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Teamviewer: Ein Gewinner der Corona-Krise

Teamviewer ist einer der Gewinner der Corona-Krise: Die Software für Desktop-Sharing, Online-Meetings, Web-Konferenzen, das Sharing von Dateien und mehr ist in Zeiten des zunehmenden Home-Office-Betriebs natürlich gefragt. Das wirkt sich auch auf das Gehalt des CEOs aus. Der Chef Oliver Steil hat eine Vergütung von 40 Mio. Euro kassiert. Der Börsengang im September 2019 hat sich bezahlt gemacht.

So ist der Aktienkurs seitdem um rund 70 % gestiegen. Der Wert des Software-Anbieters liegt aktuell höher als z. B. jener der Lufthansa. Neben Steil hat davon auch der Finanzchef Stefan Gaiser massiv profitiert. Ihm winken 20,8 Mio. Euro. Beide sind damit wohl die bestbezahlten Manager in Dax und MDax.

Diese enormen Gehälter haben sich dadurch ergeben, dass Mehrheitsaktionär Permira mit beiden Vorständen zuvor Beteiligungen an der Wertsteigerung des Unternehmens vereinbart hatte. Außerdem hatten Steil und Gaiser indirekte Beteiligungen erworben (Management Equity Participation alias MEP) und wieder verkauft. Die genauen Summen lässt man aber offen. Dadurch kamen zur Festvergütung von „nur“ 810.000 Euro direkt durch Teamviewer noch 39,7 Mio. von Permira. Die frühere Dachgesellschaft Regit Eins GmbH legte eine variable Vergütung von 748.000 Euro drauf. Auf ähnliche Weise kam auch Gaisers Vergütung zustande.

Steil und Gaiser erhalten jeweils im Oktober 2020 und 2021 weitere Aktien zugeteilt, was ihre Verdienste dann nochmals ankurbeln könnte. Was den Erfolg von Teamviewers Software betrifft, so rechnet man zwar weiter mit Erfolg und Wachstum, rechnet aber damit, dass nach der Corona-Krise etwas mehr Ruhe einkehren dürfte.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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16 Kommentare

  1. chilibrenntzweimal says:

    Musste ich gestern Abend erst wieder nutzen, weil ein Bekannter wollte, das ich mich um seine PC Problemchen kümmere, habs dann mit teamviewer gemacht und mir die Anreise gespart.

    • Kannst auch anydesk nehmen, wobei ich von beiden langsam Abstand nehmen.

      • DragonHunter says:

        Warum?
        Was nutzt du als Alternative?

        • Ich meine mal gelesen zu haben , dass auch dort Interesse zur übernahm ist/war – finde es aber aktuell und auf der schnelle nicht. gelegentlich nutze ich es noch, weil es einfach ist, besser finde ich über VPN und Remote Destop. Das ist bei den Meisten dabei, braucht nur für diese Sitzung aktiviert werden. Auch da gibt es ja unzählige Lücken ist wie zwischen Pest und Cholera.

          Da wird es genügend Meinungen geben und jeder hat eine andere.

        • Für mich ist da zu viel Geld ins Spiel, kann auch sein das ich es sehr kritisch sehen – aber viel Geld verdirbt den Charakter.

          https://www.deutsche-startups.de/2020/01/23/dealmonitor-23-01-2020/

          keiner wies ob da nicht was im Hintergrund läuft…
          Das ist natürlich nur meine Meinung, Ich finde eine Ähnlichkeit zu Teamviewer gibt es schon und nur eine Frage der Zeit bis was kommen wird.

          • Du hast kein Geld, richtig?

            • Du glaubst also Teamviewer wurde nur so verkauft? u glaubst auch Ubuntu, Microsoft und Co. verschenken umsonst die OS?
              Was ist los mit euch – kann man nicht einmal was hinterfragen? Ich wette es ist eine frage der Zeit bis der Besitzer wechselt. Ich glaube nicht das ein paar „Stuttgarter Jungs“ die letzte Bastion für den Datenschutz sein wird. Ist ja nicht so das es bei Teamviewer nicht so abgelaufen ist. Es ist ein frage des Geldes siehe Wunderlist.

              Auch hab ich geschrieben das dieses meine Meinung dar stellt – musst es ja nicht teilen und mögen.

              • Bis es soweit ist, kann man es aber nutzen.

              • Microsoft verschenkt nicht das OS dafür muss man ganz schön in die Taschen greifen. Ubuntu ist Kostenlos, nur wer Suport möchte der zahlt. Riesen unterschied also, auch zu den anderen wie Google. Die verschenken das ja nur bedingt denn über den Store holen sie es sich wieder. Von Google bekommt MS ja auch noch Kohle wegen Lizenzen ;). Apple verschenkt sein OS quasi nicht da es an Hardware gekoppelt ist außer am Rechner da kauft man es als Upgrade, ganz andere Strategie, Teils geschlossene Gesellschaft…

                • Nur so der Vollständigkeit halber: Bei Apple muss man für die Macs schon lange keine Betriebssystem-Upgrades mehr kaufen. MacOS gehört genau wie iOS zum jeweiligen Gerät dazu.

  2. „Der Chef Oliver Steil hat eine Vergütung von 40 Mio. Euro kassiert.“

    Als ob es seine Leistung gewesen wäre das die Umsätze nun gestiegen sind…
    Glück gehabt!

  3. Wir nutzen eine 3-Platz Lizenz bei uns und sind extrem zufrieden. Der Client läuft sehr stabil und funktioniert sowohl bei Stand-alone als auch GPO basierter Installation fehlerlos. Wir zahlen derzeit um die 680€ netto jährlich. Unser Mehrwert ist ein Vielfaches.

    • RedVision81 says:

      So sehe ich das auch, und die Preise sind gut verhandelbar wenn man etwas Geschick beweist 🙂

      • Wir sind nach über 10 Jahren Teamviewer zu Anydesk gewechselt und sehr zufrieden mit dieser Entscheidung. Ausschlaggebend waren zwei Dinge:
        1. Die mittlerweile frechen Preise bei Teamviewer
        2. Teamviewer Manager wurde eingestellt

  4. Welches Videotool ist nicht Gewinner der Krise gewesen?

  5. Hans Günther says:

    Herzlichen Glückwunsch!

    Ich selbst nutze Teamviewer privat seit Jahren, um mich um die PCs in der Verwandtschaft zu kümmen.

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