Telegram: Erweiterte Privatsphäre-Einstellungen für Apple iOS und Android

Telegram hat durch ein Update in den letzten Tagen neue Privatsphäre-Einstellungen erhalten. Die Aktualisierung erreicht aktuell sowohl Apple iOS als auch Android. So soll es euch erleichtert werden, Inhalte mit einer bestimmen Gruppe an Nutzern zu teilen und sie anderen vorzuenthalten.

So könnt ihr Gruppenchats den Ausnahmen für „Immer / Niemals teilen“ hinzufügen. Die Ausnahmen aktualisieren sich auch automatisch, sobald User die Gruppen betreten oder verlassen. Außerdem könnt ihr nun auswählen, wer eure Telefonnummer sehen soll und wer nicht.

Zudem hat man bei Telegram ein Re-Design der Bestätigungsdialoge vorgenommen bzw. auch bei der Suche von Nachrichten und beim Hinzufügen von Benutzern in Gruppen. Für Entwickler und Gruppen-Admins ist es nun zudem möglich Diskussionsgruppen mit einem Kanal zu verbinden, dann sehen Abonnenten einen „Diskutieren“-Button. Zudem lassen sich öffentliche Kanäle nun auch ohne Telegram-Konten übers Web betrachten.

Telegram warnt euch zudem nun mit einem Scam-Hinweis, wenn ihr dabei seid mit einem als verdächtig eingestuftem Konto zu interagieren. Speziell unter Apple iOS seht ihr nun zudem Thumbnails für PDF-Dateien. Das Update erreicht ab sofort alle Nutzer, schaut also einfach mal in euren Settings nach.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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18 Kommentare

  1. Neben der Funktion, Diskussionsgruppen mit Kanälen zu verknüpfen, gibt es noch eine weitere Möglichkeit, via @discussbot einen „Kommentieren“ Button unter jeden Post automatisiert anhängen zu lassen, der das Kommentieren via der neuen Website https://comments.app/ ermöglicht.
    Ich persönlich finde die Diskussionsgruppen sehr unübersichtlich und würde (je nach Inhalt des Kanals) eher auf eine reine Kommentieren-Funktion setzen.

  2. Leider scheint Telegram was die Verschlüsselung angeht stehen zu bleiben.
    Von Vorreiter zum Sitzenbleiber.

    Gruppenchats sind unverschlüsselt. Multi Device Verschlüsselung geht auch nicht.
    Sehr enttäuschend. Primär inzwischen nicht mehr mein Messenger.

    • Alle Chats sind verschlüsselt. Es gibt jedoch auch geheime Chats, die Ende-zu-Ende Verschlüsselung anbieten.
      Telegram ist ein Messenger für den Massenmarkt. Ich bin ein Laie, aber wenn Telegram überall E2EE einführen würde, wären einige Funktionen bestimmt nicht mehr möglich, wie z.B. Synchronisation, die zahlreichen Gruppen-Features, Bearbeiten von Nachrichten, etc.
      Aber ja, ich würde mir auch etwas Verbesserung wünschen.

      • Naja, wenn WhatsApp mittlerweile auch schon eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet, die grundsätzlich überall aktiviert ist, sollte das bei Telegram sicherlich auch möglich sein – ohne dafür den geheimen Chat nutzen zu müssen. Die Sicherheit war für mich früher eigentlich so eines der Hauptargumente, wenn ich mich mal wieder rechtfertigen musste, warum ich kein WhatsApp (und stattdessen nur Telegram) nutze.

        • Ein Problem das WhatsApp nach wie vor hat sind unverschlüsselte Cloud-Backups, zu deren Aktivierung die nutzer stetig genudged werden.

          WhatsApps E2E Verschlüsselung schützt deshalb Kommunikation in ganz speziellen Fällen, nämlich wenn der Eindringling 1. zwar Einfluss auf Facebook aber aus irgendeinem Grund keinen auf Google/Apple hat 2. beide Seiten die Backups deaktiviert haben und auch kontinuierlich allen Nudges ausweichen und 3. das was schon immer galt: kein Gerätezugriff möglich ist.

          ….das ist ziemlich voraussetzungsreich.

        • „Naja, wenn WhatsApp mittlerweile auch schon eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet, die grundsätzlich überall aktiviert ist, sollte das bei Telegram sicherlich auch möglich sein“

          Das kann Whatsapp aber nur, weil du WA nur auf einem einzigen Gerät benutzen kannst. Bei Telegram synchronisert sich der gesamte Verlauf auf allen deinen Geräten. Würdest du dies verschlüsseln, müsstest du also zuerst denselben geheimen Schlüssel auf alle deine Geräte bringen. Dies ginge, wenn der Schlüssel direkt bei Telegram gespeichert wäre – nur das will man ja gerade NICHT.

          • Das wiederum scheint mir unproblematisch. Nutze WhatsApp jeden Tag rund acht Stunden am Rechner. …das klappt soweit reibungslos.

            • Nur weil es für Dich unproblematisch ist, heißt das nicht, dass das für alle so ist.

              • Vielleicht hätte es etwas zu deinem Standpunkt beigetragen, tatsächliche Probleme mit WhatsApps Lösung aufzuführen?

                Also was soll man sonst auf so eine offensichtliche Wahrheit schon groß antworten.

            • wohl dem der durchgängig super duper Empfang hat!

              Selbst bei 3 Balken LTE rafft es WA bei mir oftmals nicht am Rrechner, dass das Handy online ist – bei Telegram hingegen gibt es das Problem schlicht weg nicht.

          • Wire und eingeschränkt Signal machen vor, wie man E2EE auch auf mehrere Geräte ohne Master-Smartphone kriegt.

            > Dies ginge, wenn der Schlüssel direkt bei Telegram gespeichert wäre

            Diese Annahme ist unabhängig von oben aber sowieso quatsch. Einen solchen Schlüssel, so er denn nötig wäre (ist er nicht) kann man sehr einfach und nutzerfreundlich zwischen verschiedene eigene Geräte tauschen, ohne das ein Telegram-Server involviert wäre. Dies geht beispielsweise mit der QR-Code-Kopplung, die fast jeder bereits aus WhatsApp und anderen Messengern kennt.

      • > Alle Chats sind verschlüsselt

        Im Default ist kein Telegram Chat verschlüsselt. Was Telegram schreibt bezieht sich auf in-transit Verschlüsselung, aber die ist so selbstverständlich, dass es irritierend wäre, wenn sie sie nicht hätten.

        Das ist wie wenn ein Bäcker mit „nicht giftig!“ wirbt: So wie kein Gift unterzumischen ist SSL Industriestandard und löst nicht das Problem das man mit Ende zu Ende Verschlüsselung zu adressieren versucht.

        Und ihr fallbasierter E2E opt-in mag zwar funktionieren, allerdings heißt opt-in einfach bloß das es keiner nutzt. Ein bisschen wie beim Facebook Messenger. Der bietet das auch an, ist aber irrelevant. …weil es keiner nutzt.

        • > Im Default ist kein Telegram Chat verschlüsselt

          da fehlt aber ein ganz wichtiges „E2E“ …

          • Nein, da fehlt gar nichts.

            Verschlüsselt heißt E2E. SSL ist im Kontext der Überwachung durch Servicedienstleister einfach bloß unverschlüsselt.

            Ich weiß aber, dass die in diesem Kontext bedeutungslose SSL „Verschlüsselung“ ein Bär ist, den Telegrams Marketing Abteilung gerne mal den eigenen Usern aufbindet. Insofern trifft dich da keine Schuld.

        • Richtig. Alles was nicht e2ee verschlüsselt ist ist NICHT verschlüsselt.
          Bei Telegram Gruppen z.b. ist ein privater Gruppenchat gar nicht möglich. Einfach nur schwach.
          Und hört endlich mit dem Irrglauben auf das e2ee und Mehrgerätesynchronisation sich ausschließen. Das stimmt nicht, siehe Conversations oder DeltaChat.

          Zur Whatsapp Verschlüsselung, die ist wertlos. Amerikanische Anbieter unterliegen dem Patriotact, müssen also per Gesetz eine Hintertür einbauen. Bei ClosedSource Apps ist das ja auch kein Problem.

        • > Das ist wie wenn ein Bäcker mit „nicht giftig!“ wirbt

          TLS (früher SSL) dient nur der Transportsicherheit, ist kein Industriestandard und wird von Telegram überhaupt nicht benutzt.

          Ich verstehe nicht, was Du uns mit diesem Post zu sagen versuchst.

          • Klar nutzt telegram.org SSL, ist in der Tat Industriestandard (komm mir nicht mit irgendwelchen Iterationen davon^^) und – da sind wir uns einig – dient ausschließlich der Transportsicherheit.

            Telegram ist im Default nämlich unverschlüsselt.

            Anders als Telegram-Fans geht Telegram damit übrigens ganz offen um. Mehr dazu unter core.telegram.org/mtproto

            • Telegram nutzt auch zur Transportverschlüsselung ihr eigenes MTProto – was die Sache nicht besser sondern eher noch schlechter macht.
              Zur Nutzung von TLS bleibt Telegram in ihrer Dokumentation sehr wage und sagt nur, kann noch zusätzlich benutzt werden. Man sollte also im Zweifel davon ausgehen, dass MTProto die einzige Transportverschlüsselung ist.

              Genau auf den Punkt wollte Larry bestimmt hinaus, aber wie gesagt, ein Pluspunkt ist das nicht.

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