Es las sich damals wie eine kleine Erfolgsgeschichte aus Deutschland. Die Deutsche Post DHL Group sorgte für die elektrisch betriebenen Fahrzeuge, die sicherlich viele von euch schon einmal gesehen haben. Nun ist mit der Produktion Feierabend, wie das Unternehmen heute verkündete. Bereits in diesem Jahr will man die Herstellung der Elektro-Lieferfahrzeuge komplett einstellen, Neubestellungen werden keine mehr angenommen.
Ebenfalls vor dem Hintergrund der aktuellen weltwirtschaftlichen Unsicherheiten hat sich das Unternehmen entschlossen, die Sondierungen für eine Partnerschaft zu den StreetScooter-Aktivitäten nicht aktiv weiter zu verfolgen. Deutsche Post DHL Group wird sich nun auf den Betrieb der aktuellen StreetScooter-Bestandsflotte konzentrieren.
„Dank StreetScooter haben wir eine der größten elektrisch betriebenen Lieferflotten der Welt und bedeutende Impulse in Sachen Elektromobilität gesetzt. Wir haben immer gesagt, dass wir kein Autohersteller sein wollen. Eine weitere Skalierung ohne den richtigen Partner entspricht nicht unserer langfristigen strategischen Zielsetzung. Die Umstellung unserer Flotte auf E-Mobilität werden wir unabhängig von der heutigen Entscheidung weiter entschieden vorantreiben“, sagte Frank Appel. „Wir stehen zu unserer Mission 2050, das heißt Null-Emissionen-Logistik bis 2050.“
Aus Unternehmenskreisen heißt es, dass man zwar mehrere Monate einen Käufer für das Unternehmen suchte, aber keinen fand. Unter dem Strich blieb das Ganze wohl trotz aller Erfolgsmeldungen – im letzten Jahr feierte man Auslieferung Nummer 10.000 – ein defizitäres Geschäft. 2010 wurde StreetScooter an der RWTH Aachen gegründet und 2014 wurde das Unternehmen von der Post übernommen. Seit 2018 wurde dann die auf dem Ford Transit basierende Variante zusammen mit Ford gebaut. Geplant war damals auch der Verkauf an andere Kunden. Wie man heute sieht, kam es doch anders.
