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Take-Two hegt Zweifel an der Zukunft von Gaming-Flatrates

Der Publisher Take-Two bzw. dessen Präsident, Karl Slatoff, hat in einem Gespräch mit Stakeholdern offen gelegt, dass er Zweifel daran hegt, ob Gaming-Flatrates für die Spieleindustrie ein sinnvoller Weg in die Zukunft seien. Bekanntermaßen legt Microsoft da ja mit seinem Xbox Game Pass aktuell immer mehr vor. So bereiten sich die Redmonder damit in Kombination mit dem Cloud-Gaming des Game Pass Ultimate bereits auf eine Post-Konsolen-Ära vor. Slatoff hat da so seine Zweifel an dem Geschäftsmodell.

Laut Slatoff bleibe man zwar generell offen, er sei aber „höchst skeptisch“ im Bezug auf die Möglichkeit, ob sich Flatrates wie der Xbox Game Pass oder auch EA Play einmal als Zukunft der Industrie entpuppen könnten. Zumindest der wichtigste Vertriebskanal würden sie seiner Ansicht nach nicht so schnell werden. Dafür hat er auch eine Begründung: „Das liegt an der Art und Weise, wie Spiele konsumiert werden. Und der Preis für den Besitz von Titeln ist sehr fair. Betrachtet man den Wert pro Stunde, dann ist der Preis sogar sehr, sehr niedrig.“

Zumindest für neue Spiele komme so ein Geschäftsvertrieb als primärer Vertriebskanal daher laut dem Take-Two-Chef nicht wirklich infrage. Für Katalogtitel und Retro-Games hält er das eher für denkbar. Gleichzeitig gibt der Manager zu bedenken, dass am Ende natürlich der Kunde entscheide. Und Take-Two werde sich nach dem Kunden richten.

Zur Erinnerung: Take-Two hat gerade erst Codemasters übernommen und wächst damit ebenfalls.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Wie wäre es lieber CEO wenn Ihr Unternehmen mal wieder etwas brauchbares produziert? RDR2 war ein GTA5 im Western Gewand mit einer Open World im Korsett.

    Das einzige was die aktuell können ist die Spieler im online Multiplayer zu melken.

    • RDR 2 war grossartig.
      Nur gta 5 mit dem online Modus und den Zug Umsetzungen nervt. Ich würde halt gerne mal etwas Neues sehen.
      Für mich war GTA 5 ein Xbox 360 spiel in 2013.
      Das das nun nochmal ge-remastered wird für die kommenden Konsolen. Unnötig meiner Meinung nach, aber es wird weiter gemolken.

    • Gerade der Game Pass ist es, der mich dazu bewogen hat, in dieser Generation zur Xbox zu greifen. Ich habe nämlich Zweifel daran, das Konsolen Spiele „Sehr sehr günstig“ sind. Zumindest nicht im der neuen Generation. 80-90€ pro Spiel? Mag bei einem RDR2 vielleicht noch gerechtfertigt sein, für den Großteil der Spiele aber ganz sicher nicht. Nur wird es eben pauschal alle Spiele treffen, weil’s halt „Der neue Standard“ ist. Ein Preis, den ich nicht mehr bereit bin für ein neues Spiel zu zahlen. Betrachtet man dagegen die Kosten für den Gamepass (Selbst dann, wenn er noch etwas teuerer werden sollte) und rechnet das gegen das PS+ Abo, was eh jeder auf der Playstation braucht, dann ist das Angebot unfassbar gut. Da kann ich auch auf den ein oder anderen exklusiv Titel verzichten – oder schieße mir im 3 Jahren günstig eine in der Bucht.

  2. Videotheken hegen Zweifel an der Zukunft von Streamingdiensten.
    Microsoft wird wohl eine andere Meinung haben, schaut man sich deren letzten Akquisitionen an.

  3. Naja, mittelfristig wird das dazu führen, dass die Abstände zwischen AAA Titeln sehr sehr lang werden und diese auch seltener produziert werden.

    Die Einnahmen aus dem GamePass etc sind deutlich niedriger, da wird man keine Millionen in neue Titel investieren, wenn man dann zwanzig Jahre braucht, um die wieder reinzuspielen.

    Bedeutet also nur noch Mainstreamgames und Indiekram auf Handygameniveau. Innovation lohnt sich nicht unter solchen Bedingungen. Sieht man ja im kostenlosen Bereich ganz gut, nur noch stupide Casinogames, wo man was drücken oder wischen muss.

    Ob es für die Spielebranche gut ist, wenn nur alle 20 Jahre mal ein Toptitel auftaucht, muss man sehen. Letztlich ist es wahrscheinlicher, dass man das Produkt dadurch kaputtspart und es keinen mehr interessiert.

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