Tausendundeine Nacht: Neues Film-, Serien- und Spiele-Universum entsteht

Was neue Filme, Serien und auch Spiele betrifft, so streben aktuell im Grunde alle Vertriebe danach, beständige Marken aufzubauen. Klar, denn wenn ein Franchise wie „Star Wars“, „Marvel“ oder „Herr der Ringe“ im Spiel ist, sind aufgrund der Heerscharen an Fans die Einnahmen quasi garantiert. Jetzt soll es mal etwas anderes geben, denn mit „One Thousand and One Nights“ (Tausendundeine Nacht) will man die morgenländische Folklore groß inszenieren.

Ziel ist es, mit einer Kombination aus Filmen, Serien und auch Videospielen ein zusammenhängendes Universum zu zeigen – ähnlich wie eben Marvel mit dem Marvel Cinematic Universe (MCU). Als Produzenten werden Reza Aslan und Erik Feig agieren. Letzterer hat dafür eine neue Firma namens Picturestart gegründet. Zu dem Repertoire werden dann eben Charaktere wie Aladdin, Sindbad oder auch Alibaba zählen. Die einzelnen Produktionen will man unter anderem durch die Rahmenerzählung durch die persische Königin Scheherazade zusammenhalten.

Um einen frischen Twist hereinzubringen, will man die Geschichten aber nicht alle klassisch nacherzählen, sondern sie z. B. in neue Epochen verlagern oder gar in ganz andere Dimensionen / Paralleluniversen verfrachten. Falls euch die Namen Reza Aslan und Erik Feig dabei nichts sagen. Aslan schrieb unter anderem schon an der HBO-Serie „The Leftovers“ mit. Er wird auch bei „One Thousand and One Nights“ ans Tippen gehen. Erik Feig, nicht zu verwechseln mit Marvels Kevin Feige, arbeitete vorher beispielsweise als Kopf der Lionsgate Motion Picture Group.

Picturestart hat unter anderem auch Investitionen von WarnerMedia und Scholastic an Land gezogen. Gut möglich also, dass das neue Film-, Serien- und Games-Universum am Ende international über Warner vertrieben werden könnte. Ich selbst bin da durchaus gespannt drauf, obwohl mir auch eine eher klassische Nacherzählung gefallen hätte. Vielleicht funktioniert es aber ja auch ganz gut, den Geschichten aus Tausendundeiner Nacht einen neuen Anstrich verpassen. Ist auf jeden Fall mal eine Abwechslung von den ganzen Disney-Remakes, Comicverfilmungen und anderweitigem Einerlei. Was meint ihr?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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21 Kommentare

  1. Klingt für mich jetzt mal so auf Anhieb nicht gerade spannend. Aber ich lasse mich mal überraschen.

  2. sleepy wombat says:

    Leiden nicht schon genug Leute an der Verkitschung und falschen Idealisierung dieser nach objektiven Maßstäben uninteressantesten Weltkultur? Ich fände den Vedismus oder die Bön-Mythen des vorbuddhistischen Tibet viel interessanter. Ungleich mehr Weisheit hat sich von dort überliefert als aus dieser tristen, primitiven Wüstenkultur, die ohne antike Geistesleistungen nie über eine Randnotiz hinausgekommen wäre, es sei denn als Beispiel für kriegerische Unzivilisiertheit.

  3. Mich beschleicht das dumpfe Gefühl, da bahnt sich ein weiterer Streaminganbieter für Musik, Film und Spiel an.

  4. Klaus Mehdorn Travolta says:

    Ich hätte gedacht dass Figuren wie Aladdin, Sindbad oder auch Alibaba schon rechtemäßig ‚verkauft‘ sind, s.h. kommt man sich da nicht mit Disney etc. in die Quere?

    • Und wer soll die Rechte innehaben? Ich vermute, da gibt es genauso wenig einen Rechteinhaber wie bei “Aschenputtel” oder “Hänsel und Gretel”. Das ist alles viel zu lange her.

      • André Westphal says:

        Müsste Public Domain sein, so wie ja auch Figuren aus anderer Folklore / Mythen / Sagen, etc. Kann theoretisch also jeder etwas drüber schreiben / produzieren.

  5. Jea, Prince of Persia wieder mal neu aufgelegt, das der Game eine GTX 1080 mindestens benötigt um zu zocken, da wird es für die Smartphoneuser langsam Eng 😉

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