StreamOn: Deutsche Telekom stellt kostenlose Streaming-Optionen für MagentaMobil-Tarife vor

Die Deutsche Telekom hat heute eine Presekonferenz abgehalten. StreamOn war das große Thema. Dem Kunden ist es ja immer am liebsten, wenn er mehr Leistung für weniger Geld bekommt, zumindest beim Thema mehr Leistung kann die Telekom mitreden. Dafür sorgen die StreamOn-Optionen, die bald kostenlos gebucht werden können. Über sie wird kein Datenvolumen mehr von Tarif abgezogen, wenn Streamingdienste genutzt werden.

StreamOn wird in drei Stufen angeboten: StreamOn Music, StreamOn Music & Video und StreamOn Music & Video MAX. Nachdem die Provider jahrelang versäumt haben, uns echte Internetflats anzubieten, gibt es nun eben Optionen, die zumindest teilweise die Datenpakete entlasten. Streamingdienste, sofern von StreamOn unterstützt, können unterwegs genutzt werden, ohne dass das Highspeed-Guthaben des Tarifs belastet wird.

In der niedrigsten Stufe – StreamOn Music ist verfügbar im MagentaMobil M – gilt dies nur für Musikdienste. MagentaMobil L und L Plus erhalten die Option StreamOn Music & Video, wo auch Videostreams unterwegs nicht auf das Inklusivvolumen angerechnet werden. Allerdings werden die Streams der Partner optimiert, HD-Auflösung bekommt man nur in der höchsten Stufe.

StreamOn Music & Video MAX ist nur für MagentaEINS-Kunden verfügbar, die mindestens einen MagentaMobil M-Tarif mobil nutzen. Sie können dann auch Videos in HD-Qualität ohne Anregung des verbrauchten Volumens streamen.

Partner des Videostreaming sind Netflix, YouTube, Amazon Prime Video sowie einige Mediatheken. Wichtig ist hierbei zu wissen, dass die Dienste nicht über die Telekom gebucht werden müssen, wie es früher beim Spotify-Angebot der Fall war. Das heißt, das auch die Familien-Abos abgedeckt sind.

Laut Telekom müssen die Anbieter keine Gebühren zahlen, um ihren Traffic unbegrenzt durchgeschleust zu bekommen. So möchte man vermutlich der Netzneutralitätsdiskussion entgegenwirken. Auch kann jeder zum Partner werden, so die Aussage auf der Pressekonferenz. Dem normalen Kunden wird das sowieso egal sein, er sieht, dass er kostenlos streamen kann und ist zufrieden.

Ab dem 19. April sind die StreamOn-Optionen buchbar, sie müssen auch aktiv zu den Tarifen hinzugebucht werden. Kosten fallen für den Kunden aber keine an, insofern auch ein bisschen Quatsch, dass man das als Kunde noch aktiv aktivieren muss.

Insgesamt ist StreamOn aber schon eine große Neuerung auf dem Mobilfunkmarkt. Wer viel streamt, ist mit den Optionen gut beraten. Für Kunden, die bereits einen der Tarife nutzen, eine tolle Sache, und für Nutzer, die auf der Suche nach einem passenden Tarif sind, könnten hier durchaus auch fündig werden. Die Tarife müssen halt zu einem passen.

Eine Übersichtsseite zu den neuen Optionen gibt es bislang nicht, Grafiken und entsprechenden Link reiche ich nach sobald verfügbar (aktuell läuft noch die PK mit Plauderrunde).

Spannende Geschichte, werden diese StreamOn-Optionen bei Euch dafür sorgen, dass Ihr einen Telekom-Tarif ins Auge fasst? Oder zählt Ihr nicht zur streamenden Zielgruppe?

Update: So, nun gibt es die offiziellen Informationen auch in schriftlicher Form von der Telekom. Und sie kommen direkt mit einem kleinen Dämpfer. Zum Start werden noch gar nicht so viele Musikdienste unterstützt, in der tat sind es nur: Apple Music, JUKE! Music, Amazon Music Unlimited, Napster und radioplaner.de. Spotify ist noch nicht dabei, das soll sich aber wohl zeitnah ändern.

Bei den unterstützten Videodiensten sieht es schon erfreulicher aus. Folgende sind direkt zum Start über die StreamOn-Option abgedeckt: EntertainTV, FAZ.NET, funk, Kicker, Medienportal SA, Netflix, Prime Video (Amazon), sky go, SPIEGEL.TV / Online, Telekom Basketball, Telekom Eishockey, Welt Newws, YouTube, ZDF, CHIP Online, 7TV (Pro7/Sat1)

Update 2: Auch die „Consumer“-Seiten für StreamOn sind nun verfügbar. Hier einmal zwei interessante Details aus den Voraussetzungen:

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*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019*

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50 Kommentare

  1. Nicht für alle Magenta Mobil Tarife – Prepaid in Form von Magenta Mobil Start ist außen vor.
    Herzlich willkommen Zwei-Klassen-Internet – Dank an die Telekom – super gemacht.

  2. Richtig geiler Shit! Endlich bekommt man bei der Telekom auch etwas für das Geld.

  3. Bin wohl auch mal wieder außen vor mit nem Telekom Business Vertrag. Außerdem nutze ich viel Google Music die wohl nicht dabei sind.
    Ich finde das ist die falsche hoch gelobte Revolution.

  4. whoppereu says:

    Finde nicht das dies ein Zwei-Klassen-Internet durch die Telekom ist, man geht nur hin und wertet Tarife auf, ähnliche wäre es gewesen wenn die Telekom auf 100 GB im Monat das Datenvolumen heraufgesetzt hätte……

    oder?

  5. @Max
    Die Telekom möchte halt lieber Verträge mit 24 Monaten Laufzeit abschließen. Ist doch irgendwo verständlich.

  6. Den einzigen Streamingdienst den ich nutze ist Twitch, weiß man ob das unterstützt werden wird?

  7. Betrifft mich zwar nicht, da ich MagentaEINS habe, aber dass bei „StreamOn Music & Video“ der Videostreams „optimiert“ wird, sprich keine HD-Aflösung, halte ich für nen ziemlichen Krampf. Dann kann man sich Video auch gleich sparen, da sich heutzutage doch niemand mehr Video in SD antun möchte.
    Bin auch auf die technische Realisierung gespannt, ob man selbst „optimieren“ wird, oder einfach die SD-Streams der Partner erzwingt.

  8. „Kosten fallen für den Kunden aber keine an, insofern auch ein bisschen Quatsch, dass man das als Kunde noch aktiv aktivieren muss.“

    Nein, leider absolut nicht ein „bisschen Quatsch“, sondern vollkommen clever. Denn so kann man ohne weiteres sofort einsehen, wer sich dafür interessiert und die Option gebucht hat.

    Aktiviert man das für alle Kunden, müsste man hier erst einmal den Traffic durchschnüffeln und Vergleiche ziehen like, ob der Kunde (beispielsweise) vorher genauso viel YouTube konsumiert hat, usw. usf. und ich denke, dass das so, zumindest rückwirkend, nicht klappen wird. Daher ist das Aktivwerden des Kunden schon gut so.

  9. Wäre interessant zu wissen, ob die Pakete auch mit Roaming funktionieren.

  10. Natürlich ist das ein 2 Klassen Internet. Man muss sich als Dienstanbieter bei der Telekom anmelden, muss bei denen „genehmigt“ werden, und zumindest aus dem Artikel sehe ich nicht wirklich, was die Voraussetzungen sind.

    Nebenbei:
    Jahrelang wird gejammert, dass die Kapazität der mobilen Netzte nicht für „echte“ Flatrates reicht (und man wird mit 200MB bis evtl wenige GB abgespeist), aber auf einmal steht für sowas genug Bandbreite bereit (bei Video wären meine 500MB binnen weniger Minuten weg).

  11. Coole Sache. Netflix, YouTube, Amazon und Spotify ohne Anrechnung auf mein Datenvolumen streamen. Da ich MagentaEins Kunde bin auch noch in HD. Besser hätte der April nicht anfangen können.

  12. Sehe ich das richtig, dass Spotify nicht mit von der Partie ist?

  13. ich finds super. bin eh wir ewigkeiten kunde der telekom und nutze den L Tarif.
    die wichtigsten Streaminganbieter (Netflix, Amazon Prime Video und Applemusic) sind vertreten.
    ich spreche hier ganz bewusst nur von denen, weil die drei anbieter auf allen Platformen vertreten sind bzw selbst die entsprechende Hardware ausliefern. (AppleTV, iPhone, iPad, FireTV… Netflix kommt auf AppleTV und nahezu jedem TV vorinstalliert)
    das ganze wertet die sehr teuren Tarife massiv auf!!!

  14. Hans Hase says:

    @ gerrit Meine Galskugel dagt, das sind Dienste, die an die Telekom dafür zahlen müssen.

  15. Man man, das ist eine Ansage. Sowohl im Hinblick auf die Mitbewerber als auch Richtung Netzneutralität. Die Nutzer dürften sich trotzdem freuen.

    Allerdings liegen mir einige Dinge schwer im Magen. Die Telekom predigt schon ewig, dass das teure Netz auch teuer bezahlt werden muss, Engpässe allerorten, Qualität hat halt seinen Preis, bla bla.

    Aha, auf einmal aber kann der Kunde gigabyteweise ohne Aufpreis streamen, als gäbe es kein Morgen mehr. Ich leide schon jetzt mit der Telekom, die an jedem Kunden Geld verliert, der Spotify laufen lässt.

    Oder die Nummer stimmt einfach nicht und die Telekom redet Bullshit. Dann hat sie jahrelang die Nutzer abgezockt bis zum gehtnichtmehr und Daten für den Preis von Druckertinte in der Apotheke verhökert.

    Wie die Telekom erklären will, dass Bits und Bytes unterschiedlich viel kosten, je nachdem was drin ist, ist deren Geheimnis. Vielleicht wundert sich Hans Mustermann, dass er für die Datensicherung, die er durchs Web jagt, zahlen muss, für den parallel laufenden Stream aber nicht.

    Ganz nebenbei kriegen die Wettbewerber die Krätze, denn wie sollen die noch teure Verträge an den Mann bringen, wenn die Telekom ihre Netze kostenlos fluten lässt. Entweder nachziehen oder dumm aus der Wäsche schauen.

    Den Telekom Kunden freut es, mir als Vodafone und O2 Nutzer geht das Klappmesser in der Hose auf.

  16. @Gerrit: Ja, sieht so aus. Kein Spotify in der Liste. Passt irgendwie auch zu den 6 Testmonaten Apple Music, die es aktuell zum Magenta Tarif dazu gibt. Sehr schade.

  17. Benjamin Schulz says:

    Sofern das Inklusiv-Volumen des Basistarifs durch anderweitige Datennutzung verbraucht und die Bandbreite auf max. 64 KBit/s im Download und 16 KBit/s im Upload beschränkt wurde, gilt die Bandbreitenbeschränkung auch für StreamOn Music.

  18. Sascha Ostermaier says:

    Siehe Update, Spotify ist zum Start tatsächlich nicht dabei.

  19. Also mit Spotify wäre ich wieder zurück im Boot! Drillisch Simply mit seinen 4mbit Vorort ist nicht zu ertragen 😉 aber nur mit Flatrates für Music … Video Streams wären auch nicht schlecht aber für Fußball langt auch die 5€ Tages SpeedOn Option.

  20. Kann ich das zusätzliche zur Spotify Option, welche ich habe, buchen?

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