Tatsächlich smart: Xiaomi Mi Smart Kettle Pro Wasserkocher kurz angeschaut

Ich habe mir einen Wasserkocher angeschaut. Nein, ihr habt euch nicht mit dem Seitenaufruf geirrt. Es geht hier bei uns tatsächlich mal kurz um einen Wasserkocher, denn er ist smart – in einem gewissen Sinne. Der Wasserkocher von Xiaomi verfügt über Bluetooth und lässt sich so mit dem Smartphone koppeln. Doch allein das Koppeln nützt euch nichts, denn es muss eine App her, um Dinge regeln zu können.

Dies ist bei Xiaomi die Xiaomi-Home-App, die auch andere Geräte verwaltet: Hub, Kameras, Sensoren, Staubsaugerroboter, Scooter – und eben auch den Xiaomi Mi Smart Kettle Pro. Jener fasst 1,5 Liter und kommt mit 1.800 Watt daher. Der Preis dafür liegt – je nach Händler – bei um die 85 Euro. Innen setzt man auf Edelstahl, bislang waren wir daheim in den letzten Jahren immer mit einem Wasserkocher aus Glas unterwegs, da hat man dann auch immer direkt „Auge“ auf Ablagerungen oder so.

Bei einem Gerät, welches nicht durchsichtig ist, muss man sich halt immer jedes Mal auch ermahnen, da ordentlich zu reinigen – allerdings sah es bislang nicht so aus, als würde der Xiaomi Mi Smart Kettle Pro unangenehm aus der Reihe tanzen, da macht er seine Arbeit schon gut.

Was ist zu erwähnen? Das Gerät bietet eine LED-Anzeige, welche die Temperatur visualisiert. Des Weiteren sind Schalter mit dran, um jene eben zu erhöhen oder um das Ganze runterzuregeln. Bis hierhin unterscheidet man sich auch nicht viel von anderen Geräten am Markt.

Wozu also das Smarte? Nun ja, man kann die gewünschte Temperatur eben auch per App justieren – und es gibt auch eine justierbare Warmhaltefunktion. Diese lässt sich zwischen 40° und 90° regeln – ein Warmhalten ist bis zu 12 Stunden möglich. Klingt spannend für Teetrinker oder Menschen, die Babynahrung anrühren wollen.

Wichtig zu wissen, ist da vielleicht: Trotz App-Unterstützung kann man aus Sicherheitsgründen den Wasserkocher nicht aus der Ferne steuern, man muss schon hingehen und aufs Knöpfchen drücken. Das war es dann auch schon zum Thema Smart.

Meine Frau war dann von dieser Funktion noch weniger begeistert als ich. Sie hatte auch andere Sachen im Blickfeld als ich. Denn ich bewertete auch, ob die Lippe tropft (was sie nicht tut) – allerdings merkte meine Frau an, dass die Anzeige für den Füllstand nur bedingt für Linkshänder abzulesen ist, wenn sie den Wasserkocher normal in der Hand halten. Da ist dann die Markierung quasi nicht zu sehen – bei einem Glasmodell sieht dies ja dann doch anders aus.

Ansonsten: Nette Sache, vor allem die Schnellkochfunktion, die euch in knapp 5 Minuten mit heißem Wasser bedient. Am Ende muss aber die Hand aufs Herz bleiben. Muss alles smart sein? Erleichtert mir so ein Gerät das Leben? Falls ihr dies mit „ja“ für euch beantwortet, dann kann ich nichts Schlechtes zum Xiaomi Mi Smart Kettle Pro sagen – außer, dass ich eigentlich ein Kalksieb erwartet hätte. Der smarte Mehrwert ist ebenfalls diskutabel. Die Optik, die dürfte aber vermutlich vielen gefallen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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80 Kommentare

  1. Caschy, come on! Ein „smarter“ Wasserkocher in Deinem Blog? Ernsthaft? Bitte nicht noch mehr von sonem Quatsch. Das Beste an diesem Beitrag sind definitiv die Kommentare!

    • FriedeFreudeEierkuchen says:

      Du solltest vielleicht zu solchen Uhrzeiten nicht mehr posten… Caschys Blog – seine Sache was er hier veröffentlicht. Passt aber auch zu weiteren „Smart“ Artikeln, fällt für mich also keinesfalls aus der Reihe.

  2. Genauso sinnvoll (nämlich nicht) wie „smarte“ Kaffee-Maschinen.
    Solange es kein Wasserkocher mit Wasseranschluss ist – ich also per App vom Sofa sagen kann: „hey siri, 0,5l Wasser aufkochen und erinnern, wenn es auf 80°C abgekühlt ist“ (muahaha – das wird Siri in 20 Jahren nicht schaffen – aber vielleicht könnte man es per App tippen) – ist das doch witzlos.

    wenn ich schon hinlaufe um Wasser einzufüllen, dann schalte ich es auch gleich an und stell die Temperatur ein. wenn ich ein Gerät benötige, dass die temp. eine Weile hält -> gibt es alles schon.

    Wie bei den Kaffee-Maschinen… den meisten fehlt der Wasseranschluss. Und selbst wenn sie einen 10l Wassertank und Bohnenbehälter haben: Ein „Tassen-Spender“ fehlt… also immer dran denken, dass eine Tasse drunter steht 😀 … ne, ne

    • Ganz ehrlich, so verkehrt finde ich das nicht. Allerdings ist die aktuelle Art und Weise die mich sinnlos. Aber ich fände es genial, wenn ich mir ein (oder mehrere bei großen Küchen) 10 Zoll Display an einer Wand in der Küche befestigen könnte und dort alle Geräte steuern könnte. Solange ich aber auf Hersteller Apps angewiesen bin und die noch nicht einmal gute UI/UX hinbekommen, glaube ich daran nicht, dass es gut werden könnte.

  3. Zum Thema Warmhalten: wir hatten bis vor ein paar Monaten einen Wasserkocher mit Isolierkanne. Einmal aufgeheizt war das Wasser über Stunden warm, das finde ich viel smarter, zumal es keine zusätzliche Energie verbraucht. Gekauft hatten wir den allerdings aus einem anderen Grund: Lautstärke. Wir gaben einen großen offenen Wohn-Küchenbereich, da stört ein laut rauschender Wasserkocher massiv, der isolierte war sehr viel leiser.
    Mittlerweile ist das Ding aber gegen einen Wasserkessel auf dem Induktionsherd ersetzt worden.

  4. Smart wäre es, wenn man per HTTP REST den status und die Temperatur abfragen könnte und einen Hook einrichten könnte, wenn das Kochen fertig ist. So ist es einfach nur eine weitere App… Ganz billiges Kino leider.

  5. Schaut euch doch mal Heatle an: https://www.heatle.de/

  6. Ich warte auf ein smartes Küchenmesser…

  7. Ich warte immer noch auf ein smartes Küchenmesser…

  8. Also wenn schon Wasserkocher dann heatle.de

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