Technics Grand Class SL-1200G: Plattenspieler-Legende ab Ende September neu verfügbar

artikel_technics_1200gAls wir Anfang des Jahres zur CES von der Neuauflage des legendären Plattenspielers von Technics berichteten, waren wir doch ein wenig von der großen Resonanz dazu überrascht. Offenbar gibt es auch unter Techblog-Lesern genügend Nostalgiker und Audio-Fans, die Vinyl allem anderen vorziehen und auch Interesse an entsprechenden Gerätschaften haben. Das auf 1200 Stück limitierte Modell war bereits verfügbar und erfreute sich großer Nachfrage. Nun folgt Ende September die unlimitierte Variante, die sogar noch zwei Upgrades erhält, die die unlimitierte Auflage technisch ein Stück näher an den limitierten SL-1200GAE bringt.

Das bedeutet für potentielle Käufer, dass auch im SL-1200G einen Tonarm aus Magnesium (statt Aluminium) erhält, das Material erweist sich als deutlich überlegen. Damit man den SL-1200G vom SL-1200GAE optisch unterscheiden kann, wird der Tonarm allerdings etwas matter angeraut. Eine komplexe Silikon-Gummi-Mischung kommt hingegen als Dämpfungsmaterial zum Einsatz. Durch die Mischung wird ein hoher Absorptionsgrad von Vibrationen erreicht. Die Füße sind dunkler gehalten als beim SL-1200GAE.

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Theoretisch ist der Plattenspieler mit Direktantrieb ab Ende September verfügbar, praktisch sollte man sich aber auf eine längere Lieferzeit einstellen. Die Geräte werden per Hand in Japan gefertigt, Produktionskapazitäten sind entsprechend klein. Was man vom Preis allerdings nicht behaupten kann. 3499 Euro wird der UVP sein. Ein stolzes Sümmchen, für das man aber auch sehr hochwertige Technik erhält. Wenn ich das im Januar richtig verstanden habe, dürfte der Preis für ein solches Gerät das geringste Problem für Vinyl-Fans sein.

Die technischen Details findet Ihr an dieser Stelle. Na, wer von Euch wird zuschlagen und sich die Neuauflage ins Wohnzimmer stellen?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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13 Kommentare

  1. Martin VAder says:

    Ein überteuertes Produkt, das nichts mehr mit dem Original gemein hat. Warum werden Technics Plattenspieler für die Oberschicht gebaut und nicht wie es üblich war, für alle Vinylfreunde? Bei Ebay bekommt man bis zum 5er Modell alle üblichen Varianten in neuwertigem Zustand von 300 – 1200 €. Selbst neu waren die Plattenspieler (inflationsbereinigt) deutlich günstiger. Ich würde mich freuen wenn die Technics wieder zu seinen Wurzel zurückkehren würden.

  2. Hallo Sascha,

    du schreibst, „das Material erweist sich als deutlich überlegen“.

    Inwiefern?

  3. @Bob
    Laut Pressetext:
    Geringere Dichte für verbessertes Ansprechverhalten
    Höhere Eigendämpfung durch das Kaltzieh-Verfahren
    Geringere Fertigungstoleranzen, damit noch höhere Maßhaltigkeit

    Ich halte zumindest den ersten Punkt für Nippes. Bei einem Plattenspieler ist das Einstellungssache der Mechanik – Gewicht, Ausrichtung der Nadel, Anti-Skating, etc.

  4. @Bob, Kalle: Wenn ich meinen audiophilen Vinylfreund richtig verstehe, soll ein Tonarm einerseits möglichst leicht, andererseits möglichst steif sein – was sich normalerweise gegenseitig ausschließt. Magnesium hat ein besseres Gewicht-Steifigkeits-Verhältnis, d.h. ein Magnesium-Tonarm ist bei gleichem Gewicht steifer und bei gleicher Steifigkeit leichter. Ich persönlich glaube allerdings nicht, dass mehr als 0,1% der Bevölkerung diese Unterschiede wahrnimmt. So etwas ist wohl mehr ein Statussymbol.

  5. Jetzt fehlt nur noch ein Revival von Spulentonbandgeräten…

    Wobei ich nicht glaube, dass man so was aufwändiges wie eine Nagra VI s jemals wieder bauen wird. Meine jedenfalls mach mir Freude, auch wenn es sinnlos ist, Musik von MP3 auf teure Bänder zu überspielen, um sie sich dann anzuhören. Man muss schon Freude an der Technik haben, um so etwas Sinnloses zu tun.

    Die Nagra hat übrigens mal 22.000 DM gekostet. Ein VW Golf zum gleichen Zeitpunkt ab 7.900 DM. Schon faszinierend.

  6. Nagra IV s (4s) natürlich. Tippfehler.

  7. @Thomas
    Was Steifigkeit angeht möchte ich nichts sagen, ich kann mir aber nicht vorstellen das diese bei den geringen vertikalen Bewegungen ein Rolle spielt.

    Das Eigengewicht spielt aber definitiv keine Rolle. Dafür gibt’s das Gegengewicht (der Zylinder am anderen Ende). Idealerweise justiert man das Gewicht mit Hilfe einer Feinwaage und nach den Vorgaben der Nadel.

  8. @Kalle: Ich kann das ehrlich gesagt selbst nicht beurteilen. Ich habe nur wiedergegeben, was in der „Szene“ so behauptet wird. 🙂

  9. Meine Güte. Das Ding ist nicht überteuert. Es ist wahrscheinlich mal wieder ein super Technics Plattenspieler, der auchg seine Käufer findet, gekauft wird und dem Unternehmen Gewinn bringt. Es ist auch müssig über Preise zu reden. die 3499€ sind doch auch nicht weg. Die sind nur wo anders. Es sollen doch auch alle vernünftig leben können. Wer hat Lust auf Ausbeuterlöhne? Keiner beschwert sich über Apple UVP’s. Obwohl die Dinger im Chinesischen Kompetenzzentrum gefertigt werden (kurz China-KZ) und Apple sich nun wirklich über Gebühr an den Geräten bereichert.

  10. @Manuel Da hast du natürlich Recht aber ich habe eigentlich mit einem Spieler um die 1000 € gerechnet. Auch das ist noch sehr viel Geld aber immer noch bezahlbar.

  11. @Martin mag sein, aber der Markt wird ja immer kleiner, die Preise müssen für High End also auch höher werden. Der Plattenspieler ist dann halt nix für uns beide. Wir müssen uns dann halt weiter umsehen ^^

  12. Hab gestern auf der IFA mit den Herren von Technics gesprochen, beide Modelle sind exakt identisch. Deswegen kostet der unlimitierte auch 3500€.

  13. Mein Dual 701 rockt die modernen Retro-Plattenspieler locker weg. Der hat 1973 sagenhafte 1000 DM gekostet. 😉

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