Strategy Analytics: Apple hat im ersten Quartal 2017 mehr Wearables als Fitbit verkauft

Im Markt der Wearables ist Bewegung zu vermelden. Das erste Quartal 2017 brachte eine Umstrukturierung der Top-Verkäufer. Der bisherige Branchenführer Fitbit muss sich gleich zwei anderen Firmen geschlagen geben, was die Verkäufe angeht: Xiaomi und Apple. Insgesamt wurden im ersten Quartal 2017 laut Strategy Analytics 22 Millionen Wearables verkauft, die Kategorie beinhaltet sowohl reine Fitnesstracker als auch Smartwatches, die Grenze zwischen den beiden ist ja sowieso fließend.

Für den Gesamtmarkt bedeuten 22 Millionen verkaufte Gadgets eine Steigerung von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Nun ist so ein Vergleich der reinen Stückzahlen schon ein hinkender, um den Erfolg eines Wearables zu beziffern, immerhin wiegt ein 20 Euro MiBand genauso viel wie eine 1000 Euro Apple Watch, obwohl die beiden Geräte nicht wirklich vergleichbar sind.

Bleiben wir aber erst einmal bei Fitbit. Im ersten Quartal 2016 konnte das Unternehmen noch 4,5 Millionen Wearables an den Mann bringen, ein Jahr später sind es nur noch 2,9 Millionen, der Marktanteil sinkt von 24,7 Prozent auf 13,2 Prozent.

Auch Xiaomi wurde im ersten Quartal 2017 weniger Wearables los als im Jahr zuvor, von 3,8 Millionen geht es auf 3,4 Millionen, der Marktanteil sinkt von 20,9 Prozent auf 15,5 Prozent. Großer Gewinner ist Apple, 3,5 Millionen Wearables soll das Unternehmen im ersten Quartal abgesetzt haben, im Vorjahresquartal waren es noch 2,2 Millionen.

Das äußert sich natürlich auch im Marktanteil, von 12,2 Prozent geht es auf 15,9 Prozent und somit den meisten verkauften Wearables. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass es keiner der großen Android Wear Smartwatch-Hersteller in die Top 3 schafft, die tummeln sich alle unter „Others“, können also nicht mit den Stückzahlen der anderen mithalten.

Und was die Zahlen auch sehr schön zeigen: Der Wearables-Markt bietet noch sehr viel Luft nach oben, 22 Millionen verkaufte Geräte in einem Quartal ist nun mal nicht wirklich viel.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Ein Kommentar

  1. Die Stückzahlen liegen eng beinander, sind aber unbedeutend.
    Statt den Stückzahlen muss man eher die (ungefähren) Umsatzzahlen betrachten

    Durchschnittspreise:
    Apple Watch2 ~ 450 Euro
    Fitbit ~ 100 Euro
    Xiaomi ~ 30 Euro

    Bei den Umsatzzahlen kommt man überschlagen auf:
    Apple => 1.575.000.000 Euro
    Fitbit => 290.000.000 Euro
    Xiaomi => 102.000.000 Euro

    An diesen Zahlen erkennt man schon einen eklatanten Unterschied und wer hier in welcher Liga spielt.

    Schauen wir uns mal die Gewinne an, die man natürlich auch nur schätzen kann.

    Bei Apple stelle ich die These auf, dass die Uhr maximal 100 Euro in der Herstellung kostet. Und damit liege ich mit Sicherheit noch viel zu hoch. Aber bei 100 Euro sind es schon locker 75% Gewinn vom Umsatz.
    Bei Fitbit nehme ich gefühlt 60% Gewinn an, wenn ich so die Preise der Nachbauten in den chinesischen Shops so sehe.
    Bei Xiaomi sieht es aufgrund des geringen Verkaufspreises schlechter aus. Da wird es eher auf nur noch 50% hinauslaufen.

    Somit ergibt sich bei den Gewinnen folgendes Bild:
    Apple => 1.181 Mios
    Fitbit => 174 Mios
    Xiaomi => 51 Mios

    Apple ist um Längen der Gewinner. Die machen einen Milliardengewinn mit einem poppeligen Nebenprodukt.

    Ich mag Apple überhaupt nicht, aber das muss ich ihnen lassen. Sie haben es wirklich drauf den Leuten die Kohle in Bündeln aus der Tasche zu ziehen.

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