Südkorea untersucht Googles vorinstallierte Android-Apps auf Kartellverstöße

Google App Artikel Logo6,8 Millionen Dollar, so viel muss Google in Russland bezahlen, da keine befriedigende Lösung für die vorinstallierten Android-Apps und somit der Benachteiligung der Konkurrenz gefunden wurde. Eine ähnliche Untersuchung gibt es auch in Europa – und nun offenbar auch in Südkorea. Reuters berichtet über eine Untersuchung der Google Zentrale in Seoul im Juli durch die Korean Fair Trade Commission (KFTC). Untersucht wird nun, ob Google kartellrechtlich gegen Bestimmungen verstoßen hat. Das wurde von der KFTC bekanntgegeben, das erste Mal, dass die Behörde eine solche neue Untersuchung bestätigte.

Bereits 2013 geriet Google ins Visier der KFTC, damals ging es um den Zwang der Google-Suche unter Android, die von den Herstellern als Standard genutzt werden muss. Aus welchem Grund die Untersuchung erfolgt, also wer der Auslöser war, ist allerdings nicht bekannt. In Russland war es beispielsweise Yandex, also ein inländischer Anbieter ähnlicher Dienste wie Google sie bietet. Mal sehen, was in diesem Fall herauskommen wird, Google äußerte sich bisher nicht zur Untersuchung in Südkorea.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Naja google ist das neue microsoft:)

  2. Zu Microsoft gab es damals keine wirkliche Alternative, denn Apple war eine Nischen-Firma. Bei Google ist das heute anders, weil es um deren liberales Geschäftsmodell geht, freie Dienstleistungen für alle mit Werbe-Dienstleistungen zu finanzieren. Nach dem Scheitern von Yahoo! ist das die letzte große Firma aus den Günderjahren des damals noch freien Internets. Anders als Microsofts Produkte ist Android auch Open Source und kann eigentlich gar keinen Wettbewerb verzerren. Das ist alles genauso lächerlich wie dieser völkische Datenschutz, als würde Google „unsere Privatsphäre“ bedrohen und nicht in jedem JobCenter entstellende Persönlichkeitsprofile brutal durchgetreten.

  3. Lächerlich… 90% de User könnten nix mit dem Phone anfangen, wenn keine Standard-Apps drauf wären! Wem die vorinstallierten nicht zusagen, kann sie deaktivieren oder einfach ignorieren und alternativen installieren. Siehe Hangouts und Whatsapp…
    Versucht aber mal ‚Edge‘ oder ‚Safari‘ bei MS bzw. Apple zu deinstallieren/ deaktivieren! Na?…

  4. @db: Als Microsoft auf den markt kam gabs alternativen. bspw Apple die hatten damals ein sehr innovatives System, wie iOS heute. und es gab den Platzhirsch IBM. Damals hatte microsoft ein innovatives System (von apple) kopiert und es besser im Markt platziert womit Sie sich die Marktführershaft gesichert hatten.
    Heute: google kauft eine open source lösung android und kopiert iOS und platziert es besser als apple und hat die Marktführerschaft. 🙂

    Das Problem ist dass android zwar open source ist, aber googles android nicht komplett open source ist. und dass ist ja das was verhandelt wird bspw. Oder in den beiden fällen, wenn du auf dem Handy den Play Store haben willst, dann musst du auch andere apps vorinstallieren (gmail, g+ und und und) und diese entsprechend platzieren.

    wie gesagt Google ist das neue Microsoft im mobilen Sektor. 🙂

  5. @mini: da verwurschtelst Du eine Menge für Deine unhaltbare Analogie. Ich war in der 90ern Apple User – die gesamte Ära des PowerPC. Apple war damals eine Nischen-Firma für Werber und Kreative, bis Steve Jobs daraus eine LifeStyle-Firma gemacht hat – immer fern jeder Office Praxis. Da hat sich zwischenzeitlich eher die Office-Praxis geändert als Apple.

    Und IBM war kein Konkurrent von Microsoft, sondern hat als DOS-Lizenznehmer Bill Gates erst groß gemacht. Erst als IBM Linux gegen SCO verteidigt und die PC-Sparte aufgegeben hat, gab es ein ernsthaftes Wettbewerbs-Verhältnis zwischen den beiden, das IBM aber für OpenSource gewonnen hat, so wie Google das hoffentlich auch mit Android hinkriege wird…

  6. @Mini
    Apple war nie eine alternative im PC Markt, die Verbreitung von MacOS war noch niemals besonders hoch, somit kann man das abharken. Deswegen wurde Apple auch MS niemals wirklich gefährlich.

    Und was das Thema bei Google angeht, das ist natürlich wieder lächerlicher Nonsense, da wollen sich wie meist halt schlechte Firmen profilieren und sich PR verschaffen. Natürlich muss man Google-Dienste installieren wenn man Google-Leistung will, das ist das typische Parasiten Verhalten…ganz nach dem Motto … gib mir Playstore aber das Geld will ich, ich hab ja auch nichts geleistet… 🙁

  7. Süd Korea sollte mal sein eigenes Flagschiff Samsung und dessen ausufernde Bloatware Beglückung untersuchen die man nicht einmal nachträglich deinstallieren kann. Erst mal vor der eigenen Tür kehren würde ich vorschlagen.

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