Synology Cloud Station ShareSync: von NAS zu NAS sichern

Artikel_SynologySynology DSM 6.0 steht vor der Tür. Diverse Neuerungen habe ich mir schon angeschaut und versucht, diese hier im Blog ein wenig zu beschreiben. Ein neues Modul ist dabei Cloud Station ShareSync, was vielleicht nicht für alle etwas ist, sorgt es doch dafür, dass man mehrere Inhalte von Netzwerkspeichern auf einem NAS zentral sammelt. Ist vielleicht also nur für jene sinnvoll, die von Synology NAS zu Synology NAS sichern wollen, privaten Nutzern kann man eventuell ein verschlüsseltes Cloud-Backup anraten. Das Ganze ist bei Synology mittlerweile etwas gesplittet im Vergleich zum Vorgänger, im Bereich Datensicherung und Replikation findet man ja auch dort schon einiges wieder, was ich hier für den Cloud Station ShareSync erkläre.

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Das Ganze ist relativ schnell erklärt: Innerhalb von DSM 5.x kann man in den Einstellungen der Freigabe Ordner freigeben. Diese hier aktivierten Ordner lassen sich recht einfach mit Cloud Station ShareSync auf ein anderes NAS beamen. Nicht falsch verstehen: man muss das natürlich nicht nutzen, es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, um Daten von NAS 1 auf NAS 2 zu bringen, Synology hat mit dem Modul Cloud Station ShareSync das Ganze etwas vereinfacht.

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Sind auf dem Ursprungs-NAS innerhalb der Cloud Station-Freigaben die Ordner definiert, so geht es an das entfernte NAS, welches als zentraler Datenablageplatz fungiert. Hier loggt sich der Nutzer in Cloud Station ShareSync und erstellt eine neue Verbindung. Hier kann die Quick Connect-ID oder die IP eingegeben werden – und natürlich muss man sich auch authentifizieren. Ist dies geschehen, so kann man die entfernten Freigaben sehen. Das kann man sich nun wie bei der Cloud Station vorstellen – oder wie bei Dropbox auf eurem Rechner, wo ihr entweder den ganzen Spaß herunterladen könnt oder nur ausgewählte Ordner.

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Hier kann man nicht nur die Ordner festlegen, die gesichert werden sollen, sondern beispielsweise nach Dateityp oder nach Dateigröße filtern. Wichtig für euch sind sicherlich die Berechtigungseinstellungen, denn es gibt einen Dateisync-Modus, der entweder mit allen Privilegien sichert oder komplett ohne. Ferner gibt es noch die Synchronisierungsrichtung, die einmal als Sync fungieren kann – oder man sammelt alles und lädt die Dateien vom Remote-NAS nur herunter.

Hat man die für sich passenden Einstellungen vorgenommen, so landet der Ordner auf seinem Ziel, das System legt standardmäßig dafür die identischen Ordner an, wie an der Quelle vorhanden. Übrigens: die Übertragung kann verschlüsselt erfolgen, Synology setzt hierfür auf 128-Bit RC4 und MD5 für die SSL-Verschlüsselung.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

10 Kommentare

  1. Kann man damit auch verschlüsselte Ordner auf das Remote-NAS bringen?
    Vielen Dank übrigens für die NAS Artikel, diese interessieren mich v.a. in Bezug auf ein remote Backup.

  2. RC4 Cipher für SSL-Layer? Ohje…

  3. Das geht aber nur in eine Richtung oder?

  4. @leonard: du hast ne Sync-Richtung, die du auswählen kannst.

  5. @tuok. dazu kommt vielleicht bald noch was.

  6. Hab ich nur das Gefühl, oder fährt Synology da 3 und 4 Fach auf? Frage mich, was sie mit dieser Strategie genau verfolgen.

    Für alle NAS/*nix Leute, falls einer sowas kennt, bin auf der Suche nach einem Bash script, dass mir per cronjob Dateien nach Endungen in Ordner verschiebt. Meine Scriptskills bewegen sich auf dem code angucken und anpassen können Niveau. Vllt kennt ja einer ne Ecke, wo ich fündig werden könnte.

  7. Verstehe ich das richtig, dass ich damit einen one-way sync durchführen kann, der sich automatisch aktualisiert? Ich würde gerne einige Ordner auf 2 NAS via Internet auf dem gleichen Stand halten, wobei NAS 1 dabei nur empfangen soll. Sprich, wenn auf diesem Daten verändert oder gelöscht werden sollen diese automatisch wieder von NAS 1 geladen werden. Änderungen auf 1 sollen direkt auch auf 2 umgesetzt werden. Habe hierfür bereits mit rsync experimentiert,dabei kam es aber immer wieder zu kompletten Sicherungen, was bei 2 tb bis Internet eher ungut ist… Habe es momentan über die cloudstation gelöst und dieser aus NAS 1 einfach die Schreibrechte entzogen, so ganz optimal funktioniert auch das nicht…

  8. @tuok
    mal eine anmerkung zu verschlüsselten ordnern. sobald eine vollverschlüsselung läuft wie zb bei boxcryptor oder bei der syno-eigenen verschlüsselung möglich (also auch verzeichnisverschlüsselung) entsteht das problem der teilweise erheblich eingeschränkten pfadtiefe. diesbezüglich sehe ich den grössten vorteil bei truecrypt oder auf einer qnap mit volumeverschlüsselung da dort die pfadtiefe nicht verschlechtert wird. wenn man nur die inhalte ohne verzeichnisse verschlüsselt, besteht das problem nicht, dann kann man aus den verzeichnissen allerdings oft auch schon so einiges herauslesen was ich nicht in ein onlinestorage legen würde. muss natürlich jeder selbst entscheiden, sollte man aber wissen.

  9. habt ihr eine Möglichkeit gefunden wie man mit DSM 6 zwei NAS auf dem gleichen Stand halten kann. Sprich 2 Standorte (Büro und zu Hause). Mit DSM 5.x hatte ich das mit einem rsync-Skript via SSH gemacht. Dies geht jetzt leider nicht mehr.

  10. Diskstation Cloud Sync weisst erhebliche Limitations auf, die man wissen muss, anonsten rödlt sich der deaman tot (The client daemon (syno-cloud-clientd) is responsible for monitoring the file modifications in DSM. Whenever a file is modified, it will communicate with the server daemon can create a new version for the file. You can view the client daemon as a specially designed lightweight Cloud Station client.)

    Der Support kommunizierte mir:
    „Wir haben folgende Richtlinien in unserem White Paper (https://global.download.synology.com/download/Document/WhitePaper/Synology_Cloud_Station_White_Paper-Based_on_DSM_6.0.pdf) ausgelegt:

    For optimal response time and performance, we recommend the following settings.
    • Single-core ARM: synchronize up to 15,000 files
    • Dual-core ARM: synchronize up to 50,000 files
    • Dual-core Intel Atom: synchronize up to 150,000 files
    • Quad-core Intel Atom: synchronize up to 200,000 files“

    Schon aufgrund der Behäbigkeit der Synchroisation ist die Cloud Station eigentlich unbrauchbar. Aber diese Limits sind für die die größeren Systeme wie meiner DS1513+ i.V.M DX513 DAS K.O-Kriterium.

    BTSync tut es dagegen klaglos und schnell.