Tablets sollen 2017 75% des mobilen Computer Marktes ausmachen

Tablets gab es bereits lange vor dem iPad, nur wurden sie von Nutzern kaum wahrgenommen. Das erste Massen-kompatible Tablet war das iPad und Steve Jobs läutete damit mal eben die Post-PC-Ära ein. Er selbst bekommt es nicht mehr mit, wie recht er doch hatte. NPD DisplaySearch hat einen Ausblick auf die Verteilung im Mobile Computing Bereich veröffentlicht. Bereits 2017 sollen 75% der mobilen Computer Tablets sein, dem normalen Notebook droht das Aus. Erst kürzlich gab Sony bekannt, sich von der Notebook-Sparte zu verabschieden, eine weise Entscheidung, wenn die Vorhersagen zutreffen.

NPD_NotebookShipment_Forecast

Die Nutzer wird die Aussicht auf günstigere Geräte freuen. Der Durchschnittspreis für Tablets soll von 311 Dollar (2014) auf 296 Dollar (2017) fallen. Grund hierfür sind kleinere Formfaktoren und die Optimierung in der Herstellung. Ein weiterer Preisfaktor ist die zunehmende Konkurrenz unter den Herstellern. Der größte Markt für Tablets wird 2017 in den Schwellenländern sein. Dort sind Tablets heute noch nicht weit verbreitet, Smartphones treten dort gerade ihren großen Siegeszug an. Schaut man sich die tablet-Verkäufe in diesen Regionen an, machen diese bereits 70% aus, Notebooks kommen auf 30%.

Ob man diese Entwicklung nun als gut oder schlecht für die Unternehmen sieht? Fakt ist, dass bei der momentan herrschenden Entwicklung, Tablets nicht mehr so schnell ersetzt werden. Auch hier sieht man Parallelen im Smartphone-Markt. Die Geräte sind mittlerweile so gut, dass man nicht mehr das neueste Produkt braucht. Das ist ein Problem, für alle Hersteller. Ist der Markt einmal gesättigt, kann man nur noch über den Preis oder durch wirkliche Innovationen die Produkte an den Mann bringen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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17 Kommentare

  1. Wenn die Smartphones weiter so in der Displaygröße wachsen, kann ich mir das durchaus vorstellen 😉

  2. > läutete damit mal eben die Post-PC-Ära ein …
    Mir ist wirklich nicht bekannt, dass die PC Ära schon vorbei ist? Im Arbeitsumfeld kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das so schnell passieren wird. Hier werden vielleicht die Grenzen etwas verschwimmen: Laptops werden schmaller, besitzen Touch-Screens. Aber die Tastatur ist noch lange nicht abgelöst.

  3. Viele haben in der Vergangenheit PC genutzt für Facebook und vielleicht Internet, also Google. Die brauchen keinen Laptop oder PC da reicht ein Tablet vollkommen. Für „richtiges Arbeiten“ wird man noch ne ganze weile um einen PC/Laptop nicht drumrum kommen. Bei spielen ist er ja so oder so Standard.

  4. Kommt auch darauf an wie gezählt wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass in Zukunft immer mehr Tablets mit Tastaturdock bzw. -hülle verwendet werden.
    Fürs Büro erwarte ich es aber noch nicht so bald.

  5. interessant wird es dann, wenn die Tablets inkl. Dock so leistungsfähig sind, dass sie im Büro genutzt werden können.

    Könnte mir schon vorstellen, dass das Tablet im Büro an ein Dock angeschlossen wird, welches dann eine Funktion wie eine Dockingstation erfüllt und Bildschirm, Tastatur und Maus verfügbar macht. Gerade für nicht rechenintensive Tätigkeiten wie SAP / Mail / Office wäre ein Tablet ausreichend und man könnte es theoretisch direkt mit in Besprechungen, zum Kunden bzw. Home-Office nehmen.

  6. Also ich habe noch mein erstes Tablet (Samsung Galaxy Tab) und brauche es eigentlich nur zum Film/Video schauen und fürs Skripte lernen.
    Den Rest(90%) mache ich trotzdem mit dem PC.

  7. Ich habe eine ähnliche Meinung wie S.F. – nur gehe ich aktuell schon einen Schritt weiter denn ich kann mir mit aktuellen Tablets wie einem Dell Venue 8 Pro oder einem Lenovo ThinkPad 8 Tablet und einer universellen Dockingstation schon jetzt vorstellen, dass diese Geräte auch einen „normalen“ Büroarbeitsplatz mit einer Standard-Softwareausstattung ersetzen könnten – einen schönen Vorgeschmack auf sowas gibt folgendes Youtube-Video:
    http://www.youtube.com/watch?v=jPPY4m8iY0k
    Was noch dazu kommt – man hat die volle Mobilität damit – also wie schon oben von S.F. geschrieben – man packt das Tablet, geht auf die nächste Besprechung, macht sich mit dem ebenfalls erhältlichen Stylus seine Notizen, nimmt es mit nach Hause für Home-Office oder geht damit zum Kunden und am Arbeitsplatz wartet dann wieder die gewohnte Tastatur, Maus und ein größerer Monitor für ein angenehmeres Arbeiten während eines langen Bürotags.

    Gruß

  8. @Olli N.
    Mit dem Dell Venue 8 Pro (und ich glaub auch dem Thinkpad) kann man leider nur ein Gerät/einen Hub via USB anschließen und dabei gibts keinen Netz-Modus, sprich wenn der Akku leer ist ists vorbei mit externem Monitor via Dockingstation.
    Fürs Büro sollte es via Wireless Display zwar reichen, aber man muss den Strom abstecken und das OTG-Kabel verwenden, wenn man mal ein DVD-Laufwerk oder einen USB-Stick anschließen möchte – oder wie bei uns das Telefon.

    Ein zweiter USB-Anschluss ist hier in jedem Fall wünschenswert.

    Thalon

  9. Dann wird das Tablett eben auf eine QI-Ladestation gelegt und das Problem ist gelöst. DIe Ladestation ist dann natürlich auf der Schreibtischoberfläche integriert 😉

  10. Meint ihr dass Computer dann bald wieder teurer werden? Der Markt konsolidiert sich ja und bei sinkenden Absatzzahlen kann die Produktion auch nicht mehr so auf Skaleneffekte setzten. Naja mein Tablet nutzte ich jetzt nach gut zwei Jahren doch nicht so häufig. Meistens will mein Sohn damit sein Memoryspiel spielen. Hab auch eine Dockingtastatur, aber damit will auch nicht so richtig der Spaß aufkommen.

  11. @Borti
    Welches OS? Ich nutze mein Android-Tablet eigentlich nur mehr zum Lesen von eBooks. Mit Windows 8.1 sieht das doch anders aus, da man hier schon grundsätzlich mehr machen kann.

  12. wenn ihr einen pc und ein android tablet habt und trotzdem das tablet kaum nutzt, dann versucht es mal mit einem ipad! nein, das soll kein blödes fanboy gelaber sein, sondern es ist meine beobachtung in meinem umfeld. ein ipad kann für einen otto-normal-verbraucher den pc bis zu 70-80% ersetzen. mein haupt-studienobjekt ist meine mutter… die nutzt sogar nur noch zu 10% den pc, sonst den ganzen tag ihr ipad air. ob onlinebanking, mails, web surfen, die onlineausgabe unserer regionalzeitung lesen, spiele, diverse office anwendungen… das macht sie alles mit dem ipad.

  13. Wobei man beim auf dem Sofa fläzen ja nicht wirklich von mobiler Nutzung sprechen kann.
    Ein Großteil der privat genutzten Tablets verläßt sicher nur selten die Wohnung seines Besitzers.

  14. Hm, aber trifft das wirklich auch auf aktiv genutzte Geräte zu?
    Ich meine, ein Tablet kauft man sich ja viel eher mal neu, als ein Notebook.

  15. FriedeFreudeEierkuchen says:

    Jetzt habe ich mal spaßeshalber in AdWords in zwei Accounts mit sehr großem Monatsbudget reingeschaut und mir das bisherige Jahr 2014 angesehen. Dort sehe ich die Tablets immer weit abgeschlagen hinter den PCs, bei dem einen Kunden noch deutlich hinter den Smartphones. Das ist natürlich keine wirklich aussagekräftige Analyse, aber die Tendenz wird auch in Studien bestätigt. Tablets wachsen, sind aber noch weit von den PCs entfernt.

    In meinen Augen werden die Geräte momentan zu hoch gehyped. Die Sättigungsgrenze ist noch nicht erreicht, nicht jeder Haushalt hat ein Tablet bzw. ein Tablet pro Nase daheim. Sobald diese Schwelle erreicht wird, wird es die gleiche Entwicklung wie mit den Netbooks geben: zuerst wahnsinnige Zugewinne, dann Sättigung, dann Ablösung durch ein neues Gadget. Auch damals hat man das Ende der PCs vorhergesehen.
    Besitzt man ein Smartphone mit großem Display, ist ein Tablet nur ein entbehrlicher Luxusartikel. Man kann nicht dauerhaft damit arbeiten (Ergonomie), man hat einen sehr begrenzten Bildschirm (je größer, je schwerer, desto unhandlicher und uninteressanter) und zu wenig Schnittstellen. Der Datenaustausch ist umständlicher (schon mal die Fotos aus der Kamera kurz auf ein Tablet gezogen?) und auch beim Drucken, Scannen etc ist man eingeschränkter.

    Kurzum: meiner Meinung nach werden Tablets nicht dauerhaft weiter wachsen, weil sie eben kein vollwertiger Ersatz sind. Man muss sich nur mal im Internet umschauen, wie viele Menschen ihr Tablet nach einer Anfangs-Euphorie nicht mehr nutzen, weil es nicht entschieden mehr Komfort gegenüber ihrem Smartphone liefert und zuwenig um dauerhaft das Notebook/den PC abzulösen. Natürlich gibt es Leute die zu viel Geld haben und ständig neue Gadgets daheim anhäufen. Aber das wird nicht ein dauerhaftes starkes Wachstum befeuern.
    Viele Wenignutzer werden allerdings wie schon bei den Netbooks nur ein kleines, eingeschränktes Gerät für gelegentliches Surfen und kurzes Arbeiten brauchen, aber sobald die Ansprüche steigen, sind Tablets einfach zu eingeschränkt.

  16. coriandreas says:

    Leute, Büroarbeit wird in spätestens 10 Jahren Geschichte sein. Und danach folgen alle anderen Berufe. #cloud #roboter #quantencomputer #google
    Aber Tablets sind ja auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Augensteuerung, Sprachsteuerung, MindControl ist schon im Anmarsch;-)

  17. Ich bin gespannt, wie sich die Industrie rund um SAP und Co. an diese Marktentwicklung anpasst. Meint ihr es wird viele Umbrüche, auch in der IT-Beratung geben aufgrund dem Wegfall von Computern?

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