Südkorea: Ab April muss Bloatware auf Smartphones deinstallierbar sein

Das Problem ist bekannt, man kauft sich ein neues Smartphone und es kommt mit jeder Menge vorinstallierter Apps, die man vielleicht gar nicht benötigt. Samsung nennt es liebevoll Content Gifts, wir nennen es Bloatware. Um diese ungewollten Apps zu entfernen, benötigt man meist Root-Zugriff, nach einem Update sind dann auch die Programme wieder da. Die Regulierungsbehörde in Südkorea hat nun beschlossen, dass ab April fast jede Zusatzapp entfernbar sein muss. Lediglich Apps für WLAN, NFC, Geräteeinstellungen und App Stores dürfen fest verankert sein. So entschied das Ministry of Science, ICT and Future Planning.

BloatwareVScontentgifts

Betroffen sind laut Yonhap News Samsung, LG und auch Google selbst. Zuätzlich soll der frei verfügbare Speicherplatz und der Speicherverbrauch durch vorinstallierte Apps künftig besser gekennzeichnet werden. Neben den Herstellern wurden auch die drei koreanischen Netzbetreiber zu einer Reduzierung der vorinstallierten Apps aufgefordert, was wiederum andere Hersteller betreffen dürfte. Ein feiner Zug, den man sich auch hierzulande wünschen würde, oder freut Ihr Euch über die Apps, die Euch bei einem teuren Smartphone aufgezwungen werden?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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24 Kommentare

  1. Gerade bei Providergeräten mit Branding ist Bloadware ein besonderes Ärgernis.
    Vor allem wenn man später den Provider wechselt und die Providerapps dann nutzlos (was sie ja teils auch schon im richtigen Netz sind 🙂 ) werden.

    Die Eu sollte sich daher dem „Ministry of Science, ICT and Future Planning“ schnellstmöglich anschließen.

  2. Dürfte interessant werden. Mal schauen ob es sich auch für andere Länder durchsetzt.
    In Südkorea dürften manche Menschen zumindest dann auf Root verzichten.

  3. Und das in Samsung-Land… Ein Lichtblick

  4. was ist mit apple?
    ich würde es ok finden wenn man ein gerät mit vorinstallierten apps bekommt und dann selbst entscheiden kann was man braucht oder nicht. man kann es ja die apps später neu aus dem store laden…
    cu icke

  5. Gute Sache. So was sollte in der EU auch durchgesetzt werden. Aber in Deutschland ist wohl der Lobby-Einfluß speziell der Telekom viel zu groß.

  6. muss denn wirklich alles reguliert werden, auch wenn es keinen schaden anrichtet?

  7. @Grummel
    bloatware richtet schaden an. Sie nervt.

  8. @Grummel: Der Markt scheint es ja nicht von selber zu regulieren!

    Ich kenne zumindest keinen der sagt: Oh wie schön! Bloatware! Endlich eine sinnvolle Verschwendung meines Speicherplatzes und Überfrachtung meines App-Menüs (was ich noch viel blöder finde)!

  9. Ich hab wegen dem Mist das S4 wieder zurückgeschickt!

  10. viele apps sind praktisch und beim Note 3 eh deaktivierbar … und bei 50gb bonusspeicher bei Dropbox freu ich mich doch… Speicherplatz Problem haben vorwiegend einstiegs und mittelklasse Geräte…

  11. ich putze die ganze bloatware auf ein schlag, samt os, runter und pack mir cyanogenmod drauf! kaufe auch nur handys die offiziell unterstützt werden… 😉

  12. Michael Boll says:

    Mein S3 hat eine Bild App vorinstalliert. Das ist einem doch peinlich wenn das jemand sieht, weil man nach nem Update nicht sofort wieder aufgeräumt hat…

  13. Nicht nur das sie nervt und Speicherplatz wegnimmt, sie macht in den meisten Fällen auch das langsamer.
    Deswegen habe ich auf meinem S3 für Cyanogenmod entschieden. Keine Google apps, Samsung apps und keine Vodafone apps.
    Rennt jetzt wie ne Rakete mit 4.4.2 und verbracht zudem weniger Akku

  14. @Chap was machst du so ohne Google Apps? Nutzt du einen Alternativ Store?

  15. So gut wie manche hier tun dürfte das ganze nicht sein falls das Weltweit irgendwann mal umgesetzt werden muss.Viele Hersteller werden mit den Zusatzapps auch Geld verdienen da es ja für die anderen Werbung ist, brechen diese Zusatzeinnahmen weg dürften die Smartphones in Zukunft sehr sehr viel teurer werden.

  16. Ich fände das sehr gut!
    Mich stört aber eher das ich die ganzen Google Apps nicht deinstallieren kann.
    Ich habe ein Acer B1 Tablet bekommen und da sind so gut wie alle Google Apps nicht deinstallierbar.
    Das Tablet hat zwar 8 GB Speicher aber nur knapp 800 MB sind für Apps vorgesehen. Und davon belegen die Google Apps schon fast die Hälfte.
    Ich finde also das gar nicht, dass die Apps der Hersteller das Problem sind, sondern die fest verankerten Apps von Google.

  17. @harry die apps sind sicherlich immernoch installiert beim kauf, nur dass man sie leichter löschen kann. Viel wird sich mmn. an den einnahmen nicht ändern.

  18. Ich finde es viel interessanter, dass der frei verfügbare Speicherplatz mit angegeben werden muss. Dann hat man bei einem 16GB Gerät dann auch 16 GB und nicht nur 9 wie beim S4.

  19. Die Apps, die für das Betriebssystem und das Funktionieren des Gerätes notwendig sind, sollten extra gekennzeichnet sein, die will auch niemand deinstallieren. Den Rest sollte man deinstallieren können.

  20. Außerdem sollte es ein Update geben für die Smartphones, die den Speicherplatz deshalb nicht mehr zur Verfügung haben!!!

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