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Telegram: Neues Update bringt Sprachchats und mehr

Telegram haut vor den Weihnachtsfeiertagen nochmals ein Feature-Update für den gleichnamigen Messenger raus. Die große Neuerung: Gruppen-Anrufe, die ich Anfang des Monats bereits in der Beta erprobt hatte. Seit 2013 hat man seitens Telegram bereits Gruppenchats am Start, jene bieten gegenüber von herkömmlichen Gruppen, wie man sie auf WhatsApp beispielsweise kennt, zahlreiche Zusätze wie Umfragen, Admin-Tools oder auch Statistiken.

Einzelanrufe von einer Person zu einer anderen Person hat Telegram auch bereits seit längerem integriert, nun startet man auch mit Sprachchats („Voice Chats“) für Gruppen. Grundsätzlich gilt hierbei, dass jede Telegram-Gruppe als Sprachchatraum verwendet werden kann. Mitglieder können da ganz optional und flexibel beitreten. Ist gerade ein Sprachchat am Laufen, so erkennt ihr dies am oberen Balken in der Gruppe. Dort ist auch ersichtlich, wer gerade spricht (und wie laut). Seid ihr dem Sprachchat beigetreten, so könnt ihr weiterhin die App normal nutzen und nebenbei kommunizieren, so wie ihr es von herkömmlichen Telegram-Anrufen gewohnt seid.

Für die Android-App bietet man sogar ein Widget-Overlay an:

Gestartet wird der Sprachchat über die drei Punkte in der oberen Chat-Leiste. Da man das Prinzip „Push-to-Talk“ verfolgt, ist es möglich, dass gar einige tausend Teilnehmer am Sprachchat teilhaben können. Das könnt ihr besonders gut in unserem Blog-Chat erproben, da haben sich inzwischen bereits knapp 1.200 Nutzer versammelt.

Für Telegram-Desktop lässt sich – auch unter macOS – ein Tastenkürzel für die „Push-to-Talk-Taste“ hinterlegen. In die Voice Chats will man künftig auch einiges an Nutzerfeedback einarbeiten. Neben einer verbesserten Geräuschunterdrückung sind unter anderem eine Video- und Bildschirmfreigabe für künftige Updates geplant.

Die Voice-Chats waren zwar das „große Highlight“ des Updates, dennoch hat man da auch noch andere Kleinigkeiten zu verkünden. So hat man weiter an den Stickern gearbeitet: Diese sollen nun schneller laden. Und bis sie geladen sind zeigen die Sticker nun bereits ihre Kontur:

Für Nutzer der Android-App, die ein Smartphone mit SD-Karten-Slot besitzen, hat man auch was im Gepäck: Da lassen sich die App-Daten von Telegram nun auf den externen Speicher verschieben.

Für Android-Nutzer hat man zudem neue Animationen parat:

Nicht nur um die Optik soll es unter Android gehen. Ein bereits gesendetes Foto kann nun von Android-Nutzern auch nachträglich noch mit Effekten oder Zeichnungen versehen werden. Hatte man zuvor die Möglichkeit nur unter Android, so können nun auch iOS-Nutzer per Stift in ein empfangenes Foto kritzeln und dieses wieder zurücksenden. Damit sind Android und iOS Feature-technisch in diesen Punkten wieder gleichauf.

Auch für iOS-Nutzer hat man ein neues Schmankerl parat, jenes hatte zuvor bereits ein Reddit-Nutzer entdeckt: Eingehende Nachrichten lassen sich nun (optional) über AirPods oder kompatible Beats-Kopfhörer vorlesen. Aktivieren lässt sich das Ganze wie folgt: Systemeinstellungen > Mitteilungen > Nachrichten mit Siri ankündigen.

Zu guter Letzt hat man – wie so oft – neue animierte Emojis parat:

Da Telegram vom Nutzerfeedback lebt, hat man nun eine Plattform für Fehler und Anregungen ins Leben gerufen. Dort ist man englischsprachig unterwegs und hofft seitens der Nutzer auf entsprechendes Feedback. Künftig will man da in diese Richtung noch mehr tätig werden und ausbauen.

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