Telekom StreamOn: Spotify ist ab sofort mit drin

Vor ein paar Tagen war es noch Gerücht, nun hat die Deutsche Telekom bestätigt: Spotify wird Teil von StreamOn. StreamOn ist eine Option, über die Kunden der Deutschen Telekom über ihre Mobilfunkverbindung diverse Video- und Audio-Streaming-Dienste nutzen können – ohne dass das im Mobilfunkvertrag enthaltene Volumen angetastet wird. Man könnte theoretisch also unterwegs ohne Ende Musik direkt streamen und das Volumen bleibt unangetastet.

Für die Nutzer des Angebotes natürlich eine schöne Sache, wenn auch StreamOn der Deutschen Telekom von Netzaktivisten und sogar aus der Politik kritisch beäugt wird. Was ihr alles mit StreamOn der Telekom ohne Angst vor Volumen-Verbraterei streamen könnt, seht ihr auf dieser Übersichtsseite.

Deutsche Telekom: StreamOn mit Spotify und kostenlos im Business-Tarif

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Wirtschaftsministerin Zypries kündigt Prüfung von Telekom-Flatrate StreamOn an

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

18 Kommentare

  1. Die Entscheidung zieht sich bestimmt dank guter Lobbyarbeit. Und am Ende geht die Netzneutralität komplett dem Bach runter…

    Der Müll sollte verboten werden, sonst wird es auch niemals eine 100% Flatrate ohne Drosselung geben.

  2. Stream-On ist wirklich eine tolle Sache. Wie oft habe ich früher Volumen nachgebucht, wenn ich unterwegs war und es kein WLAN gab. Nun habe ich meistens mehr als die Hälfte meines Inklusiv-Volumens noch frei, wenn der Monat rum ist.

  3. Eure beiden Kommentare stellen sehr schön die Weitsichtigkeit der Netzaktivisten und die Kurzsichtigkeit der Konsumenten gegenüber!

  4. StreamOn wird hoffentlich in naher Zukunft verboten. Der Vorteil, den manche Kunden darin sehen wollen, ist nicht mehr als ein Eingeständnis, dass die aktuellen Tarife schlicht überteuert und unterdimensioniert sind. Als User macht man sich zum Bittsteller, wenn man auf der einen Seite viel Geld für einen Tarif bezahlt, den die Telekom dann nach Gutdünken mit eigenen Inhalten erweitert.

    Haut auf o2 drauf, aber die gehen mit den neuen Tarifen den richtigen Weg. Bei 10GB und mehr ist auch vernünftiges Musikstreaming möglich ohne irgendeine bekloppte StreamOn Option. Dann kann der User entscheiden, was er streamt und zu welchen Konditionen.

  5. Und nebenbei, im Bekanntenkreis ist mir ein Fall bekannt, bei dem doch Musikstreaming von Apple Music auf das Datenvolumen angerechnet wurde. Die Telekom behauptet schlicht das Gegenteil, doch das iPhone weist nur Apple Music als Datenschleuder aus.

  6. StreamOn finde ich jetzt erst richtig interessant und für mich sinnvoll, denn auf Spotify wollte ich nicht verzichten.
    O2 mit seiner O2 Free Option (im schwachen UMTS) ist einfach keine Alternative, das Netz von O2 ist einfach nicht leistungsfähig.

    @Oliver
    Eine interessante persönliche Meinung, aber mehr auch nicht. Der Fortschritt geht weiter und StreamOn wird (hoffentlich) weiter ausgebaut. Jeder Anbieter kann entscheiden, ob er mitmachen will, jeder Kunde muss aktiv die Option StreamOn buchen und kann sie auch jederzeit wieder kündigen. Auch anzumerken ist, dass trotz der falschen Behauptung StreamOn verletzt irgendwelche Regeln, noch kein Geicht dieser Behauptung gefolgt ist. Irgendwann sollten auch die Kitiker einsehen, dass sie verkehrt liegen.

  7. @Martin K.: seh ich ähnlich, meine Hauptnutzung ist einfach Streaming, seitdem ich StreamOn habe, bleiben von meinen 3GB Volumen mindestens noch 1,5-2GB übrig… davor war ich immer sehr Nah an der Grenze (naja gut, mit 6GB Volumen statt StreamOn wäre das auch okay, aber so kann man einfach Musik hören/Videos schauen ohne auf das Volumen zu achten)

  8. @Martin K.

    Schau dir mal die Vertragsbedingungen von StreamOn an.

    https://www.telekom.de/hilfe/mobilfunk-mobiles-internet/mobiles-internet-e-mail/streamon/allgemeine-geschaeftsbedingungen.pdf?samChecked=true

    Da kann jeder mitmachen und jeder kann sich Vertragsstrafen von 50.000€ ins Haus holen, wenn er gegen die von der Telekom verlangten Bedingungen verstößt. Kleine Anbieter wie Podcaster oder Startups können das schlicht nicht stemmen und sind damit schon einmal raus.

    Ebenso gilt StreamOn nur für Musik und Videos. Eine völlig wahllose Trennung, denn die bekannten Coverbilder sind mal wieder nicht mit drin. Gehen auf dein Volumen. Pech.

    Roamen im Ausland? Kann man machen, wird von StreamOn aber nicht abgedeckt. Wer das nicht weiß, hat ruck-zuck sein Volumen aufgebraucht.

    Streamen per Website oder am Notebook per Tethering? Geht auch nicht. Nur die offiziellen Apps werden unterstützt. Und auf die will die Telekom gerne vorher drauf schauen. Als Anbieter darfst du also deine App einem Provider zur Verfügung stellen, damit er die durchwinkt.

    Kein bekannter Streaming Anbieter? Womöglich aus dem Ausland? Wieder Pech. Nur die dicken Fische sind bei StreamOn und ein paar kleinere Dienste. Und das auch noch in schlechterer Qualität. Denn die Telekom beschränkt die Datenrate auf für sie erträgliches Maß anstatt den User darüber entscheiden zu lassen, was er will.

    StreamOn hat auf Dauer für den Kunden nur Nachteile. Er bindet sich an einen teuren Anbieter, muss zähneknirschend dessen Vertragsbedingungen ertragen und am Ende das fressen, was die Telekom ihm vorsetzt. Wenn der vom User gewählte Dienst morgen nicht mehr dabei ist, Pech. Man hat keinen Anspruch auf einen bestimmten Dienst.

    Abrechnungsprobleme gibt es zudem noch en masse. Die Telekom Foren sind voll von Kunden, denen zu Unrecht Volumen abgezogen wurde. Beschweren? Viel Glück.

    Das hat mit Freiheit nichts das Geringste zu tun und jeder, der aktiv StreamOn nutzt, trägt dazu bei, dass sich mobile Dienste in die falsche Richtung entwickeln. Dabei wäre alles so einfach. O2 macht genau das gerade vor. Datenvolumen erhöhen statt neue Schranken aufbauen.

  9. @Martin K. Das nennt man also „Fortschritt“… Ich bin sonst immer für solche „Fortschritte“, aber Stream On ist einfach nur ein „Schritt“ in die falsche Richtung, weiter Weg von einer 100% Flatrate ohne Drosselung und weg von Netzneutralität. Klar, „Jeder Anbieter kann mitmachen wenn er will“. Es kostet auch kein Geld bei der Telekom. Es kostet aber Aufwand und Zeit („Zeit ist Geld“), und das kann sich vielleicht nicht jeder Anbieter leisten.

    Theoretisch ist es aktuell „das beste“ Angebot, was man auf dem Markt bekommen kann. Aber wie oben beschrieben, wenn die Telekom das langfristig so weiter betreibt, ohne irgendwann eine 100% Flatrate, dann war es langfristig ein schlechtes Angebot.

    O2 geht hier auch meiner Meinung nach in die richtige Richtung. Das Netz mag zwar bescheiden sein, aber das Angebot stimmt wenigstens.

  10. Ich habe doch einen älteren M Vertrag mit Spotify free streaming. Und im Auto höre ich neuerdings gerne Mal Internet Radio über Tunein. So wie es aussieht, zählt die Telekom das Volumen auch nicht mit. Komisch, oder? Ist das bei Euch auch so? Ich glaube, ich halte da mal die Füße still, weil dann kann ich mir dieses StreamOn sparen…

  11. Wieder kein Google Music dabei !
    Dabei gibt es den Dienst im BingeOn Angebot von T-Mobil USA! Das ja der gleiche Dienst mit sicherlich gleichen Voraussetzungen!
    Warum gibt es Google Musik nicht hier im Angebot? Oder braucht man noch große Namen für die nächsten Präsentationen von „Neue Partner“?
    Ich schließe mich meinen Vorrednern an, mehr Datenvolumen von 15 – 20 – 30 GB wären da wesentlich kundenfreundlicher!

  12. So geht die Freiheit zugrunde. Mit donnerndem Applaus.

  13. @Oliver
    Volle Zustimmung und danke für die Mühe, dass du es den Leute mal vor Augen zu führst.

    Ich muss immer an folgende Simpsonsfolge denken, wenn die Leute StreamOn befürworten. Etwas jetzt „kostenlos“ bekommen aber gleichzeitig auf ein Stück der Netzneutralität verzichten, welches wiederum einen selbst in Zukunft schaden wird.

    Die Telefonanbieter sollten lieber einfach richtige Flats anbieten bzw. wesentlich größere GB Volumen anstatt die Kunden mit so etwas abzuspeisen.

  14. Gibt’s aber nicht.. Also heult leiser… und genießt den Service.

  15. Ich sehe durchaus auch eine Gefahr bei solche Diensten. Wenn so etwas um sich greift ist das letztendlich sehr schlecht für uns alle. Aber soweit denken viele leider nicht.

  16. Man kann von StreamOn halten, was man will, aber es funktioniert genau so, wie ich mir das vorgestellt habe: die Telekom führt StreamOn ein und kein halbes Jahr später ziehen die Mitbewerber mit massiv mehr Datenvolumen in ihren Tarifen nach. Die Telekom setzt sich damit nur selbst unter Druck! Das ist funktionierender Wettbewerb. Ich bin der Meinung: ohne die StreamOn Option der Telekom, wäre O2 jetzt nicht mit derartig hohen Datentarifen zur IFA angerückt. Vodafone habe ich nicht so genau auf dem Schirm, aber ich meine auch dort wäre einiges passiert in diese Richtung.
    In diesem Sinne: vielen Dank liebe Telekom!

  17. Super, vielen Dank für die Informationen!
    Endlich ist Spotify bei Stream On dabei. Werde am Montag zum T-Shop stapfen und meinen Vertrag anpassen lassen. Ich werde zukünftig viele musikalische Stunden im Nahverkehr erleben.

  18. Wie genial ist das denn? Komme gerade aus dem Urlaub und lese gerade das mit Spotify. Endlich haben sie meine Wünsche erhört. Danke für den Bericht.

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