeinsame Nutzung der passiven Technik (Funkmasten) erlaubt.

  3. Das Beste wäre es, wenn der Staat einfach die Funkzellen ausbaut und zum unkostenpreis vermietet. Jeder Anbieter kann sich dann seine Kalkulation schustern und fertig. Alternativ kümmert sich eine Firma drum, welche stark reglementiert, das Monopol hat.

    Es gäbe keine doppelten Zellen etc. Wir haben gemerkt, dass das Schrott ist wenn jeder sein Süppchen kocht.

    • Wär aber sch***. Wenn heute ein Netz ausfällt stehen mir im Besten Fall noch zwei weitere für Notrufe zur Verfügung. Außerdem würde ein staatliches Infrastrukturunternehmen, doch genauso marode werden wie das Schienenetz der DB Netz AG.

      • Das Schienennetz der Deutschen Bahn war super. Dann kam die Privatisierung und die DB Netz und dadurch das heutige Ergebnis. Die Bahn kann man gerne privatisieren, das Netz hätte man aber behalten sollen. Das gleiche gilt für Straßen und die Wasserversorgung (siehe Hamburg). Auch die letzte Meile sollte nicht der Telekom sondern der Kommune gehören.

        • Die Legende der Bahnprivatisierung hält sich hartnäckig. DB Netz ist eine 100%ige Tochter der DB AG, die wiederum 100% dem Bund gehört.

          • Tja Bernd. Leider hast du nicht verstanden, dass es bei der Privatisierung weniger um die Besitzverhältnisse als den Modus Operandi geht. Seit der Privatisierung investiert die Bahn kräftig im Ausland, eher erfolglos. Seit der Privatisierung gibt es lustiges Schuldzuweisungen zwischen den einzelnen DB Firmen, anstatt gemeinsam ein Problem anzugehen.

    • Ja, das ist wirklich Schrott aktuell. Der Schrott von früher nannte sich Sozialismus und war noch schlechter.

      • Sozialismus muss nicht schlechter sein. Das wollen uns nur die Kapitalisten weis machen, weil sie Angst vor einem konkurrierenden System haben und eventuell den Kürzeren ziehen. Wenn Sozialismus schlecht ist, dann wegen schlechter Umsetzung der Grundidee.

        • Wenn Kapitalismus schlecht ist, dann wegen schlechter Umsetzung der Grundidee.

          • Eigentlich nicht. Kapitalismus ist eigentlich nur die bessere Alternative zurm nicht richtigbumgesetzten Sozialismus. Vermutlich ist Sozialismus aber nur in der Theorie umsetzbar, außer Arbeit wird in Hobby umgewandelt und Geld abgeschafft. Aber ob das machbar ist?

            • Wenn man mit Sozialismus eigentlich „phantastisches Schlaraffenland“ meint, dann hast du Recht.

              Ein phantastisches Schlaraffenland ist natürlich besser als der Versuch, irgendeine gesellschaftliche Realität mit Leitsätzen aus der politischen Philosophie zu beschreiben. (..also z.B. zu der Einschätzung zu gelangen, das ein bestimmtes Set an Institutionen (Eigentum, Vertragsrecht) sinnvoll als Kapitalismus beschrieben werden kann.)

              Nur gibt es aber eben kein phantastisches Schlaraffenland. …und insbesondere unsere deutschen Gehversuche mit dem Namen nach sozialistischen Motiven war ja nun nicht so erfolgreich.

              Die Vorstellung eines Schlaraffenlandes ist nur so lange lustig, wie der Versuch es umzusetzen nicht zu solchen furchtbaren menschlichen Entgleisungen führt wie sie der Sozialismus hervorgerufen hat.

              Der Weg zum Schlaraffenland führt eben sicher nicht über Diktatur und Vergewaltigungsgefängnisse. Das ist eine Sackgasse.

              • Schlaraffenland? Ok, besser erst nachfragen und dann poltern.Acjt sich besser.

                • Naja, realen Sozialismus kannst du nicht gemeint haben, denn den verteidigt eigentlich niemand.

                  Du meintest phantastischen Sozialismus, also irgendwelche Phantasiegebilde. Eben irgendsoein Schlaraffenland.

                  Und ich bin mir auch ziemlich sicher, ins Schwarze getroffen zu haben, sonst hättest du mich korrigiert statt jetzt alles vage abstreiten. 😀

        • > Sozialismus muss nicht schlechter sein.

          Also.. doch. Klar. Natürlich.

          Das ist auch kein Geheimnis oder akademisch irgendwie umstritten oder so.

          Deshalb gibt es z.B. keine sozialistischen Volkswirtschaften. Nur Marktwirtschaften mit unterschiedlichem institutionellen und regulatorischem Unterbau.

          Yup. Selbst in Venezuela, China und in dem Teil der nord-koreanischen Wirtschaft, der funktioniert.

        • Ersetze Sozialismus durch Diktatur und du begreifst vllt., welchen Stuss du da schreibst. Nehme an, du warst vor 30 Jahren noch nicht geboren…

          • „Das Wesen der sozialistischen Gesellschaft besteht darin, daß die große arbeitende Masse aufhört, eine regierte Masse zu sein, vielmehr das ganze politische und wirtschaftliche Leben selbst lebt und in bewußter freier Selbstbestimmung lenkt.“ – Rosa Luxemburg

            Sowas ist selbstverständlich von den kapitalismusverblendeten Kommentatoren nur schwer zu verstehen. Wenn das Verständnis von Sozialismus nicht über das was 40 Jahre DDR waren hinausreicht, dann erübrigt sich eine sachliche Debatte. Im übrigen gibt es keine allgemeingültige, anerkannte Definition des Sozialismus. Allerdings das was als Diktatur bezeichnet wird ist klar und deutliche Definiert.

            • stimmt. sozialismus ist immer diktatur. bist du schizophren oder kind von stasieltern?

            • Sozialismus ist vor allem eins: eine Theorie, deren Umsetzung immer wieder aufs Neue kläglich gescheitert ist… fällt mir schwer zu glauben, das es immer nur an der Umsetzung und nie an grundlegenden Konstruktionsfehlern in der Theorie selbst liegen soll. Ich würde sie als widerlegt betrachten…

        • Ihr redet alle vom Sozialismus und ich wette ihr habt den nie erlebt in seiner vollen Pracht – ich schon und das will ich nie mehr! Euch geht es eindeutig zu gut, dass kann man aber gerne ändern!

          • Volle Zustimmung! Dass sowas hier 30 Jahre nach der 2. Diktatur in D innerhalb eines Jahrhunderts wieder möglich ist, hätte ich lange nicht für möglich gehalten. Was lernen die Kinder denn im Geschichtsunterricht? Ist das immer 45 Schluss?

            • Die Gewinnner schreiben halt die Geschichte. So gaben sie uns auch den westlichen, recht nutzlosen, Politapparat. Selbstständig um „Geschichte“ kümmern? 90% haben eh nen Fensterplatz im Unterricht.

    • was bedeutet unkosten? was ist der unterschied zu kosten?

  4. Kooperation sieht für mich anders aus. Aufbau und Nutzen der Infrastruktur wird unter den Betreibern gemeinschaftlich, mit Förderung vom Bund, bewerkstelligt. Der Endnutzer wählt sich immer in den nächsten (besten) Sender ein und kann diesen Nutzen. Egal vom der mal von Vodafone, T-Mobile, Mannesmann oder E-Plus aufgebaut wurde…
    Bei den Notrufen klappts ja auch…

  5. Nein bitte nicht, als Telekom Kunde zieht man da doch den kürzeren, wenn die ganzen o2 Ramsch Kunden plötzlich Empfang haben, und das Netz blocken xD -.-

    • Du bist ja lustig. Als Ramsch Kunde (O2) habe ich hier im Haus empfang, mit deinem Premium Telekom nur im Freien. Was daran Ramsch ist, erschließt sich mir nicht 😀

      • Habe hier Zuhause diesen Samstag kurz nach 20h getestet, Stadtrand Hamburg, Handy lag an der gleichen Stelle auf dem Wohnzimmer Tisch, Mi9, o2 mit 2 Balken 4G+, 2-3mbit down, hoher jitter, Upload nicht vorhanden, mit Note 8 pro, Telekom mit 2 Balken 4G, 33mbit down, kein jitter, 6mbit Up, bestätigt auch aktuell dass was ich vor langer Zeit schon an verschieden Orten in Hamburg gemessen habe 🙂

        • Interessant. Erklärt aber nicht deinen Ramsch Kunden 😉
          Es bringt mir halt nichts, wenn deine Telekom bei dir super ist und die Telekom erwiesenermaßen das am besten ausgebaute Netz hat, ich jedoch um es mit LTE nutzen zu können raus gehen muss. Obendrein muss ich dafür mehr bezahlen. In meinem Fall wäre Telekom also Wucher?

        • Benutzt Xiaomi China-Schrott „Smartphones“ und will mir was von Ramsch-Kunden erzählen, genau mein Humor 😉

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