Telekom gibt Stellungnahme zu Kündigungen / VoIP-Umstellung ab

Wir berichteten gestern über die Verbraucherzentrale Sachsen, die bekannt gab, die Telekom würde sich Kunden entledigen wollen, die nicht bereit seien, auf einen VoIP-Anschluss umzusteigen. Es ist die Rede davon, dass die Kunden in die neuen Verträge gedrängt würden, die hauptsächlich Vorteile für den Anbieter bringen würden. Wie immer hat eine Geschichte auch eine andere Seite. Uns liegt eine Stellungnahme der Telekom zu diesem Thema vor.

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In der Stellungnahme wird verdeutlicht, dass aktuell Double- und Triple-Play-Kunden (also keine Kunden mit reinem Telefonie-Anschluss) in den 53 Städten angeschrieben werden, in denen VDSL 2006 zuerst ausgebaut wurde. Außerdem werden nur Kunden angeschrieben, deren Verträge auslaufen. Der Grund dafür ist, dass bei diesen Kunden ISDN/PSTN Vertragsbestandteil ist. Da diese Dienste in einem IP-basierten Netzwerk überflüssig sind, stellen die Zulieferer den Support für diese Netzkomponenten demnächst ein.

Bis 2018 soll das ganze Netz der Telekom auf IP umgestellt werden, in den betroffenen Städten erfolgt die Umstellung bereits 2015. Wer einen Single-Play-Anschluss besitzt, wird übrigens nicht kontaktiert. Die Umstellung erfolgt in diesem Fall automatisch, es sind auch keine neuen Geräte nötig.

Und auch das Argument, dass der Wechsel vor allem dem Anbieter etwas bringt, versucht die Telekom zu entkräften. Als Beispiele wird HD Voice genannt, das nur im IP-basierten Netz möglich ist. Außerdem wird das alte Frequenzband der Analog-Telefonie dem Internetverkehr zugeschlagen. Dies erhöht die Bandbreite, wovon vor allem Nutzer profitieren, die weiter entfernt von einer Vermittlungsstelle wohnen.

So, nun kennt Ihr beide Seiten der Geschichte, besser oder schlechter wird sie dadurch zwar auch nicht. Aber immerhin vielleicht verständlicher für den ein oder anderen. Habt Ihr mittlerweile diesbezüglich Post von der Telekom erhalten?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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47 Kommentare

  1. Und wo ist jetzt das Problem? Verstehe die Aufregung nicht…

  2. #neuland halt, ein paar Ewiggestrige wollen an ihrer Steinzeittechnik festhalten und blenden dabei die Probleme und Alternativen einfach aus.

  3. Bisher haben meine Eltern zwar den Brief nicht bekommen, aber die Gefahr ist sehr real. Der riesen Nachteil dieser Sache versucht auch Vodafone schon seit Jahren den Festnetzkunden unter zu jubeln. Der Nachteil von VOIP im Festnetzbereich ist einfach mal, wenn irgendwer was im RZ verkackt, geht garnichts mehr. Im Gegensatz zur getrennten Leitung ist, wenn kein Internet, dann geht wenigstens noch das Telefon. Von Geschwindigkeitssteigerungen durch den Umstieg sollte wohl eher kaum eine Rede sein. Solange die Telekom nicht einsieht, zu investieren in nachhaltige Dinge (FTTx), werden sich immer viele Leute dagegen streuben etwas an ihren bestehenden Verträgen zu ändern, es sei denn man hat einen merklichen Vorteil davon.

  4. das problem besteht mit diensten die kein voip können (haus-notrufe, etc) und es kommen natürlich noch die ganzen verbindungsprobleme hinzu – kein netz -> kein teflon

  5. Sofern VoIP störungsfrei laufen würde, wäre das ganze ja kein größeres Problem aber gerade aktuell hat die Telekom anscheinend noch ziemlich mit VoIP zu kämpfen.

    Schlechter Zeitpunkt um Kunden zum Umstieg zu bewegen.

  6. Es ist das ganze Auftreten der Telekom.

    ISDN ist eben, in einem bestimmten Szenario, gerade nicht „überflüssig“, genauso wenig wie der Analog-Anschluss. Die Verträge „laufen auch nicht ohnehin aus“, sondern würden sich, wenn die Telekom nicht kündigen bzw. dies androhen würde, automatisch verlängern. Wenn VoIP tatsächlich in jeder Hinsicht überlegen und störungsfrei wäre, würde sich ja kaum jemand beschweren.

    Last not least: die Telekom ist in vielen Bereichen Deutschlands faktisch alternativlos, und das wissen sie auch. Sie nützen ihre Macht als Monopolist aus und drohen, anstatt diese Sache vernünftig und auf Augenhöhe mit den Kunden einzustilen.

    Stil- und taktlos!

  7. Ich bin betroffen und mein Vertrag ‚läuft nicht aus‘. Zumindest nicht nach den AGB, die ich 2008 erhalten habe und die nach wie vor für mich gültig sind. Gekündigt ist er bis jetzt auch nicht; das mag noch kommen. Dem Brief kommt keinerlei Rechtskraft zu. Unter anderem kann die Telekom im Streifall noch nicht einmal nachweisen, dass der Kunde ihn überhaupt erhalten hat.

  8. Also das Bild hat sich für mich langsam echt als Zweit-Logo für Deinen Blog etabliert 😉

    btt:

    Die Probleme bestehen ja trotzdem. Wenn alles an einer Leitung hängt, bricht auch alles gleichzeitig zusammen. Man sehe sich nur mal die Störmeldungen aus dem Kabeldeutschland-Netz an, wo großflächig Tausende Nutzer mehrere Tage kein Internet-, Telefon- oder TV hatten.
    Das selbe blüht einem u.U. bei einem Stromausfall, während bei POTS-Anschlüssen ja ausreichend Strom über die Telefonleitung kommt.
    Und dass es mit Notruf- oder Sonderrufnummern Probleme geben kann ist ja bekannt. Nicht das ich das noch nutzen würde, aber unterstützt die Telekom denn zuverlässig Fax over IP?

  9. Wir sind mit der >>Problematik<< VoIP schon seit Jahren befasst – nicht etwa weil wir es nicht einsetzen wollen. Sondern weil es zu viele Probleme im professionellen Einsatz gibt. Zum Beispiel haben wir massive Probeme in Telefonkonferenzen mit mehreren VoIP-Teilnehmern, teils inakzeptable Sprachqualität, Aussetzer etc. Oft hilft nur das Einwählen per Handy. Und das egal mit welchem Anbieter. Offenbar ist es bis heute nicht möglich, verschiedene VoIP-Algorithmen so zu harmonisieren, dass sie wenigstens zuverlässige Tonqualität liefern wie eine POTS-Leitung von 1950.
    Wir nutzen deshalb nach wie vor extra ISDN-Leitungen zum Aufzeichnen von Interviews, teils auch für Radiobeiträge. Dazu ist VoIP im Jahr 2014 selbst mitten in München einfach noch zu schlecht.

    Der Hintergrund ist immer der selbe: Die Netzinfrastruktur – insbesondere der Telekom – ist schlicht zu mickrig und wird auch nicht ernsthaft ausgebaut. Das können aber nur Leute nachvollziehen, die wie wir – nur 2km vom Marienplatz entfernt – keinen Hochgeschwindigkeitsanschluss bekommen, weil keine DSLAMs aufgestellt werden. Von Glasfaser träumen wir nicht mal. Deshalb vertrauen wir der Telekom einfach nicht mehr. Und deshalb glaube ich nicht mal daran, dass es die Telekom schafft, wenigstens in Ballungsräumen flächendeckend VoIP ohne Qualitätsverlust einzuführen. Von kleineren Gemeinden mit 10.000 oder 50.000 Einwohnern mal ganz zu schweigen. Und auf dem Dorf herrscht sowieso Dunkeldeutschland.

  10. Im Grunde verstehe ich mich nicht als Ewiggestriger oder Technikverweigerer. Ich erwarte allerdings eine gewisse Qualität an ein Kommunikationsmittel. Und die ist bei VoIP einfach nicht gegeben.
    Was ist, wenn man mal schnell Hilfe holen muss? Festnetztelefone haben wir im ganzen Haus. Jetzt funktioniert das aber nicht weil der Subunternehmer eines Lieferanten meines Vertragspartners eine falsche Firmware released hat.
    Also sucht man erst das Handy. Wer Frauenhandtaschen kennt kann sich vorstellen, dass das etwas dauern kann. Dadurch verstreicht wertvolle Zeit.
    Das passiert natürlich niemandem.

    Wenn ich mir ein Fallback einer Dienstleistung anschaffen MUSS, ist schon etwas falsch.

    Ich kann die Telekom verstehen: die bauen keine ISDN-Baugruppen, die kaufen die nur ein. Aber VoIP muss man deswegen nicht mögen.

    Mein VDSL war in den letzten 6 Jahren häufiger gestört als mein ISDN-Anschluss in den vergangenen 18 Jahren.

  11. Führt man Telefonate heute nicht grundsätzlich über das Handy?

  12. @john

    Kann man machen sofern man nicht auf den nächsten Turm klettern muss um Empfang zu bekommen.

  13. Mini-Tippfehler? 54 Städte, steht auf anderen Seiten im Netz.

  14. @john: Nicht wirklich. Ich telefoniere noch sehr häufig über das Festnetz. Auch wenn ich entsprechende Flats für das Handy habe.

    VoIP geplagte gibt es genug. Aber wenn Arztpraxen schon hilflos sind (4 Wochen kein Telefon): http://www.derwesten.de/9855804

  15. Alarmanlagen und Hausnotrufe sind ein Scheinargument. Die können genauso defekt sein wie eine Zuleitung und gehören mit Sicherungsbatterie und GSM-Modul abgesichert, meine Oma hat auch so ein Teil. Und VoIP-Technik ist seit Jahren zu 100% ausgereift wenn man nicht am falschen Ende spart. Wer nicht die Telekom sondern einen dedizierten VoIP-Anbieter wählt und eine zweite, möglicherweise funkgebundene Internetverbindung schaltet erreicht eine höhere Ausfallsicherheit als mit jedem lokalen Anschluss, bei höherer Qualität und Skalierbarkeit. Leider mangelt es bei vielen Endgeräten noch an der Qualität und man benötigt neues Know-How (nicht zwingend *mehr*, nur *neues*). Bei einem billigen herkömmlichen Telefon ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es brauchbar funktioniert als bei einem VoIP-Telefon.

  16. Wie Leute hier tatsächlich meinen, hier ihre eigene Situation mit der aller gleichzusetzen und meinen wer sich gegen VoIP wehrt ist altbacken und von gestern… Vielleicht mal überlegen was es für andere bedeuten kann wenn so etwas umgestellt wird bevor so eine Aussage getätigt wird.

    Es soll auch Geschäftsleute geben, die „Rundumdieuhr“ erreichbar sein müssen, sonst geht mal eben einen Auftrag in Höhe von 3-5 Tausend Euro an den erreichbaren Mitbewerber. Schon mal drüber nachgedacht?
    Da reicht eigentlich schon eine Nichterreichbarkeit von 30 Minuten und schon schaut sich der Kunde in der Notlage anderweitig um. Und da gehts nicht nur um einen Anruf, sondern auch die Aufschaltung der Türklingel am Büro aufs Handy.

    Oder auch die bereits angesprochenen Servicedienste für Senioren wie Hausnotruf o.ä. Wir haben hier eine DSL Leitung mit einer Anbindung von 4k down und 672 kbit/s up (was ja eigentlich das Nadelöhr bei VoIP ist), da will ich mal sehen bzw hören wie zwei Anrufe reingehen wenn ich grad ne Mail mit 8-10 MB verschicke…

  17. Dramatische Artikel über VoIP-Ausfälle sind schnell geschrieben. Viel häufiger sind Ausfälle aus anderer Ursache, aber das passt natürlich nicht so schön in die Argumentation. Das sind keine grundsätzlichen Probleme der Technologie sondern menschlicher und Implementierungsfehler. Momentan gibt es logischerweise häufiger Ausfälle durch die flächendeckenden Umstellungen, in ein paar Jahren kräht danach kein Hahn mehr. An der alten Technik festhalten zu wollen ist so kurzsichtig wie ein Bahnnetz mit 30 Jahre alter Technik weiterbetreiben zu wollen. Das funktioniert auch zuverlässig, aber irgendwann gibt es weder Ersatzteile noch Personal für die Wartung. Letztlich ist VoIP in jeder Hinsicht sicherer weil es beliebig route- und verschlüsselbar ist.

  18. Ich muss sagen, dass Argument, dass man nicht kurzsichtig handeln sollte, hat hier schon einige Überzeugungskraft.

    Aber der Rest??
    Ja gut, bei Gelegenheit kann man darüber diskutieren und recherchieren, weshalb es zu Problemen kommt… Wenn es aber um die Abwägung geht, ob man Umsteigt, dann interessiert erstmal nur, OB es Probleme gibt.
    Dann ist mir egal, ob menschliches Versagen oder Implementierungsfehler (btw: sehr viel mehr kann es kaum ein technisches Problem sein) dem zugrunde liegen.

    “ Wer nicht die Telekom sondern einen dedizierten VoIP-Anbieter wählt und eine zweite, möglicherweise funkgebundene Internetverbindung schaltet, […] “ (Iruwen)
    [Achtung Ironie] Ja und genau darum geht es hier ja auch ;).
    Die meisten Haushalte werden außerdem wohl gar nicht die Hardware für so eine Installation mit Fallbackleitung haben, geschweige denn die Kosten dafür tragen wollen.

    Worauf bezieht sich eigentlich die Aussage zu den Alarmanlagen und Hausnotrufen?
    Die 3 mal vorher wurden bloß Notrufe erwähnt. Das Problem dabei ist (wenn man von Nichtverfügbarkeit bei einem Stromausfall absieht), dass man VOIP-Anschlüsse nicht Orten kann, weswegen man zur Notrufzentrale in dem Ort durchgestellt wird, dessen Vorwahl man hat.

  19. Was bringt einem HD Voice, wenn die Qualität trotzdem mieser ist, als mit ISDN? Nichts!

    Und warum wird nichts zu den ständigen Ausfällen in letzter Zeit gesagt? Aber seis drum, wären sowieso alle schuld, ausser die Telekom.

  20. „man benötigt neues Know-How (nicht zwingend *mehr*, nur *neues*)“ – also bei meinem Analogtelefon muss ich nur einstöpseln und nicht mich regelmäßig um Firmwareupdates kümmern… Die anderen Argumente wie fehlende Bandbreite und häufige Ausfälle der IP-Verbindungen wurden ja schon genannt. Geschäftlich wird noch lustiger – Wandler für Primärmultiplex gibt’s offiziell nicht, man wird gebeten die Anlagen zu ersetzen.

  21. Es gibt eine sehr große Schnittmenge von Menschen, die auf der einen Seite keinen oder sehr schlechten Handyempfang haben, und auf der anderen Seite eher DSL 2000 bis 3000 – wie die mit geschaut laufenden VoIP versorgt werden sollen ist mir ein absolutes Rätsel.

    Hinzu kommt noch, das einfach mit Router eine weitere Fehlerquelle hinzukommt, die Potentiell wesentlich öfter ausfällt oder „Probleme“ verursacht als z.B. nur das Analoge Schnurlostelefon.

    Natürlich kann auch dieses ausfallen. Aber das ist in der Praxis schon etwas seltener als der durschnittliche SoHo Router (die imho eigentlich generell technisch nicht soooo der Hammer sind.)

    Zudem haben gerade die aktuellen Router der Telekom erhebliche technische Probleme (z.B. bei VPN-Verbindungen) und ich werde evtl. gezwungen auch noch meinen Router zu tauschen. Das kostet wenn ich nicht dieses T-Com ding haben möchte, auch schnell mal 180eur und mehr wenn er VoIP können soll. Das wird die Telekom sicherlich auch niemanden ersetzen.

  22. Das mit der zusätzlichen Bandbreite merkt man auf dem Land durchaus. Habe mich eher gewundert, dass die Telekom das ihren Kunden auf dem Land nicht stärker empfiehlt.

  23. So neu ist diese Drückermethode ja nun nicht. Wir sind schon vor ca. 2 Jahren von den Telekomikern angeschrieben worden, weil wir einen normalen ISDN-Anschluß hatten und Internet bei 1&1 (DSL). Genau die gleiche Masche und mit Kündigung gedroht wenn man nicht einen neuen Tarif abschließt (der noch teurer gewordne wäre).
    Das war der Anlaß uns mal umzusehen und wir haben dann gleich Telekom und 1&1 gekündigt und sind zu 2play bei Unitymedia gewechselt. Ersparnis: fast 30 Eur pro Monat und plötzlich statt 16.000 nun 50.000er Leitung. Zwar nur noch eine Rufnummer statt ISDN mit 3, aber dafür zuverlässig und schnell.
    Geht doch 😉

  24. Ich soll für den monatlich gleichen Preis einen neuen Vertrag abschließen. Also wieder 24 EUR + meine Hardware kann kein VoIP (nochmal 200 EUR für eine Fritzbox). Super Angebot. Danke, aber dann nehme ich das gleich zum Anlass zu Congstar zu gehen.

  25. Die Aussage „In der Stellungnahme wird verdeutlicht, dass aktuell Double- und Triple-Play-Kunden (also keine Kunden mit reinem Telefonie-Anschluss) in den 53 Städten angeschrieben werden, in denen VDSL 2006 zuerst ausgebaut wurde. “ ist doch ne glatte Lüge…

    1. Betroffener Anschluss: ISDN + DSL 384 aufm Dorf… Gut, dort soll am Ende DSL 2000 rauskommen, d.h. durchaus ein Gewinn.

    2. Betroffener Anschluss: VDSL, dessen Vertragsdatum irgendwann im Juni (also dann 2015!) liegen soll. Also nix mit in ein paar Monaten. Ein Datum wird zudem nicht im Brief kommuniziert.

    Und wenn es nur VDSL Anschlüsse betreffen sollte, ist der Kommentar „Außerdem wird das alte Frequenzband der Analog-Telefonie dem Internetverkehr zugeschlagen. Dies erhöht die Bandbreite[..]“ ist bei diesen Anschlüssen bekanntermaßen Quark. Denn die kommen mit 25/5 oder 50/10mbit und bekommen ja bei der Umstellung keine Steigerung. Zumindest hier geht überall, wo 25 geht auch immer 50, gab auch mal eine Gratis-Umstellungsphase!

  26. Und trotzdem jammern hier einige, wo’s nichts zu jammern gibt. Ich verstehe mancher Leute Probleme da überhaupt nicht, mein Voip von der Telekom ist von der Qualität her 1a, noch nie was anderes erlebt. Ausfälle? Ja klar..hatte ich mit ISDN und Analog aber ebenso, das Argument zieht nicht. Hausnotrufe und Co? Ja nun, sollen die entsprechenden Stellen und Anbieter eben auch umstellen, ist nicht unmöglich, nur nicht gewollt, kostet ja Geld. Was viele hier einfach außen vor lassen oder vielleicht nicht wissen, ISDN ist URALTE Technik, die einfach von entsprechenden Herstellern der Systemkomponenten auch nicht weiter unterstützt werden WILL. Die Telekom Jungs besorgen sich teilweise Austausch-Hardware gebraucht von sonst wo her. ISDN WIRD sterben, weil es einfach so gut wie niemanden mehr (global gesehen) gibt, der diese Technik überhaupt noch nutzt.

  27. Was mir dann noch einer erklären muss: wieso verkauft die Telekom im ländlichen Raum Murks LTE als Festnetz Ersatz, der für die Übertragung der Sprache auf Analog/ ISDN zurückgreift… alles in allem ist das sehr konsequent.

    Vor allem Vodafone zeigt ja auch, wie es mit VoIP im LTE Netz geht.

  28. Jaj,wenn voip so toll ist wieso stört die Telekom es bei T->Mobile dann?

  29. @Iruwen
    Was Du schreibst stimmt schlicht und ergreifend nicht. Es ist ein Fakt – welcher nebenbei bemerkt in jüngster Vergangenheit sogar mehrfach eindrucksvoll bewiesen wurde – dass die VoIP Technik störungsanfälliger ist als ein „alter klassischer Analoganschluss“.
    Ich persönlich habe damit kein Problem, dass mein Festnetzanschluss längst auf VoIP Basis realisiert wird da ich diesen sowieso nahezu nie nutze, aber ich kann durchaus die Argumente verstehen wieso manche keinen solchen Anschluss möchten.

  30. Verstehe die Aufregung auch nicht.

    Man denke nur mal an die Umstellung von Analog auf Digital im SAT-Bereich. Da gab es am Anfang auch einen Aufschrei („Wieso brauche ich jetzt einen neuen Receiver?“) und am Ende war auch jeder zufrieden.

    Und da hat auch niemand den neuen Receiver, LNB, etc bezahlt. Musste man in diesem Fall auch aus der eigenen Tasche zahlen.

  31. Nein, weil ich sagte „Letztlich ist VoIP in jeder Hinsicht sicherer weil es beliebig route- und verschlüsselbar ist“ und „Wer nicht die Telekom sondern einen dedizierten VoIP-Anbieter wählt und eine zweite, möglicherweise funkgebundene Internetverbindung schaltet erreicht eine höhere Ausfallsicherheit als mit jedem lokalen Anschluss, bei höherer Qualität und Skalierbarkeit“.
    Das ist natürlich teuer, aber wer sich darauf beruft 24/7 über das Festnetz verfügbar sein zu müssen wird die Investition wohl tätigen. Ansonsten ist es offenbar doch nicht so wichtig. Und die einmaligen Kosten haben sich schnell amortisiert.

    • @Iruwen
      Verstehst Du es nicht, oder willst Du es nicht verstehen?
      Fall 1: Privatperson hat einen Analoganschluss-> extrem stabil und ausfallsicher
      Fall 2: Privatperson hat einen VoIP Telefonanschluss-> deutlich störanfälliger

      Und nur dieser Fakt zählt eben für manche Kunden. Dass es technisch mit höherem Aufwand möglich ist auch einen VoIP Anschluss durch Redundanz ausfallsicherer zu machen ist ohne Bedeutung in dem Fall.

  32. @Dirk: Congstar ist aber auch Telekom – das weißt du schon? 😉

  33. Was übrigens nirgends erwähnt wird: Der umgestellte Vertrag hat 24 Monate Mindestvertragslaufzeit.

  34. @Tom: ja, das weiß ich. Damit bekomme ich die selbe Qualität wie bei einer Zwangsumstellung, nur zahle ich 5 EUR/Monat weniger und ich bekomme Zuschuss für eine Fritzbox. Das motiviert mehr als für die gleiche Leistung Sonderkosten zu haben.

  35. @jarod digitales sat bietet dem Kunden auch Vorteile (mehr Sender, besseres Bild, etc) – bei VoIP ist das nur selten der Fall – ob ich mit DRM tollen upload auf dem Land stabil zwei Gespräche wie bei ISDN bekomme wage ich zu bezweifeln. Zudem läuft digitales sat IMO ähnlich stabil wie analog, das trifft auf VoIP der dtag wie man gesehen hat nicht wirklich zu…

  36. @elknipso: ich habe mich extra selbst zitiert und mich genau für dieses Zitat bezogen. Ich redete explizit nicht von Omma Elkes Analoganschluss. Die ist auch kaum auf 24/7 Verfügbarkeit angewiesen, sonst sind wir wieder beim Thema Hausnotruf.

  37. #Verschwörungstheorie ON

    Meist wird ja die VoIP Einführung damit versüßt das man für „wenig“ Geld, schöne neue Router bekommt, die alles können. In D-Land hat da ja eine Firma fast schon ein Monopol darauf. Egal ob unter ihrem eigenen Namen oder als „Speeddingsda“, überall findet man diese Kisten. Just tut sich dann ein gravierende Sicherheitslücke bei diesen Geräten auf.
    Aber war das eine Sicherheitslücke oder haben findige Hacker die Hintertür gefunden und sie für ihre kriminellen Zwecke benutzt? Diese Kisten wickeln den Internetverkehr ab, sie kümmern sich um die Telefonie und dienen im Netzwerk noch als NAS-Server. Sogar mit euren Handy kommunizieren sie, weil es dafür tolle Apps gibt. Neuerdings können sie sogar Steckdosen und Beleuchtung steuern.

    Wer weiß, vielleicht sind diese Router keine Router, sondern dicke, meist rote, fette Wanzen, die eure ganze Kommunikation kontrollieren (können). Und wie bekommt man diese Gerätschaften in die Wohnungen und Häuser? Über die Einführung einer neuen Technologie natürlich. VoIP bringt dem Otto-Normal-Verbraucher wenig Vorteile, dafür aber Kosten für die Anschaffung der neuen Hardware.Tja, der Bundestrojaner kommt nicht als Mailanhang, sondern als meist rote Kiste mit drei Antennen dran. Und die darf das „Zielobjekt“ auch noch selbst bezahlen. Das erklärt warum eine ehemalige Bundesbehörde so versessen darauf ist, der Kundschaft diese Technologie unterzuschieben.

    VoIP ist böse und in diesen meist roten Kisten mit den drei Antennen wohnt Satan!

    #Verschwörungstheorie OFF

  38. @adlerweb
    Ich vermute du meinst DSL RAM. Das kann, gerade bei niedrigen DSL Geschwindigkeiten, schon etwas ausmachen. Ferner wird ein Teil des Spektrums genutzt und auch für Upload/Download verwendet.

    Skype benötigt z.B. für ein Telefonat ca 100kbits. Kannst dir ausrechnen das dann immer noch Puffer übrig ist für Surfen/Zocken/etc.

  39. Passiert 🙂 Die Umstellung hat definitiv auch Nachteile.

  40. Ganz egal, was die Telechaoten da zusammenlabern, es bleibt so oder so Dreck. Drosseldreck, Vektoringdreck, Voipdreck, NSA…:D! Ein totes Pferd wird weiter totgeritten, natürlich auf Kosten der zahlenden Kundschaft 🙁 . Das wird bestimmt ein Riesenspaß bei den zu erwartenden vierteljährlichen Jahrhundertunwettern…

  41. Thomas Schachtschneider says:

    Ich habe gestern sogar die Kündigung erhalten.
    Vor einem Monat habe ich die angegebene Nummer sofort angerufen und man teilte mir mit, dass man mir momentan anstatt 50000 nur eine 3000er Leitung schalten kann. Ich sollte nun erst mal abwarten und mich im Dezember wieder melden.
    Nun einfach eine Kündigung zu verschicken (zum 25.01.2015), ist ja wohl nicht die feine Art, oder?

  42. Ich bin ja nun wirklich kein Fan, aber wenn sie die analog und ISDN-Anschlüsse kündigen machen sie wenigstens einmal was vernünftiges. Als ob ein konventioneller Anschluss 100% ausfallsicher wäre – da reicht eine Baggerschaufel aus und dann war es das. Störungen kommen übrigens auch in Großkonzernen vor – Insolvenz hat deswegen noch niemand angemeldet.
    Fax geht seit ewigen Zeiten völlig problemlos über VoIP. Ich muss da einfach mal eine Lanze für die T-Com brechen. Nach anfänglicher Skepsis habe ich vor längerem mehrere Anschlüsse von ISDN auf VoIP umgestellt (mit Fritz-Boxen als Router/erste Tk-Anlage). Keine schlechtere Gesprächsqualität, keine Probleme mit alten ISDN- und Analog-Telefonen, keine Probleme mit Fax und kein einziger bemerkter Ausfall. In den letzten 10 Jahren hatte ich 2 Störungen bei ISDN, auch das kann mal vorkommen.

    Trotzdem würde ich mir wünschen die Telekom würde etwas offensiver das Netz ausbauen. Ich hänge hier an einem Annex B-Port, das muss bei einem VoIP-Anschluss nun wirklich nicht mehr sein.

  43. Also wir wurden neulich über das Angebot von 10€ im Monat weniger zu bezahlen zu der Umstellung verführt.
    Leider hat davor uns keiner gesagt, dass das Internet von dsl 2000 auf dsl 368 herunter geregelt wird.
    Als wir dann bei der Telekom angerufen haben wurden wir dumm angemacht, was wir uns denn so anstellen, immerhin ist der Upload ja viel schneller….

    Im Endeffekt haben wir jetzt 3 Wochen lang ein nicht zu benutzendes Internet und bestimmt 10 Stunden in der Hotline hinter uns.
    Sorry, aber bevor ich umstelle muss ich dafür sorgen, dass alles mindestens genauso gut bleibt!

  44. so ein mist … ich bin leider in keiner der umzustellenden großstädte heimisch und komme wohl doch nicht schneller aus dem telekom vertrag… doof, wenn man ständig die kündigungfrist verpennt…

  45. Ich verfolge das jetzt auch inzwischen. Ich hab ein bisschen Angst, dass die Telekom das bei meinen Eltern macht. Das würde ein bisschen viel Kabel-Legerei bedeuten, da dort per ISDN zwei Wohnungen quer im Haus verteilt mit Telefonen versorgt werden und ein Netzwerkkabel für’s Internet noch weggeht zu einem Router mit WLAN. Das bedeutet mindestens einen erhöhten Stromverbrauch für die ganzen Geräte.

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