Technik in der Küche: Silvercrest Sous-Vide-Stick SSVS 100 A1 und Vakuumierer SFS 120 A1 ausprobiert

Technik in der Küche – das muss nicht zwingend der sprechende Kühlschrank sein. Seit Jahrzehnten nutzen wir Technik, um Toast zu bräunen, Wasser zu erhitzen oder Eier anzubraten. Technik, die in diesem Blog gelesen werden möchte? Das möchten wir herausfinden und probieren das einfach einmal mit einem kleinen Küchenexperiment, das eigentlich in unserem internen Blogchat entstanden ist, als es um die Frage ging, wie Caschy wohl sein Fleisch zu Silvester zubereiten wird.

Man experimentiert da ja gerne einmal, immer auf der Suche nach der perfekten Zubereitung. Nach einigen Überlegungen, kamen wir dann irgendwie drauf, dass sous-vide, also das Garen bei niedriger Temperatur im Vakuum, eigentlich die beste Methode sei.

Eine Methode, die mir nicht unbekannt ist, die ich als Privatmann aber stets für viel zu teuer (Gerätschaften) und kompliziert hielt. Ich bezeichne mich selbst als ambitionierten Hobbykoch – hilft Euch insgesamt vielleicht ein wenig bei der Einschätzung, je nachdem, was Ihr Euch darunter vorstellt.

Ein besonderes Faible habe ich für Rindfleisch. Gutes Rindfleisch. Vom Bauern um die Ecke, wo man die Kuh kurz vorher noch auf dem Feld stehen sah. Ich brauche kein importiertes Wagyu und ich verzichte lieber auf Fleisch anstatt es mir im Supermarkt aus der Ramschtruhe zu ziehen. So viel Respekt sollte man vor dem Tier haben, das man verzehren möchte. Das lässt sich natürlich nicht immer zu 100 Prozent so umsetzen, aber jeder Verzicht auf „Billigfleisch“ ist ein guter Verzicht.

Auf jeden Fall beschäftigte mich das Thema sous-vide plötzlich ab kurz vor Weihnachten, da ich im Zuge unserer Unterhaltung eben drauf kam, dass das gar nicht (mehr) so teuer ist. Es gibt verschiedene Gerätschaften, die man einsetzen kann, alle sehr ähnlich, aber preislich doch sehr unterschiedlich gelagert.

Da kommt bei mir dann der Geiz durch. Wenn ich nicht weiß, ob ich ein Produkt mehr als einmal nutze, fällt es mir sehr schwer, dafür viel Geld auszugeben. Gerade bei Küchenprodukten, die einen verspielten Anschein haben. Ich habe zig Seiten durchwühlt, bei Amazon gestöbert, irgendwie kam ich immer auf über 150 Euro für die benötigte Grundausstattung bestehend aus Sous-Vide-Gerät und entsprechendem Vakuumierer.

Dann der Geistesblitz, der Lidl-Online-Shop! Schon einmal wurde ich da bei einem bestimmten Produkt sehr günstig fündig und tatsächlich war es auch hier wieder so. Ein „sous-vide“-Stick von Silvercrest und ein passendes Vakuumiergerät – Gesamtpreis rund 100 Euro.

Das passte für meine Schmerzgrenze, es gab ja auch ein bisschen was zu Weihnachten. Selbst wenn ich es nur einmal ausprobiert hätte, wären es eben „nur“ 100 statt fast 200 Euro in den Sand gesetzt. Den größten Bammel hatte ich eh, dass der Stick einfach nichts taugt, er allein kostet 60 Euro, ein Risiko, das man als wagemutiger Küchenexperimentator ruhig einmal eingehen kann.

Nach der unfassbar langen Lieferzeit (2017 bestellt, 2018 geliefert) kamen der Silvercrest Sous-Vide-Stick SSVS 100 A1 (offenbar war ich nicht der einzige Besteller, das Gerät gibt es aktuell nicht mehr) sowie der Vakuumierer SFS 120 A1 bei mir an. Dank modernster Sendungsverfolgung wusste ich wann und konnte auch schon entsprechend Fleisch organisieren, ich bin da dann auch sehr ungeduldig, wenn es um das Ausprobieren geht.

Schauen wir uns den Sous-Vide-Stick einmal von der technischen Seite an. Seine Aufgabe ist einfach, er soll die Temperatur im Wasser konstant auf dem eingestellten Wert halten, der eingestellte Wert variiert je nachdem, was man zubereiten möchte. Und so einfach wirkt der Stick dann auch.

Er ist groß und bringt ordentlich Gewicht auf die Waage, oben ist das Steuerelement für Timer und Temperatur angebracht. Die Bedienung erfolgt über Pseudo-Buttons, die gar nicht mal so gut reagieren, dazu aber gleich noch mehr.

Ich probiere Technik immer gerne erst einmal ohne Bedienungsanleitung aus, nur um zu sehen, wie die User Experience für diejenigen ist, die eben nicht erst das mitgelieferte Handbuch studieren. Aufgegeben habe ich das allerdings auch direkt wieder – mit Strom versorgt, gab der Stick nämlich eine Fehlermeldung auf dem Display aus.

Also nachgeschaut, es war fehlendes Wasser, das mir signalisiert wurde. Logisch, trocken läuft so ein Heizstab bekanntlich eher weniger gut. Also erst einmal einen Topf gesucht, der auch die passende Größe hat, ich hatte mir den Stick wesentlich kleiner vorgestellt. Nun verwende ich einen 10-Liter-Topf, bin aber bereits auf der Suche nach einem etwas besser isolierenden Gefäß.

Den Stab hängt man in den Topf ein, dann wird mit Wasser befüllt. Irgendwo zwischen der Min- und Max-Markierung reicht es dann, bedenken sollte man, dass das Hinzufügen von Gargut das Wasser noch einmal ansteigen lässt,

Ebenfalls sollte man nicht zu wenig Wasser nehmen, also generell kein zu kleines Behältnis, so lässt sich die Temperatur einfacher konstant halten. Ich nutze so ca. 7 Liter, das ist auch die Menge, wie sie in Sous-Vide-Bädern für den Hausgebrauch angeboten wird.

Was beim ersten Ausprobieren super praktisch war: Unsere Wasserleitung liefert 55 Grad warmes Wasser, für mein Rinderfilet habe ich 57 Grad benötigt. Also Sous-Vide-Stick in die Steckdose und losprogrammiert.

Die Programmierung klingt in der Bedienungsanleitung furchtbar kompliziert, letztendlich drückt man die Taste für Temperatur / Zeit so lange bis das Feld blinkt, das man ändern möchte, mit den „+“ und „-“ Buttons erhöht man den Wert oder man verringert ihn.

Bis zu 99 Stunden lassen sich so minutengenau einstellen, die Temperatur kann in Schritten von 0,1 Grad geregelt werden. Hat man alle Einstellungen vorgenommen, drückt man die Power-Taste und schon geht es los. Der Stick erhitzt das Wasser auf die gewünschte Temperatur und hält diese dann.

Der Timer geht erst los, wenn die Wunschtemperatur erreicht ist. Das ist ganz praktisch, allerdings sollte man das Gargut dennoch nicht schon vorher einlegen, da in der Aufheizphase Hitzeinseln entstehen, die man nicht möchte.

Während der Stick trotz seiner verlgeichsweise geringen Leistung von 1.000 Watt (vergleichbare Geräte liefern auch schon einmal 1.500 Watt) für mein Empfinden (ich habe keinen Vergleich zu anderen Geräten) sauber arbeitet – die Temperatur schwankte bei mir in mehreren Versuchen um ca. 0,2 Grad nach oben und unten – ist die Bedienung richtig schlecht.

Die Buttons bieten keinen Widerstand, sind noch nicht einmal voneinander getrennt. Da verdrückt man sich schnell einmal, startet eventuell schon das Programm, obwohl man es noch nicht möchte und fängt dann nochmal von vorne an. Auch ist eine Änderung des Programms im laufenden Betrieb nicht möglich. Nervig, vor allem in der Ausprobierphase.

Aber sonst erledigt er seine Aufgabe wie gewünscht, ich hätte ehrlich gesagt gar nicht mit so einer präzisen Einhaltung der Temperatur gerechnet. Da kann ich dann auch über die nicht so gelungene Bedienung hinwegsehen.

Zurück zum Garvorgang, auf einen entscheidenden Schritt bin ich noch gar nicht eingegangen. Das Vakuumieren. Hier sage ich allerdings auch direkt, investiert Euer Geld in einen anderen Vakuumierer, denn so viel schlechter als der von Silvercrest kann er gar nicht sein.

Das Gerät selbst wirkt schon hart billig und auch die mitgelieferte Schlauchfolie sieht aus wie lustlos von Kinderhänden zusammengerollt. Diese faltige Schlauchfolie kann einem den Spaß sehr schnell verderben, denn eine dichte Schweißnaht kommt so nicht zustande.

Merkt man das, bevor man das Gargut ins Wasser gibt, mag das mal noch gehen, füllt sich der Beutel dann aber unbemerkt mit Wasser, könnte es eine unschöne Überraschung am Esstisch geben. Die mitgelieferte Folie habe ich nur zweimal verwendet, danach auf andere (ebenfalls Lidl) zurückgegriffen, die allerdings auch nicht so das Gelbe vom Ei sind.

Ich behelfe mir jetzt so, dass ich die Schweißnähte doppelt mache. Die sind zwar von Haus aus schon doppelt, so eine Quadruple-Schweißnaht ist mir aber lieber als verwässertes Gargut.

Das Gerät selbst bietet zwei Möglichkeiten. Einmal kann man nur verschweißen (zum Beispiel bei Nutzung von „Schläuchen“ eine Seite verschließen) oder eben auch die Luft absaugen, also vakuumieren, und im Anschluss verschweißen.

Das funktioniert mit viel Sorgfalt schon, aber ich glaube, dass es da durchaus bessere Lösungen gibt, die nicht zwingend teurer sein müssen. Falls Ihr einen guten Tipp für einen guten Vakuumierer für so um die 50 Euro habt, gerne in die Kommentare damit.

Ausprobiert habe ich den Sous-Vide-Stick bisher mit Rind (Filet, mehrmals, 57 Grad, danach scharf anbraten, immer toll), Viktoriabarsch (Filet, 62 Grad, grandioses Ergebnis) und Ente (62 Grad, 2,5 Stunden, auf Hautseite angebraten, toll, aber bei mir noch mit Luft nach oben). Die Zubereitung der Ente seht Ihr auch auf den Bildern, die im Beitrag verteilt sind. Und hier noch das Ergebnis der Ente:

Insgesamt muss ich sagen, dass ich die Anschaffung nicht bereue, sie in dieser Form aber nicht noch einmal tätigen würde. Beim Sous-Vide-Stick würde ich bei einem Neukauf auf eine bessere Bedienung achten. Es gibt wohl Modelle mit Drehradeinstellung, das sollte sehr viel besser sein als die Buttons beim Silvercrest-Modell.

Allerdings würde ich wieder zu so einem Stick anstatt zu einem Bad greifen, da er erstens platztechnisch weniger fordert und zweitens mir die Wasserzirkulation logischer erscheint als ein stehendes Bad, das punktuell beheizt wird.

Und beim Vakuumierer bin ich ja schon ausführlich darauf eingegangen, was mich stört. Wobei ich hier erst einmal noch bessere Folien ausprobieren werde, vielleicht liegt es auch daran, denn mit dem Doppel-Doppel-Naht-Hack funktioniert es zufriedenstellend.

Aber, wer es selbst einmal ausprobieren möchte, kann mit diesem Set eben doch ein paar Euro sparen und es ist nicht so, dass es nicht funktionieren würde. Hier gilt wohl dasselbe wie in anderen Bereichen auch, Komfort lassen sich die Hersteller gut bezahlen. Für mich war es ein gelungener Einstieg ins Vakuumkochen, auf dem ich definitiv aufbauen werde. Und auch mal wieder ein Anstoß, mehr Geräten in der Küche eine Chance zu geben.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

20 Kommentare

  1. Bin schon länger Sous Vide Fan, mache hauptsächlich Steaks, aber auch mal Pulled Pork , oder Ribchen. Werden immer traumhaft. Benutze einen größeren Kunststoff Behälter mit ausgesägtem Deckel, damit der Stab passt. Ein Vakuumierer ist nicht unbedingt nötig, nehme 6l Gefriebeutel und lasse die Luft beim eintauchen einfach rausdrücken.

    YouTube Tip: Sous Vide Everything!

  2. Für die Isolierung empfehlen die Profis (z.B. seriouseats) Tischtennisbälle. Klingt lustig, bedeckt aber flexibel die Wasseroberfläche und verhindert das verdampfen.

    Ansonsten mal schön dass ein Produkttest auch mal ohne Kaufempfehlung auskommt

  3. Hallo, super Artikel. Wie lange hast du das Filet – wie groß, schwer, dick?, – gegart?
    Ich habe mit dem meistgekauften Vakuumierer von Amazon ganz gute Erfahrungen gemacht, wobei im Beutel möglichst gar keine Flüssigkeit sein darf, sonst saugt der das an und verschweißen wird dann schwierig. Auch immer doppelt, ist sicherer.

  4. Ein sehr tauglicher vakuumierer ist dieser hier. Leistet bei mir und vielen Freunden sehr gute Dienste. Die Folien der selben Firma sind ebenfalls top. CASO VC10 Vakuumierer – Testsieger – Vakuumiergerät, Lebensmittel bleiben vakuumiert bis zu 8x länger frisch – ganz natürlich ohne Konservierungsstoffe, 30cm lange und stabile Schweißnaht, inkl. 10 gratis Profi-Folienbeutel https://www.amazon.de/dp/B003F0WKDM/ref=cm_sw_r_cp_api_DrYyAbJV3F8WE

  5. Sous-Vide habe ich vor gefühlt 5 Jahren mit angefangen. Die ersten Versuche waren ohne Vakuum in der Tüte, dann im Topf mit eingehängtem Thermometer und dem ständigen Griff zum Drehknopf für die Herdplatte. Klappte aber wunderbar. Das erste Ergebnis liegt mir noch heute auf der Zunge. 😉
    Wer so (kostenlos!) die ersten Schritte macht, kann ich nur einen großen Topf empfehlen. Da braucht man nicht dabei stehen, sondern kann auch mal 3min was anderes machen. Nur das Thermometer sollte ordentlich arbeiten. 5 Grad daneben ist nicht so lustig.

    Zu den hier gezeigten Produkten:
    Nicht böse sein, aber „Silvercrest“ sagt doch eigentlich alles. Da war noch nie was durchdacht. Es ist leider sein (weniges) Geld nicht wert.

  6. Klingt altes lecker. Nur kochen und ich. Das ist so Feuer und Wasser.

  7. Also ich bin super zufrieden mit meinem anova. Und ich glaube der hat auch nur 20 euro mehr gekostet. Bedienung ist super easy und es gäbe sogar eine App ( Bluetooth + WLAN). Kann ich definitiv weiterempfehlen das Teil: https://anovaculinary.com/

  8. @Sascha, Caso VC 10, kostet allerdings knapp 60 Euro. Ich habe den seit ca. 7 Jahren, funktioniert bei mir problemlos. Doppelte Schweißnaht mache ich allerdings auch immer. Ich war schon etwas erstaunt, dass das Ding in der aktuellen Stiftung Warentest der Testsieger war, da es am unteren Ende der Preisskala ist.
    Zum Thema Sous Vide generell ein Tipp: es gibt ein kostenloses PDF von Douglas Baldwin, in dem die Hintergründe dazu recht gut dargestellt werden (google: sous vide handbuch). Noch mehr Wissenswertes dazu steht im „Modernist Cuisine“, da muss man aber wirklich überlegen, ob sich die 400 Euro für den Bücherschuber lohnen :-).

    • Sascha Ostermaier says:

      @Wolfgang: Bei Filet wird pro cm 1 Stunde empfohlen. Ich hatte ca 2cm dicke „Steaks“. Hier brachte 2,5 Stunden bislang das effektivste Ergebnis. Länger kannst du bei Fleisch ja, weil die Temperatur nicht überschritten wird, aber es „bringt“ halt irgendwann nichts mehr. Eine zu kurze Garzeit merkt man recht einfach am Austritt des Fleischsaftes beim Anschnitt (zumindest bei 57 Grad). Ich denke aber auch, dass es hier ein bisschen auf die Fleischqualität ankommt.

      @kOOk: Danke! Schaue ich mir mal an. Auf Caso bin ich schon gestoßen, die scheinen ja auch im oberen Bereich eher gut zu sein. Aber nach zufälligen Rezensionen kann man bei sowas leider nicht gehen. Die schlagen ja grundsätzlich in beide Extreme aus. 😀

      @icancompute: Sous-vide ist quasi idiotensicher. Nach Anleitung abgearbeitet kann da nichts schief gehen. Das ist durchaus anders als „normales“ Kochen.

  9. Sehr interessanter Artikel, vielen Dank!

    Ich überlege ebenfalls das Mal auszuprobieren, bin aber kein Freund von günstig. Deshalb warte ich lieber noch etwas bis der haben-wollen-effekt groß genug ist, da auch etwas mehr zu investieren. 🙂

  10. 57 Grad find ich auch am besten bei Steaks 🙂

  11. Super! Danke für den Test — ich war ja immer skeptisch, ob diese billigen „Tauchsieder“ im Vergleich zu echten Sousvide-Bädern (ja, die ab 5-600 EUR taugen schon was, da ist nix mit „punktförmigen“ Wärmequellen, das ist zwar keine Gastroqualität, aber man will ja auch nicht 100 Gäste gleichzeitig mit Filet bewirten — aber sie sind halt recht groß und stehen die meiste Zeit herum) etwas taugen und habe mich daher bisher zurück gehalten. Aber da ich mir gerade den Gasbrenner für einen Uuni3-Pizzaofen in Großbritannien bestellt habe, halte mich mal zurück 😉 Die Ehefrau meckert eh über die wachsende Anzahl von elektrischen Küchenhelfern.

  12. Ich benutze als Vakuumvierer auch den VC 10 und schweiße sicherheitshalber doppelt. Mir ist mal ein Haar auf dem Gerät auf der Schweißnaht liegen geblieben und hatte es nicht bemerkt. Kann das Gerät natürlich nichts für. War aber natürlich ärgerlich.
    Zum Heizen habe ich anfangs ein beliebtes Gerät bei Amazon von Wancle gehabt, aber wieder zurück geschickt. Das Gerät hat das im Artikel erwähnte Drehrad. Das macht aber qualitativ keinen guten Eindruck und ich hatte bedenken ob das lange hält. Zudem ist es unglaublich empfindlich und man braucht länger zum Einstellen der Temperatur/Zeit weil man die ganze Zeit um den gewünschten Wert hin und her justiert.
    Unabhängig davon kann ich noch empfehlen darauf zu achten, dass das Display in den Topf hinein zeigt. Ansonsten ist das Gerät immer im Weg.

  13. Habe auch seit letztem Jahr mit Sous Vide Gerät und Vakuumiergerät. Wirklich einfach zu benutzen.
    Aber Steaks bevorzuge ich immernoch vom Grill.

  14. Ich habe die Kombie aus Anova und Caso (vc10).
    Die Anova empfehle ich gerne aber der Caso saugt mir etwas zu wenig. Irgendwann werde ich mich mal auf die Suche nach einem anderen Vakuumierer machen.

    Ansonsten ist diese Art der Zubereitung jedenfalls Gold wert.

    Dank an Tobias (erster Kommentar). Pulled Pork ist mir in diesem Zusammenhang noch garnicht in den Sinn gekommen. Aber wieso eigentlich nicht. Man lernt nie aus.

    Danke auch für den schönen und ausführlichen Test an Sascha.

  15. Also ich kann auch nur Anova empfehlen. Super Gerät, und mal ehrlich, App Steuerung ist doch genau das was wir als Leser eines solchen Blogs haben wollen 😉 Momentan noch den Caso VC10 im Gebrauch, solides Gerät, reicht für 90% der Anwendungen. Früher oder später wird da aber noch ein Update erfolgen, gerade wenn Flüssigkeiten im Spiel sind. Aber dann wird es halt wirklich teuer…

    Pulled Pork ist auch meine Empfehlung, der Wahnsinn. Nach dem Sous Video garen kommt das Stück immer noch bei mir in den Kugelgrill mit Holzkohle und Hickory Chunks. Ofen geht natürlich auch, aber vom Grill wird es perfekt. 2 Stunden und man hat sogar einen schönen Rauchring. Das Ergebnis wird immer perfekt. Daumen hoch von mir!

    Mein Tipp zum Garen: Plastikkiste im Baumarkt holen, Loch im Durchmesser des Anova in den Deckel schneiden und kein Wasser verdampft mehr.

  16. Moin,

    ich benutze ebenfalls das Gerät von Lidl, sowohl den Stick als auch ein Vakuumiergerät( nicht das gleiche wie hier).

    Beide Geräte arbeiten einwandfrei und sind für den Hausgebrauch locker ausreichend. Die Probleme mit der Folie habe ich ebenfalls nicht, obwohl auch vom Lidl.
    Ich vermisse lediglich die doppelte Schweißnaht, muss ich halt immer zwei Mal schweißen. Gerätepreis 30€

    Der Stick hingegen funktioniert bisher wirklich perfekt, er ist sehr leise, heizt das Wasser zügig auf und am wichtigsten, die Ergebnisse.
    Diese sind einfach spitze, die Bedienung ist auch leicht, ich habe allerdings zu erst die Bedienungsanleitung gelesen .

    Ich betreibe das Gerät in einem ca. 15l großen Behälter mit Deckel, 4.99€ im Ramschmarkt aus PP -> temperaturbeständig bis 100°c,

    Um Röstaromen an die guten Stücke zu bekommen nutze ich einen Gasbrenner mit Schlauch um zu vermeiden das Flüssiggas durch eine geneigte Kartusche auf das Fleisch gelangt und somit den Geschmack verdirbt.

    Kostet 30€ und funktioniert perfekt und das Fleisch wird nicht weitergegart sondern Erhalt nur die Kruste.

    Sicherlich ist ein Stick von Anova mit Wlan-Funktion nett und hat seinen Reiz, wenn die Teile aber nicht gerade im Angebot sind haben sie auch ihren Preis.

    Von daher kann ich sagen, dass die Anschaffung sich gelohnt hat und alle bisherigen Versuche einfach nur perfekt waren. Bei Rind übrigens 55°c (Dry Aged Tomahawk Steak)

    Wer also nicht unnötig viel Geld ausgeben möchte ist mit dem Stick gut beraten.

  17. Wer ein semi-professionelles Gerät in bezahlbarer Region wünscht, das auch mit größeren Wassermengen für mehr als zwei Stücke Fleisch klar kommt, dem kann ich folgendes Gerät empfehlen: ALLPAX SV 2 Sous Vide Thermostat. Ist superleise, hält sicher die Temperatur und ist gut zu bedienen. Dies habe ich dem Anova vorgezogen, weil es einen solideren Eindruck macht.

  18. Auch ein sehr schönes Gerät, muss man sagen. Allerdings habe ich mit dem Anova letztens erst 6kg Pulled Pork gemacht… Und da war noch locker mehr drin… Kaufen nur im Angebot, gefühlt alle zwei Monate gibt es den für gut 100€.

  19. @Jakob, ich habe den Allpax auch. Hab ich allerdings nur gekauft, weil die Sous-Vide-Sticks alle nicht in Deutschland zu haben waren. Ich hätte mir einen Sansaire oder Anova von Kollegen aus USA mitbringen lassen können, da muss man aber erstmal die 230V Version ergattern, ausserdem war mir die Garantielage zu unsicher.
    Der Allpax ist für normale Töpfe etwas groß, ich betreibe den in einem 1/1er Gastronormbehälter mit ausgeschnittenem Deckel aus Polycarbonat, das klappt gut. Vorher hatte ich eine umfunktionierte Kühlbox dafür, die hat zwar besser an den Seiten isoliert, dafür habe ich den Deckel nie richtig dicht bekommen.
    Leider benutze ich das Ding zu selten, da muss ich wirklich mal was machen :-).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.