Taskfox – Die Adresszeile als Kommandozeile

firefoxbox80x80pixel.pngIm August 2008 schrieb ich ja mal von Ubiquity – einer Erweiterung, die es euch ermöglicht eine komplett selbst zu programmierende Kommandozeile in eurem Firefox zu nutzen (die natürlich auch ohne Programmierkenntnisse nutzbar ist, da bereits sehr viel implementiert ist). Natürlich für den Freak eine feine Sache – der normale Surfer wird damit sicherlich nichts anfangen können. Um die Nutzer langsam an die recht komplizierte Bedienung (Anleitung hier) zu gewöhnen, will man in Zukunft den so genannten TaskFox nutzen – quasi eine Sammlung mehr oder weniger nützlicher Direktdienste – wie zum Beispiel die Übersetzung von Texten.

Taskfox.jpg

Der ganze Spaß ist bisher nur als Prototyp zu sehen – hier eine Browserdemo zum ausprobieren.

Asa hat zudem noch ein Video auf Vimeo eingestellt:

Was haltet ihr davon? Nützlich oder eher nicht? Wie auch immer – Interessierte sollten auf jeden Fall Azas Blog oder das Blog der MozillaLabs abonnieren.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

16 Kommentare

  1. Der Taskfox ist gar nicht mal so schlecht!

    Aber ich finde Ubiquity deutlich besser, seit dem letzten Update hat sich wieder vieles getan. Es ist imho auch nicht viel komplizierter zu bedienen. Das einzige, was schwieriger ist, sind neue Commands zu installieren. Aber da die Standard-version schon mit guten Commands ausgestattet ist, muss man das gar nicht.

    Bei beidem muss man allerdings sagen, dass es doch eine gewisse Umstellung erfordert, bis man die Kommandozeile tatsächlich nutzt… So wirklich viel mache ich nämlich noch nicht mit Ubiquity.

    Naja, mal sehen ob ich mich noch mehr daran gewöhne. Finde diese Technologie jedenfalls interessant, deshalb bleibt die Erweiterung schon deshalb installiert.

  2. Ist natürlich ein guter Gedanke, aber so lange das nicht massentauglich ist, wird es wohl wenig Beachtung finden.

    Hab Ubiquity auch installiert, mich aber -ehrlich gesagt- nicht näher damit beschäftigt. Sollte ich vllt. mal tun! 😉

  3. DancingBallmer says:

    Eine intelligente Shell ist super. Einige Funktionen werden ja schon von Applaunchern umgesetzt, aber dort wirkt es auf mich noch ziemlich behäbig und fummelig – halt bezüglich der Webdienste nicht so nahtlos integriert. Es ist halt doch etwas anderes, direkt beim Tippen die Übersetzung angezeigt zu bekommen und Vertipper korrigieren kann. Ich finde es schön und freue mich, dass es diesbezüglich aus verschiedenen Richtungen Entwicklungen gibt.

  4. JürgenHugo says:

    Irgendwie hab´ ich das Gefühl, ich sollte mich vom „etwas überdurchschnittlich engagierten User“ langsam in „Freak-Richtung“ hin entwickeln.

    Ein bißchen will ich mich schon noch weiter von der „Masse“ abheben. Man muß halt immer den inneren Schweinehund überwinden – den, der die Trägheit favorisiert… 😛

  5. Habe mir die erweiterung installiert und muss sagen mit ein wenig übung ist es ein nützlisches tool mit dem man vieles abkürzen kann.

    ist eben nur schwer sich umzustellen das dauert seine zeit aber ansonsten top !

  6. Der Gedanke dahinter ist sehr gut. Allerdings sehe ich 2 größere Nachteile.

    1. TaskFox und Ubiquity sind beide hauptsächlich für Englisch optimiert und die Anpassung an die deutsche Sprache lässt zu wünschen übrig.
    2. Der Zugriff ist mir noch zu umständlich.

    Ich finde folgenden Ansatz genial:

    Mit den in Webseiten markierten Worten werden Suchen wie
    Google, Wikipedia, Google Maps, Google Maps Route von Zuhause, Bahnroute von Zuhause, Translate, YouTube Videos, … aufgerufen.

    Der Zugriff sollte dann über Strg+g, Strg+w, Strg+m, Strg+r, Strg+b, Strg+t, Strg+y, … möglich sein. Wenn kein Wort markiert bzw in der Zwischenablage kopiert wurde, soll ein Ort abgefragt werden.

    Ich habe mir dafür ein Autohotkey-Skript gemacht. (über Autohotkey/AutoIt könntest du mal schreiben Caschy)

  7. Sicherlich nicht schlecht, dennoch wird es nix sein für die breite Masse, da die nicht über die entsprechenden Fachkentnisse verfügt.

  8. da stimme ich zu für die breite masse ist das tool zu umfangreisch von den gesamt funktionen werden die meisten nur 3 oder 4 nutzen wie die wekipedi suche oder video suche aber funktionen wie die übersetzug werden wohl von weniger leuten genutzt und vorallem nicht regelmässig. und um seine 3 oder 4 standart sachen auszuführen gibts viele alternativen wie hotkeys, lesezeichen und 100 andere möglischkeiten. die zwar weniger gesamt funktionen bieten dafür aber leischter und für fast jeden selbst zu erstellen sind.

    In meinen augen ist dieser markt gesättigt tools, scripte und so weiter gibt es zu tausenden

  9. Nehmen wir mal an, dass die von Mozilla das Ganze ordentlich integrieren, sodass man auch keine Anleitung braucht. Dass könnte dann ein neuer Standard wie das Tabbed-Browsing werden. Voraussetzung ist aber definitiv die ordentlich Lokalisierung, denn Oma Hilde gibt kaum ein „search xyz“ ein, aber wird doch ganz gut mit „suche mir ein Rezept für Schweinebraten“ klar kommen. Dies könnte bei gelungener Umsetzung auch die Möglichkeiten der Spracheingabe verbessern. Stellt euch mal einfach vor mit eurem Browser zu reden: suche das, kopiere das, drucke das, gib mir einen Plan von sonstwo usw.

    Das alles ist ein großes Was-wäre-wenn, aber vielleicht sind es genau diese Dinge die eine neue Browser-Generation begründen und in Firefox 4 (oder 238) ein Standard wie die Darstellung von Bildern sind.

  10. @Medienfuzzi:

    Wow – das wäre in der Tat auf manchen Seiten nützliche. Surfen ohne Hände *lach*

  11. Du erst wieder!

    Ist jetzt nur die Frage was der Browser dann noch zusätzlich als Befehle erkennt, wirst ja bestimmt nicht still bleiben?!?!

  12. Insgesamt ein guter Ansatz aber noch lange kein Standard oder ein wirklicher Ersatz für die Steuerung im Web.

    Und genau darum geht es doch: Die Computer-Maus ist mit absoluter Sicherheit nicht das ultimative Interaktionsgerät im Internet. Noch vor 20 Jahren war man die manuelle Eingabe per Tastatur gewohnt.

    Doch was wird uns die Zukunft bringen? Eine mehr oder weniger gut funktionierende Sprachsteuerung oder geht es doch mehr in Richtung Cyberhelm und Datenhanschuh (jeder der den Film Johnny Mnemtronic gesehen hat, wird wissen was ich meine)?

  13. deathuser says:

    hi,

    ich habe mal Ubiquity ausprobiert,
    bei mir gibts allerdings ein großes Problem…
    wenn ich zB „map heilbronn“ eingebe, kommt nur ein blauer rahmen, aber keine karte, genauso bei „weather“, da kommt auch nix…

    liegt das an einem anderen addon?

  14. JürgenHugo says:

    @Michael:

    Bei Tastatureingabe kann ich als T-Muffel ja nicht so mitreden – ich finde aber, die „Mausmöglichkeiten“ sind noch lange nicht ausgeschöpft.

    Wobei ich mit „Maus“ alles meine, was in etwa die gleiche Größe hat und mit einer Hand zu bedienen ist. Ich hab´zu Anfang so´ne „Marble Mouse“ benutzt – bin ich eigentlich gut mit zurechtgekommen, mit dem Trackball. (nur das Scroll-Rad würde mir jetzt fehlen)

    Schade, das es in der Richtung nicht weitergeht – das mit dem Scroll-Rad wäre sicher lösbar. Eines der Grundprobleme bei der Maus ist ja, das sie einerseits sehr schnell sein soll (bei mir jedenfalls) und dann wieder sehr präzise. Der Untergrund spielt natürlich auch eine Rolle.

    Ich nutz im Moment die Sidewinder X8 – von der Schnelligkeit i.O. – bei der Präzision würd´ ich mir noch was wünschen. Man kann die zwar on the fly umstellen – aber das muß man ja bewußt tun.

    Da ist der menschliche Körper noch etwas voraus – wenn man die Hand schnell bewegt und dann präzise zielen will, geht das sozusagen automatisch – ohne Verzögerung und „fließend“. Wenn man diese Bewegungen sensorisch im Raum erfassen und umsetzen könnte…

    Surface geht ja ein bißchen in die Richtung – allerdings 2D und auf ´nem großen Tisch.

  15. Ich könnte mir vorstellen, langfristig wird es mehr in Richtung Touchscreen und Sprachsteuerung gehen.

  16. DancingBallmer says:

    Natürlich wird die Maus so schnell nicht verschwinden, da sie ein einfach und intuitiv zu bedienendes Instrument ist. Das Bild oben zeigt doch eine wunderbare Kombination aus Tastatur- (Befehl und Wort) und Maussteuerung (Sprachauswahl). Die neuen interaktiven Dienste erlauben aber nun neue Möglichkeiten, bei welcher die Maus mehrere Aktionen hintereinander ausführen muss. Hier kann eine intelligente Eingabeaufforderung, welche die Befehle nachvollziehen und in Echtzeit umsetzt, eine Menge Arbeit abnehmen.