Telegram: Messenger sperrt Piraten aus

Telegram ist unser Messenger der Wahl, wenn es um das Thema Team-Chat oder den Blog-Channel geht. Der Dienst ist plattformübergreifend verfügbar und bietet eine Menge Funktionalitäten, die Telegram für viele Anwender attraktiv machen. Doch unter der Menge an Benutzern, tummeln sich leider auch viele schwarze Schafe, die den Service für illegale Aktivitäten missbrauchen. Dazu gehört beispielsweise das Teilen von urheberrechtlich geschütztem Content. Solchen Nutzern und Kanälen dreht Telegram nun den Hahn zu.

Der russische Messenger hat zum ersten Mal einen Kanal geblockt, der geschützte Audio-Inhalte teilte, dies berichtet der „Föderale Dienst für die Aufsicht im Bereich der Kommunikation, Informationstechnologie und Massenkommunikation“, kurz Roskomnadsor. Die Aufsichtsbehörde hatte im Oktober 2017 einen Service bereitgestellt, der es möglich macht, Beschwerde gegen Copyright-Verletzungen im Netz einzureichen. Aufgrund dessen bat man den Messenger, die entsprechenden Inhalte vom Netz zu nehmen.

Bereits im Sommer sprach man mit Telegram, um mit dem Dienst zu kooperieren und die russischen Gesetze einzuhalten. Der Telegram-Gründer Pavel Durov sicherte eine Zusammenarbeit unter dem sogenannten Anti-Terror-Paket (auch bekannt als Jarowaja-Gesetze) zu, man werde jedoch keinen Zugriff auf die Nachrichten-Inhalte der Anwender bereitstellen.

Ich persönlich finde es gut, dass man die Möglichkeiten zur Produktpiraterie im Netz immer weiter einschränkt, auch wenn das bei der Größe des Netzes natürlich ein sehr schwieriges Unterfangen ist.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

17 Kommentare

  1. Wre darf man das verstehen? War das ein öffentlicher Gruppenchat und jemand hat die verpetzt? Ansonsten sind die Chats ja verschlüsselt, Telegram weiß ja nicht, was darin verschickt wird, oder?

  2. Geheime Chats sidn verschlüsselt… normale nicht

  3. »Der russische Messenger«
    Telegram ist genauso russisch, wie der Wodka für 1,99€ beim Discounter.

  4. @M. Kaiser
    Nun der Besitzer heisst Pawel Walerjewitsch Durow, geboren am 10. Oktober 1984 in Leningrad. Damit ist er Russe und nicht Chinese oder Amerikaner.

    Insofern ist russischer Messenger nicht völlig falsch.

    Man könnte natürlich auch arabisch Messenger sagen, weil das Team ja zur Zeit auf der arabischen Halbinsel in Dubai programmiert.

    Vielleicht ist arabisch-russischer Messenger am besten.

  5. Russischer Manager? Echt jetzt? Zum einen ist es unerheblich woher dieser kommt, zum anderen sollte man dann auch das richtige Land hinkriegen.

  6. @PeterPan

    Sonderlich sicher ist der Telgram aber nicht, siehe u.a. auch Snowden: https://www.rt.com/news/326565-snowden-durov-security-telegram/

  7. Sunworker: Seit wann sind sie aus Berlin weggezogen?

  8. @Tidi

    Dubai?

  9. Es ist ein Messenger. Messenger haben keine Nationalität. Und nur weil ich in Falkensee (Stadt nahe Berlin) geboren bin, wäre ein Messenger den ich entwickle kein Falkensee-Messenger, obwohl ich in Berlin wohne.

    Die Herkunft einer Person ist erstmal egal. Besonders da Russen-Messenger oder russischer Messenger immer sehr negativ dargestellt wird. Dass Durov sich allerdings explizit von Russland abgewandt hat, nachdem sie Zugriff auf private Daten von vKontakte haben wollten, bleibt generell außer Acht.

    Es ist kein russischer Messenger. Die Daten liegen nicht in Russland. Die Entwickler leben nicht in Russland. Lediglich das Geburtsland des Erfinders ist Russland. Mehr nicht.

  10. @Tidi

    Keine Ahnung. Sie sind aber in Dubai, das sagen die selbst. Gut versteckt in den FAQ:

    We’re currently happy with Dubai, although are ready to relocate again if local regulations change.

  11. @M. Kaiser
    Also eher arabischer Messenger…

  12. Nope der Messenger ist einer aus dem Sonnenystem der Erde. Wo die Server sind ist eine Sache, die andere Wer alles bei der Programmierung dahinter steckt, dann noch dazu wo diese mal geborhen sind, hinzu kommt noch welche Nationalität sie aktuell haben und wo sie aber jetzt Wohnen.
    Suchts euch aus. Russland ist nur das Gebrutsland der Brüder, mehr glaub verbindet diese auch nicht mit Russland.
    Dennoch wünschenswert währe schon ein Veschlüsselung oder ähnliches da die Daten definitiv auf deren Server sich befinden. Telegram ist nicht für Sichere Kommunikation gedacht, zumindest nicht aktuell.

  13. Moment mal, versteh ich das richtig? Ein Messenger, der (lt. einigen Kommentaren hier) angeblich so gar nix mit Russland am Hut hat, blockiert User und löscht Inhalte welche (angeblich) gegen Copyright-Gesetze verstossen aufgrund der Anfrage einer russischen Behörden mit welcher man ein Abkommen im Rahmen eines „Anti Terror-Pakets“ hat? Ergibt alles Sinn, oder?

  14. @Tester: In der Regel – außer bei den (selten benutzbaren) „geheimen Chats“ kann Telegram die Nachrichten mitlesen.

    Warum das für diesen Blog hier „erste Wahl“ ist, ist mir unklar.

  15. @M Kaiser. Du kommst aus Falkensee? Das tut mir leid!

    Wäre schön wenn Telegram auch die IS Kanäle dicht macht

  16. @DFFVB
    IS Kanäle?? Echt jetzt? Das wäre krass…

    Aber FB hat die auch noch oder?

  17. @Franie

    Das erste Mal war das sicher nicht. Mein öffentlicher Kanal wurde vor Ewigkeiten auch geschlossen. Copyrightverletzung lol. (ok zu Recht muß ich aber auch zugeben hust hust)

    Somit nichts neues, betraf und betrifft immer nur öffentliche Inhalte. (mein privater Kanal existiert noch immer )

    Steht in den FAQ https://telegram.org/faq/de#f-ich-habe-illegale-inhalte-auf-telegram-gefunden-wie-kann-ich-d. Und https://telegram.org/faq/de#f-moment-mal-0-o-ihr-lscht-etwas-auf-anfrage-von-dritten

    Finde ich toll, daß die sowas auch erklären. Bei anderen Messengern finder man sowas nicht auf der Homepage.

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