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Telefónica Deutschland unterstützt ab sofort AML bei Notrufen im O2-Netz


AML – das steht für Advanced Mobile Location und wird ab sofort im O2-Netz unterstützt. Android-Smartphones können so im Ernstfall beim Absetzen eines Notrufs direkt den Standort übermitteln, bekannt auch als Android Emergency Location Service (ELS). Als Nutzer muss man das nicht aktivieren oder gar eine App installieren, sobald man einen Notruf an die 112 absetzt, wird die GPS-Funktion aktiviert und der Standort an die Rettungsleitstelle übermittelt (falls diese AML schon unterstützt, das ist nämlich nicht überall der Fall).

Circa ein Drittel der rund 250 Rettungsleitstellen können die Standortdaten schon empfangen, die restlichen werden nun sukzessive damit ausgestattet. Im Ernstfall eine sehr praktische Sache, man weiß ja nicht immer exakt, wo man sich gerade befindet.

„Das Wohlbefinden unserer Kunden steht für uns an erster Stelle. Mit unseren digitalen Services wollen wir den Alltag unserer Kunden kontinuierlich verbessern – nun helfen wir im Ernstfall sogar dabei, Leben zu retten“, so Pia von Houwald, Director B2P Digital Processes und Services bei Telefónica Deutschland. „Uns war es deshalb ein besonderes Anliegen, das neue Notrufsystem AML in unsere Systeme zu integrieren. Das Zusammenspiel zwischen Netzbetreibern, Leitstellen sowie Endgeräte- und Softwareherstellern zeigt, wie die digitale Transformation konkreten Mehrwert für Verbraucher schaffen kann.“

Die Unterstützung im O2-Netz gilt natürlich auch für alle Partnermarken, nicht nur für direkte Kunden von O2. Da Ganze ist bereits seit September aktiv, sofern ihr also ein Smartphone mit mindestens Android 4.0 und installierten Play Services einsetzt, nutzt ihr das künftig bei Notrufen auch.

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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32 Kommentare

  1. Coole Sache! Gibts da was ähnlich eigentlich auch für Apple?

    • iOS unterstützt AML seit Version 11.3, also seit März 2018.

      • Anscheinend unterstützt es Android ja seit Android 4.0, also seit Oktober 2011.

        • Nein, nicht vor 2016, da hat Google das angekündigt. So steht es jedenfalls im englischen Wikipediaeintrag

          Google announced in July 2016 that all Android phones running version 2.3.7, Gingerbread (released in December 2010) or later include AML.

          https://en.wikipedia.org/wiki/Advanced_Mobile_Location

          Das scheint wohl über die Play Services zu laufen (die laut Artikel auch installiert sein müssen).

        • Der digitale Schwanzvergleich. Glückwunsch

        • AML ist ein Teil der Google Play Services, nicht vom Android OS. Die Play Services werden unabhängig von Android selbst aktualisiert und dort wurde es 2016 eingebaut. Wer ein Android Open Source Project (AOSP) Telefon hat (also Android ohne Google Dienste) kann das Feature gar nicht nutzen.

      • d.h. dort funktioniert das auch schon so, das der Standort (GPS) automatisch mitgeteilt wird, sofern die Gegenstelle es empfangen/verarbeiten kann?

    • Nein, für iPhone und iPad steht AML nicht zur Verfügung!

  2. welches Paket wäre das?
    Nicht das vor lauter Privacy Mods das bei mir ned geht

  3. Ist echt ne coole Sache.
    Interessant wäre zu wissen, ob die zwei anderen Netzbetreiber das evtl schon lange tun, oder ob die es eben nicht tun.
    So kann man schwer eine Aussage darüber machen. Klar – gut ist es definitiv, aber entweder heißt es „endlich, wird ja auch Zeit“ oder „wow, ihr seid die ersten“.

  4. Gibt’s das auch bei den anderen beiden Netzbetreibern?

  5. Ich meine VF hat das auch schon länger… Aber intressant wäre hier mal eine Liste mit den Leitstellen die das können.

    • Interessanter wäre, bis wann das denn passiert sein soll.
      Bis dahin ist die Liste selbst irrelevant, weil du eh außer deinem Standort keinen Einfluss darauf hast, mit welcher Leitstelle du verbunden wirst, wenn du die 112 wählst.
      Wenn du wissen möchtest, ob das deine Kreisleitstelle bereits unterstützt, kannst du da auch auf deren regulärer Nummer anrufen und nachfragen. Die sagen dir das bestimmt.

  6. Aber nicht vergessen, diese Funktion bei den Standorteinstellungen nicht zu deaktivieren!

  7. STANDORTDATEN WERDEN BEI DER WAHL VON 112 AUTOMATISCH ÜBERMITTELN
    Praktisch: Damit AML funktioniert, müssen Nutzer eines Android-Smartphones ihre Standortdaten im Handy nicht einmal aktiviert haben. Denn GPS wird beim Wählen der 112 automatisch eingeschaltet, damit die Standortdaten an den Rettungsdienst übermittelt werden können. Solltest du dies nicht wünschen, kannst du die Standort-Übermittlung in einigen Android-Smartphones grundsätzlich unterbinden. Wirklich sinnvoll ist das aber nicht, wenn dir viel an deinem eigenen Leben liegt.

    Jetzt verstehe ich gar nix mehr….muss das jetzt explizit in den Standortdiensten aktiviert werden, oder nicht???

    • Aber das steht doch da – ist aktiviert, und nur, wenn du die Standort-Übermittlung NICHT willst, kannst du das deaktivieren (was wohl nicht in allen Smartphones geht).

  8. Telefonica? Selbst Notrufe können bei denen nicht abgesetzt werden, weil ‚Netz nicht verfügbar‘

  9. Funktioniert das auch andersherum für die 3-Buchstaben-Dienste? Oder können die die GPS-Funktion schon immer mit einer stillen SMS einschalten?

    Ich frage für einen befreundeten Aluhut-Träger.

    • Sag ihm, er soll übers Internet einen Oneway Flug nach Equador buchen, den mit Kreditkarte bezahlen und sein Handy auf dem Flughafen einem Mitreisenden vor dem Boarding ins Handgepäck schmuggeln und sich dann ein anderes Land absetzen, welches nicht an die USA ausliefert. Allerdings nicht von dem Flughafen aus, sondern möglichst erst schwarz mit dem Zug nach Frankreich und von dort aus mit dem Flugzeug. Dafür sollte er natürlich gefälschte Papiere verwenden. Möglichst nicht den neuen ePerso, sondern Reisepass. Er soll aber drauf achte, dass es ein alter ist, der noch vor der verpflichtenden Verwendung von biometrischen Fotos ausgestellt wurde, trotzdem aber noch gültig ist.
      Aliase wie Julian Assange oder Edward Snowden sollte er vermeiden. Auch wenn Jason Born keine reale Identität ist, er sollte auch darauf verzichten. Ich denke, sowas wie Michael Wendler passt da schon besser. Optimal für alle Fälle ist natürlich die Tarnkappe aus dem Yps Heft. Damit kann er seinen Aluhut ersetzen.
      😉 😉 😉

  10. In welchem Yps war die Tarnkappe? Und kann die mich unsichtbar machen? Ich möchte nicht dauernd ne Decke mitschleppen, um mich unsichtbar zu machen.

  11. Was ich immernoch nicht verstanden habe:
    Generell habe ich GPS in den Schnelleinstellungen deaktiviert. Kann das Wählen von 112 diese Einstellung trotzdem aktivieren?

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