Der Publisher Take-Two bzw. dessen Präsident, Karl Slatoff, hat in einem Gespräch mit Stakeholdern offen gelegt, dass er Zweifel daran hegt, ob Gaming-Flatrates für die Spieleindustrie ein sinnvoller Weg in die Zukunft seien. Bekanntermaßen legt Microsoft da ja mit seinem Xbox Game Pass aktuell immer mehr vor. So bereiten sich die Redmonder damit in Kombination mit dem Cloud-Gaming des Game Pass Ultimate bereits auf eine Post-Konsolen-Ära vor. Slatoff hat da so seine Zweifel an dem Geschäftsmodell.
Laut Slatoff bleibe man zwar generell offen, er sei aber „höchst skeptisch“ im Bezug auf die Möglichkeit, ob sich Flatrates wie der Xbox Game Pass oder auch EA Play einmal als Zukunft der Industrie entpuppen könnten. Zumindest der wichtigste Vertriebskanal würden sie seiner Ansicht nach nicht so schnell werden. Dafür hat er auch eine Begründung: „Das liegt an der Art und Weise, wie Spiele konsumiert werden. Und der Preis für den Besitz von Titeln ist sehr fair. Betrachtet man den Wert pro Stunde, dann ist der Preis sogar sehr, sehr niedrig.“
Zumindest für neue Spiele komme so ein Geschäftsvertrieb als primärer Vertriebskanal daher laut dem Take-Two-Chef nicht wirklich infrage. Für Katalogtitel und Retro-Games hält er das eher für denkbar. Gleichzeitig gibt der Manager zu bedenken, dass am Ende natürlich der Kunde entscheide. Und Take-Two werde sich nach dem Kunden richten.
Zur Erinnerung: Take-Two hat gerade erst Codemasters übernommen und wächst damit ebenfalls.
